Igel, Igel und noch ein Igel

Vor wenigen Wochen erreichte mich (Ildi) über das Netzwerk des Nanu e.V. der Notruf einer Dame aus Bobingen. Sie hatte einige kleine Igel zum Aufpäppeln zu Hause und wollte dringen ein paar abgeben, da sie Kleinen doch recht viel Arbeit machen und einen großen Platzanspruch haben.

Wenn ihr euch jetzt fragt, warum jemand Igel zu Hause hat, dann werd ich es euch erklären. Den Igelartikel findet ihr in er neu eingerichteten Verlinkung: Blogthemen.

Somit beschäftigte ich mich zuerst intensiv mit dem Thema Igel und entschied mich dann 2 der kleinen Igelkinder aufzunehmen. Info´s dazu gibt es im Internet ohne Ende, unter anderem muss jeder für sich abwägen, ob er ein Wildtier pflegen will oder nicht. Es gibt Pro´s und Kontra´s für beide Seiten. Aber die zwei wurden nun schon aus ihrem Revier herausgerissen (Igel sind sehr reviertreu) und wenn ich sie aufpäppel, bekommen sie nächstes Jahr im Garten ein neues zu Hause.

Die kleine Luise

Am vereinbarten Morgen, wo Sunyela die Kleinen zu uns bringen wollte, fand die Dani draußen am Hof einen scheinbar schwer verletzten Igel. Warum sich solche Vorfälle immer summieren weiß ich auch nicht.

Am Nachmittag, nachdem die Kleinen in meinem Zimmer ein neues Heim gefunden hatten, fuhren wir mit dem verletzten Tier in die Igelstation nach Neusäß. Frau Pentenrieder machte uns nicht viel Hoffnung, dass die Igeldame überleben würde, behielt sie aber in der Igelstation, vielleicht tat sich doch noch ein Wunder.

Wenige Tage danach musste ich mit Prinzi, dem kleinen Igeljungen wieder zur Station, der er hustete arg was auf Lungenwürmer hindeutete. So bekam er eine erneute Wurmkur und musste eine stressige Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln überstehen. Der dritte Besuch zur Nachimpfung bei Frau Pentenrieder brachte uns eine Überraschung. Der totgeglaubte Igel hatte sich erholt und musste mittlerweile auch nicht mehr mit der Spritze ernährt werden! So kam ich mit einem Igel und fuhr mit zweien wieder nach Hause. Ein Rundruf, ob jemand noch den ein oder anderen Käfig abgeben kann, führe dazu dass nun 5 Käfige und ein Karton mein Wg-Zimmer füllen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Käfigspender! Wenn ihr euch nun fragt: Hä? 3 Igel und 6 Behausungen? Warum denn das? Ich erwähnte ja schon an anderer Stelle, dass die Tiere viel Bewegung brauchen. Daher hat jeder Igel 2 aneinander gestellte Käfige (die große Igeldame einen Karton und einen Käfig). Diese sind mit Zeitung ausgelegt und mit Heu, Stroh Blätterwerk und Reisig gefüllt. Das macht zwar eine Menge Arbeit und Säuberungsdreck aber ich habe das Gefühl, dass sich die Kleinen den Umständen entsprechend wohl fühlen. Aber ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie Igelkacke stinkt!

Hinter mir stehen noch 2 Käfige

Hier ein paar Daten wie sich Prinzi, Luise und Prinzessin Fiona entwickeln. Ich wiege sie alle paar Tage und füttere entsprechend ihrem Wachstum. Es ist jedes Mal überraschend wie schnell die Igel wachsen. Waren sie anfangs noch kleine zierliche, handgroße Tierchen, kann ich sie mittlerweile kaum mehr mit einer Hand halten:

  • 06.11. Prinzi 265g und Luise 295g
  • 13.11. Prinzi 345g, Luise 360g uns Fiona 413g
  • 19.11. Prinzi 462g, Luise 413g, Fiona 480g

Die drei fressen am Tag 1 ½ Dosen Katzenfutter plus eine Hand voll Spezial Igelfutter von einem Igelverein aus München. Entsprechend viel kacken sie auch…

Advertisements

One response to this post.

  1. […] in der Stadt sind die Möglichkeiten für Tiere sehr begrenzt. Bestes Beispiel ist der Igel, als Kulturfolger findet er im städtischen Bereich nur wenig Lebensraum. Deshalb müssen wir den […]

    Antwort

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s