Gemüseselbsternte in Augsburg

Wie ihr wisst, liegt es uns sehr am Herzen den Menschen aus der Stadt den Gemüseanbau etwas näher zu bringen und auch bei den Kleinsten schon die Begeisterung für den Garten zu wecken. Die Resonanz war bisher sehr positiv und wir stellten fest, dass es recht viele Leute gibt die sich und ihre Familie gern mit gutem, selbst angebauten Gemüse versorgen wollen.

Dazu gibt es im kommenden Jahr einige Veranstaltungen, da 2012 Ernährung als Kampagne der Akteure des Qualitätssiegels Umweltbildung.Bayern.de und Projekte zu Natur findet Stadt von der Umweltstation gefördert werden. Unter Veranstaltungen 2012 könnt ihr unser Angebot dazu einsehen. Wir versuchen dabei das eine mit dem anderen zu verknüpfen.

Eine Hummel die ich im Garten beobachtet habe.

Ein Garten bietet zum Beispiel aufgrund seiner außergewöhnlichen Artenvielfalt auch vielen Wildtieren einen Lebensraum: Schmetterlingen, Wildbienen, Igeln und vielen mehr. Somit sind Gärten, die naturnah und ökologisch bewirtschaftet werden ein wichtiger Faktor im Umweltschutz des Stadtbereiches. Zudem bietet der Garten auch uns Menschen Lebens- und Ernährungsraum. „Nur ein dummer Bauer kauft was er selbst anbauen kann“ heißt ein altes Bauernsprichwort und es spricht auch uns aus der Seele. Zwar bedeutet ein Garten einen gewissen Aufwand aber das ist Ansichtssache, denn unserer Meinung nach kann man nirgends auf eine so spezielle Art frei sein wie im eigenen Garten. Man hat sein eigenes Gemüse, gestaltet und formt zusammen mit der Natur und die Entspannung kommt in einem Garten auch nicht zu kurz, alle Sinne werden angesprochen. Zudem können Gärten auch Treffpunkte und Begegnungsstätten sein und sie bieten unseren Kindern die Möglichkeit zur freien Entfaltung und gleichzeitig einen Ort des Lernens im Kreislauf der Jahreszeiten. Leider kennen viele Menschen diesen Freiraum nicht mehr, da sie zwischen Beton und Straßen keinen Platz für sich und ihre kleine Freiheit finden.

Die Anregungen die wir geben können, bewegen sich auch eher im verdichteten urbanen Raum. Zum Beispiel wie man selbst Betonflächen nutzen kann, um ab und an einen frischen Salat oder eine Zucchini zu ernten. Hätten wir den Platz, würden wir bestimmt so vielen Menschen wie möglich ein Stück Beet abgeben. Aber leider wird unser Gemüsegarten nur etwa 70 Quadratmeter groß.

Daher freut es uns um so mehr euch ein außergewöhnliches Projekt hier in Augsburg vorstellen zu dürfen. Es setzt genau an diesem Punkt an und bietet Platz für Gemüse und Blumen, für Kinder und Begegnungen, für Entspannung und ein Stück Freiheit in Form von sonnengewärmter Erde unter den Fingern. In Berlin (Bsp: Die Bauerngärten vom Max) und München (Bsp: Krautgärten im Grüngürtel der Stadt) sind Projekte solcher Art schon mehrere Jahre sehr erfolgreich am laufen. Wir sind sehr froh, dass das hier mal jemand in Angriff nimmt, denn auf eine gewisse Weise ziehen wir am gleichen Strang!

  http://www.biogemüse-augsburg.de/selbsternte.htm

Peter und David von Dohlen sind seit vielen Jahren erfahrene Biogärtner und wollen den Augsburger Menschen nun ermöglichen ihr eigenes Gemüse zu ernten. Das Projekt heißt GSE – Gemüse Selbst Ernte. Die Parzellen dazu befinden sich auf ihrem Feld im Bärenkeller, zwischen der B17 und der Hirblinger Straße.

Peter von Dohlen

David von Dohlen

Das Ganze funktioniert so: Peter und David bereiten im Frühjahr die Parzellen vor. Dazu zählen Bodenbearbeitung, biologische Düngung, Aussaat und Pflanzung von Gemüse. Ab Mitte Mai können die Teilnehmer dann ihr Beet hegen und pflegen oder einfach nur in der Sonne sitzen und den Bohnen beim Ranken zuschauen. Mitmachen kann jeder, auch ohne gärtnerische Vorkenntnisse. Die Geräte für die Gartenarbeit werden gestellt, so auch Wasser zum Gießen und Informationen zum aktuellen Gartengeschehen. Einmal wöchentlich sind die beiden vor Ort und helfen mit Tipps und Tricks weiter.

Wer also gern eigenes Gemüse ernten will aber in der Stadt keinen Garten findet, der kann sich im Bärenkeller eine Parzelle mieten und im Sommer reichlich Gemüse ernten und leckerste Sachen daraus kochen.

Wir wünschen Peter und David auf jeden Fall viel Erfolg! Es wäre schade, wenn ein solches Projekt hier in Augsburg nicht auf fruchtbaren Boden fallen würde, wo es doch sogar in München hervorragend funktioniert. Wenn ihr also jemanden kennt der gern ein Beet möchte, dass gebt die Infos weiter!

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One response to this post.

  1. Posted by Jens Börner on 9. Dezember 2011 at 20:04

    Hallo, das mit den Elektogeräten kenn ich, hab mir selbst gerade nen 30 Jahre alten Küchenmixer gekauft, wo man selber noch die kohlen vom motor wechseln kann. Unser letzter 2 Jahre alter Mixer ist nämlich einfach zerbrochen… 🙂

    Antwort

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