Unsere ersten Tiere!

In zwei Tagen ist es soweit und wir bekommen unsere allerersten Tiere: 2 Russenkaninchen. Natürlich ist es immer besser Kaninchen vor Ort von einem Züchter zu kaufen oder Tiere aus dem Tierheim zu holen. Bei uns liegt der Fall aber etwas anders, denn in Ildi´s Familie züchtet Onkel Fritz schon seit Jahrzehnten diese Kaninchenrasse. Onkel Fritz ist zudem der Familienimker, züchtet Papageien, andere Vögel und eben auch die Kaninchen. Die Zuchtlinie hat hervorragende Eigenschaften und Onkel Fritz Erfahrung und Wissen sprechen für sich, er ist unser Ansprechpartner für viele Fragen zu Bienenhaltung und Kaninchenzucht. Wir führen somit die Familienlinie dieser Rasse weiter. Damit es keine Inzucht gibt, besorgte Onkel Fritz uns einen Rammler von seinem Neffen aus dem Leipziger Land, der wieder neues Blut in den Genpool bringt. Die Rasse und ihre Besonderheiten werden wir euch demnächst in einem Blogthema vorstellen, wie es auch bei unseren Augsburger Hühnern der Fall war.

Junges Russenkaninchen. Quelle Wikipedia

Diese beiden Tiere erreichen am Dienstag zusammen mit Ildi Augsburg.

Bis März oder April werden die beiden aber in der Wohnung leben. Doch nicht in reiner Käfighaltung, denn das ist Tierquälerei und wir legen viel Wert auf artgerechte Haltung. Also bekommen die Tiere Ildi´s Zimmer zur Verfügung gestellt. Natürlich treffen wir vorher alle nötigen Schutzmaßnahmen und grenzen mit einem Gitter Hoppelhausen von den Elektrogeräten ab. Wusstet ihr, dass Kaninchen mit etwas Konsequenz und Geduld recht schnell stubenrein werden? Das werden wir versuchen!

Da die Häsin gleich zugelassen wurde, wird es im Februar schon den ersten Hasennachwuchs geben. Je nachdem wie Rammler und Häsin sich verstehen, müssen die Tiere spätestens kurz vor der Geburt getrennt werden. Wir wissen, dass generell von den Zusammenhaltung von Rammlern und Häsinen abgetraten wird, doch wissen wir aus vielen Erfahrungsberichten dass es auch vom Charakter der Tiere anhängt. Einen ruhigen Rammler kann man durchaus mit Weibchen (ein solcher bedrängt sie nicht ständig), sogar anderen Rammlern zusammen halten.

Generell ist die Haltung unkastrierter Männchen ein Problem, wie in den meisten Tierzuchten. Auch bei Pferden hegen Hengste meist ein einsames und bewegungsarmes Leben als Samenspendemaschine. Dies wollen wir unserem Zuchtrammler aber nicht antun. Zwar wird er einen eigenen Auslauf erhalten, denn Häsinnen sind schon wenige Stunden nach dem Wurf der Welpen (ja, Hasenbaby´s heißen auch Welpen) schon wieder Empfangsbereit. Doch Einzelhaft können wir einem Tier das in der Natur in Horden lebt nicht zumuten. Daher soll er einen Partner bekommen den wir aus dem Tierheim holen. Verläuft die Vergesellschaftung der beiden negativ und es kommt zu Kämpfen, werden wir ein anderes Tier mit passendem Charakter für ihn aussuchen.

Auch eine geräumige Behausung für die Tiere haben wir bereits. Es ist ein sehr großer Kaninchenstall, der von einem Schreinder gefertigt wurde. Also kein billiger Pressspanbau aus dem Tiersupermarkt. Ildi ersteigerte des Stall für einen Schnäppchenpreis in ihrer Heimat. Vor zwei Tagen holten Ildi und ihre Mam des Stall nahe Kahla ab. Auf den ersten Blick passte der große Stall niemals in das Auto, doch im Autopacktetris sind Ildi und ihre Mam unschlagbar. So passte der Stall doch soweit hinein, dass man ihn mit einem Spanngut festzurren und mit halb offener Kofferrausklappe nach Kayna transportieren konnte. Doch wie kommt er nach Augsburg? Hier gibt’s mal wieder einen großen Dank an Tommi der Fima Wüst aus Bobingen und Franzi, Ildi´s Schwester, die den Stall auf der Ladefläche des großen Wagens zur CityFarm fahren werden. Danke Tommi und Franzi!

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2 responses to this post.

  1. Hallo

    Also ich wuerde Rammler und Haesinnen nicht zusammen halten. Das hat bei uns zu „unerwuenschten Nebenwirkungen“ gefuehrt. Ich habe auch gelesen, dass Haesinnen schon eine Woche vor der Geburt wieder empfaenglich sind. Wir werden versuchen, unsere Kaninchen nach Geschlechtern getrennt zu halten. Der Pferdestall, in dem sie leben, ist in zwei Abteile getrennt. Im einen die Rammler und im anderen die Haesinnen. Die Rammler verstehen sich gut. Dazwischen ist nur ein Maschendraht. Also keine Vereinsamung. Gibt keine Probleme. Wenn da nur nicht der Faktor Mensch waere, der vergisst, die Tuer vernuenftig geschlossen zu halten. 🙂

    Noch ein kleiner Hinweis: Wenn ihr auch auf Nachwuchs aus seid, dann regelt schon freuhzeitig die Versorgung mit Futter. Da kann ich ein Lied von singen. Unsere, im Moment noch 12 Kaninchen, fressen sich „dumm und daemlich“. Denen kann man geben was man will. Die fressen um die Wette. Besonders jetzt im Winter. Ein Sack Futtermoehren 25 Kilo reicht nicht mal eine Woche. Zusaetzlich noch ein wenig Trockenfutter, Heu und was sich sonst noch bietet. Das ist irrsinnig, was die Tiere fressen. .

    Ich meine auch, der erste Wurf im Februar ist arg frueh. Da ist es noch ziemlich kalt. Wir hatten im letzten Jahr auch einen Wurf so frueh im Jahr. Das war nicht schoen. Da sind viele von eingegangen. April aere bestimmt besser, wenn die Temperaturen wieder steigen.

    Gruss

    Antwort

    • Hallo Ralf,
      entschuldige die verspätete Antwort.
      Wir hatten nun beide zusammen gehalten und beide ca. eineinhalb Wochen vor der Geburt getrennt. Sie leben jetzt immernoch mehr oder weniger zusammen nur mit einem hohen Gitter dazwischen. Zum Glück ist unser Rammler kein geistiger Überflieger, der checkt, dass man auch durchs Gitter könnte… 😉
      Er scheint die Jungen sehr gern zu mögen denn sie putzen sich durchs Gitter, sodass ich wohl fast bedenkenlos die jungen Jungen bald zu ihm setzen kann. Aber jetzt nach 6 Wochen nach der Geburt bleiben sie noch beider Mama. Das Zusammenleben in der Tragezeit ist ohne nachfolgende Nebenwirkungen vonstatten gegangen. Wahrscheinlich ist die Kombi erfahrenes Weibchen und junger Rammler auch ganz gut, denn die hatte ihn voll unter dem Pantoffel und er hat sie nie bedrängt, wenn sie nicht wollte.
      Und wegen der Kälte leben die Knirpse noch in meinem Zimmer, ziehen aber bald in den Hühnerstall (natürlich noch ohne Hühner) um. Wenns warm genug draußen ist, dürfen sie dann in ihr Gehege ziehen.
      Die fresen echt viel aber ich hab nen coolen Deal mit dem Gemüsehändler, daher hat sich das Problem erübrigt.
      Liebe Grüße
      Ildi

      Antwort

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