Ein Jahresausblick?

Wir wünschen euch allen ein glückliches, gesundes neues Jahr! Egal wo ihr gefeiert habt ob in der Stadt, auf dem Land, auf einem Berg, mit Freunden oder allein, wir wünschen Euch alles Gute!

Auch wenn wir dieses Jahr nicht auf der Hütte feiern konnten, das nächste Silvester kommt sicherlich!

Der Ausblick 

Kann man denn aber im Angesicht der vielen globalen und lokalen Probleme ein glückliches Jahr wünschen? Glück ist eben relativ, des einen Glück ist des anderen Ärgernis? Das Jahr 2012 wird sicherlich für keinen ein leichtes Jahr. Es wird neue Herausforderungen und Aufgaben geben, die es zu lösen gilt, neue Wege, die begangen werden wollen und neue Richtungen, in die gedacht werden kann. Die Medien sagen uns, dass 2012 die Menschheit verändern wird. Doch leider werden uns meistens nur düstere Prognosen beschert: Finanzkrisen und hausgemachte Hungerkatastrophen, Ressourcenkriege mit Weltkriegspotential, Ausbeutung armer Länder für den Wohlstand der Industriestaaten, Wirtschaftsdepressionen und Angst vor Inflation, Klimawandel, Terror und Angst geistern durch Medien und Köpfe. So scheint der Mensch sich doch sein eigenes Grab geschaufelt zu haben. Die aktuellen Problematiken sind jedoch im geschichtlichen Rückblick nicht neu und das Ende von geschichtlichen Epochen zeigt immer wieder Parallelen auf. Daher wissen wir: weiter geht es immer!

Würden die Menschen wieder beginnen Verantwortung zu übernehmen für all ihr Tun, raus aus der Selbstbezogenheit und rein in das Leben MIT anderen und MIT unserer Natur und Umwelt – zusammen für eine langfristig lebenserhaltende Gesellschaft leben statt dagegen, würden die Menschen wieder das Potential ihrer eigenen Hände und ihrer eigenen Kreativität erkennen und sich abwenden von einer Welt die sich nur noch über das Geld definiert und den Menschen als Mensch mit seinen ganz menschlichen Bedürfnissen und Fähigkeiten immer mehr aus den Augen verliert, Frieden und Brüderlichkeit auf der ganzen Welt … das wäre doch ein wunderbares Ziel für 2012!

DAS aber können wir nicht erreichen, alles braucht seine Zeit und eine Utopie bleibt eine Utopie. Es nützt daher gar nichts den moralischen Zeigefinger zu schwingen und die Menschen bekehren zu wollen. Aufwachen muss jeder für sich selbst. Fassen wir uns also selbst an der Nase und beginnen wir bei uns.

Bedanken wollen wir uns an dieser Stelle bei Menschen, Zusammenschlüssen und Organisationen die einfach loslegen und anderen Menschen eine Alternative vorleben. Auch hier in Augsburg wie auch anderswo hat sich in den letzten Jahren dahingehend sehr viel getan! Es entstanden Angebote zum Entdecken schlummernder Fähigkeiten wie Bikekitchen, Selbsthilfewerkstätten in verschiedenen Bereichen zum Beispiel Fix it, Gemeinschaftsprojekte wie der Interkulturelle Garten, das Selbsternteprojekt, Tauschhandel und gegenseitige Hilfe gewannen wieder an Wert und auch das Grand Hotel wird eine Bereicherung für Augsburg und unser Netzwerk sein! Wir wünschen euch allen und allen ungenannt gebliebenen ein erfolgreiches neues Jahr, mit neuen Möglichkeiten und vielen neuen interessierten Menschen!

Mio mein Mio...

Unser Jahr 2012 zeichnet sich schon jetzt turbulent und spannend ab, wir werden viel lernen über Gartenbau, Tierhaltung, Geduld, Kinder und vor allem über uns selbst und unsere Grenzen. In freudiger Erwartung auf die neue Saison werden bei uns schon fleißig Bodenaufbereitung und Fruchtfolgen für die Beete geplant, die optimale Ernährung für unsere Kaninchen gesucht und die Schulprojekte umrissen. Schritt für Schritt geht es voran.

Wie ihr vielleicht wisst wohnen die ersten beiden Hasen mittlerweile unter uns. Ildi hat ihnen ca. 4,5 Quadratmeter ihres Zimmers abgegrenzt und ein Hoppelhausen mit Versteck- und Klettermöglichkeiten erbaut. Morgen kommt noch ein von uns geflochtener Tunnel aus Weide als zusätzliche Einrichtung dazu. Brav nutzen die Tiere auch schon das Hasenklo. Es hat nur zwei Tage gebraucht, bis Mio und Maja stubenrein waren!

Ende Januar wird die Häsin die ersten Jungen werfen und sobald nachts kein Frost mehr

herrscht, dürfen die Tiere im Frühjahr ganz nach draußen. Zur gleichen Zeit wird sich das Leben auf der Farm auf über 100.000 Lebewesen steigern, denn dann beginnt das Bienenjahr und wir dürfen endlich unser bisher sehr theoretisches Wissen in der Praxis anwenden. Ob es im ersten Jahr schon Honig geben wird, bleibt abzuwarten. Das Problem des Bienensterbens ist noch längst nicht gebannt, ja noch nicht einmal umfassend erforscht. Wir bangen daher jetzt schon, wie stark die Varroamilbe oder Umweltgifte unseren Bienen zu schaffen machen werden.

Das ist die Lady Maja.

Um Ostern stoßen abermals neue Gefährten zu uns, die gackernd und krähend auf dem Gelände nach Regenwürmern scharren dürfen. Da wir die Tiere als Küken erhalten, steht die Frage nach zwei zusätzlichen ausgewachsenen Legehennen an.

Zudem starten im März 2012 Veranstaltungen zu verschiedenen Themen der Natur- und Umweltbildung auf der CityFarm. Zum Beispiel stellen wir euch die Rasse des Augsburger Huhnes vor und zeigen euch wie man Gemüse selbst auf Betonflächen einfallsreich anbauen kann. Am 21. April (Termin noch variabel, Veränderungen werden aber rechtzeitig angekündigt) wird es eine kleine Eröffnungsfeier geben, zu der ihr alle herzlich eingeladen seid.

Eine weitere etwas größere Aktion wird die Restaurierung der Scheune darstellen. Hilfe haben wir auch schon in Daniel gefunden, der Ende März seine Dachdeckerausbildung abschließt und sich im Anschluss unserer Scheune zuwenden will.

Auch anderweitige größere Projekte stehen an. Zum Beispiel erwecken wir zusammen mit einer 5. Klasse auf dem Schulgelände den alten Kräutergarten wieder zum Leben und werden anschließend mit einer Projektgruppe Urban Farming-Experimente an grauen Wänden starten.

Auch eine Gruppe der Kita Ulmer Straße begleiten wir wieder durch das Jahr mit verschiedenen Exkursionen, Projekten und Abendteuern!

Weiterhin wird der Aufbau der CityFarm über eine Bachelorarbeit von Jens Börner im Fach Mediendesign begleitet. Bald können wir euch mehr darüber erzählen. Jetzt freuen wir uns erst einmal, dass der Professor der Arbeit zugestimmte und sind gespannt was für aufregende Aktionen und Erlebnisse wir im Zusammenhang damit haben werden. Jens, wir freuen uns auf ein spannendes Jahr mit dir!

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