Osterprojekt im Jugendhaus Lehmbau 02. – 05.04.2012

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein“

Viele von euch kennen sicher das Jugendhaus Lehmbau in Augsburg Hochzoll am Kuhsee. Die Anlage bietet Kindern und Jugendlichen einen besonderen Erlebnisraum abseits vom täglichen Schulstress. Neben Jugendtreff und Kinderfreizeit bekommen unsere Stadtkinder hier die Chance Tieren näher zu kommen. Neben Hühnern, Kaninchen und co nennen eine Herde Skudden-Schafe mit mehreren Lämmchen, eine deutsche Edelziege und ein Biotop mit allerlei wilden Naturgenossen den Lehmbau ihr zu Hause. Das Team hat sich im Laufe der Zeit zu einer Familie entwickelt und findet zu größeren Projekten immer wieder zusammen, auch wenn es für den ein oder anderen einen mehrstündige Anfahrt bedeutet. Auch wir sind mit dem Lehmbau verbunden und freuen uns immer wieder das Kleinod am Rande der Stadt zu besuchen. 

Vergangene Woche in der ersten Osterferienwoche startete das alljährliche Osterprojekt mit ca. 50 Kindern. Es wurden mehrere Projekte mit den Kindern umgesetzt, die mehrere alltägliche Lebensbereiche umfassten. Wie das Motto des Osterprojekt so schön sagt, braucht der Mensch zum leben ein paar grundlegende Dinge. Dazu gehören nicht etwa Handys, Computer oder der Fernseher. Es zählen viel mehr Dinge wie gute und gesunde Nahrung, ein Dach über dem Kopf, Freunde, Tiere und fröhliches Beisammensein. Natürlich dürfen Spiel und Spaß auch nicht fehlen, denn dann wäre der Rest nur halb so schön.

Umgesetzt wurde das Thema in verschiedenen Kleinprojekten:

Die Tippigruppe gab dem Rohbau des Indianderhauses ein neues Antlitz mit selbst gemachten Naturfarben.

Das Hüttendorf wurde neu gestrichen, repariert und bekam einen neuen Turm.

Auch die Hühner bekamen einen neuen Stall und bald eine Vergrößerung ihrer Hühnerschar.

Das Huhn darf unter Streicheleinheiten sein neues Heim betrachten.

Eine weitere Gruppe war mit dem Bau einer Nahrungspyramide aus Holz beschäftigt.

Weiterhin wurde der Fühlpfad am Biotop erneuert und die Naturgruppe pflegte das Biotop und brachte den Umweltbildungswagen „Mücke“ auf Vordermann.

Leckeres Mittagessen zauberte uns täglich die Kochgruppe.

Clara, Clara und Ildi schützen die neuen Obstbäume mit Gitter vor den Schafen und der Ziege Clara.

Für uns lag der Schwerpunkt im Bereich Nahrung. Wir legten gemeinsam kleine Felder in Smiley- und Blumenform an, die mit Dinkel, Weizen, und Mais (Golden Bantam – wir sagen Danke!) besät wurden. Als Blickfang im Sommer kamen auch Samen von Sonnenblumen, Lein und Ringelblumen in die Erde. Besondere Freude bereitete den fleißigen kleinen Helfern Regenwürmer vorsichtig aus dem Erdsieb in die Erde zu befördern, denn schnell war allen die große Bedeutung des Regenwurmes klar. Er macht gute Erde die unserem Gemüse zu Essen gibt!

Ähnlich engagiert waren die Kinder vom Bauerngartenprojekt, die Komposterde siebten, Beete bestellten und die Kräuterspirale neu bepflanzten. Für den Gemüsegarten brachten wir einige ausgefallene Samen von Gemüsesorten mit. Nun werden unter anderen auch im Lehmbau viele verschiedene Kürbissorten wachsen.

Am Montag trafen pünktlich um 10Uhr die erwartungsvollen Kinder ein. Nach einer Kennenlernrunde mit Spielen, durften unsere kleinen Helfer wählen in welchem Projekt sie kräftig mit anfassen wollten. Jeden Tag durfte neu gewählt werden, wobei die meisten Kindern aber ihren anfänglichen Projekten treu blieben.

Mittags gab es bei meistens strahlendem Sonnenschein Mittagessen unter blauem Himmel und jede Menge freie Spielzeit. Oftmals jedoch wollten die Kinder lieber weiter hämmern, streichen und graben.

Im Laufe der Woche gediehen unsere Projekte und konnten am letzten Tag auf dem Abschlussfest den Eltern vorgestellt werden. Trotz des Regens waren alle bester Laune. Musik, Lagerfeuer, Stockbrot und Kuchen ließen die wunderbare Woche trotz des Regens gut ausklingen.

Die neu bepflanze Kräuterspirale im Bauerngarten.

Die Nahrungspyramide

Hier werden Mais und Dinkel wachsen. Unser kleines Blumen-Feld.

Uns hat die Woche sehr gefallen und wir danken allen Kindern und natürlich dem einzigartigen Lehmbauteam!

Nun haben wir noch einen Aufruf und vielleicht kann uns ja einer von euch weiterhelfen.
Das Jugendhaus Lehmbau sucht eine Gefährtin für die Ziege Clara. Günstig wäre eine tragende Deutsche Edelziege oder eine andere alte Ziegenrasse. Es wäre toll, wenn Clara nicht mehr allein unter Schafen wäre, denn die Schafe sind ihrem Gemüt einfach zu anstrengend. Am liebsten lässt sie sich nämlich kraulen und döst dabei glücklich vor sich hin.
Auch wird dringend eine Schafschermaschine gesucht. Der Versuch mit der Handschere ging letztes Jahr zumindest optisch daneben und schlug den Schafen etwas aufs Gemüt.

Vielleicht könnt ihr uns weiterhelfen oder kennt jemanden der jemanden kennt?
Dann meldet euch bei:

Stefanie Hörr im Jugendhaus Lehmbau
0821 – 543 1102
stefanie.hoerr@jugendhaus-lehmbau.de

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