Schaffa, schaffa, Häusle baua!

Hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten und den Fortgang der Arbeiten!

Hüttenabbau im Sonnenschein auf dem Ausstellungsgelände des Mahler Baumarkts.

Hüttenabbau im Sonnenschein auf dem Ausstellungsgelände des Mahler Baumarkts.

Vor wenigen Wochen grübelten wir noch, wo wir unseren ganzen Krempel wetterfest lagern können, da uns noch die Möglichkeiten fehlten. Nachdem wir aus Paletten eine Werkstatthütte bauten, ergab sich kurz darauf die Chance vom Bauwaren Mahler GmbH & Co. KG in Augsburg zwei wunderbare Hütten mit den klangvollen Namen „Malta“ und „Australien“ erstehen zu können. Als Ausstellungsstücke waren sie dank einer Förderung der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis für die CityFarm erschwinglich. An einem Wochenende schafften wir mit vielen Helfern die zwei Hütten auf der Ausstellungsfläche ab und an der neuen Farm wieder auf zu bauen. Abends konnten wir uns sogar schon am Feuer aufwärmen, denn unser kleiner Ofen zog gleich mit ein.

Leider waren unsere Arbeiten geprägt von wechselnden Wetterextremen mit kleinen und größeren Rückschlägen. An einem großangelegten Umzugswochenende rieselten ca. 40 Zentimeter Neuschnee auf unser Haupt, gerade dann als der erste Schwung kleiner und riesiger Blumentöpfe die Reise in den Gablinger Weg antraten. Mit allen Eskapaden, von im Schnee gestrandeten Autos, Knöchel tiefem Schlamm bis zu Eiszapfen im Bart, gab der Winter Vollgas.

Das Aufwärmen am Ofen war bei dem Wintereinbrung dringend nötig, um die Eiszapfen aus dem Bart zu tauen.

Das Aufwärmen am Ofen war bei dem Wintereinbrung dringend nötig, um die Eiszapfen aus dem Bart zu tauen.

In der Woche darauf, der ein oder andere mag sich an das Sturmtief „Elon“ Anfang Januar erinnern, hatte sich die weiße Pracht in glitschig braunen Schlamm ausgelöst. Im Gegenzug bescherte uns Mutter Natur Windböen, denen unsere mehr und weniger provisorischen Hütten nicht standhalten konnten. Provisorisch deshalb, weil wir noch auf die Aufschüttung unseres eigentlichen Geländes warten. Denn auf ein Gelände mit Altlasten müssen mindestens 35cm aufgeschüttet werden, bevor Kinder darauf spielen dürfen, denn angeblich graben diese im Durchschnitt nicht tiefer als diese 35 cm. Ob die Kinder das auch wissen?

Der Sturm hatte wohl Spaß mit unserem Hüttendach. Zum Glück blieb es einigermaßen heil und an einem Tag konnten alle Dächer repariert werden.

Der Sturm hatte wohl Spaß mit unserem Hüttendach. Zum Glück blieb es einigermaßen heil und an einem Tag konnten alle Dächer repariert werden.

Wenn uns in diesen Tagen nur die Dachpappe um die Ohren geflogen wäre, hätte sich Benni nicht sofort bei nachtschlafender Zeit aufraffen müssen Notreparaturen durch zu führen. Als sich dann aber ganze Dächer verabschieden, mussten wir nach einem frühmorgentlichen Anruf von unserem fleißigen CityFarmer Armin, Schadensbegrenzung betreiben, da der Inhalt der Hütten auf keinen Fall nass werden sollte. Blöderweise hatte der Sturm ordentlichen Spaß mit einem Dach und wirbelte es kurzerhand auf Ildis sorgfältig abgedeckte und eingepackte Pflanzen. Zum Glück litten nur ein paar Rosenstöcke, der Rest blieb glücklicherweise verschont.

Vergangenes Wochenende schufteten zahllose Hände abermals und leisteten Unglaubliches! Das alte Gelände ist nicht mehr wieder zu erkennen. Es stehen von uns nur noch das Hühnerhaus, die Bienen, ein Kaninchengehege und der Komposthaufen. Alles andere wurde abgebaut und zum neuen Gelände transportiert.

An dieser Stellen möchten wir Roswitha Kugelmann vom Contact in Augsburg e.V. herzlichst danken, denn sie stellte uns bei jedem Arbeitseinsatz einen großen Sprinter zu Verfügung.

Vier Sprinterfuhren waren es allein für den Umzug der Pflanzen.

Vier Sprinterfuhren waren es allein für den Umzug der Pflanzen.

Unser provisorisches Farmgelände 2.0 ist mittlerweile recht vollgestellt und von gemütlicher CityFarm-Atmosphäre noch so gar nichts zu spüren. Der Umzug an sich ging schneller vonstatten, als wir erwartet hatten. Doch nun müssen wir uns in Geduld üben, denn ohne die Erdaufschüttung sind uns die Hände gebunden.
Diese sollte eigentlich schon Mitte Januar beginnen, doch bisher tut sich gar nichts. Wir wissen nicht einmal, ob die Erde bis Ende Februar kommt oder sich alles bis in den März verzögert.
Auch das stellt uns wieder vor Herausforderungen, die nicht einfach zu lösen sein werden.

Wann dürfen wir umziehen?

Wann dürfen wir umziehen?

Sollte der schlimmste Fall eintreten und die Aufschüttung erst im März oder später erfolgen, müssen wir unsere Tiere irgendwo zeitweise unterbringen. Es handelt sich um 5 Hennen plus den Hahn Dino und 4 Kaninchen (2 Männchen, Scarface und seine Urmelie, die zusätzlich auch noch einen Wurf Junge hat). Nun kann man die Hoppelgesellen nicht einfach in einen kleinen Käfig sperren und mit in die Wohnung nehmen. Sie würden dort ihr Winterfell verlieren, sich dadurch später erkälten und hätten keinen Platz ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.
Was also tun? Wir wissen es noch nicht und hoffen erst einmal, dass dieser Fall nicht eintritt.

Im optimalsten Fall können wir im März mit dem Aufbau der richtigen CityFarm Augsburg 2.0 beginnen. Dies bedeutet, dass noch im Februar die Erdarbeiten abgeschlossen werden müssten.
Für den Neustart konnten wir auch schon mehrere Praktikanten an der Universität Augsburg gewinnen, die uns unter die Arme greifen werden die neue Farm wachsen zu lassen.

Unsere erste Skizze wie die neue Farm aussehen könnte!

Unsere erste Skizze wie die neue Farm aussehen könnte!

Zuerst müssen wir dann einen Zaun um das ganze Gelände ziehen und das Tiergehege umzäunen. Dafür werden wir ca. 200 Meter Maschendrahtzaun benötigen. Nachdem die Tiere eingezogen sind (Hühnerstall + 2 Kaninchengehege), werden wir uns dem Anlegen des Gartens widmen.
Dazu zählt auch die Pflanzung von Spindelobstbäumen. Leider können wir nur kleinwüchsige Obstbäume setzen, da diese niedrig wurzeln und im Notfall wieder ausgrabbar sind. Spindelobst wird je nach Baumart ca. 3 Meter hoch und ebenso entsprechend ausladend. Sie sind also geeignet, um Schattenplätze für Mensch und Tier zu schaffen, die auf der kahlen Fläche dringend notwendig sein werden. Und sie sollen ein (wenn auch nur dürftiger) Ersatz sein, für die wunderbaren alten Obstbäume die wir schweren Herzens auf der alten Farm zurück lassen müssen.

Da haben wir uns viel vorgenommen und wissen auch, dass es ohne die Hilfe unserer CityFarm-Freunde und Unterstützer kaum umsetzbar ist.

Nach einigen Anfragen wie uns geholfen werden kann, haben wir eine Spendenseite eingerichtet, auf der ihr entweder für die Anschaffung des Zaunes oder für die Obstbäume spenden könnt. Zudem haben wir auch unsere Bedarfsliste aktualisiert. Bedarfsliste.
Natürlich seid ihr eingeladen euch anzuschauen, wo eure Spende was bewegt und selbst einen Baum zu pflanzen.

Hier gehts zu betterplace.org:

Jetzt Spenden für „Neuaufbau der CityFarm Augsburg“
bei unserem Partner betterplace.org

.

Mit einer Träne im Auge verabschieden wir uns von den urigen Obstbäumen auf der alten Farm. Auf der neuen wollen wir Spindelobstbäume setzen.

Mit einer Träne im Auge verabschieden wir uns von den urigen Obstbäumen auf der alten Farm.
Auf der neuen wollen wir Spindelobstbäume setzen.

.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s