Archive for the ‘Allgemeines’ Category

Nun will der Lenz uns grüßen… mit Sommerwetter

Blütenfreuden im März

Was für ein verwirrendes Wetterspiel dieses Jahr! Im März trieb der trockene Minisommer alle Knospen zum Erblühen an und dann kam der Winter zurück.
Wie vielen Obstbauern, hat auch uns der Kälteeinbruch zahlreiche Fruchtansätze gekostet, weil diese einfach abfroren. Wenigstens füllte der Niederschlag den Wasserspeicher im Boden, wie auch unsere Tonnen und Kanister, annähernd auf.
Und dann im Mai plötzlich wieder Hochsommer, mit Sonnenbrandtemperaturen und ohne einen Tropfen Regen.

Wer den Luxus eines Wasseranschlusses genießt, kann sich wohl kaum vorstellen wie es ist, auf Regen angewiesen zu sein. Wir haben insgesamt Speicherplatz für ca. 6000 Liter Wasser, aufgefangen über unsere Dächer. Klingt erstmal viel, ist es aber nicht.

Es ist wieder Mohnblütezeit auf der Cityfarm!

Denn das Gießen der Jungpflanzen in Hitzeperioden kostet pro Vorgang ca. 500 Liter!
Und wir gießen sicher nicht jeden Tag und nicht üppig. Generell erziehen wir unsere Pflanzen zur Selbstversorgung mittels tief reichender Wurzeln.
Aber irgendwann ist bei fehlendem Regen der Boden bis in die Tiefe ausgetrocknet, sodass vielen Pflanzen kein Bodenwasser mehr zur Verfügung steht.

Jetzt, Anfang Juni endlich wieder Regen!
Ob er ausreicht unsere Speicher aufzufüllen, werden wir sehen. Betrachten wir die vergangenen Jahre, so geht der Trend zu kontinentaleren Sommern, heißt: heißer und vor allem trockener. Doch verlässlich ist dies auf keinen Fall, es ist nur ein von uns beobachteter Trend.
Die meisten mag das Wetter nicht interessieren,
sie mögen Gespräche darüber als Smalltalk ansehen. Doch für alle, die in ihrer Existenz direkt davon abhängen, ist es ein wichtiges, unerlässliches Gesprächsthema!
Uns hat der erste Regenguss letzte Woche die Mohnblütezeit in den Garten gebracht, eine Freude für Augen und Herz. Gutes Wetter ist eben Ansichtssache.

Basilikum in allen Farben hatten wir auf dem Frühlingsfest im Gepäck.

Welch Glück, dass wir die Vorzucht für unseren eigenen Garten und das Frühlingsfest im Interkulturellen Garten „Grow up“ in der Gärtnerei des Berufsbildungswerks St. Elisabeth machen konnten. Auf dem Fensterbrett wären die Pflanzen uns reihenweise vergeilt, weil Hitze und Lichtintensität im zeitigen Frühjahr nicht zusammen passten.
Dank der Profiausstattung vor Ort konnten wir Euch aber gesunde und starke Pflanzen auf dem Spendenmarkt anbieten und wir freuen uns, dass die Pflanzenkinder so viele begeisterte Freunde gefunden haben. Tausend Dank euch dafür!

Die Wetterkapriolen haben jedoch nicht nur den Pflanzen mitgespielt, auch unsere Tiere leiden darunter. Wurden zum Beispiel früher die Schafe erst nach der Schafskälte geschoren (in dieser Periode befinden wir uns jetzt), müssen wir zukünftig wohl schon zeitiger scheren, denn Hitze über 20°C lässt die armen Tiere hecheln wie Hunde und Überhitzung droht trotz Schattenplatz.

Burenziegendame Schoko

Wir haben noch Glück, dass unsere Schafe der Rasse Skudden besonders robuste und gesunde Tiere sind. Anders verhält es sich da leider mit Schoko und Karamelkeks. Die zwei jungen Damen gehören der Rasse Burenziegen an, welche nun auf der CityFarm wohnen. Wir holten die beiden aus einer Stallhaltung in der Warmwetterperiode.
Verzückt von ihrer neu gewonnenen Freiheit betraten sie Stall und Weidezelt nur zum fressen und hielten sich sonst draußen auf.
Leider ließen sie sich nicht zwingen in den Stall zu gehen und zogen sich dadurch erstmal eine ordentliche Bronchitis zu, welche vom Tierarzt behandelt werden musste.
Den Schafen zu heiß, den Ziegen zu kalt, den Hühnern zu unbeständig, den Enten zu trocken, die Tauben verwirrt es und den Kaninchen ist es zum Glück egal. Wie ihr seht betrifft das Wetter nicht nur uns persönlich und unsere Pflanzen, auch die Tiere müssen sich erst an diese Extreme gewöhnen.

Burenziegendame Karamelkeks, kurz Keks genannt.

Aber zurück zu den Ziegen. Mit dem Einzug der zwei Burendamen, trennten wir uns schweren Herzens von den Ausbrecherzwergziegenkönigen Kiki, Wilma und ihren Freunden.
Diese konnten wir an einen Hof im schönen Allgäu vermitteln. So frech und aufsässig die Zergziegengruppe auch war, sie gehörten zu unserer CityFarm-Familie.
Doch blieb uns nichts anderes übrig, da sie immer das lieber mochten, was auf der anderen Seite des Zaunes wuchs. Leider befindet sich dort aber auch die B17, sowie eine Bahnlinie. So musste die freche Truppe umziehen.

Alles Gute in der neue Heimat Kiki, Wilma & co.

Um unserer Landschaftspflegearbeit weiterhin nachkommen zu können, wählten wir eine passende Ziegenrasse aus. So zogen bald Schoko und Keks ein.
Sie gehören der Rasse Burenziegen an.
Es handelt es sich dabei um eine schwere Fleischziegenrasse, die ihre Ursprünge in Afrika hat.
Aufgrund ihrer Standorttreue, Trittsicherheit und gutem Strauchverbiss werden sie bevorzugt in der Landschaftspflege eingesetzt. Dies ist auch bei uns ihre Aufgabe. Denn wir beweiden mit unseren Tieren für den Landschaftspflegeverband im Projekt „Weidestadt Augsburg“ die Krötenbiotope in der Nachbarschaft.
Dort wuchern Goldrute und Gebüsch, welches von den Ziegen und Schafe im Zaum gehalten wird.
Die ersten externen Beweidungen 2017 auf dem Gelände der Gärtnerei Schlegel zeigten uns, wie standorttreu die neuen Ziegen sind. Sie brachen zwar auch aus, liefen aber schnurstracks nach Hause ins Gehege. Für uns bedeutet das die Anschaffung eines neuen, stärkeren Weidegerätes, um unseren Stubenhockern ihre Weiden schmackhaft zu machen.

Im Rahmen des Projektes „Weidestadt Augsburg“ dürfen vier unserer Schafe ab dem 19. Juni auf der Uni-Heide am Wissenschaftszentrum für Umwelt weiden. Wir freuen uns über die tolle Kooperation mit der Didaktik der Biologie, dem Wissenschaftszentrum für Umwelt der Uni Augsburg und natürlich dem Landschaftspflegeverband der Stadt Augsburg.
Zum Lesen bitte auf das Bild klicken.

Und was war sonst noch so los?

In den letzten Wochen haben wir vor allem im Garten gearbeitet: Beete vorbereiten, Kulturen säen, Jungpflanzen ausbringen und vor den verwirrten Tauben schützen, Salate mit Gittern vor den Lauf-Enten schützen, die wie jeden Mai/Juni die frischen Salate schnabbulieren wollen, was sich zum Glück bald wieder gibt.

Kleines Bibberle gaaaanz groß – auf den Blickwinkel kommt es an.

Vor einigen Wochen konnte CityFarmerin Nini (Nini du fehlst uns jetzt schon!!!) aus Bergheim eine kunterbunte Schar Küken holen, die bis zum Saisonstart im großen Gewächshaus wohnen und es ordentlich düngen durften.
Mitte Mai jedoch zogen die frechen Sieben in den Junghuhnstall im Hühnergehege, um den Tomatenkindern Platz zu machen. Diese gedeihen auf dem guten, gedüngten Boden ausgezeichnet und werden uns hoffentlich viele bunte Früchte liefern.
Die Küken sahen den Umzug aber gar nicht ein und schlupften bei jeder Gelegenheit durch den Maschendrahtzaun in den Gemüsegarten. Jetzt passen sie zum Glück nicht mehr durch die Maschen, warten aber nur darauf, dass jemand die Türe nicht richtig verschließt und schwubb verschwinden sie im Beerenstrauchdickicht des Gemüsegartens.
Zum Glück haben die süßen Pipser noch keinen Schaden angerichtet, sodass wir Ihnen die Ausflüge nicht übel nehmen und sie immer wieder ihres Platzes verweisen. Es ist ja auch irgendwo verständlich, denn in der Althuhnschar sind die Junghennen noch nicht anerkannt und müssen bei allem hinten an stehen. Wer sich aber vordrängelt um in krimineller Absicht

Ildi hat die Prüfungen bestanden und ist jetzt Sensenlehrer.

ein vorzeitiges Körnchen zu ergattern, bekommt von Miss Chefe einen kräftigen Picker gegen den Kopf.
Doch die Kleinen wachsen zu großen Hühnern heran und werden sich einen Platz in der alten Schar ergattern, oder besser erhacken – es heißt nicht umsonst „Hackordnung“.

Und zu Guterletzt: Ende Mai weilte Ildi eine Woche lang im schönen Österreich, im Nationalpark Kalkalpen“. Doch es war kein Urlaub, welchen sie dort verbrachte. Statt dessen nahm sie an einer Ausbildung durch Erwin Zachl zum Sensenlehrer des Österreichischen und des Deutschen Sensenvereines teil. Neben der richtigen Sensenmann-Technik erlernte sie das Dengeln und Aufarbeiten alter Sensen.
Ihr dürft Euch also bald über Sensenmann-Kurse mit unserer „Senseiko“ freuen!

Bald gibts Sensenkurse auf der Farm!

Arbeit im März bringt Ernte im Herbst

Eines unserer liebsten „Unkräuter“, der Huflattich.

Im vergangenen Jahr ließ der Frühling lange auf sich warten und fast scheint es, als wolle er sich in diesem Jahr mit zeitigem Erblühen der Natur dafür entschuldigen. Überall drückt das Leben mit aller Kraft aus Boden und Knospen.
Die ersten wilden Mirabellen beginnen ihre Blüten zu öffnen und ihren unwiderstehlichen Duft zu verbreiten, auch unser Apfelbaum kann es kaum erwarten seine blumenreiche Pracht zu entfalten.
Gemäß der alten Bauernregel „Arbeit im März, Ernte im Herbst“, läuft für die CityFarmer die Saison schon in vollen Zügen.
Die Beete sind fast fertig gefräst, Kompost ausgebacht und die ersten Samen im Boden. Es spitzeln sogar schon Dicke Bohnen und Radieschen aus der Erde.
Auch die Jungpflanzenvorzucht geht voran und es zeigt sich schon jetzt, dass es wohl kein Paprika- und Chilijahr werden wird. Nach ein paar Keimschwierigkeiten und einer gut versteckten Schnecke im Anzuchtzelt, wachsen nur wenige Sorten dieses Jahr mit der üblichen Kraft.

Unser Taschenbaum zum Fest.
Foto: Laura Matthews

Die Tomtenkinder dagegen sehen prächtig aus und die ersten Multipottplatten mit unseren verschiedenen Salaten warten nur darauf in Eure Gärten und Balkone zu ziehen.

Auch die Workshop- und Veranstaltungssaison startete bereits mit unserem Saatgutfest am 05. März. Wir freuen uns berichten zu können, dass noch nie so viele Menschen allen Alters die Farm besuchten. Die Saatgutbörse war durchgehend reich bevölkert und Ildi am Abend heiser. Einen rauschenderen Jahresstart hätten wir nicht feiern können, zumal das Wetter wider Erwarten sein schönstes Gesicht zeigte.


Als Nächstes steht der Kurs
„Schmieden für Kinder“ von 6-10 Jahren am 08. April, 10-15 Uhr auf dem Programm. Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass noch ein paar wenige Plätze frei sind. Gern darf auch der ein oder andere Papa teilnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro, Material und Getränke sind inklusive.
Anmeldung bis 06. April unter: cityfarmaugsburg@gmx.de

Herr Gockel erfreut sich der Haremserweiterung.

Wie sicher schon einige von Euch gehört haben, ist die leidige Stallpflicht für Geflügel endlich aufgehoben. Seit November mussten aufgrund des Ausbruchs der Vogelgrippe alle Hühner, Enten, usw. in Haft genommen werden. Vor allem unseren Enten setze die Einengung ihres Lebensraumes von 500 qm auf 20 qm im Gewächshaus zu.
Aber auch in der Hühnerschar stiegt der Stresspegel. Doch nun dürfen sich die Tiere wieder frei in ihren Arealen bewegen, scharren, schnäbeln und picken wo sie wollen. Da das Gehege mit so wenig Hühnern aber sehr leer aussah, freuten wir uns durch Übernahme einer Schar unsere Gruppe zu erweitern.

Masha und Wanja sind wieder auf Schneckenjagd im Garten!

Der Halter, ein älterer Herr, gab die Hühnerhaltung auf und eine quirlige Gruppe aus äußerste frechen Hennen zog bei uns ein. Dafür wurde der Hühnerstall renoviert, frisch gekalkt und der überdachte Auslauf komplett geöffnet.
Auch Herr Gockel erfreut sich der Erweiterung seines Harems.
Der Gute zeigte in den letzten Wochen der Stallpflicht ein leicht aggressives Verhalten uns gegenüber, welches sich aber nach Haftentlassung wieder legte. Es handelte sich dabei wohl nur um eine Kombination aus Gefängnisfrust und überschäumenden Frühlingsgefühlen, welcher er im beengten Raum nur bedingt ausleben konnte. Nun kümmert er sich rührend um seine Mädls, bietet ihnen jede Kellerassel an und geht sogar dazwischen, wenn zwei Damen sich in die Federn kriegen.

Neues Leben auf der Farm. Zwergziege Kiki brachte ihr erstes Zicklein Wilma zur Welt.

Doch nicht nur die Federtiere genießen den Frühling, auch alles was Fell besitzt, sonnt sich in den wärmenden Strahlen. Bei den Kaninchen mussten wir vor Kurzem einen Verlust betrauern. Unser pummliger Silberrücken verstarb an altersbedingtem Herzinfarkt.
Ruhe in Frieden im Kaninchenhimmel du flauschiger Ewok Teal’c!

Seit dem lebt sein Kumpane Füchschen allein im Gehege, weil er sich mit den beiden anderen Jungs gar nicht verträgt. Doch allein soll er nicht bleiben, denn das ist Quälerei für ein Kaninchen.
Daher haben wir uns entschlossen ihm seine Männlichkeit zu nehmen und ein neues zu Hause im befreundeten Jugendhaus Lehmbau zu geben. Dort wird gerade ein riesiges Kaninchenparadies geschaffen, in welchem er sich sicher wohlfühlen wird.

Kiki und Wilma

Unsere bewolltesten Mitglieder dagegen haben gerade eine Pediküre hinter sich. Zusammen mit Verena vom Jugendhaus Lehmbau besuchte Ildi in der Landwirtschaftlichen Schule Triesdorf einen Klauenschneidekurs. Dort wurden sie eingehend in Theorie und Praxis unterrichtet. So machten sich beide als Klauenschneideteam ans Werk und verpassten Schafen und Ziegen im Lehmbau, wie auch auf der Farm eine Fußpflegebehandlung. Zum Glück neigt die robuste Schafrasse der Skudden nicht zu Klauenproblemen, sodass nur ein Pflegeschnitt notwendig war.
Die Tiere nahmen die Behandlung mehr oder weniger gelassen hin, verachten Ildi aber noch immer für das Einfangen und Hinsetzen. Schafe sind wie Elefanten, langfristig nachtragend. Doch für ein leckeres Stück Brot springen auch sie über ihren Schatten und nehmen die Bestechung gerne an.

Das Klauenscheideteam Ildi und Verena pflegen Wölkchens Hufe.

Zu Allerletzt möchten wir Euch noch auf unseren Tag der offenen Gartentür hinweisen. Am Ostersamstag (Karsamstag), den 15. April, öffnen wir für euch ab 14 Uhr die Gartentür. Wir haben auch extra viel Sonne bestellt! Es wird eine Kinderaktion geben und wir stellen Euch gegen eine kleine Spende die ersten Jungpflanzen zur Mitnahme bereit.

Sodann genießt den zeitigen Lenz und wir sehen uns hoffentlich demnächst auf der CityFarm Augsburg!

Einmal Luft machen bitte

Im Garten

Im Garten Sommer 2016

Heute morgen quälte ich mich mit Bauchweh aus dem Bett und wenig später zu den Tieren. Denn diese interessiert es nicht, ob es mir gerade gut geht oder nicht, sie wissen nur um ihren Hunger.
Da heißt es Zähne zusammen beißen und durch. Glücklicherweise habe ich früh einen zeitlichen Spielraum bevor ich zur Arbeit muss. Dies beschert mir momentan den morgendlichen Fütterungsdienst, da alle anderen noch im Dunkeln zur Arbeit müssen.

Die kurze Tageszeit bringt am Nachmittag ähnlich Probleme mit sich. Während ich es unter der Woche selten schaffe vor dem Dunkeln auf die Farm zu kommen, hat unser lieber Rachmed noch bei Tagesstunde Feierabend und versorgt die Tiere. Für andere Dinge bleibt jedoch keine Zeit.

Jetzt fragen sich sicher einige unter Euch, worauf ich hinaus will. Dies werde ich Euch nun berichten:

Als ich heute gerade dabei war, mit klammen Fingern das Kaninchenfutter herzurrichten, meldete Kira Besucher am Tor. Zwei Herren begrüßten mich freundlich und zückten sogleich ihren Ausweis. Polizei stand darauf geschrieben. Ich ahnte aber noch nichts böses, denn ab und zu wird hier hinten im Eck nach dem Rechten geschaut und das ist auch gut so (ich erinnere an unseren Ärger mit den Junkies im Sommer).

Hallo, ich bin Lolek!

Hallo, ich bin Lolek!

Doch diesmal ging es wirklich um uns, denn besorgte Bürger hatten die netten Herren alarmiert.
Allerdings nicht, um ein Pennerlager im Biotop aufzulösen oder eventuelle Einbrecher davon abzuhalten unsere Eier zu klauen, auch nicht weil unsere Ziegen die Bahnlinie unsicher machen oder irgendwelche Deppen Müll vor unserer Türe abladen.
Nein, die pflichtbewussten Bürger fühlten sich in ihrem deutschen Ästhetikgefühl verletzt. Von Verhau war die Rede und ob wir das überhaupt dürften hier ästhetisch mangelhafte Hütten hinzustellen.
Zum Glück waren die beiden Herren vom angenehmen Menschenschlag, hatten aber leider keine Zeit sich die Farm von innen anzuschauen.

Mich stimmte dieser Vorfall erst wütend, dann nachdenklich und zum Schluss traurig. Ich fragte mich was für Leute das waren, deren Auge wir beleidigt hatten. Uns kennt jeder hier im Eck, wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu näheren und entfernteren Nachbarn, alle regelmäßigen Spazier- und Gassigänger kennen uns und wissen was wir tun.
Vielleicht jemand der mal eben den jährlichen Friedhofsgang absolvierte und danach in die falsche Richtung lief? Da drängt sich mir die Frage auf, aus welchem Grund diese Mitmenschen den Weg nicht bis zum Ende liefen?

Willkommen liebe Gäste, tretet ein!

Willkommen liebe Gäste, tretet ein!

Spätestens dort hätten sie an unserer Tafel erkannt was der „Verhau“ hier darstellt. Es steht sogar für Notfälle meine Telefonnummer angeschlagen, sodass jederzeit, auch wenn niemand vor Ort ist, nach einem Gespräch gesucht werden kann. Und ein Notfall schien es ja gewesen zu sein, wenn gleich die Polizei gerufen wurde.

Ja, wir wissen, dass gerade vom Weg aus der Blick auf das Gelände eher abenteuerlich anmutet. Bei den Meisten weckt aber genau dies Interesse, sie kommen, lesen und suchen das Gespräch. Vielen davon begegnen wir auf unseren Festen wieder.

Ja, wir wissen auch, dass die Uneinheitlichkeit, Buntheit, die verschiedenen Bau- und Werkstoffe unserer Hütten nicht dem deutschen Ordnungsgefühl entsprechen. Das geht auch gar nicht, denn unsere Mitfarmer kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus: Madzedonien, Kasachstan, Rumänien, Griechenland, Bulgarien, sie haben Wurzeln auch in Ungarn, Türkei, Kolumbien und Russland.
Alle diese Menschen bringen eine unterschiedliche Auffassung von Ästhetik und Ordnung mit aber auch viel Wissen, Erfahrung und Inspiration. Wir reden nicht über Integration und ein nachhaltiges Leben, wir machen einfach!
Aber das bringt auch seine Probleme mit sich, unter anderem verletzte Ästhetikgefühle.

Foto: Laura Matthews Steingärtchen

Foto: Laura Matthews
Steingärtchen

Dazu kommt, dass wir ein kleines Projekt im Rahmen eines gemeinnützigen Vereines sind.
Was das bedeutet?
Es heißt, dass wir unter chronischem Geldmangel leiden und alle neben der Farm arbeiten gehen. Übriges Geld (meistens von uns privat investiert) wird in notwenige Dinge wie z.B. Heu, Stroh und Tierarztkosten investiert.
Selten bleibt da etwas übrig um Dinge wie Farbe oder neues Bauholz zu kaufen, mit der wir allen Hütten baumarktliche Einheitlichkeit verpassen könnten, um das Auge von Spaziergängern weniger zu beleidigen.

Es tut uns auch leid, dass eben gerade Winter ist und der Bauer seinen Mais schon geerntet hat, welcher unseren „Verhau“ wunderbar über den Sommer tarnte. Und dann auch noch die doofe Hecke, die im Winter ihre Blätter abwirft und den Blick ins unordentliche Hühnergehege und hinter die Kaninchenställe preis gibt!
Es tut uns nicht leid, dass wir aus ökologischen Gründen keine Thujahecke pflanzen und den Hartriegel vor sich hin wuchern lassen. Dafür gibt es bei uns Rotkehlchen, Spatzen, Zaunkönige, Blaumeisen, Goldammern und Grünfinken! Auch unser Gemüsegarten ist wild und er soll es bleiben! Wir geben den bösen „Unkräutern“ Raum, denn sie sind nicht nur Futter für die Bienen!
Das alles mag ja des Klischee-Kleingärtners Auge beleidigen, bereichert aber die ökologische Vielfalt um uns herum, denn diese macht den wahren Wert der Natur aus.
Wir sind gegen Thuja- und Golfrasengärten, die zwar sauber und klinisch rein wirken aber ökologisch betrachtet Todeszonen sind!

Mjammjammjam, Unkraut ist unsere Leibspeis'

Mjammjammjam, Unkraut ist unsere Leibspeis‘

Ja ich rege mich gerade zu sehr auf und steigere mich etwas rein aber ich empfinde das als so traurig und das macht mich schon wieder wütend! Wohin ist unsere Gesellschaft gekommen, wenn ohne einen Kommunikationsversuch und sichtlich ohne Nachdenken gleich die Polizei gerufen wird? Und warum???? Denn die Begründung leuchtet mir nicht ein! Ist die Verletzung des Ästhetikgefühls ein krimineller Tatbestand?

Was sollen wir jetzt tun? Alles abreißen? Oder uns einigeln und abschotten, die Zäune blickdicht machen, damit ja keiner mehr reingucken kann?
Eigentlich nicht das, was wir im Sinne hatten.
Wir wollen doch, dass die Leute zu uns kommen und an unserem Experiment teilhaben.
Denn etwas anderes ist die Farm nicht als ein Experiment, der Versuch einer handvoll arbeitender Menschen ihrem Drang nach Naturnähe, Selbstbestimmtheit und einem Ort abseits der hektischen Stadt näher zu kommen und zwar in einer Gemeinschaft!
Wir teilen unser Grundstück nicht in Parzellen, auf denen dann jeder den Vorschriften in Sachen Rasenlänge, Anbauplan von Gemüse und Vereinsgemeiere nachkommen muss. Klar ist es dann einfacher mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und zu sagen: „Du bist schuld! Dein Garten ist hässlich und entspricht nicht den Regeln!“

Unser schönstes "Unkraut" im Garten.

Unser schönstes „Unkraut“ im Garten.


Statt dessen versuchen wir mit möglichst wenig Regeln unseren CityFarmern die Leidenschaft für das was sie tun zu erhalten. Darum sagen wir auch, dass wir kein Konzept mehr haben, da jeder Neue in der Runde das Gesicht der Farm und der Gemeinschaft verändert.

Ein schlauer Mann hat mal gesagt: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.“ und „Nur was ich selber denk und tu, traue ich auch andern zu.“
Nun kann man darüber spekulieren was dies über jene besorgten Bürger aussagt. Mir hebt es auf jeden Fall die Laune wieder, sodass ich mich nachher noch einmal aus dem warmen Haus bewege, um ein Quentchen Sonne auf unserem experimentellen Verhau namens CityFarm Augsburg zu ernten und von der kommenden Saison zu träumen.

Um Euer Auge nicht zu beleidigen, habe ich euch die im Text schöne CityFarm-Bilder rausgesucht.
Nun wünsche ich Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit (!) und inneren Frieden.
Eure CityFarmerin Ildi

P.S. Denkt an unser Crowdfunding für das erste CityFarm-Buch „Urban Gardening mal anders“.
HIER KLICKEN und unterstützen!

Foto: Laura Matthews

Foto: Laura Matthews

Urban Gardening mal anders – Crowdfunding gestartet

Liebe CityFarm-Freunde,

CityFarm goes paper!

es ist soweit! Wie angekündigt konnten wir noch vor Weihnachten das Crowdfunding für unser erstes Buch beginnen.

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Über die Plattform 100fans.de könnt ihr für nur 11,49 Euro den Druck des ersten Cityfarm-Büchleins unterstützen! Sobald 100 Fans zusammen gekommen sind, startet der Druck und ihr bekommt Euer Exemplar zugeschickt!

Nun haben wir bis zum 13. Januar 2017 Zeit 100 Fans zu gewinnen. Auf der Crowdfundingseite 100fans.de findet Ihr eine kleine Leseprobe.
Leider konnten wir dort keine Fotos hochladen, das Buch selbst wird aber reich an Fotos sein. Es wird ein humorvoller Erfahrungsbericht unseres CityFarmers Benni, gespickt mit schönen Fotos von Ildi. Kleine und große Geschichten auf übersichtlichen 129 Seiten.

Das wäre auch ein gutes Weihnachtsgeschenk für alle Lastminute-Nikoläuse! Verschenkt die Option auf ein Buch und unterstützt damit unser Projekt, denn von jedem verkauften Buch fließt 1,50 Euro direkt in die Pacht 2018 für den Erhalt unseres Geländes!

https://100fans.de/projekt/urban-gardening-mal-anders-146/

CityFarm goes on Paper!

Liebe CityFarm-Freunde,

sicherlich suchen einige von Euch noch händeringend nach Weihnachtsgeschenken. Wir haben, natürlich rein zufällig, ein paar grandiose Tipps für euch, mit denen ihr zudem noch etwas Gutes vollbringt. UUUUUnd, die CityFarm hat mit allem nah oder sehr nah etwas zu tun!

Unser erster Tipp:

Unser CityFarm-Benni hat einen Fantasy-Epos verfasst, welcher im Oktober im Handel erschienen ist. Keine zwei Monate später (heute) sind die Bücher im Verlag ausverkauft und es muss nachgedruckt werden! Also kann das Buch nur gut sein!

Das ist es tatsächlich, ein wahrhaft fesselnder Roman über die Verpflichtungen des Lebens, die Liebe und die Welt der Magie im historischen Grubschagu (na wer erkennt das Annagramm?). Und jaaaa, es gibt auch Drachen!

Hier könnt Ihr einen Blich ins Buch werfen – aber Achtung: Spoileralarm!

Benni verfasste alles per Handschrift!

Benni verfasste alles per Handschrift!

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  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: 100 Fans; Auflage: 1 (10. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395705012X
  • ISBN-13: 978-3957050120

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Liebe Augsburger, bitte unterstützt lokale Bücherläden wie Fuggerbuchhandlung, Pustet, Thalia, ect. und bestellt Wayan nicht im Internet. Kostenpunkt: 23,49 Euro.

 

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Benni und sein Wayan

Benni und sein Wayan

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Unser zweiter Tipp:

Natürlich auch wieder ein Buchtipp und diesmal ist die CityFarm Augsburg mit dabei!

Hier haben wir den Klappentext für Euch kopiert:

In Augsburg ist nix los? Von wegen!
50 soziale, kulturelle und andere Initiativen beweisen das Gegenteil und präsentieren das etwas andere Kochbuch. Neben neuesten Variationen zu kulinarischen Klassikern und feinsten exotischen Rezepten bietet das Buch beeindruckende Gespräche mit den »Machern« dieser Initiativen. Was bewegt sie dort anzupacken, wo andere nur reden, und mit viel Herzblut ihre Projekte zu stemmen?
»Augsburg kocht« lädt Sie auf eine besondere Reise ein: Lassen Sie sich anstecken von den Einzelkämpfern, Gruppen und Sozialunternehmen, die für ihre Ideen und ihre Stadt brennen, aber niemals das Essen anbrennen lassen. Eine Expedition für Feinschmecker, die Lust macht auf gemeinsames Kochen, Essen und Pläneschmieden.“

Augsburg kocht

Augsburg kocht

Unser Rezept ist ein leckerer Kaninchen-Kesselgulasch!

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  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Wißner-Verlag; Auflage: 1 (29. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957860962
  • ISBN-13: 978-3957860965

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Am besten bezieht Ihr das Buch direkt beim Herausgeber, dem Contact in Augsburg e.V, Kostenpunkt: 18.90 Euro
Dort wurde extra ein kleines Verkaufsräumchen für das Buch eingerichtet. Mittlerweile ist es auch bei den Lokalhelden im Bismarckviertel beziehbar. Alle Nichtaugsburger müssen leider auf ihren lokalen Buchhändler zurückgreifen.

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Unser Dritter Tipp…

ist in Arbeit, denn die CityFarmer werden endlich ihr erstes Buch veröffentlichen. Es wird „Urban Gardening mal anders“ heißen und noch vor Weihnachten auf der Büchercrowdfunding-Seite 100Fans.de erscheinen und hoffentlich im Sommer frisch gedruckt in unseren und Euren Händen liegen. Über diese Seite hat Benni auch den Druck für Wayan ins Rollen gebracht.
Geschrieben ist es aus Bennis Sicht und beschreibt unsere äußerst turbulenten Anfänge. Begleitet von Ildis tollen Fotos führen wir Euch zurück zur alten kleinen CityFarm und erzählen humoristisch wie aus einer g‘spinnerten, „könnte funktionieren“- Idee (Zitat Flo) und einer handvoll Studenten ein Minibauernhöfchen mit waschechten Stadtbauern wurde.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns unterstützt und das Buch über Crowdfunding in den Druck bringt! Sobald es eingestellt ist, werden wir Euch an dieser Stelle und auf Facebook informieren.

Die CityFarm bald auf 100fans.de!

Die CityFarm bald auf 100fans.de!

 

 

Von neuen Akteuren, meckerndem Abschied und Winterruhe

Borretsch (Borago officinalis) im Eiskleid.

Borretsch (Borago officinalis) im Eiskleid.

Die Farm erstrahlte in den letzten Tagen oft in wunderschönem Frostgeglitzer, als hätte ein Künstler seiner kalten Inspiration freien Lauf gelassen. Zudem zerstreute die zentimeterdicken Eisschicht auf der Entenwanne die letzten Zweifen, dass der Winter noch auf sich warten ließe. Damit neigt sich wieder ein Jahr zu Ende und die CityFarmer genießen die Winterruhe. Das zeitige Dunkeln der Tage bringt uns einen frühen Feierabend, sodass nun die Zeit der Handarbeit und des Saatgutsortierens anbricht.

Doch bevor wir uns aufs gemütliche Sofa zurückziehen, wollen wir euch von den Erlebnissen des Herbstes berichten.

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Mio

Schon Ende des Sommers durfte ein neuer Bewohner auf der Farm einziehen. Nicht nur weil er süß und knuddelig ist, auch weil er einen wichtigen Job zu erfüllen hat. Aber beginnen wir von vorn.
Auf dem benachbarten Krümelhof gab es einen Wurf menschenscheuer Katzen, echte Bauernhofkatzen mit übergroßem Drang zur Freiheit und wenig zweibeinerbezogen. Trotzdem setzte sich eine treue CityFarmerin dafür ein, dass der frechste und scheuste Geselle des Wurfes auf die Farm ziehen sollte. Doch so einfach war das nicht, denn was nützt uns eine Katze, die keine Menschen mag? Also musste der Kleine „eingestreichelt“ und ihm gezeigt werden, wie nützlich die Dosenöffner doch waren!
Daher zog er zuerst in die Wohnung des und lernte dort seine heutige Hingabe an menschliche Hände kennen.
Bald war es dann soweit. Mio, diesen Namen erhielt er in Memorium an ein Kaninchen, durfte sein neues Reich auf der Farm entdecken. Der schwarze Frechdachs lebte sich sehr schnell ein und begann bald mit Eifer seinem Job nachzugehen und Mäuse zu fangen. Von der Kastration und Impfungen war er zwar weniger begeistert aber das ist nun mal unerlässlich.

Mio unser kleiner Wildfang.

Mio unser kleiner Wildfang. Foto: René

Heute wird fast jeder (er mag natürlich nicht jeden gleich gern!) mit erhobenem Schwanz auf der Farm begrüßt und aufdringlich zum Kuscheln gezwungen. Kinder dagegen müssen oft als Spielanimator herhalten. Als Dank liegen dann regelmäßig mehr oder weniger komplette Mäuse unterm Tisch. Dies bringt manchmal skurrile Situationen mit sich, wie auf dem Kindergeburtstag letzte Woche, als die Mutter fragte: „Ihr wisst schon, dass da eine halbe Maus unterm Tisch liegt?“
Ähm, ja, nee, die haben wir wohl bei der Vorbereitung übersehen oder Mio hat sie vorhin erst gebracht, als Geschenk quasi.

Fauler Kater? Mitnichten!

Fauler Kater? Mitnichten!

Der Kleine hat eben seinen eigenen Kopf, schließlich ist die Farm sein Reich und er der wahre Herrscher über alle und alles. Damit Majestät sich bei Kälte gut verkriechen kann, wurden ihm zu Ehren Katzenklappen in diverse Türen eingesetzt. Doch auch bei der Nutzung derer hält sich seine Begeisterung in Grenzen: wie jetzt, ich soll meine Tür selbst aufmachen?

Wie es sich mit Fluffgepuff und Mio verhält? Nun ja, Freunde sich sie noch nicht. Manchmal wartet Mio hinter einer Ecke, um ihr seine Krallen auf die Nase zu setzen. Dann wiederum revanchiert Fluffel sich und jagt ihn eine Runde über die Wiese. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Erntedank

Am 08. Oktober feierten wir mit unseren Besuchern Erntedank. Obwohl das Wetter sich wie immer weniger einladend gestaltete, kamen doch einige Gäste, um sich am Feuer zu wärmen und die Farm zu erkunden. Besonders die Kleinen waren zahlreich vertreten. So gingen auch alle Kürbisse, kreativ geschnitzt in kleine, stolze Hände über. Es war ein schönes Fest und auch das gemeinsame Buffet wie immer ein Gaumenschmauß!

Kürbis schnitzen auf dem Erntedankfest

Kürbis schnitzen auf dem Erntedankfest

Da der Wettergott uns aber in den letzten Jahren selten hold war, überlegen wir nun im kommenden Jahr das Erntedank gegen eine andere Festlichkeit im Sommer zu tauschen. Aktuell sind wir noch in der Planungsphase für 2017. Wir werden euch unsere Entscheidung und alle Termine der kommenden Saison rechtzeitig mitteilen.

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Neue Kooperation

Angehende Lehrer der grund- und Mittelschule besuchten die CityFarm und lernten Allerlei über Pflanzen und Tiere

Angehende Lehrer der grund- und Mittelschule besuchten die CityFarm und lernten Allerlei über Pflanzen und Tiere

Über eine Kooperation mit der Didaktik der Biologie an der Universität Augsburg konnten wir über mehrere Exkursionen unser Projekt zahlreichen angehenden Lehrkräften der Grund- und Mittelschule vorstellen. Sie lernten die Farm als außerschulischen Lern- und Erlebnisort für Kinder und Jugendliche kennen. Dadurch werden sie zu Multiplikatoren unserer Schwerpunkte und gewinnen einen Blick über den Tellerrand der Schulen und Universität. Wir wollen für das Thema der Natur- und Umweltbildung sensibilisieren und zeigen, dass dazu auch der richtige Umgang mit Tiere und Pflanzen gehört.

Zudem besuchten uns Teilnehmer der Bundesfachschaftstagung des Studienganges der Geographie und erlebten einen spannenden Nachmittag mit Führung, kleinem Arbeitseinsatz und Lagerfeuer mit Stockbrot. Uns hat es viel Spaß bereitet den Studierenden die Farm vorstellen zu können und hoffen vielleicht den ein oder anderen inspirieren zu können, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

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Meckernder Umzug

Anfang November durfte dann eine unserer Zwergziegendamen in ein neues zu Hause umziehen. Fühlten sich bei Einzug der Herde erst zwei Individuen dieser Ziegenrasse bei uns wohl, zog im Sommer eine Schar derer dazu. Die Aufnahme der Tiere geschah allerdings nicht ganz freiwillig, eher notgedrungen. Unser Schaf- und Taubenmeister Rachmed rettete die kleine Herde Westafrikanischer Zwergziegen aus schlimmer Haltung. Die armen Tiere waren Jahre auf 10qm in einer Gitterbox eingesperrt, mit Böcken und unkontrollierter Vermehrung, was zwangsläufig zu massiven Inzuchtproblemen führte.

Auch unsere Tiere müssen arbeiten!

Auch unsere Tiere müssen arbeiten!

Als die Tiere einzogen, standen sie fast 2 Wochen unbeweglich auf der Stelle und guckten nur blöd aus der Wäsche (Lärm machten sie allerdings für die dreifache Anzahl Ihresgleichen). Irgendwie auch verständlich (erinnern wir uns an die Nackthuhnbande), denn noch nie hatten sie Sonnenlicht oder eine Wiese gesehen!!! Nach ca. 10 Tagen wagten sich die ganz Mutigen das Gehege zu erkunden und bald darauf ließ sich endlich bei allen das typische Ziegenverhalten erkennen.
Was das bedeutet? Es heißt: zahlreiche Ausbruchsversuche, Kletterwahn, Abrissbirnenverhalten, Dreistigkeit bei der Erlangung von Futter, Zerstörungsfreude, …. Ja, Ziegen sind keine niedlichen Rasenmäher, sondern mobile Abrissbirnen mit der Vorstellung, dass alles Fressbare auf der anderen Seite des Zaunes viel besser schmeckt!

So peppelten die Tiere in den vergangenen Monaten mit zusätzlichem Kraftfutter auf, entwurmten sie und verpassten ihnen die gesetzlich vorgeschriebenen Ohrmarken. Doch regelmäßig trieben sie uns in den Wahnsinn! Vor allem in jener Zeit, als die Herde im Rahmen des Projektes „Weidestadt Augsburg“ des Landschaftspflegenverbandes Augsburg die angrenzenden Biotope beweiden und entbuschen durften.
Da wir für alle Spaziergänger sichtbar eine Notfallnummer am Zaun hatten, klingelte auch regelmäßig das Telefon mit Fragen wie: „Ist das Ihre Ziege dort auf den Bahngleisen?“ Verdammt ja, ist es, schon wieder! Also rauf aufs Rad/Moped, Ziege fangen, Zaun richten.

Schlimme als ein Sack Flöhe diese Bande! :-)

Schlimmer als einen Sack Flöhe zu Hüten, diese Bande!

Als logische Konsequenz vermittelten wir nach und nach die Zwergziegenbande. Diese Rasse war nicht geeignet für mobile Zäune, wir brauchen eine standorttreue Ziegenrasse wie die Burenziegen. Bevor diese jedoch einziehen, wollen wir bis auf unsere Kiki alle Zwergziegen vermitteln.
Heute sind noch ein Böckchen (ca. 1 Jahr als) und eine Mutterziege mit zwei Kleinen (Bock und Zicke) übrig. Wer ihnen ein neues, gutes zu Hause bieten möchte, darf sich gern bei uns melden!

Als nun im befreundeten Jugendhaus Lehmbau die alte Ziege Klara (Sie ruhe in Frieden) an Altersschwäche verstarb und Zensi, das jüngere Gegenstück zunehmend in Depressionen verfiel, gab es nur eine Lösung für uns. Kurzerhand packten wir die lautstark meckernde braune Mama samt ihrem kleinen Zicklein und siedelten sie in die neue Herde aus Schafen und der Ziege Zensi um.
An dieser Stelle geht der Dank an unsere Nachbarn den Krümelhof, deren Pferdehänger wir zum Transport nutzen durften. Die Schafherde dort wird angeführt von unserem Peterle, der schon im Sommer in den Lehmbau ziehen und seit dem seine eigene Mädlsherde beglücken darf.
Die beiden Ziegen lebten sich schnell ein und schlossen Freundschaft mit Zensi. Etwas misstrauisch beäugten die Schafe anfangs das meckernde Treiben, doch auch sie gewöhnten sich bald an den Herdenzuwachs.

Die kleine Dame samt ihrer Mutter zogen in das Jugendhaus Lehmbau um.

Die kleine Dame samt ihrer Mutter zogen in das Jugendhaus Lehmbau um.

Und nun ist es soweit, die CityFarm und ihre Farmer gehen in die Winterruhe. Rauf aufs Sofa, Füße hoch, einen leckeren Ingwertee und die ersten Plätzchen genießen. Aber ganz so faul sind wir trotzdem nicht, denn die Sortierung und Abpackung des Saatgutes von 2016 läuft auf vollen Touren, damit wir euch Anfang 2017 auf unserer Börse die alten und seltenen Gemüsesorten anbieten können.

Verleihung der Roten Klatschmohnblüten

Liebe Unterstützer und Freunde,

wir wollen euch heute etwas anderes als „nur“ die Farm präsentieren.
Wie ihr sicher wisst, ist unsere kleine Farm ein rein ehrenamtliches Projekt, dass sich über Spenden, Fördermittel und privates Geld der Farmer finanziert.
Deshalb verleihen wir heute Klatschmohnblüten an unsere tollen Unterstützer!

Um unseren Umzug im vergangenen Jahr zu stemmen, erhielten wir von der Stadt einen Teil des Preisgeldes aus dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis, der Augsburg 2013 von der Allianz Umweltstiftung verliehen wurde. Ohne dies, wäre der Umzug nicht machbar gewesen und die Farm gäbe es nicht mehr.
Generell möchten wir uns bei den verschiedenen Einrichtungen und Ämtern der
Stadt Augsburg über die gute Zusammenarbeit und Unterstützung bedanken!

Die erste Blüte geht an die Allianz Umweltstiftung und die Stadt Augsburg!

Die erste Blüte geht an die Allianz Umweltstiftung und die Stadt Augsburg!

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Ab und zu stehen auch jetzt, ein Jahr nach dem Umzug noch größere Anschaffungen an und auch die laufenden Kosten müssen gedeckt werden.
So sammeln wir über die Internetplattform betterplace.org Spenden, um aktuell zum Bespiel ein Lasten-EBike anschaffen zu können.
Unser altes Hängergespann ist mittlerweile so richtig kaputt und nur noch notdürftig reparierbar. Lange begleitete dieses Gespann  die Farm als Autoersatz. Wir haben damit fast 5 Jahre lang unzählige Kinder, Futter für unsere Tiere, Baumaterial, tausende Blumen, Gartengeräte und Bastelmaterialien und ein CityFarm-Hochzeitspaar kreuz und quer durch die Stadt transportiert. Doch nun ist seine Zeit gekommen und wir möchten euch bitten die Farm bei der Anschaffung eines neuen Transportmittels zu helfen.

HIER SPENDEN

Die zweite Mohnblüte geht an alle Spender auf Betterplace!

Die zweite Mohnblüte geht an alle Spender auf Betterplace!

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Doch ganz besonders freut und die Unterstützung eines kleinen und feinen Cafes in Landsberg, dem Lechcafé – Kleines Literaturcafé.

Das Literaturcafe in Landsberg

Das Literaturcafe in Landsberg

Mehrmals im Jahr veranstaltet die Kuchenkönigin Franziska Reményi einen Bücherflohmarkt und spendet des Erlös komplett an die CityFarm Augsburg.
Das finden wir natürlich absolut unterstützenswert!

Auch aktuell findet bis zum 25. Juni im Cafe eine Bücherbörse statt, um unseren hungrigen Gackerschnäbel Futter für die nächsten Monate zu sichern.
Also nix wie hin, die Büchersucht stillen und dabei noch was Gutes für die Farm tun!

Hier findet ihr das Lechcafé – Kleines Literaturcafé.

Die schönste Mohnblume erhält das Kleine Literaturcafe in Landsberg!

Die schönste Mohnblume erhält das Kleine Literaturcafe in Landsberg!

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Die Farm hat natürlich noch weitere Unterstützer und wir möchten allen für ihre Hilfe danken! Ohne Euch gäbe es die CityFarm Augsburg nicht.
Falls wir jemanden in der Aufzählung vergessen, dann bitten wir um Entschuldigung, war keine böse Absicht.

Contact in Augsburg e.V.
Krümelhof
Anstiftung & ertomis
Bambus Augsburg
Verschiedene Schulen und Jugendhäuser

Und natürlich die vielen privaten Menschen, die uns mit Material und Hilfe zur Seite stehen!

Dankesklatschmohn für euch alle!

Dankesklatschmohn für euch alle!

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Noch ein kleiner Hinweis:
Am 25. Juni von 14-18 Uhr steht die Gartentür für Besucher offen.