Archive for the ‘CityFarm Aktionen’ Category

Wiederholung Workshop Ökologische Jungpflanzenanzucht am 24.03.2013

Achtung liebe CityFarm-Freunde,

da der Workshop vergangenen Sonntag ein großer Erfolg war, wird die Veranstaltung kommenden Sonntag noch einmal stattfinden! Danach gibts erst den Artikel dazu.  😉

Urban Gardening I – Ökologische Jungpflanzenanzucht
10 – 12 Uhr auf der CityFarm Augsburg

Es sind noch Plätze frei!

Die Saat wurde gelegt...

Die Saat wurde gelegt…

Der Kostenbeitrag beträgt für Erwachsene 7 Euro und für Kinder 5 Euro. Dafür stellen wir euch das Arbeitsmaterial und natürlich die Samen. Gern könnt ihr aber auch eigenes Saatgut und Töpfchen mitbringen.

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 22.03.2013!

Kontakt

0157/84866734

cityfarmaugsburg@gmx.de

Vergangenes Gartenfest mit Samentauschbörse und kommende Termine!

Gartenfest und Samentauschbörse am 02. März 2013

Sonnengenuss pur!

Sonnengenuss pur!

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Auch wenn manch einen der Begriff Samentauschbörse mächtig verwirrt hat, so wurde unser Gartenfest doch ein voller Erfolg! Viele Besucher erschienen und brachten die richtigen Samen zum Tauschen mit, nicht wie von Arno satirisch interpretiert.

Am Morgen war der Himmel noch trüb und verhangen, sodass Ildi Regen und Kälte befürchtete. Denn auch der Wetterbericht war sich nicht ganz einig darin, ob die Sonne unserem Fest beiwohnen oder sich wie in den letzten Monaten hinter dicken Wolken verstecken würde.
Kurz nach 13 Uhr trafen die ersten Gäste ein und kleideten mit ihren kleinen Ständen die CityFarm in bunten Farben!

Gegen 14 Uhr geschah das Unerwartete und mit Start des Festes zeigte sich die Sonne und umflutete uns mit Frühling!

Jens freut sich über seine neue Tasche von Nini´s Stand!

Jens freut sich über seine neue Tasche von Nini´s Stand!

Sicherlich lockte auch das herrliche Wetter viele Besucher auf die Farm, die sonst den Tag lieber in ihren kuschligen Stuben verbracht hätten. Nach einem solch düsteren Winter aber, darf man natürlich keinen Sonnenstrahl vergeuden, denn seit Wetteraufzeichnung gab es keinen Winter mit derart wenigen Sonnenstunden!

Kaum dass der Tausch-Stand eröffnet war, sammelten sich Interessierte Gartenfreunde und die Kisten mit Tomaten, Gurken, Blumen und co. Heiß begehrt war unter Anderem der Augsburger Paprika (rote Spitzpaprika, freilandtauglich im Augsburger Klima), die Inkagurke und verschiedene Tomatensorten.
Wer keinen Augsburger Paprika abbekommen hat aber diesen gern anbauen würde, der soll sich bei uns melden. Ildi hat noch einige Samen übrig!

Der Nachmittag raste dahin und wir waren gut eingespannt. Im Endeffekt können wir sagen: es war ein voller Erfolg! Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet! Deshalb entschuldigt bitte auch, wenn wir für eure Fragen keine Zeit hatten oder mitten im Gespräch abbrechen mussten.

Der Samentauschstand war gut besucht!

Der Samentauschstand war gut besucht!

Vielen Dank für das tolle Fest an alle Besucher und Mitmacher!
Für alle die keine Zeit hatten und für alle die wiederkommen wollen: die nächste Feier findet schon am 30. April satt! Zur Apfelblüte feiern wir ab 17 Uhr den Frühling und Walpurgisnacht! Natürlich wollen wir auch ein paar Hexen sehen! Also verkleidet euch und tanzt mit uns in den Mai!
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Weitere Veranstaltungen findet ihr unter Termine 2013!

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Nächster Termin:

17. März Urban Gardening I – Ökologische Jungpflanzenanzucht

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Wem wir auf dem Gartenfest keine Tipps zur Jungpflanzenanzucht geben konnten oder wer ein paar Tricks und Kniffe alter Klostergärtner lernen möchte, der sei am 17. März um 10 – 12 Uhr herzlichst eingeladen am Workshop teilzunehmen!

Zusammen kochen wir Schachtelhalmtee gegen Pilzbefall bei Keimlingen und setzen Saatbäder für das Saatgut an. Wir zeigen euch alles notwendige, dass die Keimlinge schnell und mit hoher Keimrate aufgehen und wie ihr euren Pflänzchen einen guten Start ermöglicht. Dabei greifen wir auch auf alte, bewährte Gärtnertricks zurück und klären auf, warum Gurkensamen eine Woche in der Hosentasche getragen werden sollten.

Die Tomatenkinder sind schon einen Monat alt!

Die Tomatenkinder sind schon einen Monat alt!

Der Kostenbeitrag beträgt für Erwachsene 7 Euro und für Kinder 5 Euro. Dafür stellen wir euch das Arbeitsmaterial und natürlich die Samen. Gern könnt ihr aber auch eigenes Saatgut und Töpfchen mitbringen.

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 15.03.2013!

Kontakt

0157/84866734

cityfarmaugsburg@gmx.de

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Offene CityFarm in den Osterferien

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In den Osterferien wird die CityFarm Augsburg 2 zusätzliche Tage unter der Woche sowie bei schönem Wetter Ostersonntag geöffnet sein. Beachtet dafür den kleinen Kasten: Offene CityFarm rechts in der Leiste. Dort werden rechtzeitig die Termine bekannt gegeben.
Bei Unklarheiten ruft uns einfach an!

Hier nochmal der Hinweis wie ihr uns findet: mit der 64er Straba bis zur Endhaltestelle Augsburg Nord, dann über die Donauwörther Straße gehen und in die Mindelheimer Straße und dann nur noch geradeaus zwischen den Gärten durch in den Westendorfer Weg.
Hier findet ihr die Google Maps Route.

Autofahrer bitten wir am Mediamarkt oder auf dem Park&Ride Nord zu parken und das letzte Stück zu laufen!

Ildi freut sich auf hoffentlich frühlingshafte Ostern!

Ildi freut sich auf hoffentlich frühlingshafte Ostern!

Schneiteln in der Woflszahnau

Kopfweiden, ein Zeugnis unserer eigenen Geschichte

Vor 2 Jahren schneitelten wir die erste Kopfweide unseres Lebens. Seit dem lässt uns die Geschichte dieser besonderen Bäume nicht mehr los. Heute wollen wir euch mit auf eine Reise nehmen. Eine Reise, die uns durch die Menschheitsgeschichte führt und zeigt, wie eng wir mit diesen Bäumen verbunden sind.

Rötelweide, vor einem Jahr geschnitten.

Rötelweide in der Woflszahnau, vor einem Jahr geschnitten.

Vor rund 6000 Jahren errichteten die Menschen der Steinzeit Pfahlbausiedlungen direkt am Ufer des Bodensees. Es gab noch kein Metall und auch die Keramik stand erst kurz vor der Entdeckung. Die Möglichkeiten waren somit auf Naturmaterialien beschränkt. Da es kaum Funde aus dieser Zeit gibt die etwas anderes beweisen, gehen Archäologen davon aus, dass Körbe gefertigt aus Gras oder weichem Holz täglich Verwendung als Transport- und Aufbewahrungsmitte fanden.

Flechtzaun bei Konz Foto: Stefan Kühn

Was heute Ungeübten schwer fällt, ging den Menschen damals leicht von der Hand: das Korbflechten. Am Besten eignen sich dafür die Stecken der Weide, da sie schön weich und biegsam sind.

Aber nicht nur dafür wurden Weiden verwendet, auch als Baumaterial waren sie schon damals hochbegehrt. Man konnte daraus Zäune bauen; um Nutztiere wie Ziegen davon abzuhalten Ausflüge in die gefährliche Wildnis zu unternehmen. Zu Fressen bekamen die Tiere u.a. auch Weidenblätter- und Zweige. Das so genannte Laufheu wurde im Wald gerupft oder eben geschneitelt.

Sogar zum Hausbau eigneten sich die Stecken, denn ein mit Lehm und Mist verkleidetes Weidengeflecht hält die Wärme im Inneren des Hauses.

Die Menschen aus der Zeit um 3900 v. Chr. nutzen wahrscheinlich in einem bestimmten Jahresturnus immer die gleichen Bäume zur Rutengewinnung. So erhält man auf einfachste Art Stecken für bestimmte Verwendungszwecke. Zum Beispiel müssen Zweige zum Flechten und Binden sehr dünn und elastisch sein, wie es nur bei einjährigen Ruten der Fall ist. Daraus fertigten also schon die Menschen der Steinzeit mit verschiedensten Techniken Korbwaren.

Ob ihnen damals bewusst war, dass sie damit eine Kulturbaumform schufen die es heute 6000 Jahre später noch immer gibt, wissen wir natürlich nicht. Aber wir können vermuten, dass ihnen die Entwicklung der Kopfweiden im Laufe der Jahre auffiel und auch, dass sie wussten neue Weiden zu setzen und diese zu pflegen.

Die regelmäßige Pflege durch Schneiteln ist notwendig, denn nach wenigen Jahren würden sie kopflastig und auseinanderbrechen, was den Tod des Baumes bedeutet.

Kopfweiden in einer Auenlandschaft Foto: Perlblau

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Nun springen wir ins frühe Mittelalter

Mit der Herstellung von Bronze und Eisen machte die Menschheit wahre Entwicklungssprünge. Werkzeuge wie Eisenpflug oder Axt erleichterten die harte Arbeit und ermöglichten den Bauern größere Felder zu bestellen und mehr Menschen mit Nahrung zu versorgen. Aber auch Waffen wie Schwerter und Streitäxte wurden gefertigt, die in blutigen Schlachten viele Menschenleben kosteten. So hat alles seine zwei Seiten der Medaille.

Heckrinder im Hutewald im Neandertal

Die Bauern aber nutzten noch immer den Wald für ihre Tiere, da Grasfütterung erst um ca. 1000 n. Chr. aufkam. Doch dabei wurden die Wälder durch Holzeinschlag, Schneitelung und Waldhute (Waldweidewirtschaft) immer mehr zerstört. Dadurch entstanden auch die so genannten Niederwälder, die aus niedrig geschneitelten Kopfbäumen bestanden und der Laubheu- und Streugewinnung dienten.
Bevorzugt wurde Eschen, Ulmen und Hainbuchen genutzt.

Hier betritt nun wieder unsere Weide die Bühne. Denn als die Waldnutzung eingeschränkt wurde, mussten sich die Bauern andere Möglichkeiten suchen Holz und Futter zu gewinnen. So pflanzten sie reihenweise Weiden an die Ränder ihrer Felder, Viehweiden und Wege, entlang der Gewässer und auf Weinberge. So schütze die Kopfweide Wälder vor Übernutzung und wurde ein prägendes Landschaftselement Europas.

Bevorzugt wurden die Weidearten Silber-Weide (Salix alba), Dotter-Weide (Salix alba ssp. vitellina) oder Pupur-Weide (Salix purpurea).

Vor allem in der Weinherstellung wurden Weiden vielfältig eingesetzt, daher die Pflanzung an Weinbergen. Mit den einjährigen Ruten oder der Rinde befestigten die Winzer ihre Reben am Stock. Zudem erhielten die Dauben der Weinfässer Ummantlungen aus Weide und sogar als Stoßdämpfer auf dem Karren dienten gebündelte Ruten zum Transport der Fässer.

Sehr beliebt das Holz auch bei den Schnapsbrennern. Zwar bringt das weiche Weidenholz keine Glut hervor, doch es verbrennt sehr schnell und sehr heiß! Ideal zum Brennen von Hochprozentigem.

Viele Künstler verwendeten das Motiv der Kopfweiden wie hier Kaspar David Friedrich: Verschneite Hütte

Die Wichtigkeit der Weide spiegelt sich auch in der Mystik wieder, denn die Bäume sollten besondere Mächte und Kräfte besitzen. Wen eine Krankheit heimsuchte, der schlich heimlich zu einer alten Kopfweide, verschlang drei Ruten am oberen Ende miteinander und sprach: „Weide! Ich winde, Fieber! Ich binde meine 77 Fieber ein!“Die Krankheit übertrug sich auf die Weide und der Leidende war geheilt!
So sagt zumindest ein alter Volksglauben und betitelt die auch Weide als Hexenbaum. Frauen, die sich in der Nähe von Kopfweiden aufhielten, waren von vornherein verdächtig mit dunklen Mächten zu verkehren.
 

Sie tanzten angeblich mit Nymphen und anderen Sagengestalten des nachts bei Vollmond um hohle Weiden. Schöne junge Mädchen sprangen dabei in die hohle Weide und kamen als Grauen erregende Hexen wieder heraus!

In gewisser Weise ist die Furcht vor alten knorzigen Kopfweiden zu verstehen, denn betrachtet einmal nachts bei Vollmond und Nebel diese Bäume.
Mit etwas Fantasie verwandeln sie sich zu Monstern mit Klauen und Reißzähnen, deren abstehender Haarschopf im Mondlicht tausend Speeren gleicht.

Dass Weiden aber gegen Erkältungserscheinungen, Durchfall und Schmerzen hilft ist heute weit bekannt. Sogar in der Schulmedizin wird der Wirkstoff Salicin als Salicylsäure in Aspirin eingesetzt.
Wohl ergeht des dem, der eine Weide in seiner Nähe weiß: man schneide etwas Rinde koche diese mit kaltem Wasser auf, dann 5 Minuten ziehen lassen und fertig ist das natürliche Aspirin!

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Vom nächtlichen Grusel des Mittelalters springen wir nun in die heutige Zeit zurück

Die Bedeutung der Kopfweiden hat sich durch die Industrialisierung stark gewandelt. Waren sie Jahrtausende ein notwendiger und daher selbstverständlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft, so haben sich unsere Landnutzung und Lebensgewohnheiten so stark verändert, dass kaum Platz für einst nützliche Hexenbäume bleibt.

Selten geworden heutzutage sind die Kopfweidenwiesen, wiehier in der in Wolfszahnau.

Selten geworden heutzutage sind die Kopfweidenwiesen, wiehier in der in Wolfszahnau.

Handarbeit ist fast nur noch für Liebhaber von Wert, denn die Industrie wirft seit Jahrzehnten Waren zu Billigpreisen auf den Markt, mit denen kein traditioneller Korbflechter mithalten kann. Im Weinbau haben Draht und Kunststoff die Weidenruten ersetzt, wie in vielen anderen Bereich auch. Das Vieh in Massentierhaltung bekommt heute Soja aus Argentinien zu fressen und auch das Heu muss oft importiert werden, weil auf den ehemals saftigen Wiesen nur noch Energiepflanzen wachsen. Und Kopfschmerzen werden nach moderner Medizin mit synthetischem Aspirin, statt mit natürlichem Weidenrindentee behandelt.

Wo vor 100 Jahren gepflegte Kopfweiden die Feldraine säumten, wird heute jeder Zentimeter umgepflügt, um noch mehr Ertrag aus dem Land zu holen. Die Zeugen unserer Kulturgeschichte verschwinden nach und nach aus der Landschaft.

Dabei spielen die Kopfweiden in der Zeit des großen Artensterbens eine tragende Rolle im Naturschutz. Die Bäume bieten zahllosen Tieren und Pflanzen einen einzigartigen Lebensraum.

Der Waldkautz

Ich will kurz erklären weshalb. Werden Kopfweiden regelmäßig geschneitelt, beginnt das weiche Holz im Inneren des Baumes zu faulen, da Pilzsporen über die Schnittstellen ins Holz gelangen.
Doch keine Sorge, das ist gewollt!
Denn erst wenn eine Kopfweide ihr Innerstes als Höhle präsentiert, zieht es Arten wie der Waldkautz und verschiedene Fledermäuse, Siebenschläfer, Steinmarder und Iltisse an und in die Weide.
Da alte und morsche Bäume sowie Totholz eine Ausnahme in unserer ausgeräumten Landschaft darstellen, bilden die Kopfweiden eine Zuflucht für viele Arten.
Neben Vögeln und Säugetieren leben auch zahllose Insekten im Mulm des zersetzten Holzes, deren Lebensraum sich immer stärker reduziert.
Eine Kopfweide kann beispielsweise bis zu 80 Käferarten beherbergen. Außerdem ist sie eine hervorragende Bienenweide! Auch siedeln sich verschiedene Pflanzen, Pilz und Moose an, in und auf Kopfweiden an.

So machen wir uns seit drei Jahren im Februar mit Motorsäge und Astschere bewaffnet auf, um den Kopfweiden eine neue Frisur zu verpassen. Für uns haben die Bäume auch den althergebrachten Zweck der Rutennutzung. Wir versuchen uns im Korbflechten, bauen lebende Zäune und Weidentippis daraus.

Vor allem in unseren Schulprojekten finden die Ruten einen neuen Platz. So entsteht z.B. in der Kapellenschule ein Naturgarteneck im Schulgarten, das neben Natursteinmauern für Reptilien, auch einen grünen Weidenpavilon bekommt.

Wir nennen das eine win-win-Situation. Der Kopfweide erhält es das Leben und ihren Bewohnern den Lebensraum. Wir wiederum ziehen Nutzen aus den Ruten.

Mit den Kopfweiden haben die Menschen ein einzigartiges Biotop geschaffen, dass sie schützen und erhalten müssen!

Vorher

Vorher

Nachher

Nachher

Neue Fotos, Samentauschbörse und mehr!

Neue Fotos

Statt eines großen Artikels, lassen wir heute Bilder für uns sprechen.

Unter Gallerie Umweltbildung zeigen wir euch Fotos von Aktionen, die uns diesen Winter besonders viel Freude bereitet haben.

In der Gallerie CityFarm findet ihr Bilder von der Farm im Schnee, unseren Tieren und Ildis ganzer Stolz: das neuste Saatgut.

Die Samenliste kann heute sogar noch einmal erweitert werden, denn gestern kam ein Briefchen aus Barkhorst von Cordula mit einer Auswahl kleiner bunter Knöllchen. Aus diesen sprießt Knolliger Sauerklee, Oca oder Yam genannt. Auch Cordula hat sich alten und seltenen Gemüsesorten angenommen. Und weil wir ihre Seite und was sie tut so toll finden, wollen wir sie euch nicht vorenthalten!
Hier könnt ihr einen Blick in Cordulas Gartentagebuch werfen, das viele spannende Infos bereit hält. Dort hat Ildi den Knolligen Sauerklee (Oxalis tuberosa) gefunden und entdeckte gleich Anbauweise und Rezept dazu.

Knolliger Sauerklee – Oca

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Samentauschbörse am 02.März 2013

Wir veranstalten auf der CityFarm am 2.März 2013, 14-18 Uhr, eine Samentauschbörse mit Gartenflohmarkt und gemütlichem Beisammensein am Lagerfeuer. Zwar ist es im März oft noch recht kühl aber schon die Kids müssen sich von uns anhören: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“. Also gilt die Ausrede: „das Wetter ist zu schlecht“, nicht! Wen es dennoch friert, der darf das Feuer höher schüren!

Wir möchten euch zum ersten Gartenfest des Jahres euch herzlichst einladen!

Bringt euer Saatgut oder auch Jungpflanzen mit, die ihr tauschen oder verschenken möchtet!
Es findet sich sicher für jeden das richtige Tomätchen!

Wer noch Lust hat sich am Gartenflohmarkt zu beteiligen, der soll sich bitte bei Ildi (0157/84866734) melden oder eine EMail an: cityfarmaugsburg@gmx.de schreiben.

Auch wir bieten euch eine bunte Samenauswahl seltener und alter Gemüsesorten zum Tausch. Und je nachdem welches Wetter uns beschert wird, gibt’s schon die ersten Tomatenjungpflänzchen!

Auch möchten wir gern wieder ein gemeinsames Buffet mit euch auf die Beine stellen. Ihr habt uns im letzten Jahr gezeigt, dass es super funktioniert, wenn jeder etwas mitbringt. Danke euch dafür!!!! Jedes Mal kam ein einzigartige Auswahl leckerster Speisen zustande, alle wurden satt und immer entstand ein reger Rezept und Ideen-Austausch.

Unser Ritual bei allen Festen: Stockbrot für alle!

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Das NANU! e.V. Heft für 2013 ist da!

Darin findet ihr unsere Termine und viele weitere, spannende Umweltbildungsveranstaltungen für die Region Augsburg.

Hier könnt ihr online einen Blick hinein werfen:

http://www.nanu-augsburg.de/index.php?page=258

Das ganze Heft zum Download findet ihr hier:

http://www.nanu-augsburg.de/media/archive1/Downloads/NANU-2013-Low-end.pdf

Ansonsten findet ihr das Heft an vielen Stellen in Augsburg ausliegen. Zum Beispiel im PowWow, in den Bürgerämtern, in Buchers Hofladen, in Bücherläden und natürlich im botanischen Garten!

Ergebnisse Arbeitseinsatz und neue Termine 2012

Erfolgreicher Arbeitseinsatz

Die Kompostblume

Die Kompostblume

Vor Kurzem luden wir wieder einmal zu einem Arbeitseinsatz auf der CityFarm ein. Nun wollen wir euch auch die Ergebnisse präsentieren, denn es war ein sehr erfolgreicher Tag mit vielen fleißigen großen und kleinen Helfern.

Zuallererst wurde der Komposthaufen umgesetzt. Dazu Machten Benni und Miri jeweils einen Haufen 😉 . Aus den drei kleinen Komposthäufen wurde ein Großer neu geschichtet. Dabei werden verschiedene Materialien wie Altkompost, frischer Kompost, Laub und Reisig so geschichtet, dass genügend Sauerstoff in den Haufen gelangt aber auch viel Hitze entsteht. Zudem sollen Kompostwürmer angelockt werden, die guten Humus aus den biologischen Abfällen machen.
Zuletzt begoss Benni den Kompost mit einer Wasser-Zucker-Hefe-Mischung, um den Umsetzungsprozess anzuregen und deckte eine Plane zum Schutz vor eisigen winterlichen Niederschlägen darüber. Die ganze Kompostanlage wurde außerdem neu organisiert. So ist der Bereich nun abgeschlossen und gut begehbar. Stefan und die Kids bastelten sogar eine Blume aus Holz, die nun den Komposthaufen verziert. Danke für die tolle Kompostblume!!!

Die Kids machen heißen Apfelsaft.

Die Kids machen heißen Apfelsaft.

Es war ein ziemlich eisiger Tag und die Sonne lies sich kein einziges Mal blicken. Doch das änderte nichts an der fröhlichen Werkelstimmung. Regelmäßig trafen sich die Helfer am Ofen zu einem Glühwein oder heißen Apfelsaft. Das Feuer im Ofen hatten die Kids akribisch im Auge, legten regelmäßig nach und probierten sich an ihren Kochkünsten.
Auch Kaninchen Mario und Salli durften mitmischen und neugierig das Treiben im Auge behalten. Auch sie ließen sich ab und zu in der Nähe des Ofens blicken und knabberten zum Ärger Ildis am Kohl auf dem Gemüsebeet. Ildi austricksen scheint ein beliebtes Hobby unter unseren Kaninchen zu sein.

Die zweite große Aufgabe des Tages bestand darin, Dächer auf Sallis und Majas Gehege zu bauen. Dazu musste je eine Unterkonstruktion aus Dachlatten zusammengeschraubt werden, auf die durchsichtige Wellplatten geschraubt wurden. Zum Glück war Flo unser Bastler da, sodass schnell das erste Untergestell konstruiert war.  Da die Tage nun aber sehr kurz sind, wurde das zweite Dach erst im spärlichen Licht des Lagerfeuers fertig.
Nebenher wurden noch viele kleine Arbeiten erledigt, wie das Ausmisten der Ställe und das Säubern der Kaninchengehege. 

Dachbau für Majas Gehege.

Dachbau für Majas Gehege.

Vielen lieben Dank nochmals an alle fleißigen Helfer, ohne euch hätten wir das alles niemals geschafft!

Simon mistet den Hühnerstall aus.

Simon mistet den Hühnerstall aus.

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Winter auf der CityFarm

Schneekaninchen im Schnee

Russenkaninchen im Schnee

Mit dem Wintereinbruch der letzten Tage haben die sich die neuen Dächer schon bewährt und gleich gezeigt, dass sie auch einem Sturm und eine Schneelast mit 30cm Schnee aushalten. Die Kaninchen sind sehr erfreut darüber. Vor allem Salli, denn ihr Lieblingsplatz auf der Plattform wurde bei Regen jedesmal zum Schwimmbad und welches Kaninchen mag schon nasse Pfötchen.

Als diese Tage der Schnee reichlich vom Himmel fiel, durften die Kaninchen freilhoppelnd auf der Farm den Winter genießen. Während andere Rassen von Schnee und Kälte weniger begeistert sind und lieber eng aneinandergekuschelt den Frühling herbei sehnen, blühen unsere Russenkaninchen erst richtig auf. Mit riesen Sätzen tobten sie im Schnee umher und fühlten sich sichtlich wohl. Auch ist ihre Tarnung im Schnee perfekt, das Fell ist reinweiß und Ohren und Nase braunschwarz gefärbt wie altes Holz. Man braucht schon ein gutes Auge, um  sie auf dem Gelände zu entdecken. Da zeigt sich wohl ihre Abstammung von wilden sibirischen Kaninchen.

Salli betrachtete das Treiben aus sicherer Entfernung zum Schnee. Denn während die Russenkanichen im Schnee tobten und spielten, hoppelte Salli nur einmal um den nächsten Baum und verzog sich dann wieder auf ihre warm gepolsterte Chilllounge.

Such das Kaninchen

Such das Kaninchen

Auch den Hühnern war der viele Schnee anfangs suspekt und sie brauchten lange Zeit, bevor sie aus aus dem Haus trauten. Das Futter lockte sie schließlich hervor, zumindest sechs von ihnen.

Hühnerschar im Winterzauber

Hühnerschar im Winterzauber

Unser neuer Chefhahn aber fand das weiße Zeug sehr uncool und weigerte sich raus zu kommen, den ganzen Tag. Hin und wieder erschallte aus dem Inneren des Hühnerstalls ein helles Kikerikiii aber Caspar David Friedrich ließ sich nicht sehen. Er ist sowieso schon überfordert mit seiner neuen Aufgabe Herr der Hühnerschar zu sein, sodass kalter, ekliger Schnee ihn völlig aus der Bahn wirft. Heute aber lockte ihn dann doch der Sonnenschein hervor und mit miesepetrigem Blick stakste er umher.

Kaspar ist gar nicht glücklich über den Schnee!

Kaspar ist gar nicht glücklich über den Schnee!

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Neue Termine 2013

In Kooperation mit dem „Netzwerk Augsburg für Naturschutz und Umweltbildung – NANU! e.V.“, einem Zusammenschluss von Einzelpersonen und Organisationen der Natur- und Umweltbildung aus der Region Augsburg (Förderverein der Umweltstation Augsburg), und der Umweltstation Augsburg können wir euch unsere neuen Termine für 2013 präsentieren! Der NANU! e.V. fördert Veranstaltungen und Projekte zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung und bietet ein qualitativ hochwertiges Bildungsprogramm zu aktuellen Umweltthemen an. Weiterhin ist der NANU! eine Plattform für Netzwerkarbeit und die aktive Gestaltung einer langfristig lebenserhaltenden, ökologisch verträglichen und sozial gerechten Mitwelt. Auch an der lokalen Agenda 21 beteiligt sich der Verein.

Weitere Informationen über den NANU! e.V, die Mitglieder und Tätigkeiten findet ihr hier: http://www.nanu-augsburg.de/

Auch die CityFarm ist Mitglied im NANU! e.V. und bietet 2013 wieder Veranstaltungen an. Die Termine findet ihr bald nochmal unter Termine 2013 und sie erscheinen im neuen NANU!-Heft, das wie immer an verschiedenen Stellen in Augsburg ausliegt.

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Veranstaltungen auf der CityFarm Augsburg 2013

März

02. März von 14:00 bis 18 Uhr Samentauschbörse und Gartenfest

Wir wollen alte und seltene Gemüsesorten in eure Gärten bringen und euch kulinarische Erlebnisse bereiten! Daher könnt ihr heute Samen und Erfahrungen tauschen, verschenken und neue Ideen mitnehmen. Kommt zum ersten Gartenfest des Jahres!

Mitzubringen: Samen zum tauschen, evtl. Spende fürs Buffet
Kostenbeitrag: Kleine Spende in unsere Box erbeten

17. März von 10:00 bis 12 Uhr Urban Gardening I – Ökologische Jungpflanzenanzucht

In der Stadt zu leben, ist kein Hindernis eigenes Gemüse auf Balkon, Fensterbank oder im Hinterhof zu ziehen. Heute beginnen wir gemeinsam mit der Vorzucht von Tomaten, Salat und co. Wir zeigen euch Tricks und Kniffe, damit die Pflanzen gut wachsen.

Kostenbeitrag 7 Euro, Kinder 5 Euro (sämtliches Material wird gestellt)

 April

13. April von 11:00 bis 13 Uhr Eine scharfe Sache – Chilis züchten leicht gemacht

Viele Genießer lieben scharfes Essen. Noch besser schmeckt es aber mit eigenen, frischen Chilis! Heute zeigen wir euch die Anzucht und Pflege von Chilipflanzen. Dazu gibts extra scharfe Tipps, damit die Chilis noch feuriger werden.

Kostenbeitrag 7 Euro, Kinder 5 Euro (sämtliches Material wird gestellt)

30. April ab 17:00 Uhr Walpurgisnacht und Apfelblütenfest

Mit Musik, Tanz, Feuer und gutem Essen begrüßen wir gemeinsam unter dem blühenden Apfelbaum und nach Art der alten Germanen den Frühling.

Mitzubringen: Instrumente zum Musizieren, evtl. Spende fürs Buffet
Kostenbeitrag: Kleine Spende in unsere Box erbeten

Mai

04. Mai von 10:00 bis 12 Uhr: Urban Gardening II – Die Eismänner im Garten

<Heute überlisten wir gemeinsam die Eisheiligen. Vor den Frösten Mitte Mai sollten keine empfindlichen Pflanzen in den Garten. Aber es gibt alte und bewährte Tricks Zucchini und co. schon vorher setzen zu können. Vom Frühbeet bis zu Rauchfeuern…

Kostenbeitrag: Kleine Spende in unsere Box erbeten

 25. Mai von 14:00 bis 16 Uhr: Vielfalt erhalten – Alte und gefährdete Haustierrassen

 Die biologische Vielfalt unserer Haus- und Nutztiere geht unwiederbringlich verloren und damit ein Teil unseres Kulturguts. Auch auf der CityFarm leben alte Nutztierrassen wie z.B. das Augsburger Huhn. Warum ist es so wichtig alte Rassen zu erhalten?

Kostenbeitrag: Kleine Spende in unsere Box erbeten

Juni

 07. Juni von 17:30 bis 20 Uhr: Urban Gardening III – Hängende Gärten im Fenster

In der Stadt zu leben ist kein Hindernis eigenes Gemüse anzubauen. Gerade Fensterflächen oder Betonwände bieten viel Platz für kreative Lösungen. Heute bauen wir gemeinsam hängende Gärtchen für Kräuter und Salate und entwickeln unsere Ideen vom letzten Jahr weiter!

Kostenbeitrag: 7 Euro, Familien 10 Euro (sämtliches Material wird gestellt)

Juli

06. Juli von 10:00 bis 13 Uhr: Marmeladensommer I

Auch bei Marmeladen gilt: Selbstgemachtes schmeckt besser! Heute experimentieren wir mit den reifen Früchten der Saison, aromatischen Kräuter und Gewürzen und stellen ungewöhnliche, leckerste Marmeladen her!

Mitzubringen: leere, saubere Marmeladengläser
Kostenbeitrag: 7 Euro

 27. Juli von 14:00 bis 16 Uhr Vielfalt erhalten – Das Gemüse unserer Vorfahren

Alte Nutzpflanzen sind ein schwindender Teil unseres Kulturgutes. Doch sie halten ganz langsam wieder Einzug in Garten und Küche. Wir zeigen euch eine Auswahl fast vergessener Sorten, ihren Anbau und die kulinarische Verwendung.

Kostenbeitrag: kleine Spende in unsere Box

August

02. August von 17 bis 20 Uhr: Marmeladensommer II

Auch bei Marmeladen gilt: Selbstgemachtes schmeckt besser! Heute experimentieren wir mit den reifen Früchten der Saison, aromatischen Kräuter und Gewürzen und stellen ungewöhnliche, leckerste Marmeladen her!

Mitzubringen: leere, saubere Marmeladengläser
Kostenbeitrag: 7 Euro

03. August von 10 bis 12 Uhr: Pilze züchten leicht gemacht

Wir werden aus Kisten und selbst hergestelltem Substrat unsere eigenen Pilzkisten basteln. Auf wichtige Dinge wie Hygiene und Standort gehen wir selbstverständlich näher ein. Die Pilzsporen werden von uns gestellt.

Kostenbeitrag: 10 Euro (sämtliches Material wird gestellt)

 17. August von 10 bis 13 Uhr Urban Gardening IV – Altbewährte Konservierungsmethoden

Zum Gärtnern gehört auch das Haltbarmachen der Früchte. Und was ist schöner, als im Winter auf die eigenen Leckereien des Sommers zurückgreifen zu können? Wir zeigen euch verschiedenste Methoden der Konservierung, die schon unsere Vorfahren nutzten.

Kostenbeitrag: 5 Euro 

September

28. September von 10 bis 13 Uhr Apfelzeit (für Kinder und Familien)

Wir stellen heute mit euch leckeren Apfelsaft und Apfelmuß her. Die Ergebnisse eurer Arbeit dürft ihr natürlich mit nach Hause nehmen und Mama und Papa kosten lassen! Wir zeigen euch wie lecker Selbstgemachtes ist!

Mitzubringen: leere, saubere Gläser
Kostenbeitrag: 5 Euro

Oktober

05. Oktober ab 15 Uhr Erntedankfest auf der CityFarm Augsburg

Wir ernten gemeinsam die letzten Früchte aus dem Garten und danken mit Musik, Feuer und gutem Essen Mutter Natur für die mehr als reichliche Ernte dieses Jahres! Es wird auch wieder eine kleine Samentauschbörse geben!

Instrumente zum Musizieren, evtl. Spende für das Erntedankbuffet
Kostenbeitrag: Kleine Spende in unsere Box erbeten

Ronja bewacht die Ernte

Ronja bewacht die Ernte

Einladung zum Arbeitseinsatz am 01.12.2012

Verfrühter Wintereinbruch im Oktober.

Verfrühter Wintereinbruch im Oktober.

Der Winter steht vor der Tür und wartet nur auf ein Schlupfloch endlich unsere Gärten mit zartem Puderzucker überstreuen zu können. Auch die erste kalten Nächte haben wir schon hinter uns und auch die ein oder andere Schneeflocke verirrte sich schon nach Augsburg.
Momentan aber scheint die Sonne, im Augenblick zumindest, denn der Augsburger Herbst ist meist von dickem Nebel geprägt. Nachts entsteigt er unseren Flüssen und tagsüber setzt der graue Dunst sich als Hochnebel fest. Tagelang sehnen wir dann einen Sonnenstrahl herbei und mummeln uns am Abend in kuschelige Decken.
Die gemütliche Jahreszeit hat begonnen und auch wir genießen die kürzeren Tage und die Zeit Dinge zu tun, die das restliche Jahr über liegen bleiben mussten. Beispielsweise holte Benni seinen Speckstein wieder aus dem Keller und Ildi häkelt an einem Schal. 

Wer von euch uns im letzten Jahr schon begleitete, kann sich aber sicher auch an die zahlreichen Arbeitseinsätze erinnern bei denen wir das Grundstück auf Vordermann gebracht haben. Denn der Winter ist für uns die Zeit der Bau- und Bastelarbeiten. Wer sonst das ganze Jahr über täglich draußen ist, den hält es im Winter nicht drinnen. Wie wir alle wissen, gibt es keine schlechte Jahreszeit – nur unpassende Kleidung.
So auch im vergangenen Wintern. Im Mai entstand dann spontan der letzte Einsatz, als plötzlich ca. 10 Leute vor der Tür standen und arbeiten wollen. Unsere Freunde von der Bikekitchen in großer Zahl mit dabei.

Stefan von der Bikekitchen und sein Tallbike  auf dem Heimweg vom Arbeitseinsatz auf der CityFarm.

Stefan von der Bikekitchen und sein Tallbike auf dem Heimweg vom Arbeitseinsatz auf der CityFarm.

Nun wollen wir diese Tradition fortleben lassen und die CityFarm über den Winter gemeinsam weiterentwickeln. Es haben sich schon viele Ideen und Pläne angesammelt die es nun in die Tat umzusetzen gilt. Die letzten Wochen bereiteten wir das Gelände auf die kalte Jahreszeit vor. Die CityFarm ist nun weitgehend winterfest und scheint schon jetzt unter einer Decke aus Laub zu schlafen.

Name: Tengo, Hobby: im Gemüsegarten scharren, picken und krähen.

Name: Tengo (R.I.P. 24.11.), Hobby: im Gemüsegarten scharren, picken und krähen.

Zumindest solange bis die Hühner auf das Dach ihrer Hütte, von da aus auf den Apfelbaum und dann hinunter in den Garten flattern. Dort wird erst einmal etwas gepickt und gescharrt aber das Ziel liegt ganz woanders: im Gemüsegarten. Die Beete haben von uns ein Mäntelchen aus Laub bekommen, in dem sich natürlich viele Insekten einquartiert haben. Auf die hat unsere Gackerbande es abgesehen. Schwubs sind sie hinten um die Hütte herum und zerwühlen was zu finden ist. Ildi ist im Hühnerscheuchen schon ganz routiniert und koordiniert die Frechdachse zurück ins Gehege. Es wäre ja nicht so wild, dass die Hühner hinten frei herumlaufen, wenn sie nicht immer in den Gemüsegarten kämen.

Auf der anderen Seite der CityFarm hoppeln unsere Kaninchen in ihren Gehegen und freuen sich über die kühlen Temperaturen. Die Rasse der Russenkaninchen verträgt Kälte viel besser als Hitze. Dementsprechend aktiv sind sie, rennen, graben und buddeln sich Winterhöhlen und nagen mit Hingabe den Apfelbaumschnitt ab. Ihr unglaublich dickes weiches Winterfell ist ein perfekter Schutz gegen nächtliche Minusgrade.
Nur wenn es regnet sitzen sie beleidigt in ihrem Stall, denn auf eine Schlammschlacht haben sie keine Lust.
Das sind zwei Aufgaben, die wir auf unserem Arbeitseinsatz lösen wollen. 

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Deshalb laden wir euch herzlichst ein am 01.12.2012 ab 10 Uhr mit uns auf der CityFarm Augsburg zu werkeln, zu basteln und Spaß zu haben!

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Die Kaninchen sollen ein Dach aus durchsichtigen Wellplatten bekommen und gegen die Hühnerbande soll ein Zaun aus beweglichen Feldern gebaut werden. Wir hatten über den Sommer versuchsweise einen Maschendrahtzaun an selber Stelle und dieser hielt die Hühner hervorragend vom Gemüsegarten fern. Auch zwischen frei hoppelnden Kaninchen und dem Salat stellte er eine gute Sperre dar. Aber zu viele von euch sind in ihrer Freude, im Rennen oder einfach aus Schusseligkeit drüber weg gepurzelt, sodass nun etwas richtiges her muss. Verletzt hat sich zum Glück niemand, selbst der kleine Noah, der einen äußerst kreativen Stunt über den Maschendrahtzaun hinlegte, kam mit dem Schrecken davon.

Ein Dach für Scarface muss her!

Ein Dach für Scarface muss her!

Weiterhin müssen wir dringend den Kompost umsetzen, damit nächstes Jahr guter Humus für das Gemüse entsteht. Dazu werden die vier Komposthaufen zu einem großen Kompost neu geschichtet. So kommt Sauerstoff in den Rohhumus, das Bodenleben wird aktiviert und damit der Umsetzungsprozess optimiert und beschleunigt.

Aber es gibt noch mehr Baustellen und je nachdem wie viele von euch sich entschließen einen Tag mit uns zu verbringen, können wir auch noch das Gewächshaus beginnen zu bauen oder eine Plattform als Sitzfläche in den Apfelbaum zimmern. …

Natürlich ist wie immer für das leibliche Wohl aller gesorgt. Als Schmankerl wird es einen Kesselgulasch über dem Feuer geben. Auch die Hängematte und die Wärme des Feuers laden wieder zum pausieren ein. Flo hatte mal bemerkt, wir sollten vielleicht nicht mit der Hängematte zum Arbeitseinsatz einladen. Doch wir tun es immer noch, denn sie gehört mittlerweile zu jeder Aktion dazu!

Pause auf einem der vergangenen Einsätze im März 2012!

Nun kommet denn reichlich, damit viel Werk wird geschafft und die ganzen Leckereien alle werden. Wir freuen uns auf euch!!!!!

Erntedankfest

Danke für das erfolgreiche Jahr mit euch!

Was wäre die CityFarm ohne ihre Besucher, Mitmacher und Unterstützer! Es gäbe sie sicher nicht in der heutigen Form. Um euch dafür danke sagen zu können, luden wir vergangenen Sonntag zum Erntedankfest auf die CityFarm Augsburg ein. Das Wetter war uns hold und bescherte den Feiernden einen traumhaften Herbsttag.

Unser Erntedanktisch

Unser Erntedanktisch

Diesen nutzten viele Freunde der CityFarm, um uns zu besuchen und mit uns zu feiern. Eine bunte Festgesellschaft versammelte sich schnell ums Lagerfeuer bei Stockbrot, spannenden Unterhaltungen und einem leckeren Buffet. Das Buffet entstand aus den vielen Leckereien die ihr mitgebracht habt. Neben Kuchen, Broten und Aufstrichen, Salaten und eingelegten Köstlichkeiten konntet ihr auch unseren diesjährigen Apfelsaft probieren. Besonders bei den kleinen CityFarmern kam dieser sehr gut an!

Samentauschbörse

Samentauschbörse

Am Blumenbeet vor der Kräuterspirale stand die, von vielen ersehnte, Samentauschbörse im Selbstbedienmodus. Hier konnte jeder seine mitgebrachten Samen dazulegen und nach interessanten Gemüse- und Kräutersamen Ausschau halten. Schnell sammelte sich ein bunter Mix aus alten und teilweise sehr seltenen Sorten an. So wurde das Tischchen immer wieder von Interessierten besucht, Tütchen befüllt, beschriftet und sorgsam eingesteckt. Viele trafen sich dort auch zum Erfahrungsaustausch, neue Ideen und auch neue gemeinsame Projekte wurden überlegt und geplant oder einfach zum Gartenplausch.. Auch Ildi verbrachte einen großen Teil des Festes im Gespräch am orangenen Tischchen.

Stefan stellte in liebevoller Arbeit Kastanienseife her.

Stefan stellte in liebevoller Arbeit Kastanienseife her.

Nebenan in der Bohnenlaube hörte man es immer Raspeln, Klopfen und Plätschern. Dort fanden sich die Bastler und Selbermacher zusammen. Stefan raspelte und klopfte mit seinen Helfern Unmengen Kastanie klein, die seine Kinder Simon und Hannah gesammelt und auf die CityFarm mitgebracht hatten. Aus den braunen Herbstfrüchten entstanden schließlich viele Gläser Kastanienseife! Denn die Rosskastanie enthält Saponine, die durch Wasser herausgelöst werden. Dazu füllte Stefan die Stückchen in Gläser und goss diese mit lauwarmen Wasser auf. Nach wenigen Tagen bildet sich Schaum an der Oberfläche. Nun ist die Seife fertig und kann abgeseiht und in Seifenspender gefüllt werden.

Auch an den Beeten war ein reges Treibe am Werk. Benni und die Kids ernteten zusammen die letzten Chilis aus dem Wannenbeet und schnitten anschließend die Chilipflanzen zu Bonchis, also Bonsaichilis. Diese Miniform der Pflanzen wird in der Wohnung platzsparend überwintert und im kommenden Jahr außerordentlich reichlich Früchte tragen.
Doch nicht nur unsere scharfen Lieblingsfrüchte durften geerntet werden. Jeder Besucher konnte sich im Garten austoben und das Abendessen überlegen. Mangold, Tomaten, Gochsheimer gelbe Möhrchen, Petersilienwurzeln und Haferwurz, Portulak, Bohnen, Inkagurken und co. wurden geerntet. Besondere Freude hatten dabei wieder die Jüngsten, sie durften die letzten Kartoffelsäcke leeren und unser Prachtstück aus dem Hochbeet holen, den Cinderellakürbis!

Kürbisernte

Kürbisernte

Andere machten es sich statt dessen am Lagerfeuer gemütlich und entspannten sich beim Schwätzchen zum Kaffee. Die Szene bekam immer eine besondere Atmosphäre, wenn ab und an ein Huhn vom Hühnerhaus auf den Apfelbaum und von dort auf über den Zaun flatterte, um sich die Krümel unterm Buffet oder die Reste eines Stockbrotes zu holen.

leckerlecker

leckerlecker

Alles in allem war es ein wirklich wunderschönes Fest! Es trafen sich alte Freunde zufällig wieder, die sich 40 Jahre nicht mehr gesehen haben. Für andere wurde ein Fahrradausflug zum Festtag, weil sie die CityFarm zufällig im vorbeiradeln entdeckten, nachdem sie sich schon länger gefragt hatten wo die Farm eigentlich ist! Besonders haben wir uns auch über den Besuch von Unser Land gefreut!

Wir danken euch allen für das tolle Fest, das unsere Vorstellungen bei weitem übertroffen hat! Geplant war ein Zeitraum bis 14Uhr, die letzten Besucher verließen uns gegen 18 Uhr. Scheinbar hat es auch euch gut gefallen. Auch Opa Rolf und Ildi´s Mam Bärbel, die zwar nicht sehr lange da waren, hat es viel Freude bereitet mit euch zu feiern!

Noch mehr Fotos vom Erntedankfest auf der CityFarm Augsburg findet ihr unter gallerie cityfarm. Oder einfach HIER klicken!