Archive for the ‘Ernährung’ Category

Kieselkur mit Mumie & Pflanzenkunde mit Ildi – Video Teil 5

Im fünften Teil unserer sommerlichen Serie treffen wir auf Benni, der den alten und neuen Hühnern einen großen Gefallen tut … warum er dazu aussehen muss wie eine Mumie, das erklärt uns Ildi 🙂

Außerdem werden wir von Ildi über die Farm geführt und in die vielfältige Welt der Tomaten eingeführt. Und die ersten Frühkartoffeln gibts auch noch!

Viel Spaß und genießt die Sonne!

[youtube http://www.youtube.com/watch?&v=HcQF-MtBfgY&hd=1]

Saatgut-Verwechslung!

Liebe Gärtnerlinge,

auf unsere Samentauschbörse ist ein Erdbeerspinat-Saatgut aufgetaucht, das kein Erdbeerspinat ist! Leider haben auch wir das Saatgut weitergeteilt, sodass einige von Euch dieses bekommen haben.

Wir haben das erst jetzt entdeckt, als in unserem Beet etwas Anderes aufging!

Deshalb bitten wir euch zu kontrollieren, ob euer angeblicher Erdbeer-Spinat so aussieht wie auf dem Bild unten. Falls das nicht der Fall sein sollte, dann bitte nichts davon essen! Wir wissen nicht, ob die ominöse Pflanze überhaupt essbar oder verträglich ist! Am Besten kompostieren, damit keine weiteren Verwechslungen entstehen.

Merke (auch für uns): „Erst wenn der Samen wird zur Pflanze, und du weißt was ist das Ganze, iss es fein ansonsten lass es sein!“

 

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Besinnliches und Köstliches

 

Wieder ist ein Jahr ins Land gegangen. Wieder finden wir uns an Weihnachten zusammen und verbringen mehr oder weniger besinnliche Stunden. Für viele Familien ist das Fest leider zur Materialschlacht geworden, Mehr-Größer-Teurer sind zu oft das Motto unterm Weihnachtsbaum. Aber ich will nicht schon wieder über das Schenken schreiben, das tat ich vergangenes Jahr schon.

Dieses Jahr will ich mich mit unserer Weihnachtsvöllerei beschäftigen.

Der Brauch verbreitete sich von Deutschland aus in den Rest der Welt, der Weihnachtsbaum.

Wie jedes Weihnachtsfest gehört das große Familienessen zur Tradition. Es wird aufgetischt wie an keinem anderen Tag im Jahr. Und zumindest bei uns ist es so, dass nichts übrig bleibt und nichts weggeworfen wird.

Wie viele andere, wollen auch wir wenn es um unser Essen geht, keine Abstriche machen. Supermarktware kommt nur in Ausnahmefällen auf den Weihnachtstisch.

Da Opa keine Hühner mehr hat und unsere momentan Legepause haben, gibt’s Eier wenigstens aus Freilandhaltung. Das Fleisch (es gibt Reh, Rind und Kaninchen) stammt aus familiärer Eigenproduktion oder vom Demeterbauern 2 Dörfer weiter, auch Obst und Gemüse sind ohne chemische Giftrückstände der Agrarproduktion und das Ganze natürlich aus der Region!

Regional, Lokal, Saisonal sind zu wichtigen Schlagworten geworden und liegen in der Gewichtung oft noch vor Bio-Produkten, auch bei uns.

Warum?

Ganz einfach, die Nahrungnsmittel müssen keine weiten Wege zurücklegen was Transportkosten spart und die regionale Wirtschaft wird gestärkt. Da steht bio erstmal hinten an, denn bevor die Bauern des Umlandes auf ökologischen Landbau umstellen können, müssen sie sich erst einen Kundenstamm sichern. Erst dann kann der Bauer langfristig biologisch angebaute Nahrungsmittel produzieren. Doch für die Bauern ist die Umstellung alles andere als einfach.

Leider ist es noch immer so, dass industriell betriebene Landwirtschaft ca. dreimal stärker gefördert wird als Öko-Landbau. Das wird sich auch nicht so schnell ändern, da nur wenige große Agrarkonzerne den Markt in der Hand haben und leider auch viel Macht in der Politik besitzen. Kleinbäuerliche Strukturen werden gezielt zerstört und biologische Landwirtschaft nur als eine Art Alibi gefördert. Das Ziel der Regierung ist eine komplett industrialisierte Agrarproduktion, die billig und auf Masse produziert.

Hier ein paar Zahlen dazu:

Eine Studie von 2006 der Berliner Humboldt Universität fand heraus, dass kleinbäuerliche Familienbetriebe ca. 30% ihres Jahresgewinnes über Subventionen erhalten. Klingt ja gar nicht schlecht, oder? Leider nur solange, bis wir uns die Großbetriebe anschauen. Dort besteht der Jahresgewinn zu 70% aus Förderleistungen der EU.

Die Agrarindustrie wäre also ohne die Zuschüsse nicht überlebensfähig, da sie wirtschaftlich weniger effektiv als Kleinbetriebe arbeiten. Um diese Ungerechtigkeit auszugleichen, müsste sich die EU-Agrarkommission einem ideologischen Wandel unterziehen, was aber Scharen an Agrarlobbyisten zu verhindern wissen, denn diese besetzen hohe Posten in der Politik.

Maschinen industrialisierter Landwirtschaft. Foto: Martin Pettitt

Maschinen industrialisierter Landwirtschaft. Foto: Martin Pettitt

Wen das Thema weitergehend interessiert, dem empfehle ich, sich mit Anette Schavans „Nationale Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ zu beschäftigen. Dahinter steht eine enge Zusammenarbeit mit den Gentechnikkonzernen BASF, Monsant, Bayer, Saat AG, KWS, Syngenta, Dow und Dupont. Unsere Regierung ist der Meinung, dass nur die Gentechnik die Probleme unserer Welt lösen kann. Diese Vision basiert nicht auf der Realität, denn die Nachteile der Gentechnik wurden mittlerweile weitreichend ermittelt und belegt, dass keines der Heilsversprechen eingetreten ist. Dazu gibt’s Infos hier: Weltagrarbericht.

Im Gegenteil, denn statt weniger Pestizide bei GVOs (genetisch veränderten Organismen) einzusetzen, erhöht sich die Menge jährlich sehr stark.

Das liegt u.a. an Resistenzbildungen bei Schädlingen und Krankheiten, Bodenzerstörung aufgrund derer die Erträge sinken aber auch an der Abhängigkeit der Bauern von den Konzernen. Denn ohne Knebelvertrag ist der Anbau genetisch veränderter Pflanzen nicht möglich.

Die Bauern dürfen auch kein eigenes Saatgut mehr produzieren, was vor einigen Jahrzehnten noch als „The Farmers Privileg“ galt! Zudem sind sie verpflichtet die passenden Chemischen Mittel zu erwerben ohne die der Anbau nicht funktioniert. Die Chemikalien sind hochgradig toxisch und lösen bei Anwendungsfehlern schwere körperliche Schäden aus. Kein Wunder, betrachtet man die Mittel genauer. Das auch bei uns hochgepriesene und viel verwendete Roundup und Roundup Ready der Firma Monsanto, besteht zum Großteil aus dem Breitbandherbizid Glyphosat.

Glyphosat, Roundup, POEA (und AMPA) schädigen

menschliche Zellen und führen zu deren raschem

Absterben, selbst bei Konzentrationen wie sie in der

agronomischen Praxis auftreten können; außerdem

wurden anti-östrogene und anti-androgene Effekte

beschrieben, die zu endokrinen Störungen führen.

(http://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/gentechnik/studien/nabu-glyphosat-agrogentechnik_fin.pdf Seite 11)

Das ist nur ein sehr kleiner Auszug des Nabu-Berichtes, der auf verschiedenen Studien beruht.

Wollen wir das wirklich essen? Wir nehmen es nicht nur direkt über Gemüse zu uns, auch im Fleisch aus konventioneller Massenproduktion sind Rückstände zu finden, da dort seit 1996 vorzugsweise Gen-Soja verfüttert wird. Nicht nur Glyphosat, sondern auch das noch toxischere POEA und das Abbauprodukt AMPA gelangen in unsere Nahrungsmittel.

Auf den ersten Blick scheint die ganze Situation recht ausweglos und ja, auch deprimierend. Auf der anderen Seite entdecken immer mehr Konsumenten ihre Macht selbst etwas zu verändern (Buchtipp: Die Einkaufsrevolution von Tanja Busse).

Wer hinterfragt und sich mit seinem Essen auseinander setzt, ist auf dem richtigen Weg.

Doch gelangt man bei Bio-Lebensmitteln an, kommt die nächste Enttäuschung: auch hier wird der Kunde hinters Licht geführt.

Bio ist längst nicht mehr Bio, ist längst nicht mehr unbelastetes Essen für ein gutes Gewissen. Ein Bio-Schwein hat nur 0,9m² mehr Platz, eine Bio-Kuh sieht nie die Sonne und auch die Haltung bei Hühnern gleicht eher den Sardinen in der Dose. Zwar gibt es einige Höfe die nach strengen Vorgaben echte Bio-Qualität produzieren, wie z.B. Demeter und Unser Land. Dort ist die Bauernhofidylle noch Alltag! Doch vor allem ist bio aus dem Supermarkt nur Vorspielung falscher Tatsachen.

Gemüse der Wintersaison: Rübchen, Möhrchen, Köhlchen und Wintersalate

Doch sind diese Produkte für viele Menschen nicht erschwinglich. Gute und gesunde Nahrungsmittel sind teuer. Verständlich, denn die Herstellung ist aufwändiger, da weniger billige Chemikalien (z.B. Pestizide) und Arzneimittel (Z.B. Antibiotika) eingesetzt werden und den Tieren ein möglichst artgerechtes Leben ermöglicht wird. Gute Nahrung hat Zeit zum wachsen und wird nicht mit allen Mitteln in möglichst kurzer Zeit möglichst billig produziert.

Sie sind im wahrsten Sinne des Worten „mehr wert“ und kosten daher mehr.

Wenn wir als Konsumenten nun die Bauern unserer Region unterstützen und sagen was wir kaufen wollen, wird es langfristig mehr ökologisch produzierte Nahrung aus der Region geben. Und sie wird auf Dauer bezahlbarer sein als industriell Hergestelltes.

Nehmen wir einmal an der Ölpreis steigt weiter und die Transportkosten werden auf die Verbraucher umgelagert. Was dann passiert ist klar: Knoblauch aus China wird ebenso unbezahlbar wie das Lammsteak aus Neuseeland. Statt dessen gewinnen regionale und saisonale Nahrungsmittel wieder an Wert. Kennt ihr denn das Lechtal-Lamm oder das Augsburger Huhn? Wisst ihr was in unseren Breiten so alles wächst und den regionalen Speiseplan im Winter ausmacht? Da seit der Industrialisierung jederzeit alles billig verfügbar ist, haben das leider viele Menschen vergessen.

Vielleicht wird es wieder Zeit sich darauf zurück zu besinnen, da mittlerweile klar ist, dass die u.a. Giftstoffe in industriell produzierter Nahrung viele Krankheiten auslösen können und auch die Umweltbelastungen bei der Produktion unseren Lebensraum zerstören.

Wen das Thema interessiert, dem kann ich von Richard Rickelmann das Buch „Tödliche Ernte“ empfehlen. Es ist zwar etwas populistisch aber sehr gut recherchiert und gibt einen umfassenden Überblick.

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Es gibt aber noch andere Alternativen, statt auf hochpreisige Bio-Lebensmittel zurückzugreifen: Gemüse selber anbauen!

In der großen Bewegung des Urban Gardening ist diese Erkenntnis in den letzten Jahren um die Welt geschwappt. Überall beginnen Menschen sich wieder selbst um ihre Nahrung zu kümmern und nutzen in der Stadt oft kreative Lösungen.

Ortschaften wie Havanna oder Detroit versorgen sich schon seit Jahrzehnten selbst mit Obst und Gemüse und zeigen, dass lokale Lösungen funktionieren können! Auch in Europa integrieren erste Städte das Urban Gardening in ihre Stadtentwicklung (z.B. Andernach oder Green City e.V. München) oft in Anlehnung an die Transition-Town-Bewegung für eine postfossile Gesellschaftsentwicklung (wir berichteten euch schon einmal darüber).

Anderswo schließen sich Menschen zusammen, um auf Brachflächen Gemeinschaftsgärten anzulegen oder interkulturelle Gartengemeinschaften zu gründen. Schaut euch doch mal in eurer Nachbarschaft um, vielleicht gibt’s da schon einen? Oder eine Brachfläche die nur nach Beeten und liebevollen Hobbygärtnern schreit? Manchmal reicht auch schon ein kleiner Rasensteifen im Hinterho (gell Phillip? 😉 ).

Doch vielen Stadtbewohnern fehlt ein Fleckchen Grün und oft auch das Knowhow, um sich selbst mit Gemüse zu versorgen. Bei uns auf der CityFarm könnt ihr schon einen guten Überblick erlagen, was es für ausgefallene Gemüsesorten aus Zeiten unserer Vorfahren gibt und worauf es beim Anbau zu achten gilt. Schon so Manchen hat beim Kosten und Probieren in unserem Gemüsegarten das Gärtnerfieber gepackt. Doch wohin nun mit der Energie und Begeisterung, wenn im Wohnumfeld einfach kein Platz für Gemüse zu finden ist?

GemüseSelbstErnte Augsburg

GemüseSelbstErnte Augsburg

Da haben wir einen Vorschlag für euch: Die GemüseSelbstErnte Augsburg! Wir arbeiten eng mit dem Projekt zusammen und deshalb liegt uns das Fortbestehen auch 2012 sehr am Herzen!

Die beiden Gärtner Peter und David von Dohlen verpachten in der Hirblinger Straße im Bärenkeller Parzellen zum Gemüseanbau. Das Prinzip: halbe Arbeit – ganze Ernte.

Im Frühjahr kümmern sich die von Dohlens um Bodenbearbeitung, Düngung und die Aussaat verschiedener Gemüsesorten. Natürlich alles nach ökologischen Maßstäben und Bio-Zertifiziert!

Alles Weitere wird von den Teilnehmern selbst in die Hand genommen. Hier kann man nach Herzenslust hacken, jäten, gießen und leckerstes Biogemüse ernten! Auch für die Kids ist das Gelände ein Freiraum zum spielen, toben und ausprobieren. Mit dem eigenen Anbau von Gemüse entsteht ein Verständnis für die Kreisläufe und Zusammenhänge der Natur. Es entwickelt sich ein Gefühl der Kompetenz und Daseinsberechtigung dadurch, dass wir unser wichtigstes Grundbedürfnis selbst erfüllen können: das nach Nahrung.

Unser Essen erhält wieder mehr Wertschätzung, denn ein selbst angebauter und selbst geernteter Salat schmeckt viel besser als anonyme Supermarktware, von der keiner weiß was wirklich drinsteckt.

Zu pachten sind 60m² Parzellen. Zwar sind diese als Single-Parzellen ausgeschrieben aber bei kontinuierlicher Ernte, Nachpflanzung und Pflege können mit diesem Stückchen bis zu 7 Personen mit Gemüse versorgt werden!

Für eine einzelne Person ist der Ertrag sogar viel zu viel, wie einige dieses Jahr feststellen mussten, sodass es sinnvoller erscheint Partnerschaften zu schließen. Sucht euch ein oder zwei oder drei Freunde und teilt euch eine Parzelle. Damit reduziert sich für alle der Preis (bei 4 Personen nur noch 50 Euro de Saison!) und ihr könnt Biogemüse für ein Vielfaches dieses Preises ernten!

David beim Bestellen der Parzellen

Die Pflege der Parzelle nimmt im Schnitt nur 2 bis 3 Stunden pro Woche in Anspruch. Auch gießen müsst ihr nicht jeden Tag, selbst im Hochsommer nicht. Der Trick ist ganz einfach: gleich von Anfang an nur spärlich wässern. Dann bilden die Pflanzen tiefe Wurzeln aus und versorgen sich selbst mit Wasser. Wer viel gießt, zieht sich Flachwurzler heran, die sich nicht selbst versorgen können! Die wichtigste Arbeit ist aber das Hacken, was 1x pro Woche gemacht werden sollte. Auch wir hatten dieses Jahr den direkten Vergleich auf unserem Feldchen: unsere regelmäßig gehackten Möhren wurden doppelt so groß wie nebenan, wo die Hacke nicht zum Einsatz kam!

Wenn ihr euch für eine Parzelle entschieden hat, bekommt ihr bei der Beetübergabe Jungpflanzen gestellt und eure erste Aufgabe ist es, diese zu setzen. Vielleicht sehen wir uns dort, denn Ildi hilft sicher wieder bei der Pflanzenausgabe mit.

Immer Samstags stehen euch Peter und David für Fragen zur Verfügung, bringen euch das ökologisch und menschlich verträgliche Gärtnern bei und haben viele Tipps für die Lagerung der Ernte oder auch mal eine Rezeptidee. Ihr müsst also keine Vorkenntnisse mitbringen! Weiterhin gibt es Aushänge am Bauwagen und regelmäßige Tipps über erntereifes Gemüse sowie Ideen zum Nachpflanzen und nachsäen.

Der Saisonbeitrag für die Nutzung von ca. Anfang Mai bis ca. Mitte November beträgt:

  • für eine Single-Parzelle (ca.60m²) 200 €
  • für eine Familien-Parzelle (ca.120m²) 390 €

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Anmeldung bis Ende Februar 2013!

selbsternte@biogemuese-augsburg.de

Oder melde dich telefonisch an unter:

0175 2426133 oder 0163 9208986

Weitere Infos findet ihr auch hier auf dem Infoblatt.

Für uns von der CityFarm ist das Fortbestehen der GemüseSelbstErnte ein wichtiges Anliegen, denn es bringt den Gedanken einer langfristig lebenserhaltenden Gesellschaft voran. Wir bemerken, dass sich immer mehr von euch kritisch mit Themen wie Konsum und Nahrungsmittel auseinandersetzen und Alternativen suchen.

Auch die Vernetzung der verschiedenen Projekte und interessierten Menschen liegt uns am Herzen. Die GemüseSelbstErnte ist eine Möglichkeit dem System von unten neue Inspirationen zu geben. Wie wir euch berichtet haben, wird sich wohl agrarpolitisch in näherer Zeit nichts ändern, deshalb lasst uns unser Essen wieder selbst in die Hand nehmen! Fragt doch mal Oma und Opa wie es früher war und ihr werdet sehen, dass Ernährungssouveränität kein Relikt des Mittelalters ist!

Was hat das nun mit Weihnachten zu tun? Sehr viel, denn schaut euch mal an was bei euch auf dem Tisch steht. Fragt euch woher es stammt und wie es angebaut wurde. Was ist aus der Saison? Was wurde im Sommer konserviert und kann jetzt im Winter gegessen werden? Ist was eigenes dabei?

Der GSE-Bauwagen

Der GSE-Bauwagen

Und vielleicht ist eine Gemüseparzelle bei Peter und David ein gutes Weihnachtsgeschenk?

Darüber dürft ihr euch nun selbst Gedanken machen. Vielleicht entsteht sogar die ein oder andere angeregte Diskussion über das Thema mit eurer Familie. Bei uns ist das so, weil wir noch mit einer Teilselbstversorgung ausgewachsen sind und uns Qualität sehr wichtig ist.

Wir wünschen euch auf jeden Fall ein wundervolles, besinnliches Fest! Genießt die Weihnachtstage im Kreis der Familie und bewertet Heiligabend nicht nur nach dem Preis der Geschenke!

Frohes Fest euch allen!

Genießt eure tollen Weihnachtstafeln und tut jemandem der es brauchen kann etwas Gutes! Wir haben schließlich ein christliches Fest der Nächstenliebe! Unser westlicher Egotripp ist zwar ganz nett aber nur Teilen befriedigt wahrhaft.

Alles Gute euch allen und guten Rutsch ins neue Jahr!

Wir sehen uns 2013 auf der CityFarm Augsburg!

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Erntezeit

Seit einiger Zeit ist die für den Gärtner schönste Zeit des Jahres angebrochen, in der er die Früchte seiner Arbeit einfahren kann. Das Jahr war vom Wetter her optimal für Tomaten, Kürbisse und co, leider auch für die Schädlinge und Pflanzenkrankheiten. Wer uns schon besucht hat, dem ist sicher unsere Mehltauplage aufgefallen, die den Kürbissen und Gurken schwerst zu schaffen machte. Trotz intensiven Sprühens mit Jauchen und Levkojen bekam Benni weder den Echten noch den Falschen Mehltau unter Kontrolle. Doch trotz allem, ist unsere Kürbisausbeute dieses Jahr nicht übel.

Leckere Kürbisse auf der CityFarm!

Leckere Kürbisse auf der CityFarm!

Doch was machen mit den vielen Kürbissen? Diese Frage stellen sich sicherlich einige Kürbisgärtner. Da haben wir ein paar Tipps zum artgerechten Umgang mit Kürbissen für euch:

Lagerung: der Kürbis braucht Menschennähe und lebt am liebsten im unmittelbaren Umfeld zu seinen Bezugspersonen. Im dunklen und kalten Keller fühlt er sich so gar nicht wohl und setzt vor Traurigkeit Schimmel und Fäule an.
Und so lagert ihr eure Kürbisfreunde am besten: reinigt sie von eventuellen Bodenresten und setzt sie entweder dekorativ direkt in der Küche oder in der Speisekammer auf ein Tuch. Gern kann auch gestapelt werden, denn Cucurbita sind Rudelfrüchte. Nun müsst ihr regelmäßig eure Freunde kontrollieren, ob sie irgendwo weiche Stellen bekommen. Diese sollten dann möglichst bald gegessen werden.
Trocken und bei Zimmertemperatur halten Kürbisse ohne Wunden mehrere Monate. Auch der dekorative Aspekt ist nicht zu verachten. Wer braucht schon Zierkürbisse, die kann man ja nicht essen nachdem die Herbstdeko weg muss! Auch essbare Kürbisse sehen toll aus und können durchaus einige Zeit draußen der Treppe oder der Terrasse einen herbstlichen Erntecharakter verleihen. Und natürlich freut sich jeder Kürbis und wie auch sein Gärtner über erstaunte und lobende Worte der Besucher.

Schon wieder Kürbissuppe?
Die Kürbissuppe ist wohl die verbreitetste Variante kulinarischer Kürbisfreuden. Damit ihr aber nicht jeden Tag ein Schüsselchen Suppe schlürfen müsst, stellen wir euch unsere Lieblingsrezepte vor.
Aber Achtung, nicht jeder Kürbis lässt sich zu Mus kochen. Es gibt auch Spaghettikürbisse, die man einfach in den Backofen schiebt. Heraus kommt ein Kürbis dessen Fleisch sich in leckere spaghettiähnliche Schnüre verwandelt hat. Andere Kürbisse behalten ihre Konsistenz und eignen sich eher zum Einlegen und Einmachen. Klar kann man auch mit dem Zauberstab nachhelfen und pürieren was der Strom hergibt.
Die Schale kann nur beim Hokkaido mitgegessen werden! Alle anderen Kürbisse müssen geschält werden, was oft nicht so einfach ist wie z.B. beim Kürbis Türkenturban oder Bischofsmütze. Hier ist oft ein Löffel der Retter in der Not. Einfach das Fleisch rauskratzen, falls die Schale zu hart zum schälen ist.

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Kürbis-Pie provencale
für 2-3 Personen

250g Blätterteig oder geriebener Kuchenteig
2 EL natives Olivenöl
500g mehliges Kürbisfleisch (Hokkaido oder Muskatkürbis schmecken am besten)
etwas gehackte Chili oder Peperoni
1 EL fein gehackte Rosmarinnadeln
1 Zweiglein Thymian, Blätter abzupfen und verwenden
Pfeffer
Salz

Guss
3 Eier von glücklichen Hühnern
120g Rahm oder süße Sahne
120g geriebener Parmesan (anderer Hartkäse geht auch)
Paprikapulver
geriebene Muskatnuss
Pfeffer und Salz

Kürbisfleisch klein würfeln und zusammen mit Chili oder Peperoni und den Kräutern im Öl einige Minuten dünsten. Das Fleisch darf noch nicht ganz durch sein! Danach würzen und erst einmal zur Seite stellen.

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Den Teig ausrollen und auf das Blech oder in eine Auflaufform legen. Mit der Gabel mehrere Male den Boden einstechen.

Das Kürbisfleisch auf dem Teigboden verteilen und den Guss darüber schütten.

Noch ein paar Flöckchen gerieben Käse darüber (der Hauptteil des Käses ist im Guss) und ab in den vorgeheizten Backofen damit! Im zweiten Einschub von unten ca. 30 Minuten backen.

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Kürbiskuchen (geht auch mit Zucchini!)

3 Eier
2 Tassen Rohrohrzucker oder Honig
1 Tasse Öl
2 Tassen geriebener Kürbis
3 Tassen Mehl
Vanille
½ Tasse Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse oder auch Sonnenblumenkerne
½ Teelöffel reines Salz (ohne Zusätze!)
½ Päckchen Backpulver
1 Teelöffel Zimt
nach Geschmack noch je 1 Teelöffel Muskat oder geriebene Nelken
1Teelöffel Natron

Eier, Zucker (Honig) und Öl verrühren

Kürbis zugeben und unterrühren.

Mehl, Backpulver, Natron und Gewürze nach und nach unterrühren. Nüsse erst zuletzt unterheben.

Den Teig in eine Kastenform füllen und im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ca. 50 Minuten bis 1 Stunde backen.

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Gefüllte Hokkis

Besonders lecker sind auch gefüllte Hokkaidos!
Hierzu nehmt ihr die kleinsten auffindbaren Hokkaidokürbisse, schneidet sie längs auf und entfernt die Kerne.

Die Auflaufform fetten und 3-5 klein gewürfelte Tomaten drin verteilen. Dann Kürbishälften einpassen und diese entweder mit Käse oder Hackfleisch (von fair gehaltenen Tieren) füllen.
Den Käse oder das Hack könnt ihr nach Belieben würzen!

Als Guss 1 Becher Sahne mit 2 Eiern verrühren und Gewürze (z.B. Rosmarin, Thymian und Basilikum, Salz, Pfeffer) zugeben und zwischen die Kürbisse schütten.

Käse darüber reiben, am leckersten ist Parmesan!

Im vorgeheizten Backofen ca. 45 – 50 min bei 170 Grad backen. 

Die Kürbis- und Chiliernte steht an!

Die Kürbis- und Chiliernte steht an!

Aber nicht nur die Kürbiszeit bringt uns viele Leckereien ins Haus, auch die Apfelernte ist im vollen Gange. Die Verwendung von Äpfeln ist sehr vielfältig, einfach nur essen ist nur eine Variante.
Vergangenes Wochenende hatten wir auf der CityFarm zwei Veranstaltungen mit dem Thema Apfelzeit. Wir haben leckeren Saft hergestellt, Apfelmus gemacht und Bratäpfel am Lagerfeuer gegrillt, was vor allem den Kindern Riesenspaß machte.
Wer noch einen alten Dampfentsafter aus Omas Zeiten besitzt, der weiß wie schnell und einfach man einige Flaschen puren Apfelsaft selbermachen kann! Heiß in saubere Flaschen abgefüllt, bleibt dieser verschlossen mindestens ein Jahr haltbar. Die „Reste“ können dann als leckeres Kompott oder als Apfelmus genascht oder auch in Gläser abgefüllt werden.
Wer keinen Dampfentsafter besitzt oder einfach zu große Mengen Äpfel, der kann sich an örtliche Obstbauvereine wenden, denn einige besitzen Saftpressen wie der Obst- und Gartenbauverein Thierhaupten. Auch die mobile Saftpresse der Gebrüder Bürgle aus Hurlach ist dieses Jahr wieder in und um Augsburg unterwegs.

Die ersten Äpfel!

Die ersten Äpfel!

Die Apfelernte macht natürlich viel Arbeit und auch müssen die Bäume gepflegt werden, damit auch in den kommenden Jahren reichlich Früchte wachsen.
Deshalb bieten wir euch an, euch bei der Apfelernte zu unterstützen. Selbst Hochstämme sind für Benni kein Problem, zur Not wird sogar mit Seil und Klettergurt geerntet. Auch kann Benni euch Tipps zur richtigen Baumpflege geben.
Als Ausgleich für unseren Einsatz würden wir gern einen kleinen Teil der Ernte in den CityFarm-Kreislauf aufnehmen.

Gerne dürft ihr uns auch euer Fallobst bringen oder wir holen es ab. Denn wir wollen auch dieses Jahr wieder Apfelsaft pressen lassen und sind über alle Apfelspenden (unser Termin ist der 11.10.12) dankbar.

Hier erreicht ihr uns:

Benni – 0157/34003658
cityfarmaugsburg@gmx.de

Vorferienzeit 2. Teil

Erdkeller

Helfer Svetlo in unser hier noch halb fertiger Erdkeller.

Helfer Svetlo in unser hier noch halb fertiger Erdkeller.

An einem heißen Sommertag, als unser Kaninchenfutter vom Supermarkt einmal wieder unter der Schwüle litt, kam die Idee eines kühlen Lagerraumes auf – oder besser: die Idee eines Erdkellers. Schon länger beschäftigten wir uns mit der Frage wie und wo wir unsere Ernte im Winter lagern könnten. Die Suche nach einem alten und unbenutzten Erdkeller verlief leider Erfolglos, sodass nur eine Möglichkeit blieb: selber bauen.

Sogleich machte sich Benni mit Hilfe von Svetlo ans Werk. Ausgewählt wurde ein Standort im dunkelsten Eck der CityFarm, versteckt hinter Mangold und Topinambur. Innerhalb von 2 Tagen war ein ca. 1,50m tiefes Loch ausgehoben. Dieses verkleidete Benni mit alten stabilen Bohlen und krampte gegen Mitfresser alles mit Drahtgeflecht aus. Tipps und Ideen zur weiteren Umsetzung holte er sich bei Menschen der Generation, die auf solche Vorrichtungen noch angewiesen waren. Eine große Hilfe war uns Ernst Bucher der Biogärtnerei Bucher.
Aus alten Türen baute Benni den oberen Abschluss. Ein Belüftungsrohr sorgt für Gasaustausch und die Erdbedeckung der linken Seite für gespeicherte Kühle und Luftfeuchtigkeit. Ein sehr einfaches und effektives Prinzip zur Lagerung von Lebensmitteln. Dennoch ist es kein richtiger Kühlschrank und auch eine Milch hält sich nur zwei Tage darin, doch es verlängert die Haltbarkeit unseres Gemüses um ein Vielfaches. Die im Keller vorhandene Temperatur und Luftfeuchte sind optimal für Kartoffeln, Möhren und anderes Lagergemüse geeignet.

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 Krautertreffen

Seit ihrer Diplomarbeit über die kulturelle und pflanzliche Vielfalt im Interkulturellen Garten Augsburg, ist Ildi im Gärtnerforum Kraut und Rosen aktiv. Dort tummeln sich viele Profi- und Hobbygärtner, unter anderem auch jede Menge Augsburger.

So ergab es sich, dass sich am 22.Juli die Augsburger Krauterbande auf der CityFarm zu einem regionalen Stelldichein versammelte.
Schon Tage vorher buddelte, schnippelte und pflanzte Ildi aufgeregt im Garten, um alles so schön wie möglich vorzeigen zu können. Denn wer hört nicht gern ein Lob über seinen Garten? Zumal wenn er so ungewöhnlich gestaltet ist wie der Unsere, in Mischkultur mit vielen alten und seltenen Gemüsesorten. An dieser vielfältigen Pracht hat auch das Krauterforum einen großen Anteil, denn viele Samen seltener Pflanzen fanden über die Gartenfreunde der Internetplattform ihren Weg auf die CityFarm.

Krautertreffen auf der CityFarm

Beliebter Schattenplatz im Topfgarten

Es wurde schließlich eine bunte, fröhliche Zusammenkunft mit leckerstem Essen, wunderbarem Sonnenschein, vielen spannenden Gesprächen und massenweise Pflanzen und Tipps für den Garten der Farm. Während am Lagerfeuer bei anregendem Geplauder Stockbrot gebacken wurde, machten es sich andere im Topfgarten, vor den Kaninchengehegen oder in der Bohnenlaube gemütlich.

Krautertreffen auf der CityFarm

Biggi und Harry im Schatten der Bohnen

Am frühen Nachmittag trafen die ersten Krauter ein und abends gegen 20 Uhr verließen uns die letzten Gartenfreunde. Keiner bemerkte das schnelle Verfliegen der Zeit, was für uns ein Zeichen ist, dass es allen gefallen hat!

Schön dass ihr so zahlreich erschienen seid! Es war ein spannender Nachmittag mit euch!!!!

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Alles nur ein Trend? Überfluss und Erntegedanken

Kartoffelsorte Blauer Schwede.

Kartoffelsorte Blauer Schwede.

Der Spätsommer ist die Zeit des Überflusses im Garten. Ob eigener Garten, Balkongarten oder Parzelle – keiner von uns kauft zu dieser Zeit Obst oder Gemüse im Supermarkt ein, denn so viel Bio und Gesund gibts an keiner Kasse zu kaufen!

Im Gegenteil, es wird endlich wieder vermehrt eingekocht, entsaftet und natürlich Marmeladen produziert. Uns freut diese Entwicklung, die sich scheinbar um die ganze Welt zieht. Immer mehr Menschen entdecken den Wert des Althergebrachten und des Wissens und Könnens unserer Vorfahren. Fast vergessene Konservierungsmethoden werden wieder hervorgeholt und die ältere Generation mit Fragen überhäuft. Dass sich dieses neue alte Interesse des Selbermachens nicht nur im Garten und in der Küche bewegt, zeigen Initiativen und Projekte wie die Bike Kitchen und das Garnhotel im Grandhotel Cosmopolis in Augsburg. Die Menschen nehmen ihr Leben wieder selbst in die Hand: Selbermachen, Gebrauchtes und Altes wiederverwenden sowie Weggeworfenes neuen Aufgaben zuzuführen liegen mehr als nur im Trend. Doch ist das alles nur wieder eine Mode, ein Trend?

Wir denken nicht, denn wer sich damit beschäftigt entwickelt einen langfristig einen nachhaltigen Lebensstil und übernimmt Verantwortung für sein Leben. Natürlich ist es einfacher sich hübsche Klamotten billig im SSV zu ergattern. Doch das ist es nur, wenn man die Augen vor den Konsequenzen verschließt. Giftige Stoffe im Stoff, die sich erst nach mehrmaligem Waschen lösen, Kinder- und Frauenarbeit und die Entlohnung der Arbeiter auf Ausbeutungsniveau werden mit solchen Billigangeboten gefördert. Es ist eine moderne Form der Sklaverei, nicht nur im Textilwesen! Es greift noch weiter, vom Kaffee bis zum iPhone. Zumal vor allem Elektrogeräte der geplanten Obsoleszenz unterliegen, was bedeutet, dass sie geplant nach Ablauf der Garantie sowieso kaputt gehen. Wer mehr darüber wissen will, der solle sich die Dokumentation „Kaufen für die Müllhalde“ ansehen oder einmal hier reinlesen: Murks? Nein Danke!

Daher ist Selbermachen gleich Verantwortung übernehmen, für sich selbst für andere und für die Zukunft. All diese Facetten der Teilsubsistenz gehen einher mit dem Gedanken der Transitiontown-Bewegung wie auch mit der Philosophie der Tiefenökologin Joanna Macy. Diese streben Alternativen zu unserem bisherigen zerstörerischen Lebensweg und Lebensstil an. Doch hier wird nicht nur Theoretisiert, es wird angepackt und einfach gemacht. Schon ganze Ortschaften haben sich selbst umgekrempelt, um eine nachhaltige Basis der Existenz zu finden. Eines der bekanntesten Beispiele ist wohl die Stadt Todmorden. Eine Revolution von unten?

Auch in Augsburg geht es voran, wie ein Artikel in der Neuen Szene zeigt: „Stadt im Wandel – Wandel in der Stadt?

Immer noch nur ein Trend? Wohl eher nicht, denn all diese Initiativen und Projekte haben das Ziel einer langfristig lebenserhaltenden Gesellschaft, in welcher gegenseitige Hilfe und die Abkehr vom Konsumwahn die Menschen verbindet. Schon allein dies widerspricht des Modegedanken:

Mode (aus dem Französischen mode; lat. modus ‚Maß‘ bzw. ‚Art‘, eigentlich ‚Gemessenes‘ bzw. ‚Erfasstes‘) bezeichnet die in einem bestimmten Zeitraum und einer bestimmten Gruppe von Menschen als zeitgemäß geltende Art, bestimmte Dinge zu tun, Dinge zu benutzen oder anzuschaffen, sofern diese Art, etwas zu tun, nicht von großer Dauer ist, sondern im Verlauf der Zeit infolge gesellschaftlicher Prozesse immer wieder durch neue – dann als zeitgemäß geltende – Arten revidiert wird, sofern sie also zyklischem Wandel unterliegt.“ Wikipedia

Für uns ein Grund mehr sich über die eigene Ernte zu freuen. Da schau sich nur einer den Benni an, so viel Arbeit und Liebe steckt in diesem Hokkaido. Das nenn ich wahre Wertschätzung! Vom Samen bis in den Mund – alles selbstgemacht!

ohne Worte

ohne Worte

Der Kürbis endete übrigens als leckerer Blätterteig – Parmesanauflauf in einem Schlemmerfest.
Neben Bohnen, Karotten, Mangold, Braunkohl, Salat und co mussten auch schon die ersten Kartoffeln aus der Erde. Denn leider macht sich in unserem Garten die Braunfäule breit, sodass einige Kartoffeln schon frühzeitig ihr Erdbett verlassen mussten. Damit fällt auch der Ertrag sehr mager aus und nur wenige große Kartoffeln konnten wir ausgraben.

Aus der Ersten Kartoffelfuhre konnten wir aber einen leckeren Kesselgulasch über dem offenen Feuer zaubern.

Sicherlich wird es noch viele gemeinsame Kochabende auf der CityFarm geben, vielleicht sieht man sich ja mal an der Feuerstelle bei leckerem Eintopf!

Original ungarischer Kesselgulasch auf der CityFarm.

Original ungarischer Kesselgulasch auf der CityFarm.

Arbeitsreiche Vorferien-Zeit Teil 1

Die vergangenen 14 Tage waren für uns die arbeitsreichsten bisher. Aber diesmal nicht nur auf der CityFarm selbst, sondern außerhalb unserer Oase. Sicherlich standen daher ab und an Besucher der CityFarm vor verschlossener Tür und wurden höchstens von Tengo unserem Obermackerhahn angekräht. Wir bitten dafür um Entschuldigung. Ab und an müssen wir dann doch etwas Geld verdienen, denn mit Gemüse kann man nicht alles bezahlen. 😉

Damit ihr seht, dass wir immer schön fleißig sind, wollen wir euch ein wenig durch unsere Woche führen. Hier folgt nun der erste Teil:.

Erstaunlich selbstsicherer Umgang mit großen Tieren, gelernt auf dem Bauernhof der Großeltern.

Erstaunlich selbstsicherer Umgang mit großen Tieren, gelernt auf dem Bauernhof der Großeltern.

Ökokids „Unsere grüne Stadt“

Seit ca. 2 Jahren begleiteten wir die Ökokids der Kita Ulmer Straße. Zusammen erforschten wir Wald, Wasser und Wiese, legten ein Beet auf der CityFarm an, bauten Insektenhotels und hatten eine wunderbare gemeinsame Zeit. Besonderen Dank geht an die Initiatoren des Projektes, das gemeinsam mit der Umweltstation Augsburg umgesetzt werden konnte: Elli Weinberger und Sabrina Reiter.

(Diese beiden waren übrigens namensgebend für unsere Deutsche Riesin Salli, die ihr sicher schon auf der Farm habt hoppeln sehen. Salli war ein Geschenk der beiden Kindergärtnerinnen zur Eröffnung der CityFarm! Salli wurde Anfang Februar geboren und hat mittlerweile ein stolzes Gewicht von 6kg erreicht.)

Die Ökokids der Kita schlossen wir schnell ins Herz und freuten uns über jedes Treffen. Umso schwerer fiel der Abschied von allen auf der letzten Veranstatung. Wir trafen uns an der Wertachbrücke und fuhren gemeinsam nach Bergheim, um dort unsere alte Pferdedame Schnuti zu besuchen und die benachbarte Biogärtnerei der von Dohlens (GemüseSelbstErnte Augsburg) anzuschauen.

Die kleine Soli kennt den Nutzen der Pferdeäpfel schon: Dünger für unser Gemüse!

Die kleine Soli kennt den Nutzen der Pferdeäpfel schon: Dünger für unser Gemüse!

Mit viel Enthusiasmus pflegten und versorgten wir gemeinsam die Pferde, Hundemädchen Ronja war natürlich auch mit von der Partie. Da ging selbst das alltägliche Pferdeäpfelsammeln schnell vonstatten. Dabei konnten die Kinder gleich ihr Wissen anbringen, denn aus den Pferden fällt Dünger, den unsere Kürbisse brauchen!

So begaben wir uns im zweiten Teil des Ausflugs zur Gärtnerei. Sie ist eine Außenstelle der CityFarm und der GemüseSelbstErnte Augsburg, denn hier ziehen wie gemeinsam die Jungpflanzen vor und arbeiten an der züchterischen Vermehrung verschiedener Gemüsesorten. Ohne Peter und Davids Wissen und Können sähe die CityFarm nur halb so toll aus. Auch gibt es neben dem großen Gewächshaus ein kleines Feld auf dem unser eigenes Gemüse gedeiht.
Nach einer kleinen Brotzeit mit frischen Gurken aus dem Gewächshaus, die Gärtner David extra für die Kinder geerntet hatte, durften die Kids auf dem Feld Zucchini und Mangold für die Kita-Küche ernten. Weil ja nun alle Kinder und Erzieher erprobte Stadtgärtner waren, wurden sie mit Buttons zu Cityfarmern ausgezeichnet. Dann nahte der Abschied, denn die Gruppe musste rechtzeitig wieder im Kindergarten sein.
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Es war eine wunderschöne Zeit mit euch und ihr werdet uns fehlen!!!!!

Ernte für die Kita-Küche.

Ernte für die Kita-Küche.

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Werkschau

Informative Gespräche auf der Vernissage mit Jens Börner.

Informative Gespräche auf der Vernissage mit Jens Börner.

Vor Kurzem kündigten wir die Werkschau in der FH Augsburg an, wo Jens Börner seine CityFarm- Mediengestaltung

vorstellte. Der wunderschön bemalte Anhänger wurde als Stand aufgebaut und präsentierte Jens Arbeit. Neben den Flyern, T-Shirts, Taschen und Plakaten konntet ihr auch in den schriftlichen Teil der Arbeit Einblicke nehmen. Auch die Entwicklung der einzelnen Elemente zeigte Jens anschaulich in einer großen Mappe. Nebenher liefen auf einem Bildschirm Fotos der CityFarm und ihren Besuchern sowie Bewohnern und verschafften damit weiteren Einblick.

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Besonders interessant war, dass von den über 80 Absolvente des Studiengangs Kommunikationsdesign und Interaktive Medien nur zwei sich mit reell exestierenden Projekten beschäftigten. Jens schloss mit einer Bestnote des gesamten Studienganges ab. 

Wir gratulieren und danken dir für deine tolle Arbeit!

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Exkursionen und mehr
Kurz vor den Ferien waren weder Schüler noch Lehrer motiviert trockenen Lernstoff im Klassenraum zu behandeln. Statt dessen hieß es bei vielen: raus in die Natur!

So unternahmen wir als Akteure der Umweltstation Augsburg einige Exkursionen auf die Dürre Ast-Heide am Siebentischwald. Dort kescherten wie gemeinsam im Bach nach Insekten und fingen viele spannende Tiere, spalteten Steine um einmal ins Innere zu sehen und fingen und bestimmten viele Grashüpfer. Die Tage waren heiß, das Wasser kühlte unsere Füße und wir hatten viel Spaß mir euch! 

Weiterhin bauten wir gemeinsam große und kleine Insektenhotels, feierten Kindergeburtstage und besuchten sogar eine Schule, um über Ernährung zu sprechen. 

Spannend was alles im kleinen Bach lebt!

Spannend was alles im kleinen Bach lebt!


Ein besonderes Projekt war für uns der Tierbesuch im AWO-Altenheim Bobingen. Zweimal schon besuchten wir mit Salli und Ronja das Haus. Die Tiere brachten den Menschen viel Freude und zauberten Lächeln auf alte Gesichter. Auch für uns waren es wunderbare Erlebnisse, wie doch ein kurzer Tierkontakt die Lebensqualität in Heimen verbessern kann!

Tierbesuch im Altenheim

Tierbesuch im Altenheim

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Marmeladen

Nachdem die erste Veranstaltung „Marmeladensommer“ ein voller Erfolg war und die zweite ins Regenwasser fiel, machten sich Nini und Ildi letzte Woche an die Verarbeitung zahlreicher Früchte. Den ganzen Nachmittag pflückte Benni Pflaumen und Mirabellen während die beiden Kräuterhexchen ihre speziellen Marmeladen auf dem Holzofen im Garten der CityFarm rührten.

Dabei kamen exotische Marmeladen wie „Mirabelle Liebeszauber“ und „Gute Laune mit Tonka und Zitrone“ heraus. Insgesamt wurden 39 Gläser mit Leckereien befüllt. 

Marmeladenmassenproduktion auf der CityFarm.

Marmeladenmassenproduktion auf der CityFarm.

Das führte zu einer Gläserknappheit. Wer von euch also noch TwistOff-Gläser übrig hat, weil ers noch nicht zum Glascontainer geschafft hat, der kann sie uns gern abgeben. Die Größe ist egal. Und natürlich gibt’s Marmelade als Dankeschön dafür!


 

Trockenschrankbau – Workshop

Hallo liebe CityFarm-Freunde,

kommenden Samstag veranstalten wir einen Workshop und bauen ein oder auch zwei verschiedene Trockenschränke mit und ohne Strom.

In einem Trockenschrank können Früchte gedörrt, Kräuter getrocknet oder sogar (aber auf eigene Gefahr) Beef Cherkey hergestellt werden.

 

21. Juli 10:00 – 13:00 Uhr: Selbstbau Trockenschrank

Ihr möchtet eure Apfelringe und Kräuter auch in feuchten Sommern selbst trocknen? Wir zeigen euch heute wie ihr einen Trockenschrank mit einfachen Mitteln selbst bauen könnt und was es zu beachten gibt.

Für Jugendliche und Erwachsene

Beitrag: 4 Euro

Flo und Benni bauten aus alten Kartons, Gaffa und einer Glühbirne einen Trockenschrank. Darin trockneten sie eingelegtes Fleisch zu Beef Cherkey, dass viele Begeisterte Esser fand!

Anmeldeung unter: 0157/84866734
EMail: cityfarmaugsburg@gmx.de

 

Parallel wird die CityFarm wie jeden Samstag für euch geöffnet haben!