Archive for the ‘Grundstück’ Category

Alltag auf der Farm und Weihnachtskalender

Liebe CityFarm-Freunde,

Weihnachten steht vor der Tür und pünktlich zum 1.12. hat es sogar geschneit! Hoffen wir, dass es nicht das letzte Mal diesen Winter war.

Auf der Farm läuft alles seinen Gang, die Tiere interessiert nicht, mit welcher Krise sich die Welt gerade herumschlägt.
Sie wollen täglich raus aus dem Stall und regelmäßig Futter. Für uns ist dieser Alltag auf der Farm ein Stück Normalität. Auch wenn wir unsere CityFarmer aufteilen müssen und viele Dinge daher nur kleckerlesweise getan werden, beherrschen die Routinearbeiten den Tag.

Der Morgen beginnt mit der Kaninchenfütterung, wenn sie gerade mal nicht ausgebrochen sind.
Dann heißt es Loch finden und die Tiere bitten, sich wieder in ihr Gehege zu begeben.
Danach werden die Hühner aus dem Stall gelassen und gefüttert.
Dem folgen die Enten, die meistens schon lautstark nach der Öffnung der Türe rufen. Ihr erster Gang ist jeden Tag zum Wasserbecken, um ein Bad zu nehmen. Ist dieses zugefroren, dann entfernen wir natürlich wenigstens einen Teil der Eisschicht.

Heusackinspektion

Nun folgen die Schafe. Begrüßt vom Mähkonzert werden die Raufen mit gutem Heu aus dem Schuttertal aufgefüllt.
Skeptisch werden die trocknen Grasfasern angekostet und manchmal unwillig im Heusack gestöbert, wenn die Ration mal etwas zu hartfaserig ist.
Doch die genügsamen Wollfreunde finden trotzdem genug zu fressen und die harten Halme werden einfach herausgezogen auf auf dem Boden verstreut.
Noch Wasser enteisen und gegebenenfalls auffüllen.
So beginnt für uns der Tag.

Am Nachmittag ist Leckerliezeit! Nachdem die Hunde unerm Apfelbaum Kracker suchen dürfen, wird für die Schafe ein Eimer Brot klein geruft.
Ihr erinnert Euch vielleicht, dass Schafe nur unten Zähne haben und oben eine Kauplatte. Deshalb muss das Brot zerkleinert werden. Nach ein paar Äpfelchen dazu und los kann es gehen.

Das Brot holen wir übrigens jede Woche vom Fairteiler beim Contact in Haunstetten.
Dort fällt auch jede Woche zahlreiches, nicht mehr so gutes Gemüse an und auch jede Menge Äpfel.
Die Hühner und Kaninchen freuen sich über das Grün und gerade die Gackerbande macht sich freudig über jeden angewelkten Salatkopf her.
Da fliegen die Fetzen und es wird sich um jedes Stück gestritten. Jedes Mal wieder ein Schauspiel!

Der Eimer Bot und Äpfel wird nun bei den Schafen in die Futterkisten verteilt. Natürlich sind es so viele Kisten, dass es kein Gedränge gibt und jeder seinen Teil abbekommt.
Auch hier ein Schauspiel! In wildem Galopp stürmt die Herde die Kisten. Brot ist für die Wollträger wie für uns Schokolade. Nicht unbedingt gesund aber sooooo lecker!

Gibts jetzt endlich Futter?

Keule, die Krähen und Spatzen räumen nach der Fressparty ordentlich auf. Währenddessen wird wieder die Raufen mit Heu bestückt und das Wasser kontrolliert. Nun dämmert es schon, was heißt die Hühner bewegen sich (eventuell) von alleine in den Stall.
Eigentlich würden sie lieber, wie ihre wilden Verwandten, draußen auf den Bäumen und Büschen schlafen. Aber das geht aufgrund der Raubtiere natürlich nicht.
Manchmal muss dann mur dem Stecken nachgeholfen werden.
Da fühlt man sich schonmal wie Michl aus Lönnerberga. Ja, unsere Hühner haben auch schon angegorene Früchte gefuttert, mit Hingabe! 😉 

Nachdem die Enten und Hühner dann endlich im warmen Stall sind, die Kaninchen ihr Abendmahl erhielten, ist dann auch für uns Feierabend.
Manchmal ist der Abend so einladend, dass noch ein kleines Lagerfeuer entzündet wird.

Feuerkorb

Wenn ich an die alte Farm denke, ist sie kaum vergleichbar mit der heutigen CityFarm 2.0. Fast kann man uns schon als Bauernhöfchen bezeichnen, denn allein die Fläche hat sich fast vervierfacht.
Auch konnten wir früher nur weniger Tiere halten, Schafe hatten wir da noch nicht. Geträumt habe ich (Ildi) aber schon davon, war doch meine Kindheit von den wolligen Freunden geprägt.
Man sagt, die Schafleidenschaft würde in jeder Generation einen oder eine packen. Es hat sich auf jeden Fall bestätigt! Ich erinnere mich noch an Pipi in den Augen, als das erste Lämmchen geboren wurde.

Auf der alten Farm war daran aber noch nicht zu denken.
Kennt Ihr das alte Gelände noch? Diese 600qm mit den alten, wunderbaren Obstbäumen und unserem kleinen Kinderspielhaus als Hühnerstall.

Wunderschönes Wetter lockte viele fleißige Hände auf die CityFarm.

Die alte kleine Farm.

Wer jetzt in Erinnerungen schwelt, darf sich freuen, denn wir haben uns für Euch etwas ausgedacht.
Sicher kennt Ihr unser Büchlein „Urban Gardening mal anders“, geschrieben von unserem Benjamin Vogt.
Er hat sich, aufgrund coronaler Arbeitspause hingesetzt, und das Buch als Hörbuch eingesprochen.

(Da schon einige Nachfragen kamen: das 2. Buch ist kurz vor der Veröffentlichung! Die Geschichte der neuen CityFarm.)

Nun aber zurück zu unserem Geschenk an Euch, einem Weihnachtskalender zum Anhören!
24 Tage – 24 Kapitel von Urban Gardening mal anders (Zufall, es hat tatsächlich genau 24 Kapitel!), vorgelesen von Benni.
Auf Youtube haben wir eine Playlist, auf der jeden Tag ein neues Türchen geöffnet und damit ein neues Kapitel veröffentlich wird. Hier könnt Ihr Euch die erste Folge anhören. Viel Freude damit!

Ein grünwucherndes, fröhliches und gesundes Neues Jahr euch allen!

Für Informationen zum Saatguttauschfest bitte nach unten scrollen!

Das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt aber 2015 trotzdem noch nicht vergessen!

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Ende Dezember blühen unsere Rosen!

Was haben wir nicht alles erlebt, erlitten und geschafft. Da war der Umzug der Farm auf das neue Gelände, welcher sich wegen verzögerter Aufschüttung um Monate bis Anfang April verzögerte und uns fast in den Wahnsinn trieb. Doch als endlich die 100 LKWs auf der neuen Fläche sich ihrer Last entledigt hatten und die großen Maschinen vor allem bei unseren männlichen CityFarmern Glückseeligkeit auslösten, konnten wir loslegen.

Wie heißt es so schön: viele Hände, schnelles Ende. Mit dem Umzug und Neuaufbau wuchs der wilde CityFarm-Haufen noch enger zusammen. Da jeder ehrenamtlich mitarbeitet und keiner mit der CityFarm Geld verdient, schweißen Begeisterung und Leidenschaft scheinbar noch enger zusammen.
Es stießen neue Interessierte hinzu, wie unser alter Imker Viktor, der mit seiner russischen Pragmatik viele Probleme beim Aufbau zu lösten wusste.
Andere gingen, um sich den Traum vom Leben auf dem Dorf zu erfüllen – ihr fehlt uns allen sehr lieber Basti und Familie!!!

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Anfang 2015

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6 Monate später

 

 

 

 

 

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Die Veränderung ist das Leben und prägte die CityFarm schon vom ersten Tage an. Immer wieder bestätigt sich, dass unser Konzept das Fehlen eines Konzeptes ist (auch wenn wir anfangs anders planten), da jeder einzelne sich individuell einbringen darf und soll. Der Spruch: „Alles kann, nichts muss“ entwickelte sich zum Motto und wird täglich neu gelebt. So ändert sich das Gesicht und der Charakter der Gemeinschaftsfarm stetig.

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Neue Gartenideen

Die letzten Monate in 2015 nutzten wir, um neue Kraft zu schöpfen, denn auch diese ist bei aller Leidenschaft nicht unendlich. Kurze Tage bedeuten für die CityFarmer zeitigen Feierabend, denn wenn das letzte Huhn mit dem letzten Sonnenstrahl im Stall verschwindet, ist die Arbeit des Tages getan.

Der Winter ist auch Zeit der neuen Ideen. Manche davon konnten sogar schon begonnen werden, wie das Hexenhäuschen, an dem sich bald Clematis und Glycinie emporranken dürfen. Unter anderem soll auch ein Eck für Eidechsen im Garten entstehen.

Neues Jahr, neue Kraft und neue Pläne. Auf in ein turbulentes 2016! Auch dieses Jahr haben wir euch wieder einiges zu bieten, haben für uns neue Ziele gefasst und dürfen neue Mitbewohner begrüßen (dazu wird es noch einen eigenen Artikel geben).

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Byebye alter Freund…

Schon im Herbst war klar, dass 2015 das letzte Jahr für unser Hängergespann sein wird. Das Fahrrad, schon gefühlte 1000x repariert, ist nun endgültig kaputt und ebenso der Hänger. Der Hängerboden durchgebrochen, eine Seitenwand ausgerissen und auch die Kupplung ist nur noch notdürftig am Rad zu befestigen und trägt damit kaum mehr Last.

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Nicht nur ein Hänger, sondern auch ein Stand und viel CityFarm-Gefühl.

Lange begleitete dieses Gespann uns und die Farm. Wir haben damit 4 Jahre lang kreuz und quer durch die Stadt unzählige Kinder, Futter für unsere Tiere, Baumaterial, tausende Blumen, Gartengeräte und Bastelmaterialien und ein CityFarm-Hochzeitspaar transportiert.
Gut erinnern wir uns noch an den Tag, als wir den Hänger von der BikeKitchen geschenkt bekamen und Jens ihn mit Liebe und Hingabe bemalte. Doch nun sind seine Tage gezählt, denn außer als Stand ist das Gespann nicht mehr einsatzfähig. Nicht nur, dass unsere Transportmöglichkeit wegfällt, es kommt ein weiteres Problem hinzu:
Wir werden tatsächlich nicht jünger.
Ja, es klingt komisch aber 4 Jahre CityFarm ohne Auto lassen irgendwann die Knie krachen und den Rücken ächzen. Das heißt, wir brauchen dringendst ein neues Gefährt.
Wir wollen aber auch weiterhin auf ein Auto verzichten und trotzdem unser nächstes CityFarm-Paar open air zur Hochzeit kutschieren. Daher haben wir uns überlegt ein Lasten-E-Bike zu kaufen. Wir konnten schon privat 1000 Euro sparen, es fehlen aber leider noch einmal ca. 1000 Euro.
Bitte helft uns das restliche Geld zusammenzubekommen! Nicht nur unsere Knie und wir, sondern alle Beteiligten der Farm die das Gespann nutzen, sowie unsere Tiere und die Kinder in den Schulgärten werden euch dankbar sein!

Über Betterplace könnt ihr uns unterstützen:

!Hier Spenden!

Hochzeit Patricia + Florian - Samstag 503

Benni fährt die CityFarm-Braut Patrizia zu ihrer Hochzeit mit Flo.

…hier ist noch nicht Ende Gelände…

Termine 2016

Unsere Termine wie z.B. unsere Schmiedekurse für Kinder und Jugendliche findet ihr unter Termine 2016!

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Saatguttauschfest

Das Jahr startet mit unserem Saatguttausch-Fest am 05.03.2016, 14.00 – 18.00 Uhr, zu welchem wir euch herzlichst einladen möchten!

Samentauschbörse

Wir kämpfen für Saatgutvielfalt!

Wir bieten euch eine recht ansehnliche Auswahl an Saatgut, z.B. Johannisbeer-Tomaten und andere Wildtomatensorten, Spargelsalat, Ungarischer Blauer Kürbis, Russische Honigzucchini, Andenerbse, Popmais, Baumspinat, …
Unsere Tauschbörse funktioniert so: Ihr bringt euer Saatgut zum Tausch mit und bietet es anderen Interessierten an. Entsprechend der Menge eures mitgebrachten Saatgutes dürft ihr euch an den Angeboten bedienen. Wer nichts zum tauschen hat, der kann auch Samen gegen eine kleine Spende erstehen. Gebt dann einfach das, was euch die Arbeit und das Saatgut wert sind. Wir vertrauen auf eure Ehrlichkeit und Fairness.
Ebenso möchten wir zum Erfahrungsaustausch, zum Ideensammeln und gemütlichen Zusammenkommen einladen. Auch wird es ein kleines Rahmenprogramm geben.

Am abend wurde die Lagerfeuer Stelle in gemütlicher Runde eingeweiht.

Gemütliches Zusamenhocken am Lagerfeuer

Wie immer bieten wir euch ein schönes Lagerfeuer zum Wärmen, Hocken und Stockbrot backen, ein gemeinsamen Buffet, Führungen über die Farm, Aktionen und einen Ort zum Austausch und gemütlichem Beisammensein. Wer mitessen möchte, der bringe bitte etwas Leckeres für das große gemeinsame Buffet mit. Wenn jeder etwas beiträgt, ist für alle mehr als genug da! Zur Ideenfindung: Kuchen, Salate, Pizzabrötchen, Aufstriche, selbstgebackene Brote, Säfte, Grillbares, …

 

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Kinder: Wir bitten alle Eltern auf ihre Kinder zu achten. Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, auf welche man nicht hinweisen bräuchte. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder unsere Tiere jagen, in den Gehegen rumschreien, nach den Tieren schlagen oder Pflanzen im Garten ausreißen (auf dem letzten Fest mussten eine Brombeerpflanze und ein Apfelbaum dran glauben!!!). Die Kids dürfen sich gern frei bewegen, spielen und sich mit den Tieren beschäftigen aber bitte in einem gesitteten Rahmen.

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Wir dürfen auch mitkommen!

 

Hunde: Gern könnt ihr eure Vierbeiner mitbringen. Aber wir bitten euch darauf zu achten,dass unsere Tiere nicht gestört werden und die Hunde nicht den Kaninchen vor den Gehegen auflauern. Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und entsorgt (also bitte an die Tütchen denken) sowie Gemüse nicht angepinkelt wird.
Also, wer seinen vierbeinigen Freund mitbringt, möge bitte auch auf ihn achten. Gibt es Stunk unter den Tieren, gilt für alle Leinenpflicht!

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Wie ihr zu uns kommt, findet ihr unter Über uns/Kontakt

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So wünschen wir euch einen traumhaften Jahrestart und ganz viel Kraft und Energie, damit ihr eure Pläne und Träume 2016 verwirklichen könnt!

Einladung Eröffnungsfeier am 10.10.2015

Hallo liebe Cityfarm-Freunde,

Wir freuen uns schon auf viele Streicheleinheiten!

Wir freuen uns schon auf viele Streicheleinheiten!

trotz dessen, dass wir bisher noch nicht offiziell eröffnen konnten, schauten schon recht viele Neugierige auf einen kürzeren oder längeren Blick vorbei. Damit dies nicht Überhand nimmt, wollen wir nun endlich eine Eröffnungs- und Erntedankfeier geben, damit ihr die neue Farm in Augenschein nehmen könnt! Mehr dazu findet ihr am Ende des Artikels.

Viele der Überraschungsbesucher konnten kaum glauben, dass wir erst seit April diesen Jahres auf dem Gelände sind und es vorher der Goldrute überwucherten Wiese nebenan glich. Natürlich erkennt man bei genauerem Hinsehen die vielen vorübergehenden oder auch dauerhaften Provisorien, doch insgesamt haben wir schon Einiges auf die Beine gestellt.
Viele fleißige Hände haben die neue CityFarm Augsburg in Rekordzeit aufgebaut und auch wenn wir noch unsere Baustellen haben, können wir am 10. Oktober endlich zur Erntedank- und Eröffnungsfeier einladen.

Doch kurz ein Rückblick in das hinter uns liegende Jahr:

Im Februar 2014 erhielten wir die Kündigung unseres alten Geländes, aufgrund Eigenbedarfs. Fast ein Jahr lang suchten wir nach einer neuen Fläche, jedoch, trotz der Unterstützung vieler Freunde der CityFarm und anderer Initiativen, leider erfolglos. Im Dezember 2014 beschlossen wir schließlich aufzugeben und das Projekt CityFarm Augsburg mit dem Auszug zu beenden. Was sollten wir auch anderes tun, die Lage war aussichtslos, denn ohne entsprechende Fläche keine Farm.
Doch dann kam plötzlich „Leben in die Bude“ und ein Sturm der öffentlichen Aufmerksamkeit brach über uns herein. Scheinbar wollten einige Vertreter der Stadt Augsburg sowie Mitglieder verschiedener im Stadtrat vertretener Parteien und der Agenda 21 die CityFarm in Augsburg halten. Kurze Zeit darauf trafen wir uns u.a. mit dem AGNF (Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen), Liegenschaftsamt, Bauhof sowie der Agenda 21 und diskutierten mehrere zur Verfügung stehende Grundstücke der Stadt Augsburg. Nach dem Ausschlussverfahren entschieden wir uns für die einzig sinnvolle Alternative: eine alte Pferdeweide im Gablinger Weg, Nähe B17, nur ca. einen Kilometer von der alten Farm entfernt. Hier überwogen eindeutig die Vorteile gegenüber den Nachteilen.

Der Topfgarten auf der alten Farm.

Der Topfgarten auf der alten Farm.

Das alte Grundstück umfasste nur 600qm und war platztechnisch ausgereizt, konnte dies aber durch alten Obstbaumbestand wett machen. Die neue Fläche wartet dagegen mit 1500qm auf, in der Pacht erheblich günstiger, ohne Nachbarn welche das Kindergeschrei oder der Hahn stören würde, abgelegen und schon relativ ländlich aber trotzdem stadtnah und mit dem ÖPNV in zumutbarer Zeit erreichbar.
Der große Nachteil: unter der Wiese liegt eine nachkriegszeitliche Müllkippe verborgen. Dieser Faktor stellte anfangs ein scheinbar unüberwindbares Hindernis dar, denn auf derart verseuchtem Boden wollten wir weder Kinder spielen, unsere Tiere Futter suchen lassen, noch Nahrungsmittel anbauen.
Aber auch in diesem Fall wurde uns von Seiten der Stadt und der Agenda 21 unter die Arme gegriffen. Wir erhielten von der Allianz Umweltstiftung einen finanziellen Zuschuss zur Rettung der CityFarm Augsburg, aus den Preisgeldern des Deutschen Nachhaltigkeitspreises, welcher Augsburg 2013 verliehen wurde.
Mittels dieser Gelder konnten wir im April 2015 100 LKWs „saubere“ Erde aufschütten und planieren lassen.
Aufgrund der ungünstigen zeitlichen Überschneidung und eines Verzuges der Aufschüttung, zogen wir vorübergehend mit all unseren Hütten und Material auf ein kleines Fundament neben der neuen Fläche. Die Tiere durften glücklicherweise auf Kulanz auf dem alten Grundstück die Aufschüttungsarbeiten abwarten. So hatten wir einen doppelten Umzug hinter uns zu bringen.

Mitte April war das neue Grundstück endlich bezugsbereit und der Neuaufbau konnte beginnen.

Zaunbau auf dem neuen gGelände im April 2015

Zaunbau auf dem neuen Gelände im April 2015

Zuerst mussten über 100m Maschendrahzzaun gezogen und gespannt werden, was einfacher klingt als es war. Dabei erhielt die Farm gleich ihre Endaufteilung. Im östlichen Teil befinden sich die Kaninchengehege sowie der Hühnerbereich. Im Gehege der Hühner wurde, als eine der ersten Arbeiten, ein alter Holz-Seecontainer aufgebaut, der nun als Hühnerstall und Heulager fungiert. Parallel konstruierten unsere Praktikanten 3 Kaninchengehege und nach Fertigstellung dieser, durften unsere Tiere endlich umziehen und wir mit der alten CiyFarm Augsburg endgültig abschließen.

Momentan verändert sich das Bild der Farm von Woche zu Woche, noch immer hört man Hämmer klopfen, Akkuschrauber sich drehen und Sägen kreischen. Berge von Bauholzspenden, welche sich auftürmen, zeigen dass die Farm noch längst nicht ihr entgültiges Gesicht angenommen hat. Doch genau dies macht auch den Reiz des neuen Geländes aus, denn hier ist endlich ausreichen Platz, zum Ausprobieren und Experimentieren.
Ein Experiment war auch die kleine Schmiede, die beim Junggesellenabschied unseres Cityfarmers Flo entstand. Wie immer sehr einfallsreich und pragmatisch bauten die Jungs aus „Zeug und Krempel“ eine funktionierende kleine Schmiede. Auf unserem Fest dürft ihr diese natürlich bestaunen und ausprobieren.

Das Fest startet am 10. Oktober 2015 ab 15 Uhr auf der neuen CityFarm Augsburg.
Dazu laden wir euch herzlichst ein!

Wie immer bieten wir euch ein schönes Lagerfeuer zum Wärmen, Hocken und Stockbrot backen, ein gemeinsamen Buffet, Führungen über die Farm und einen Ort zum Austausch und gemütlichem Beisammensein.

Besucht uns am Lagerfeuer am 10. Oktober 2015!

Besucht uns am Lagerfeuer am 10. Oktober 2015!

Essen: Für das gemeinsame Buffet freuen wir uns über Essens-Spenden von euch. Also lasst eurer Koch- und Backlust freien Lauf und überrascht uns mit tollen Leckereien! Wir haben bisher immer ein hervorragendes und reichhaltiges Buffet zusammen bekommen und hoffe, dass auch diesmal alles wieder wunderbar klappt. Wenn jeder etwas mirbringt, ist für alle mehr als genug da! Beispiele der vergangenen Jahre: Kuchen, Salate, Pizzabrötchen, Aufstriche, selbstgebackene Brote, Säfte, …
Ihr könnt euch auch Fleisch, Gemüse und alles Grillbare mitbringen, denn der Grill wird parallel zum Lagerfeuer laufen.

DSC00191Hunde: Gern könnt ihr eure Vierbeiner mitbringen. Aber wir bitten euch darauf zu achten, dass unsere Tiere nicht gestört werden und die Hunde nicht den Kaninchen vor den Gehegen auflauern. Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und entsorgt (also bitte an die Tütchen denken) sowie Gemüse nicht angepinkelt wird.
Also, wer seinen vierbeinigen Freund mitbringt, möge bitte auch auf ihn achten.

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Anfahrt:

Auto: Wie immer bitten wir euch entweder auf das Rad oder auf öffentliche Verkehrsmittel zurück zu greifen. Unser neues Gelände liegt mitten in den Krötenbiotopen der Stadt und wir wollen natürlich den Autoverkehr minimieren. Wer doch mit dem Auto kommen sollte, den bitten wir bei der Aral-Tankstelle oder McDonalds an der Stuttgarter Straße zu parken und den Rest des Weges zu Fuß zurück zu legen. wenn ihr etwas liefern wollt, könnt ihr das gern tun aber dann bitte das Auto außerhalb am Nordfriedhof oder der Aral abstellen. Alles was zwei oder vier gesunde Beine hat, kann die Strecke laufen.
Wer von der anderen Seite kommt, findet am Nordfriedhof ausreichend Parkmöglichkeiten. Bitte parkt nicht die Straßenpoller im Gablinger Weg zu, dort muss der Bauer mit dem Trecker durch, auch am Wochenende!

ÖPNV- Öffentliche Verkehrsmittel: Straba 4 Richtung P&R Nord, Haltestelle Alpenhof, dann Stuttgarter Straße stadtauswärts laufen, unter der B17 durch und links zur Aral und McD einbiegen, dann nochmal links VOR der Bahnunterführung den Weg über die Brücke. Ihr überquert diesmal die B17, lauft noch 2x links und seid angekommen.
Bus 21 und 27 Richtung Neusäß und Rettenbergen, am Nordfriedhof aussteigen und den Talweg/Gablinger Weg ganz nach hinten durch laufen, durch die Straßenpoller hindurch und die Abzweigung links liegen lassen – also immer geradeaus dem McDonalds-Schild entgegen. Immer nur geradeaus bis der Feldweg endet – dann seid ihr da.

Fahrrad: Mit dem Rad erreicht ihr uns aus jeder Richtung. Fast immer müsst ihr am Nordfriedhof vorbei und dem Talweg, der zum Gablinger Weg wird, folgen. Durch die Straßenpoller hindurch und die Abzweigung links liegen lassen – also immer geradeaus dem McDonalds-Schild folgen. Am Ende des Feldweges, schon sehr nah an der B17, findet ihr uns auf der rechten Seite.
Über die Stuttgarter Straße radelt ihr stadtauswärts unter der B17 durch, biegt zur Aral und McD. ein und fahrt links VOR der Bahnunterführung den Weg hinauf. Ihr überquert diesmal die B17, fahrt noch 2x links und seid angekommen.

Hier findet ihr uns:

http://geoportal.bayern.de/bayernatlas/?X=5362770.00&Y=4416453.00&zoom=11&lang=de&topic=ba&bgLayer=luftbild_labels&crosshair=marker&catalogNodes=122

Die neue Farm im Juli

Hallo liebe CityFarm-Freunde,

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Der erste Nachwuchs auf der neuen Farm.

nun ist endlich der Grundaufbau der neuen Farm geschafft! Die Hütten stehen, der Garten ist in groben Zügen angelegt und die Tiere haben sich hervorragend eingelebt. Zwar gibt es immer noch richtig viel zu tun aber der schlimmste Aufbaudruck entspannt sich so langsam und wir beginnen endlich das neue Grundstück zu genießen.

Heute haben wir ein paar Infos für euch, wie es uns auf dem neuen Gelände ergeht.

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Der Boden

Es ist groß, sehr groß. Von 600 qm wechselten wir auf 1500qm, die nun auch bewirtschaftet werden wollen. Vor allem im Garten sieht man, dass wir bisher nur begrenzt Zeit für Boden und Pflanzen übrig hatten. Obwohl auch wir das wöchentliche Hacken im Garten empfehlen, konnten wir dies selbst nicht umsetzen, obwohl es dringend nötig gewesen wäre, wir wir jetzt erkennen. Schrumpfungsrisse (durch den extrem hohen Lehmgehalt im Boden) von mehreren Zentimeter Breite und bis zu 50cm Tiefe durchziehen die Farm und zeigen wie ausgetrocknet alles ist.
Da der Boden neu aufgeschüttet und ein Erdkörper in der Größe von 100 LKWs moduliert wurde, ist natürlich noch keine Struktur eines normalen Gartenbodens vorhanden. Die Erde unter unseren Füßen arbeitet, setzt sich, sackt zusammen und wird nur langsam von der Oberfläche eingewurzelt. Mit den Pflanzen und dem Wasser kommt auch das weitere Leben in Schwung, von Mikroorganismen und Regenwürmern im Boden bis hin zu bestäubenden Insekten und Wühlmäusen, auch die Risse würden weniger. Doch einer dieser Faktoren fehlt gerade, das Wasser, am besten von oben.

Wassermuli der Gärtnerei Schlegel am Nordfriedhof

Wassermuli der Gärtnerei Schlegel am Nordfriedhof

Da unter unseren Füßen vieles vergraben liegt, von dem wir besser nicht wissen wollen was es ist, können wir keinen Brunnen schlagen und Wasseranschluss gibt erst einen Kilometer entfernt. So war uns von Anfang an die schwierige Wassersituation bewusst. In einem normalen Jahr (was auch immer noch „normal“ ist) regnet es ausreichend, sodass mittels cleverer Regenwassersammelsysteme genügend Wasser für die Bedürfnisse eines größeren Gartens aufgefangen werden kann. Blöd aber, wenn es dann monatelang nicht regnet!
Dabei gießen wir schon so gut wie gar nicht, um die Pflanzen dahin zu erziehen möglichst tief zu wurzeln und sich das Wasser selbst aus tieferen Bodenschichten zu holen. Lediglich die Töpfe, Tonnen und Hochbeete benötigen ab und an zusätzliches Wasser.
Doch da die Trockenheit über dem nördlichen Augsburg schon viele Wochen andauert, ist auch in jenen tieferen Bodenschichten kein Wasser mehr gebunden. Um euch zu verdeutlichen wie prekär sie Situation ist, möchte ich euch von den schönen großen Weiden erzählen, die unseren Wegesrand säumen. Noch vor 2-3 Wochen standen die Bäume in saftigem Grün und streuten ihre Samen in weichen Fluscheln über die Farm.

Die Pflanzen danken für das Wasser! Und wir natürlich auch.

Die Pflanzen danken für das Wasser! Und wir natürlich auch.

Heute kommt eher Verwirrung auf, wenn man den Weg betrachtet und kurz nicht mehr weiß, in welcher Jahreszeit wir uns befinden. Zumindest bis der Schweiß in der Sonne wieder aus allen Poren quillt. Die stattlichen Bäume werfen in großen Mengen ihre Blätter ab, weil sie diese nicht mehr mit Wasser versorgen können und vermitteln damit einen spätherbstlichen Eindruck. Auch die Wiese nebenan, auf der wir Kaninchenfutter sensen erinnert an die gelben Steppen Zentralasiens oder an die ungarische Pußta. Man meint dort wüchse direkt das trockene Heu aus dem Boden.
In unserer Verzweiflung besuchte Benni dann die Gärtnerei Schlegel, unsere nächsten Nachbarn.
Sogleich konnte er tatkräftig mit beim Entladen eines LKWs helfen und damit einen Grundstein für gute nachbarschaftliche Beziehungen legen. Da einer Gärtnerei die Bedeutsamkeit von Wasser klar ist, organisierte Frau Schlegel sogleich den ersten Wassertransport mit dem Friedhofsmuli. In der Mittagspause und noch vor Arbeitsbeginn am morgen pumpten die guten Gärtner-Feen unsere IBC-Container am Hühnerstall voll.

So konnten wir in der letzten Woche unsere Pflanzen vor dem Vertrocknen bewahren und die ganze Farm mehrmals durchgießen. Die Zucchinis bedanken sich mit riesigen Früchten und auch die Beerensträucher, von denen einige der Weiden draußen vor dem Tore glichen, erholen sich langsam aber sicher.

Liebe Gärtnerei Schlegel, wir danken euch von ganzem Herzen für eure Hilfe und Unterstützung!

http://www.blumen-schlegel.de/

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Buntes Blühen im Garten. Wilde Ecken sind eine Bereicherung für die Artenvielfalt und man kann immer wieder ein neues Kraut entdecken.

Buntes Blühen im Garten. Wilde Ecken sind eine Bereicherung für die Artenvielfalt und man kann immer wieder ein neues Kraut entdecken.

Der Garten ist also gerettet und erstaunt stellten wir fest, dass Ackerun- und -beikräuter mit wesentlich weniger Wasser auskommen. Auch die Artenvielfalt dieser Kräuter ist beeindruckend und zeigt, dass der Boden vorher nicht rein konventionell bewirtschaftet wurde, sonst fände sich nicht eine derartige Vielfalt an Samen im Boden. Hier ein paar Beispiele, was bei uns alles wild wächst und gedeiht:

Allen voran die Ackerkratzdisteln (Cirisium vulgare), Ackergauheil (anagallis arvensis), Ackerwinde (Convolvulus arvensis), Ampferknöterich (Olygonum persicaria), Floh-Knöterich (Persicaria maculosa), Gewöhnliches Eisenkraut (Verbena officinalis ), Gewöhnliches Leinkraut (Linaria vulgaris), Gundermann (Glechoma hederacea), Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris), Klatschmohn (Papaver rhoeas), Kompasslattich (Lactuca serriola), Kornblume (Centaurea cyanus), Melde (Chenopodium album), Traubenkropf-Leimkraut (Silene vulgaris), Wilde Möhre (Daucus carota)…

Zwar legten wir schon zu Beginn die ersten Beete und Feldchen an, doch in allen anderen Ecken darf die Wildnis sprießen. Wir versuchen das Leitunkraut in den Griff zu bekommen und vor dem Aussamen zu entfernen, jedoch kommen wir nicht hinterher. Dafür blüht es überall im Garten, nicht nur die Blumenbeete locken zahlreiche Insekten an, auch die wilden Ecken bieten einen Gaumenschmaus für Hummeln, Bienen, Schmetterlinge, Heuschrecken und co.

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Unsere Tiere

Nachdem jetzt schon einige Monate seit dem Umzug verstrichen sind, haben sich unsere Zwei- und Vierbeiner gut eingelebt. Die jungen Kaninchenwelpen entwickeln sich hervorragend, die beiden neuen Riesenkaninchen (ein Geschenk unseres Imkervaters Viktor) machen ihrem Namen so langsam alle Ehre und die neu zusammengestellte Hühnerschar hat das neue Gehege und den großen Stall erobert. Doch leider gab es auch Verluste, die aber weniger dem Umzug sondern eher der hühnerischen Schusseligkeit zuzuschreiben ist. Unser wunderschöner, fürsorglicher Hahn Dino hat uns verlassen. Er muss wohl im Freudentaumel über seine riesige Hennenschar nachts von der Stange gefallen oder tagsüber beim Jagen und … derselben gestützt sein und hat sich traurigerweise ein Beim angebrochen. Wenn Hühner sich die Beine brechen, ist das genauso ein Todesurteil wie für Pferde. So mussten wir unseren langjährigen Freund von seinem Leid erlösen.

R.I.P. Du wirst uns fehlen alter Freund!

R.I.P.
Du wirst uns fehlen alter Freund!

Ruhe in Frieden Dino, dich wird kein anderer Hahn ersetzen können!

Die Hühnerschar ist seit dem ein wenig wirr unterwegs, unorganisiert, unstrukturiert und zickig. Der Unterschied ist deutlich zu sehen, selbst für CityFarmer, die sonst weniger mit den gackernden Freunden zu tun haben. Da aber über unseren Häuptern zahlreiche Greifvögel ihre Runden drehen, brauchen wir dringendst wieder einen Gockel, der die Schar zusammenhält, vor Gefahren warnt und den sozialen Frieden unter den Hennen wieder herstellt.

Zickenkrieg im Hühnerstall. Nur ein Hahn bringt wieder Ruhe auf die Stange!

Zickenkrieg im Hühnerstall. Nur ein Hahn bringt wieder Ruhe auf die Stange!

Wenn ihr jemanden kennt, der einen stolzen Gockel zu viel hat, dann meldet euch schnellstmöglich bei uns. Das sind unsere Anforderungen an den Gockel:

– groß und kräftig soll er sein/werden – auf keinen Fall ein   Zwerghahn, er wäre der Erste der von den Greifern geholt wird und die Hennen würden ihn fertig machen

– nicht aggressiv, aggressive Hähne landen auf dem Grill!

– sollte aus einer Schar mit Hahn kommen, damit ihm seine  Aufgaben klar sind – einlernen is nich

– und er soll schön aussehen, mit glänzendem Gefieder, am besten mehrfarbig

– nicht weiß, weiße Tiere werden von den Greifvögeln bevorzugt

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Bauarbeiten

Die nächsten größeren Arbeiten sollen bis Mitte August erledigt sein. Dazu gehört der Bau einer Sommerküche aus Paletten, einer Komposttoilette, eines Grillofens und diverser Gartenmöbel und Sitzecken.
Vor Kurzem entstand die Sitzecke „Ülzen“, zwischendrin nochmal teilweise vom Sturm gebeutelt, kann man nun hinten im Garten vor Sonne und leichtem Regen geschützt in der Hängematte verweilen. Schattenplätze sind noch sehr rar bei uns, eigentlich gibt es nur 2 ½ Möglichkeiten sich in den Schatten zu setzen. Strohhüte sind somit unerlässlich beim arbeiten.
Unsere Obstbäumchen müssen noch einiges an Größe zulegen, bevor deren Kronen unsere glühenden Hirne schützen. Daher freuen wir uns wie Schneekönige, wenn ihr ungenutzte Sonnenschirme oder Sonnensegel rumliegen habt, die eine neue Verwendung suchen. Wir nehmen sie euch dankend ab! Die starke Sonne von oben und der sich zusätzlich aufheizende dunkle Boden bruzeln uns tagein tagaus. Der Vorteil ist eine traumhafte Standbräune, für welche viele Menschen extra in den Urlaub fahren.

Welcome to Ülzen. Please relax and enjoy!

Welcome to Ülzen.
Please relax and enjoy!

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Zu Guterletzt hier noch der Link zu ATV, denn wir durften vor Kurzem die Farm im Flimmerkasten vorstellen.

http://www.augsburg.tv/mediathek/video/city-farm-augsburg/

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Nun denn, wir müssen wieder an die Arbeit.

Wir wünschen euch noch ein paar traumhafte Sonnentage. Die Ferien sind nicht mehr weit!

Bis bald

Euer CityFarm-Team

Aufgrund der Nachfrage hier nochmal der Spenden-Link:

https://www.betterplace.org/de/projects/25527-neuaufbau-der-cityfarm-augsburg/

Kopf in den Sand? Niemals!

Naa, wie ist es da unten?

Naa, wie ist es da unten?

Nach dem großen Anrücken der Bagger und LKWs voller neuer Erde vorige Woche, konnten wir in letzten Tagen endlich richtig auf der neuen CityFarm loslegen! Die Fahrzeuge waren insgesamt zwei Tage auf der neuen Farm unterwegs, bis das Grundstück hoch genug mit Erde aufgeschüttet war.

LKWs mit Mengen an Erde fuhren quasi im 5 - Minuten - Takt auf der neuen Farm ein und aus

LKWs mit Mengen an Erde fuhren quasi im 5 – Minuten – Takt auf der neuen Farm ein und aus

Kaum realisiert, dass der erste Grundstein jetzt endlich gelegt war, ging es auch schon los – frei nach dem bekannten Motto „Schaffa, schaffa, Häusle baua!“. Glücklicherweise hat uns das Wetter auch keinen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass man sich sogar während der Arbeit bei schönstem Sonnenschein die erste Sommerbräune zulegen konnte. Im wahrsten Sinne des Wortes waren die „Häusle“ für unsere Hühner und Kaninchen die ersten Projekte, die es zu planen und schlussendlich in die Tat umzusetzen galt. Für den Kaninchenstall wurde mit einem eifrigen Vier – Mann – Team zuerst ein großes spatentiefes Loch gegraben, um die unteren Gitter dort hinein zu setzen. Dies war notwendig, da unsere Kaninchen ja bekanntlich begeisterte Wühler sind, und sich ohne Gitter recht schnell ihren eigenen Weg durch die Farm graben würden. Die ausgegrabene Erde wurde anschließend wieder an ihren ursprünglichen Platz geschaufelt und somit auch das Fundament für den Stall gelegt. Nach tagelangem Drahten, Schrauben, Bohren und Sägen stehen also Kaninchen- und Hühnerstall – bis auf Kleinigkeiten – im Endeffekt bereit für den Umzug der Tiere, welcher dann nächste Woche stattfinden soll. Auch der Zaun, der den Auslauf der Tiere begrenzen soll, steht schon an seinem beabsichtigten Platz.

Reges Schaffen an allen Stä(e)llen

Reges Schaffen an allen Stä(e)llen

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Beim Bauen des Hühner- (links) und des Kaninchenstalls (rechts)

Dankenswerterweise hat uns das Grünordnungsamt für das Tiergehege außerdem wunderschöne Baumstämme geliefert, die sich unter anderem auch für unsere neu angelegte Feuerstelle als natürliche und bequeme Sitzgelegenheiten eignen. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal!

Angesichts des super Wetters konnten wir auf ein Lagerfeuer an der neu betonierten und verzierten Stelle natürlich nicht verzichten. Auch die Grill – Saison wurde zu diesem Anlass schon erfolgreich eingeläutet.

Gemütliche Runde um die neue Feuerstelle. Aber was passiert da drüben???

Gemütliche Runde um die neue Feuerstelle. Aber was passiert da drüben???

Nicht nur für das Reich der Tiere gingen die Arbeiten voran, auch die von euch über betterplace gespendeten Obstbäumchen konnten im hinteren Teil der Farm gepflanzt werden. In diesem Sinne: Wachset und gedeiht!

Ildi mit ihrer Schwester Franzi beim Pflanzen eines weiteren Obstbäumchens.

Ildi mit ihrer Schwester Franzi beim Pflanzen eines weiteren Apfelbäumchens, für das Franzi extra einen Kuchenverkauf auf dem Schwabmünchner Frühlingsfest veranstaltete.

Zum Abschluss noch eine kleine Anekdote: beim Aufziehen des Außenzauns ist uns bedauerlicherweise aufgefallen, dass der bestellte Zaun nicht ganz für das gesamte Gelände reicht. Da muss nun erstmal der Bauzaun ersatzweise aushelfen. Aber zumal ja jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, lassen wir uns davon nicht die Motivation und gute Laune verderben, sondern freuen uns auf die wachsende CityFarm 2.0!!!

Ein großer Dank geht auch deshalb an alle freiwilligen Helfer der letzten Woche!

Autor: Ronja B.

Wer uns finanziell helfen möchte, der kann uns über die Spendenplattform betterplace.org etwas unter die Arme greifen. Wir möchten und gern eine Komposttoilette zulegen und noch weitere 10 Obstbäume pflanzen, doch das schaffen wir nicht ohne euch!

Tausend Dank nochmals an die Spender, welche die Farm schon einen großen Schritt weiter gebracht haben!

Veranstaltungen & Workshops 2015

Nachdem wir leider immer noch auf die lang erhoffte Aufschüttung auf dem neuen Gelände warten, gibt es auf der neuen Farm bisher nur kleinere Arbeiten zu tun bis endlich die Baggerarbeiten beginnen.

Genug Arbeit auch ohne Baggerarbeiten: nach dem Retten einer Weide auf der neuen Farm

Endlich geschafft: nach dem Retten einer Weide auf der neuen Farm

Nicht abgeschreckt von der langen Wartezeit gibt’s dafür ein paar Infos über den Arbeitskreis Urbane Gärten und vor allem über die diesjährigen Veranstaltungen, die der AK und seine Mitglieder organisieren. Neben dem Wetter ein Grund mehr hochmotiviert in den Sommer zu starten!

Der Arbeitskreis ist ein Netzwerk aus mehreren kleineren sozial und ökologisch engagierten Gruppen für Gartenprojekte in Augsburg. Dazu gehören unter anderem der interkulturelle Garten Grow – Up! in Kriegshaber, die Werkstatt für urbane Intervention, das Grandhotel Cosmopolis, VOLLDABEI, das Quartiersmanagement Oberhausen, der interkulturelle Garten von Linie 3 und last but not least natürlich die City Farm. Gemeinsame Ziele sind – wie der Name schon sagt – das Gärtnern im urbanen Raum, um die Naturerfahrung auch in der Stadt erleben zu können. Dazu gehören beispielsweise Brachen zu entmüllen und dann zu bepflanzen oder einfach auch der Ideenaustausch der interessierten Bevölkerung. Hier können ganz neue Lernorte für alle Altersklassen entstehen, die schnell auch zu Orten der Begegnung und eines neuen Teilhabeprozesses werden können. Hierfür gibt es die verschiedenen Workshops, bei denen sich Bewohner von allem rund ums Gärtnern inspirieren lassen können. Sämtliche Bereiche der Stadt gewinnen somit an Lebensqualität und bieten neben dem hektischen Stadtleben einen wunderbar ausgleichenden Lebensraum. Der AK ist außerdem Teil der lokalen Agenda 21, die sich zusammen mit ihren vielen Gruppierungen für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt Augsburg stark macht.

Hier schon mal in der Übersicht alle bisher geplanten Termine des AK , bei denen wir größtenteils auch dabei sind.

Termine 2015:

April:

04.04.2015: Workshop Ökologisch Jungpflanzenanzucht @ neue CityFarm Augsburg, 10-12 Uhr

12.04.2015: Workshop Ökologische Jungpflanzenanzucht @ Grandhotel Cosmopolis, ab 13 Uhr (Ausweichtermin: 19.04.)

Im Garten des Grandhotels zeigt Euch Ildi wie Ihr schnell und einfach aus Saatgut Gemüse für Euren eigenen Balkon oder Garten bekommt.

25.04.2015: Rankhilfen aus Weiden flechten @ Jugendhaus Linie 3 Augsburg, Pfersee

Bereits im Februar haben wir schon einige Weiden geschneitelt und gesammelt. Daraus sind unter anderem Tipis und Zäune entstanden. Hier wird euch von der erfahrenen Korbflechtemeisterin Anja van Kempen gezeigt wie es richtig geht! (auch bei schlechtem Wetter)

Mai:

10.05.2015: Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt @ Grow Up Kriegshaber, Augsburg, 15 Uhr

Bei unserem beliebten Frühlingsfest wird euer (und unser ;)) Gartenherz höher schlagen. Hier findet ihr alles, was mit dem Thema Garten zu tun hat. Zum Beispiel verkaufen wir auch dieses Jahr wieder Pflanzen (bzw. Jungpflanzen). Ebenso wird es auch wieder musikalische Unterhaltung und leckeres Essen geben!

Für den Gartenflohmarkt werden noch Sachspenden gesucht. Letztes Jahr ging der Erlös des Flohmarkts an die Rechtsberatung des Grandhotel Cosmopolis. Habt ihr etwas abzugeben, dann wendet Euch gerne an urbanegaerten@gmail.com. Es kann auch eine Abholung organisiert werden!

30. 05.2015: Workshop Hängende Gärten @ CityFarm Augsburg, 10-12 Uhr

Vorgeschmack auf die das Frühlingsfest: interkultureller Garten Grow Up

Vorgeschmack auf das Frühlingsfest: interkultureller Garten Grow Up

Juni:

17.06.2015: Artenvielfalt @ Botanischer Garten, 17 Uhr

Mit Schirmherr Dieter Benkard; es werden Dokumentarfilme zum Thema Saatgut und Artenvielfalt gezeigt. Dazu gibt es ein Begleitprogramm.

Die Veanstaltung findet zusammen mit Transition Town, dem Amt für Grünordnung, der Umweltstation und dem Stadtverband der Kleingärtner statt.

28.06.2015: Tag der offenen Gartentüre @ Grow Up, 10 – 17 Uhr

Juli:

10.07.2015: Workshop Marmeladensommer @ neue Cityfarm Augsburg, 10-12 Uhr

September:

13.09.2015: Regionalvermarktertage @ Botanischer Garten

Hier werden wir Euch die Früchte unserer Arbeit zeigen und auch Saatgut wird es gegen eine Spende geben.

18.09.2015: Park(ing) Day @ ein Parkplatz in der Innenstadt

Die Planungen laufen noch, ein bepflanzter Fahrradanhänger ist aber schon der erste Geheimtipp am Park(ing) Day!

Pallet Furniture: beim Bauen neuer Sitzgelegenheiten aus alten Paletten

Pallet Furniture: beim Bauen neuer Sitzgelegenheiten aus alten Paletten

Über genauere Uhrzeiten und Orte aller Workshops und Veranstaltungen werden wir euch natürlich noch rechtzeitig informieren, genauso wie über den Stand auf unserem neuen Grundstück. Also dran bleiben! 🙂

Der Stand der Dinge Februar 2015

Tomaten, Paprika und Chilis recken sich schon der Frühlingssonne entgegen.

Tomaten, Paprika und Chilis recken sich schon der Frühlingssonne entgegen.

Wieder einmal startet der März für die CityFarmer als arbeitsreicher Monat, getreu nach der alten Bauernregel. „Viel Arbeit im März bringt Ernte im Herbst“. Auch die Jungpflanzenanzucht ist bereits im vollen Gange. Die ersten Tomaten, Paprika und Chilies spitzeln schon aus der Erde und müssen bald pikiert werden, da die fleißige Ildi über den gesamten Winter beharrlich auf Tauschbörsen im Internet und im Gespräch mit Privatpersonen Saatgut gesammelt hat. Diese Vielfalt von Formen und Farben wartet nur auf Erde, Licht und Wärme, um einer weiteren Generation von seltenen Gemüsesorten das Leben zu schenken. Seit Wochen packen wir allabendlich Saatguttütchen, die zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten abgegeben werden sollen. Auf einer Lehrerfortbildung zum Thema Schulgärten konnten wir den Lehrkräften sowohl Inkagurken als auch Wildtomaten als „essbares Klassenzimmer“ schmackhaft machen. Zudem planen die CityFarmer auf dem Frühlingsfest im Interkulturellen Garten „Grow upan der Reeskaserne wieder einen Stand mit ausgefallenen Kleinoden. Ihr könnt euch schonmal den 10. Mai notieren. Nähere Angaben zu Uhrzeit und Programm folgen Ende dieser Woche.
Hier ein kleines Filmchen vom BR zum Thema Saatgutvielfalt.

Auch wir haben noch einiges an Saatgut zum Abgeben da. Wer sich für Inkagurke (groß und klein), Indische Netzgurke, Forellenbohne, Winterkopfsalat, Deutscher Bertram, verschiedene Tomatensorten (Fleisch- und Cherryformen), Baumspinat, Erbsen, Russische Honigzucchini, Miltomate (sowas wie Wonderberry), Hokkaido oder den Muskatkürbis vom Komposthaufen interessiert, der darf uns eine EMail schreiben. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag für die Farm, geben wir euch gerne etwas ab. Auch bei speziellen Wünschen fragt uns einfach, denn noch nie war unsere Saatgutsammlung so groß! Vielleicht hat sogar jemand Lust und Zeit uns beim Vermehren diverser Sorten zu helfen?

cityfarmaugsburg@gmx.de

Das erste Lagerfeuer an der neuen CityFarm. Wir wollen endlich richtig loslegen!

Das erste Lagerfeuer an der neuen CityFarm. Wir wollen endlich richtig loslegen!

Über den Stand unseres Umzuges gibt es nicht allzu viel zu berichten. Der ist bis auf wenige Kleinigkeiten abgeschlossen. Mit wachsender Ungeduld warten wir auf die Aufschüttung des neuen Geländes im Gablinger Weg. Leider werden wir Woche für Woche, mal wegen schlechtem Wetter, dann wieder wegen anderer anstehender Arbeiten von der beauftragten Firma vertröstet. Aus Verzweiflung begannen wir letztes Wochenende in Leichtbauweise Hochbeete und Kaninchengehege zu basteln. So können wir sobald die Erdarbeiten beendet sind, sofort loslegen. Herzlichen Dank an die vielen Ehrenamtlichen die mit uns den wahrhaft anstrengenden Umzug bestritten haben. Allein der Kompost und die Erde waren 16 Anhänger voll von Hand gefüllt, die wir mehr oder minder überladen quer durch Oberhausen gezogen haben. Und einen einzigartigen Seecontainer aus Holz konnte zudem, von Benni in mühevoller Handarbeit in Einzelteile zerlegt, aus München herangeschafft werden. Er wird unser neuer Delux-Hühnerstall werden.
Zum Glück dürfen wir auf dem alten Grundstück ein paar Wochen länger mit unseren Tiere bleiben. Doch trotzdem drängt die Zeit, denn wir warten nun schon mehr als einen Monat auf die Erdarbeiten.

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Unser CityFarm-Zuwachs Hündchen Kira der Rasse Puli.

Zu etwas Erfreulicherem. Unsere kleine CityFarm Familie wird Zuwachs bekommen. Neben einer zusätzlichen Schar Augsburger Hühner, die sobald das neue Gelände eingezäunt ist, kommen sollen, ist ein weiterer Vierbeiner zu uns gestoßen. Die kleine Kira. Ein schwarzes Wollknäul der Rasse Puli aus Ungarn, die wir aus einer Tötungsstation über die Tierschutzorganisation Pro4Pet haben retten können. Da Ronja langsam aber sicher in die Jahre kommt, wird Kira von Ildi langsam an das Leben als Begleithund für Kindergruppen herangeführt. Anfangs ängstlich, scheu und ein wenig verstört von der langen Reise öffnet sie sich Tag für Tag ein wenig mehr und entwickelt sich zu einem aufgeweckten, äußerst intelligenten Hündchen. Die Freude mit ihr lenkt uns ein wenig vom nervenaufreibenden CityFarm-Umzug ab.

Unsere Spendenaktion über betterplace ist für uns ein riesiger Erfolg und wir danken allen Menschen, die uns dort unterstützen. Bisher haben wir das Geld für die neuen Gehege, 10 Hühner und ca. 12 Spindelobstbäume zusammen! Nun fügen wir noch einen neuen Bedarf ein, denn wir möchten endlich eine CityFarm mit Toilette! Natürlich soll es eine ökologisch sinnvolle Trockentoilette von Biolan sein und zwar die Populett 200.
Wer uns bei der Anschaffung dieser helfen möchte, hier der Link zur Aktion:

https://www.betterplace.org/de/projects/25527-neuaufbau-der-cityfarm-augsburg/

Bald wacht die kleine Dame über die neue CityFarm.

Bald wacht die kleine Dame über die neue CityFarm.

Schaffa, schaffa, Häusle baua!

Hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten und den Fortgang der Arbeiten!

Hüttenabbau im Sonnenschein auf dem Ausstellungsgelände des Mahler Baumarkts.

Hüttenabbau im Sonnenschein auf dem Ausstellungsgelände des Mahler Baumarkts.

Vor wenigen Wochen grübelten wir noch, wo wir unseren ganzen Krempel wetterfest lagern können, da uns noch die Möglichkeiten fehlten. Nachdem wir aus Paletten eine Werkstatthütte bauten, ergab sich kurz darauf die Chance vom Bauwaren Mahler GmbH & Co. KG in Augsburg zwei wunderbare Hütten mit den klangvollen Namen „Malta“ und „Australien“ erstehen zu können. Als Ausstellungsstücke waren sie dank einer Förderung der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis für die CityFarm erschwinglich. An einem Wochenende schafften wir mit vielen Helfern die zwei Hütten auf der Ausstellungsfläche ab und an der neuen Farm wieder auf zu bauen. Abends konnten wir uns sogar schon am Feuer aufwärmen, denn unser kleiner Ofen zog gleich mit ein.

Leider waren unsere Arbeiten geprägt von wechselnden Wetterextremen mit kleinen und größeren Rückschlägen. An einem großangelegten Umzugswochenende rieselten ca. 40 Zentimeter Neuschnee auf unser Haupt, gerade dann als der erste Schwung kleiner und riesiger Blumentöpfe die Reise in den Gablinger Weg antraten. Mit allen Eskapaden, von im Schnee gestrandeten Autos, Knöchel tiefem Schlamm bis zu Eiszapfen im Bart, gab der Winter Vollgas.

Das Aufwärmen am Ofen war bei dem Wintereinbrung dringend nötig, um die Eiszapfen aus dem Bart zu tauen.

Das Aufwärmen am Ofen war bei dem Wintereinbrung dringend nötig, um die Eiszapfen aus dem Bart zu tauen.

In der Woche darauf, der ein oder andere mag sich an das Sturmtief „Elon“ Anfang Januar erinnern, hatte sich die weiße Pracht in glitschig braunen Schlamm ausgelöst. Im Gegenzug bescherte uns Mutter Natur Windböen, denen unsere mehr und weniger provisorischen Hütten nicht standhalten konnten. Provisorisch deshalb, weil wir noch auf die Aufschüttung unseres eigentlichen Geländes warten. Denn auf ein Gelände mit Altlasten müssen mindestens 35cm aufgeschüttet werden, bevor Kinder darauf spielen dürfen, denn angeblich graben diese im Durchschnitt nicht tiefer als diese 35 cm. Ob die Kinder das auch wissen?

Der Sturm hatte wohl Spaß mit unserem Hüttendach. Zum Glück blieb es einigermaßen heil und an einem Tag konnten alle Dächer repariert werden.

Der Sturm hatte wohl Spaß mit unserem Hüttendach. Zum Glück blieb es einigermaßen heil und an einem Tag konnten alle Dächer repariert werden.

Wenn uns in diesen Tagen nur die Dachpappe um die Ohren geflogen wäre, hätte sich Benni nicht sofort bei nachtschlafender Zeit aufraffen müssen Notreparaturen durch zu führen. Als sich dann aber ganze Dächer verabschieden, mussten wir nach einem frühmorgentlichen Anruf von unserem fleißigen CityFarmer Armin, Schadensbegrenzung betreiben, da der Inhalt der Hütten auf keinen Fall nass werden sollte. Blöderweise hatte der Sturm ordentlichen Spaß mit einem Dach und wirbelte es kurzerhand auf Ildis sorgfältig abgedeckte und eingepackte Pflanzen. Zum Glück litten nur ein paar Rosenstöcke, der Rest blieb glücklicherweise verschont.

Vergangenes Wochenende schufteten zahllose Hände abermals und leisteten Unglaubliches! Das alte Gelände ist nicht mehr wieder zu erkennen. Es stehen von uns nur noch das Hühnerhaus, die Bienen, ein Kaninchengehege und der Komposthaufen. Alles andere wurde abgebaut und zum neuen Gelände transportiert.

An dieser Stellen möchten wir Roswitha Kugelmann vom Contact in Augsburg e.V. herzlichst danken, denn sie stellte uns bei jedem Arbeitseinsatz einen großen Sprinter zu Verfügung.

Vier Sprinterfuhren waren es allein für den Umzug der Pflanzen.

Vier Sprinterfuhren waren es allein für den Umzug der Pflanzen.

Unser provisorisches Farmgelände 2.0 ist mittlerweile recht vollgestellt und von gemütlicher CityFarm-Atmosphäre noch so gar nichts zu spüren. Der Umzug an sich ging schneller vonstatten, als wir erwartet hatten. Doch nun müssen wir uns in Geduld üben, denn ohne die Erdaufschüttung sind uns die Hände gebunden.
Diese sollte eigentlich schon Mitte Januar beginnen, doch bisher tut sich gar nichts. Wir wissen nicht einmal, ob die Erde bis Ende Februar kommt oder sich alles bis in den März verzögert.
Auch das stellt uns wieder vor Herausforderungen, die nicht einfach zu lösen sein werden.

Wann dürfen wir umziehen?

Wann dürfen wir umziehen?

Sollte der schlimmste Fall eintreten und die Aufschüttung erst im März oder später erfolgen, müssen wir unsere Tiere irgendwo zeitweise unterbringen. Es handelt sich um 5 Hennen plus den Hahn Dino und 4 Kaninchen (2 Männchen, Scarface und seine Urmelie, die zusätzlich auch noch einen Wurf Junge hat). Nun kann man die Hoppelgesellen nicht einfach in einen kleinen Käfig sperren und mit in die Wohnung nehmen. Sie würden dort ihr Winterfell verlieren, sich dadurch später erkälten und hätten keinen Platz ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.
Was also tun? Wir wissen es noch nicht und hoffen erst einmal, dass dieser Fall nicht eintritt.

Im optimalsten Fall können wir im März mit dem Aufbau der richtigen CityFarm Augsburg 2.0 beginnen. Dies bedeutet, dass noch im Februar die Erdarbeiten abgeschlossen werden müssten.
Für den Neustart konnten wir auch schon mehrere Praktikanten an der Universität Augsburg gewinnen, die uns unter die Arme greifen werden die neue Farm wachsen zu lassen.

Unsere erste Skizze wie die neue Farm aussehen könnte!

Unsere erste Skizze wie die neue Farm aussehen könnte!

Zuerst müssen wir dann einen Zaun um das ganze Gelände ziehen und das Tiergehege umzäunen. Dafür werden wir ca. 200 Meter Maschendrahtzaun benötigen. Nachdem die Tiere eingezogen sind (Hühnerstall + 2 Kaninchengehege), werden wir uns dem Anlegen des Gartens widmen.
Dazu zählt auch die Pflanzung von Spindelobstbäumen. Leider können wir nur kleinwüchsige Obstbäume setzen, da diese niedrig wurzeln und im Notfall wieder ausgrabbar sind. Spindelobst wird je nach Baumart ca. 3 Meter hoch und ebenso entsprechend ausladend. Sie sind also geeignet, um Schattenplätze für Mensch und Tier zu schaffen, die auf der kahlen Fläche dringend notwendig sein werden. Und sie sollen ein (wenn auch nur dürftiger) Ersatz sein, für die wunderbaren alten Obstbäume die wir schweren Herzens auf der alten Farm zurück lassen müssen.

Da haben wir uns viel vorgenommen und wissen auch, dass es ohne die Hilfe unserer CityFarm-Freunde und Unterstützer kaum umsetzbar ist.

Nach einigen Anfragen wie uns geholfen werden kann, haben wir eine Spendenseite eingerichtet, auf der ihr entweder für die Anschaffung des Zaunes oder für die Obstbäume spenden könnt. Zudem haben wir auch unsere Bedarfsliste aktualisiert. Bedarfsliste.
Natürlich seid ihr eingeladen euch anzuschauen, wo eure Spende was bewegt und selbst einen Baum zu pflanzen.

Hier gehts zu betterplace.org:

Jetzt Spenden für „Neuaufbau der CityFarm Augsburg“
bei unserem Partner betterplace.org

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Mit einer Träne im Auge verabschieden wir uns von den urigen Obstbäumen auf der alten Farm. Auf der neuen wollen wir Spindelobstbäume setzen.

Mit einer Träne im Auge verabschieden wir uns von den urigen Obstbäumen auf der alten Farm.
Auf der neuen wollen wir Spindelobstbäume setzen.

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Einladung zum Arbeitseinsatz am 01.12.2012

Verfrühter Wintereinbruch im Oktober.

Verfrühter Wintereinbruch im Oktober.

Der Winter steht vor der Tür und wartet nur auf ein Schlupfloch endlich unsere Gärten mit zartem Puderzucker überstreuen zu können. Auch die erste kalten Nächte haben wir schon hinter uns und auch die ein oder andere Schneeflocke verirrte sich schon nach Augsburg.
Momentan aber scheint die Sonne, im Augenblick zumindest, denn der Augsburger Herbst ist meist von dickem Nebel geprägt. Nachts entsteigt er unseren Flüssen und tagsüber setzt der graue Dunst sich als Hochnebel fest. Tagelang sehnen wir dann einen Sonnenstrahl herbei und mummeln uns am Abend in kuschelige Decken.
Die gemütliche Jahreszeit hat begonnen und auch wir genießen die kürzeren Tage und die Zeit Dinge zu tun, die das restliche Jahr über liegen bleiben mussten. Beispielsweise holte Benni seinen Speckstein wieder aus dem Keller und Ildi häkelt an einem Schal. 

Wer von euch uns im letzten Jahr schon begleitete, kann sich aber sicher auch an die zahlreichen Arbeitseinsätze erinnern bei denen wir das Grundstück auf Vordermann gebracht haben. Denn der Winter ist für uns die Zeit der Bau- und Bastelarbeiten. Wer sonst das ganze Jahr über täglich draußen ist, den hält es im Winter nicht drinnen. Wie wir alle wissen, gibt es keine schlechte Jahreszeit – nur unpassende Kleidung.
So auch im vergangenen Wintern. Im Mai entstand dann spontan der letzte Einsatz, als plötzlich ca. 10 Leute vor der Tür standen und arbeiten wollen. Unsere Freunde von der Bikekitchen in großer Zahl mit dabei.

Stefan von der Bikekitchen und sein Tallbike  auf dem Heimweg vom Arbeitseinsatz auf der CityFarm.

Stefan von der Bikekitchen und sein Tallbike auf dem Heimweg vom Arbeitseinsatz auf der CityFarm.

Nun wollen wir diese Tradition fortleben lassen und die CityFarm über den Winter gemeinsam weiterentwickeln. Es haben sich schon viele Ideen und Pläne angesammelt die es nun in die Tat umzusetzen gilt. Die letzten Wochen bereiteten wir das Gelände auf die kalte Jahreszeit vor. Die CityFarm ist nun weitgehend winterfest und scheint schon jetzt unter einer Decke aus Laub zu schlafen.

Name: Tengo, Hobby: im Gemüsegarten scharren, picken und krähen.

Name: Tengo (R.I.P. 24.11.), Hobby: im Gemüsegarten scharren, picken und krähen.

Zumindest solange bis die Hühner auf das Dach ihrer Hütte, von da aus auf den Apfelbaum und dann hinunter in den Garten flattern. Dort wird erst einmal etwas gepickt und gescharrt aber das Ziel liegt ganz woanders: im Gemüsegarten. Die Beete haben von uns ein Mäntelchen aus Laub bekommen, in dem sich natürlich viele Insekten einquartiert haben. Auf die hat unsere Gackerbande es abgesehen. Schwubs sind sie hinten um die Hütte herum und zerwühlen was zu finden ist. Ildi ist im Hühnerscheuchen schon ganz routiniert und koordiniert die Frechdachse zurück ins Gehege. Es wäre ja nicht so wild, dass die Hühner hinten frei herumlaufen, wenn sie nicht immer in den Gemüsegarten kämen.

Auf der anderen Seite der CityFarm hoppeln unsere Kaninchen in ihren Gehegen und freuen sich über die kühlen Temperaturen. Die Rasse der Russenkaninchen verträgt Kälte viel besser als Hitze. Dementsprechend aktiv sind sie, rennen, graben und buddeln sich Winterhöhlen und nagen mit Hingabe den Apfelbaumschnitt ab. Ihr unglaublich dickes weiches Winterfell ist ein perfekter Schutz gegen nächtliche Minusgrade.
Nur wenn es regnet sitzen sie beleidigt in ihrem Stall, denn auf eine Schlammschlacht haben sie keine Lust.
Das sind zwei Aufgaben, die wir auf unserem Arbeitseinsatz lösen wollen. 

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Deshalb laden wir euch herzlichst ein am 01.12.2012 ab 10 Uhr mit uns auf der CityFarm Augsburg zu werkeln, zu basteln und Spaß zu haben!

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Die Kaninchen sollen ein Dach aus durchsichtigen Wellplatten bekommen und gegen die Hühnerbande soll ein Zaun aus beweglichen Feldern gebaut werden. Wir hatten über den Sommer versuchsweise einen Maschendrahtzaun an selber Stelle und dieser hielt die Hühner hervorragend vom Gemüsegarten fern. Auch zwischen frei hoppelnden Kaninchen und dem Salat stellte er eine gute Sperre dar. Aber zu viele von euch sind in ihrer Freude, im Rennen oder einfach aus Schusseligkeit drüber weg gepurzelt, sodass nun etwas richtiges her muss. Verletzt hat sich zum Glück niemand, selbst der kleine Noah, der einen äußerst kreativen Stunt über den Maschendrahtzaun hinlegte, kam mit dem Schrecken davon.

Ein Dach für Scarface muss her!

Ein Dach für Scarface muss her!

Weiterhin müssen wir dringend den Kompost umsetzen, damit nächstes Jahr guter Humus für das Gemüse entsteht. Dazu werden die vier Komposthaufen zu einem großen Kompost neu geschichtet. So kommt Sauerstoff in den Rohhumus, das Bodenleben wird aktiviert und damit der Umsetzungsprozess optimiert und beschleunigt.

Aber es gibt noch mehr Baustellen und je nachdem wie viele von euch sich entschließen einen Tag mit uns zu verbringen, können wir auch noch das Gewächshaus beginnen zu bauen oder eine Plattform als Sitzfläche in den Apfelbaum zimmern. …

Natürlich ist wie immer für das leibliche Wohl aller gesorgt. Als Schmankerl wird es einen Kesselgulasch über dem Feuer geben. Auch die Hängematte und die Wärme des Feuers laden wieder zum pausieren ein. Flo hatte mal bemerkt, wir sollten vielleicht nicht mit der Hängematte zum Arbeitseinsatz einladen. Doch wir tun es immer noch, denn sie gehört mittlerweile zu jeder Aktion dazu!

Pause auf einem der vergangenen Einsätze im März 2012!

Nun kommet denn reichlich, damit viel Werk wird geschafft und die ganzen Leckereien alle werden. Wir freuen uns auf euch!!!!!

Neueröffnung: Das Insektenhotel auf der CityFarm!

Endlich haben wir einen neuen Artikel für euch! Leider war für uns freie Zeit in den letzten Wochen so gut wie gar nicht vorhanden. Nun aber, so langsam, entspannt sich der volle Terminplan und wir haben wieder Zeit zum Schreiben. Heute stellen wir euch unser neues Insektenhotel vor!

Das neue Insektenhotel

Das neue Insektenhotel

Seit mehreren Monaten wartete ein Rohgestell mit Dach darauf zu einem großen Insektenhotel ausgebaut zu werden. Gern wollten wir dies mit einer Kindergruppe umsetzen aber es hat sich einfach nicht ergeben. Vielleicht entsinnt ihr euch, das Gestell steht am Tierfriedhof in der Nähe der Lagerfeuerstelle und diente bisher nur als Abstellplatz.

An einem schönen Herbsttag vergangene Woche, als Benni den ganzen Tag Holz sägte, machte sich Ildi daran die Behausung gemütlich einzurichten. Schließlich naht die kalte Jahreszeit und unsere kleinen Nützlinge brauchen Überwinterungsmöglichkeiten.

Wieso eigentlich? Finden die Insekten denn keinen Unterschlupf mehr? Und weshalb müssen wir diesen Krabbelviechern eigentlich helfen?
Das will ich versuchen zu erklären. Viele von euch kennen den Nutzen der Tierchen aber für einige sind es immer noch nur lästige Krabbeltiere.

Gerade in der Stadt sind die Möglichkeiten für Tiere sehr begrenzt. Bestes Beispiel ist der Igel, als Kulturfolger findet er im städtischen Bereich nur wenig Lebensraum. Deshalb müssen wir den Tieren helfen. Der Mensch hat über tausende Jahre in die Naturlandschaft eingegriffen und große Veränderungen bewirkt, er hat sich seinen Lebensraum selbst gestaltet und dafür vielen anderen den Lebensraum genommen.

Nützling im Garten - Die Hummel

Nützling im Garten – Die Hummel

Doch erst mit Einsatz chemischer Mittel wie Pestizide, Herbizide oder Kunstdünger im Acker- und Gartenbau wurden die Lebensräume der Insekten und anderer Tiere stark reduziert. Dazu kommt die Aufräumwut der Menschen, der zum Beispiel Totholzhaufen oder offen liegende Lehmtrockenhänge zum Opfer fallen.
In der Stadt zeigt sich das in der Umwandlung einst artenreicher, bunter Gemüsegärten in artenarme Rasen-Thuja-Gärten. Die Vereinheitlichung der Gärten erfolgte im Zuge des Wirtschaftswunders der 50er Jahre. Die klassische, kleinbäuerliche Landwirtschaft wurde nun als rückständig betrachtet und gezielt aus dem urbanen Raum heraus geplant.

In den 50ern rückständig - heute fortschritlich: Ernährungssouveränität in der Stadt

In den 50ern rückständig – heute fortschrittlich: Eier und Gemüse – Ernährungssouveränität in der Stadt

Denn die unerwartet rasante, wirtschaftliche Entwicklung Westdeutschlands zu einer Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft vermittelte den Stadtbewohnern ein Gefühl der Entbehrlichkeit eigener Nahrungsmittelproduktion. Der moderne Fortschritt brachte den Menschen Bequemlichkeit und saubere Hände. Pflegeleicht und sauber sollte er sein, der moderne Garten.
Die zu jeder Zeit entstandene industrielle Landwirtschaft belieferte die Lebensmittelmärkte mit billigen Nahrungsmitteln, sodass keine Notwendigkeit zur Selbstversorgung mehr bestand. Auch heute noch liefert die Agrarindustrie viel zu billige Lebensmittel aus lebensunwürdiger Massentierhaltung, mit starken Giften behandelten Monokulturen und genetisch veränderten Organismen. Das alles geschieht auf Kosten unserer und anderer Gesundheit, Ethik und Moral verschwinden unter einem Berg aus Kapital und die lebenswichtigste Ressource der Menschen, ihrer Ökosysteme, werden zerstört.

Damals dachte natürlich noch keiner daran, dass mit dieser Entwicklung auch der Lebensraum vieler Tiere verschwand und auf Dauer auch die Nützlinge darunter leiden würden, wie uns das weltweite Bienensterben momentan deutlich vor Augen führt. Die Bestäubungsleistung von Insekten macht übrigens 23 % der Gesamtagrarproduktion aus. Also jene Pflanzen, die ihre Früchte nur tragen, wenn sie von Insekten bestäubt werden. Sein einigen Jahren breitet sich nun ein Kollaps der Bienenvölker aus, auch Colony Collapse Disorder genannt. Betroffen sind aber nicht nur Honigbienen, sondern auch Wildbienen.
Die Ursache des Bienensterbens ist wahrscheinlich eine Mischung aus verschiedenen Faktoren, wobei Pestizide und andere chemische Giftstoffe eine tragende Rolle spielen. Wissenschaftlich ist es jedoch noch nicht ganz geklärt. Wobei die Wissenschaftler auch nicht mehr unabhängig forschen, sondern mit ihren Studien die Meinung der Geldgeber unterstützen. Wenn die Agrarindustrie nun Forschungen zum Bienensterben in Auftrag gibt, ist klar dass Pestizide als Ursache widerlegt werden sollen. Wer das Geld hat, hat leider auch Macht und damit Recht – so funktioniert unsere Politik und Wirtschaft.

Menschliche Ersatzbestäuber

Menschliche Ersatzbestäuber

Quelle: Apinews.com aus Argentinien
Foto: Li junsheng /Imaginechina
Zeitungsartikel in Europa: [www.guardian.co.uk]

Wohin es führt, wenn keine Bienen mehr existieren, hat schon Einstein erkannt:
Wenn die Bienen verschwinden, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Selbst wenn es zehn Jahre sein sollten, haben wir Menschen ein Problem. Die Auswirkungen des Bienensterbens kann man schon in China beobachten. Dort müssen die Apfel- und Birnenbäume von Hand bestäubt werden. Doch die menschlichen Bienen schaffen kaum einen Durchschnitt von 3000 Blüten am Tag.

Wer zieht hier wohl bald ein?

Wer zieht hier wohl bald ein?

Aber wieder zurück in den Garten. Dort finden wir weitere wichtige Nützlinge zum Beispiel Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer. Sie arbeiten als Bestäuber, damit wir all die leckeren Früchte genießen können und als kostenlose biologische Schädlingsbekämpfer. Zum Beispiel fressen Ohrenkneifer Blattläuse. Finden sie einen passenden Unterschlupf, sind sie in der Lage in wenigen Tagen einen kompletten Pfirsichbaum vom Läusebefall zu befreien. Auch bei uns auf der CityFarm hängen überall kleine Ohrwurmhäuschen. Probleme mit Blattläusen hatten wir kaum und verirrte sich doch mal die ein oder andere an die Chilis, kam Benni mit seiner stinkenden Brennesseljauche daher. Zusätzlich sammelte er Marienkäferlarven und gab ihnen im Gemüsegarten ein neues zu Hause. Im neuen Insektenhotel haben all diese kleinen Freunde eine Überwinterungsmöglichkeit gefunden.

Aber nicht nur für die nützlichen Krabbeltierchen ist das Insektenhotel da, sondern auch für alle neugierigen großen und kleinen Naturforscher.
Mit ein wenig Kreativität sind den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt. Wer aufmerksam durch die Natur läuft, kennt die Lieblingsverstecke der Insekten und kann passende Materialien sammeln. Ildi nutzte Ziegelsteine, Holzklötze, Äste und Reisig, verschiedene Nadelbaumzapfen, Kastanien, Schilf, Hächselabfälle, Stroh, Eierpappe, Blumentöpfe aus Ton und alte Vogelkäfige.

Noch Zimer frei im Insektenhotel!

Noch Zimer frei im Insektenhotel!

Auch die Ausbruchshühner fanden die Aktion sehr spannend. Neugierig steckten sie ihre Köpfchen in alle Kisten, Beutel und Töpfe in der Hoffnung irgendwo ein Käferchen zum picken zu finden. Besonders beliebt bei der Gackerbande war das gehächselte Holz. Dort hatten sich schon ein paar Kellerasseln und Hundertfüßler gemütlich eingerichtet, die nun als Leckerbissen herhalten mussten.

Hui, ein Buffet! - dachte sich Apollo 13 (so heißt das Huhn)

Hui, ein Buffet! – dachte sich Apollo 13 (so heißt das Huhn)

Obwohl es schon ganz schick aussieht, ist das Insektenhotel noch nicht ganz fertig. Die Ziegel müssen noch mit Lehm bestrichen und Löcher in die Holzklötze gebohrt werden. Einige der Insekten, zum Beispiel die Seidenbiene benötigen den Lehm, um ihre Nisthöhlen anzulegen. Vielleicht hast du ja Lust mit Lehm zu panschen und das Hotel fertigzustellen?
Wir freuen uns Freitags und Samstags Nachmittag auf deinen Besuch, denn ab 13 Uhr ist die Gartentüre für euch geöffnet!

Ildis Kumpel die Kellerassel

Ildis Kumpel die Kellerassel