Archive for the ‘Saatgut’ Category

Saatgutfest 05. März 14-18 Uhr

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Willkommen!

Liebe CityFarm-Freunde,

der offizielle Startschus in die Saison ist wie jedes Jahr unser Saatgutfest auf der CityFarm Augsburg.
Am 05. März ab 14 Uhr heißen Euch die Farmer willkommen und schüren das Lagerfeuer. Wir werden zudem wieder ein gemeinsames Buffet aufbauen und möchten Euch bitten einen kleinen leckeren Beitrag zu leisten. Wenn jeder etwas mitbringt, haben wir eine große Vielfalt an Leckereien und alle werden satt!

Beispiele: Kuchen, Salate, Grillzeug, Aufstriche, Brot oder Semmeln, Brezen, Suppen,
Humus, Speisen mit oder ohne tierische Produkte, Eingelegtes, Eingemachtes, …

Mit etwas Glück wird uns das Wetter 2017 hold sein und nicht mit eisigen Regenschauern auf uns niederprasseln. Sollte es doch wieder so kommen, lasst Euch gesagt sein: Das Fest wird bei jedem Wetter veranstaltet. Treue Gäste wissen bereits, dass sich eine dem Wetter entsprechende Bekleidung als unabdingbar erweist.
Neben dem wärmenden Lagerfeuer halten wir heiße Getränke für Euch bereit.

Saatgutbörse

Wir bieten euch eine recht ansehnliche Auswahl an Saatgut, welches wir u.a. 2017 vermehren konnten z.B. 11 Tomatensorten, Asia-Salat „Moutare Rouge Metis“, Lippischer Braunkohl, Goldene Beete, verschiedene Bienenpflanzen, …

Wer die Saat hat, ...

Wer die Saat hat, …

Die Börse funktioniert so:

Wenn vorhanden bringt Euer Saatgut in kleinere Einheiten verpackt zum Tausch mit. Es ist dringend erforderlich, dass die Samen in kleinere Tütchen verpackt werden, denn die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Selbstabpackstationen leider nicht funktionieren.
Entsprechend der Menge eures mitgebrachten Saatgutes dürft ihr euch an den Angeboten bedienen.

Wer nichts zum tauschen hat, der kann Saatgut gegen Spende erstehen. Ihr gebt dann das, was Euch unsere Arbeit und das Saatgut wert sind. Wir vertrauen auf Eure Ehrlichkeit und Fairness!

An dieser Stelle nochmals der Hinweis an alle Sortenpaten und Interessierte am Thema Saatgutvermehrung. Um 15 Uhr hält Ildi eine kleine Einführung zum Thema Vermehrung von alten und seltenen Gemüsesorten. Treffpunkt ist der Saatgutstand.

Allgemeines

Bitte leint für uns Eure Hunde auf der Weide an.

Bitte leint für uns Eure Hunde auf der Weide an.

Wir möchten zudem wie immer darauf hinweisen, dass Eltern auf Ihre Kids aufpassen müssen (Aufsichtspflicht). Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, auf welche man nicht hinweisen bräuchte. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder unsere Tiere jagen, in den Gehegen rumschreien, nach den Tieren schlagen oder Pflanzen im Garten ausreißen.

Auch dürft Ihr gern Eure Vierbeiner mitbringen. Wir bitten euch darauf zu achten, dass unsere Tiere nicht gestört werden. Leinenpflicht gilt im Gemüsegarten und allen Gehegen, wie auch auf der Schafweide!. Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und entsorgt (also bitte an die Tütchen denken).

Der Hühnerbereich ist leider aktuell für Besucher gesperrt, da wegen der Vogelgrippe noch immer Stallpflicht gilt und Betriebsfremden der Zutritt zu den Stallanlagen untersagt ist. die Toilette ist daher NUR über den Gemüsegarten erreichbar!

Zeige den CityFarmer in Dir mit einer unserer tollen Baumwolltragetaschen.

Zeige den CityFarmer in Dir mit einer unserer tollen Baumwolltragetaschen! Premiere auf dem Saatgutfest!

Anfahrt mit dem Auto:

Wir bitten euch das Auto an der Aral-Tankstelle, in der Stuttgarter Straße oder auf dem großen Parkplatz am Nordfriedhof abzustellen und die restliche Strecke zu laufen.Nur wer etwas zu liefern hat oder sehr schlecht zu Fuß ist, darf kurzzeitlich parken.

Das Parken an der Farm ist, außer für Mitwirkende, nicht erlaubt! Unser neues Gelände liegt mitten in den Krötenbiotopen der Stadt Augsburg und wir wollen den Autoverkehr minimieren. Wenn ihr etwas liefern wollt, könnt ihr das gern tun aber dann bitte das Auto außerhalb parken. Alles was zwei oder vier gesunde Beine hat, kann die Strecke laufen. Bitte parkt nicht die Straßenpoller im Gablinger Weg zu, dort muss der Bauer mit dem Trecker durch, auch am Wochenende!

Fahrradparkplätze sind dagegen unbegrenzt vorhanden!

Anfahrt
GoogleMaps-Link Anfahrt

Unter Über uns/Kontakt findet Ihr die Wegbeschreibung für alle die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Radl kommen.

Wir sehen uns am 05. März!

Wir sehen uns am 05. März!

W.

Planungen für 2017 – Vermehrer für alte und seltene Gemüsesorten gesucht!

Termine

Auch dieses Jahr wieder im Angebot: Schmieden mit Detlef.

Auch dieses Jahr wieder im Angebot: Schmieden mit Detlef Sahm.

wir haben für Euch unsere Termine 2017 online gestellt.
Vergangenes Jahr kamen vor allem die Schmiedekurse mit Detlef Sahm sehr gut an, sodass wir diese auch heuer weiterführen wollen.
Neben den Kursen für Kinder- und Jugendliche wird es auch einen Schmiedekurs für Erwachsene (Termin steht noch nicht fest) geben.
Auch unser Workshop-Klassiker „Marmeladensommer“, sowie die Saatgutbörse finden 2017 wieder statt. Das Highlight des Jahres wird unser „Heufest“ im Juli mit Sensenwettbewerb, Wollworkshop und einem spannenden Rahmenprogramm. Wer Interesse hat auf dem Fest mitzuwirken, sei es mit einem Stand, einer Kinderaktion oder Ähnlichem, darf sich gern schon jetzt bei uns melden.

Marmeladenmassenproduktion auf der CityFarm.

Wordshop „Marmeladen, Käuter und co“ am 09. Juli 2017 mit unseren Profis Nini und Ildi.

Das CityFarm-Buch

Es ist geschafft! Wir haben 100 Fans im Crowdfunding für unser Buch „Urban Gardening mal anders“ erreicht!
Nun erfolgen die letzten Entscheidungen, welche Fotos das Buch zieren werden. Nach einem letzten Lektorat geht es dann in den Druck und im Sommer halten wir dann endlich das erste CityFarm-Büchlein in der Hand. Wir danken alle, die uns unterstützt und an das Buch-Projekt geglaubt haben!

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Gartenplanung

Obwohl der herrliche Winter den Garten mit einer weißen Decke eine Ruhepause aufzwang, waren doch die Planungen für das kommende Gartenjahr und die Vorbereitung der Saatgutbörse am 05. März in vollem Gange.

Wer die Saat hat, ...

Wer die Saat hat, …

Neben dem Abpacken unzähliger Saatguttütchen heckten wir Anbaupläne aus, wählten die vorzuziehenden Gemüsesorten und kamen wie immer zu dem Ergebnis das der Garten viel zu klein und Zeit viel zu eng gesteckt ist. Es ist gar nicht möglich alles vermehren, was wir gerne wollen und trotzdem die Gemüseversorgung der CityFarmer im Sommer sicherzustellen.

Für mehr Vielfalt auf dem Teller - Sorten erhalten ist nicht schwer!

Für mehr Vielfalt auf dem Teller – Sorten erhalten ist nicht schwer!

Daher haben wir uns für ein Experiment entschieden, in welches Ihr als interessierte Hobbygärtner eingebunden werden sollt. Wir bieten Vermehrersorten an, die Ihr in Eurem Garten zieht und Saatgut gewinnt und am Ende der Saison fließt ein Teil des gewonnenen Saatgutes auf die Farm zurück. Natürlich müssen die Sorten auch verkostet und getestet werden.
In diesem Jahr starten wir mit leicht zu vermehrenden Tomaten-, zwei besonderen Bohnen- und eine Zuckererbsensorte. Wenn ihr Interesse habt, Euch an der Vermehrung der alten und seltenen Gemüsesorten zu beteiligen, schreibt eine Email an: cityfarmaugsburg@gmx.de
Hier die Auswahl:

Fleischtomate

Old German“: Orangerote Fleischtomate mittlerer Reife, typischer Fleischtomatengeschmack und gutem Ertrag.

Schleßische Himbeere“: Fast ausgestorbene pinkrote, große Fleischtomate aus Schleßien, Frucht süß mit wenig Säure, perfekt für Soßen.

Die Fleischtomate "Schleßische Himbeere" (hier im unreifen Zustand" sucht einen Vermehrer!

Die Fleischtomate „Schleßische Himbeere“ (hier im unreifen Zustand) sucht einen Vermehrer!

Cherrytomate

Bolivianische Obsttomate“: eine sehr zeitig reifende, gelbe Kirschtomatensorte mit mildem, süßen Geschmack und großem Ertrag.

Zuckerpflaume – Sacharnaja Sliva Krasnaja“: eiförmige Cherry aus Russland mit sehr gutem Geschmack und hoher Resistenz gegen Braunfäule

Stabtomate

Russische Reisetomate“: Rote, Stark gekerbte Tomate, die sich ohne zu tropfen in einzelne Zehen aufteilen lässt. Eine Sorte die angeblich in Russland als Proviant mitgenommen wird, wenn man mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs ist.

Freiland Phantasia“: Rote wohlschmecknde Stabtomate mit guter Resistenz gegen Braunfäule.

Stangenbohne

Forellenbohne“: Alte Sorte die über Generationen von einer Augsburger Familie angebaut wurde. Blau-Lila marmoriert, sehr Ertragreich, gut an das Augsburger Klima angepasst. Grünhülsige Sorte mit mittellangen, flachrunden Fisolen. Besonders lecker als Spreckbohnen und Trockenbohnen.

Vermehrersorte Zuckererbse "Kaiserschote Shiraz"

Vermehrersorte: Zuckererbse „Kaiserschote Shiraz“

Buschbohne

Eckendorfer Rotsprenkel“: alte deutsche Trockenbohne, Hülse mittelllang (8-10 cm) und fädig, grün mit violetten Sprenkeln, Korn beige, dunkelbraunrot gefleckt, sehr guter Ertrag, äußerst gut im Geschmack

Zuckererbse

Kaiserschote „Shiraz“: War die erste gezüchtete Zuckererbsensorte mit lilablauen Hülsen und dunkelroten Blüten. Geschmack erbsig-süß und knackig-frisch. Flache Hülsen werden entweder direkt vom Strach genascht oder zum dünsten und kochen geerntet.

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Zu jeder Gemüsesorte werden wir einen Workshop abhalten, in welchem wir Euch die Zucht und Vermehrung vermitteln. Ihr könnt uns auch jederzeit bei Fragen oder Problemen kontaktieren.

Sobald alle Sorten vergeben sind, finden wir dafür einen gemeinsamen Termin. Bei den Tomatensorten besteht auch die Möglichkeit, das wir sie vorziehen und Ihr sie anbaut. Also nochmal: wer sich nun berufen fühlt, der melde sich bitte unter cityfarmaugsburg@gmx.de oder über eine PN auf Facebook.

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Zum Abschluss ein Lämmchen für Euch. Hier gerade 3 Tage alt.

Saatgutgewinnung

Hallo liebe CityFarm-Freunde,

wie schon im letzten Post geschrieben, haben wir in diesem Jahr nicht so viele Sorten vermehren können, wir wir gern gewollt hätten. Zucchini, Kürbis, Tomaten und co sind ja kein Problem, das geht fast schon nebenbei. Etwas aufwändiger ist aber zum Beispiel die Salatvermehrung. In diesem Jahr durfte der Spargelsalat „Roter Stern“ seine Blütenpracht entfalten, um uns im Herbst viele ausgereifte Samen zu liefern. Oft wurden wir gefragt, was denn diese Pflanze sei, welche so reichlich gelbe Blütchen ansetzte. Verständlich, denn wer hat auch schonmal einen Salat blühen sehen, vor allem in der Stadt?
Wir wollen euch jetzt am Beispiel des Spargelsalates ‚Roter Stern‘ zeigen, wie sich so ein Salat im Laufe des Jahres entwickelt bis man die Samen ernten kann.

Lactuca sativa var. crispa - die alte Pflücksalatsorte Ochsenzunge

Spargelsalat „Roter Stern“

Im ersten Bild seht ihr den Salat in seiner Jugend. Er ist dem Jungpflanzenstadium entwachsen und hat nun das Alter erreicht, in welchem man seine Blätter ernten und genüsslich verspeisen kann. Übrigends erntet man Spargelsalate wie Pflücksalate, also immer wieder ein paar Blätter.

Ursprünglich stammt der Spargelsalat aus China und wurde aus dem Salat Lactuca serriola gezüchtet. Schwerpunkt bei der Zucht lag auf der Ausbildung eines starken wohlschmeckenden Stängels, der vor der Blüte geerntet und wie Spargel zubereitet werden kann. Aber auch die Blätter eignen sich hervorragend zum Verzehr.

Die Aussat der Samen erfolgt März bis Juni (Pflanzen zum Vermehren schon im März säen) am besten direkt im Freiland oder auch im Töpfchen an einem nicht zu warmen Standort. Bevor das Saatgut in die Erde kommt, solltet ihr diese gut anfeuchten, egal ob draußen oder im Topf. Dann werden die kleinen Samen auf die Erde gestreut und sehr dünn mit Erde bedeckt. Am besten verwendet ihr dabei ein kleines Sieb und streut die feine Erde wie eine Puderzuckerschicht darüber.

Wachstum in die Höhe

Wachstum in die Höhe

Die Jungpflanzen können ab März ausgepflanzt werden, frostempfindliche Sorten erst am Mitte Mai. Unser Roter Stern jedoch verträgt leichte Fröste ohne Schaden. Im Garten bevorzugt die Pflanze nährstoffreichen, feinkrümligen Boden und einen sonnigen Standort. Bei Trockenheit ist es empfehlenswert zu gießen, da die Pflanze sonst dazu neigt zu „schießen“ also in die Blüte zu gehen. Auch schmecken die Blätter dann bitter und sind nicht mehr genießbar.

Im Laufe des Sommers wächst der Spargelsalat in die Höhe und kann unter optimalen Bedingungen schon vor der Blüte 1,50m erreichen. Das ist so gewollt, denn es sollen ja nicht nur die Blätter, sondern auch der Stamm geerntet werden.

Im Spätsommer verlieren die Blätter dann etwas die saftiggrüne Farbe und schmecken immer bitterer. Jetzt kommt der Zeitpunkt, zu welchem die Pflanze beginnt alle Kraft in die Blütenbildung zu stecken. Jetzt braucht der Salat dringend eine Stütze, denn die üppige kopflastige Blütenpracht bringt ihn sonst zu Fall. In allen Blattachseln schießen dann die Blütentriebe hervor und der Salat wächst zu einer eindrucksvollen Pflanze heran. Auf dem folgenden Bild steht der Spargelsalat zwei Reihen hinter dem Mais. Die gelben Blüten wurden schon bestäubt und haben Schirmchen zu Abtransport mit dem Wind entwickelt, wie Korbblüter dies eben so tun.DSC_0348

Wichig ist mindestens 10 Pflanzen auszuwählen, um eine Salatsorte zu vermehren, das gilt für alle Lactuca sativa – Sorten. Es geht durchaus auch mit weniger Individuen, doch kann es dann im Laufe der Jahre und Weitervermehrung zu einer genetischen Verarmung kommen, was u.a. zu Krankheitsanfälligkeit führt. Bei der Auswahl der Pflanzen ist darauf zu achten jene zu wählen, die erst spät in die Blüte schossen, wohlschmeckend und gesund waren. Salate die einen Wachstumsverzug aufwiesen oder krank sind, nicht wie erwünscht schmecken, einen verformten Wuchs haben oder zu früh im Sommer in die Blüte gingen, werden komplett verzehrt oder den Kaninchen zum Fraß vorgeworden. Wir wollen die Sorte ja erhalten und uns keinen Murks züchten, deshalb dürfen sich nur perfekte Pflanzen vermehren. Da Salate in erster Linie Selbstbefruchter sind, muss man keine Sorge haben, dass er sich mit anderen Sorten verkreuzt. Trotzdem ist es innvoll aus Nummer sicher zu gehen und pro Saison nur eine Sorte zu vermehren.

Sobald die ersten Sämchen ihre Flugtauglichkeit unter Beweiß gestellt haben, ist es an der Zeit die oberen Samenstände er ernten.

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Samenstände des Spargelsalates

Diese werden nun in Stoffbeuteln an einem trockenen und dunklen Ort nachgetrocknet. In feuchten jahren, wenn die Samen schlecht an der Pflanze ausreifen, kann man sie mit dem Wurzeln ausreißen und kopfüber an einem trockenen Ort Nachreifen lassen. Dabei auch wieder Beutel oder Jutesäcke um die Samenstände binden, um ausfallende Samen aufzufangen.

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Unsere Dreschmaschine: Ildi und der Stuhl

Sind die Samen gut getrocknet, beginnt der Dreschvorgang. Wir haben dafür einfach einen Stuhl und eine Schüssel verwendet. Sie Samenstände wurden vorsichtig an der Stuhlehne ausgeschlagen und in der darunter stehenden Schüssel aufgefangen. Die Hälfte dessen was darin landet, ist jedoch nicht zu gebrauchen, es handelt sich um taube (nicht keimfähige) Samen, Härchen und Blattreste.

Das Wirrwar in der Schüssel muss nun noch gereinigt werden. Mit einem großen Sieb können die Stengelreste ausgesiebt werden, doch das eigentliche Meisterstück kommt erst noch. Mit viel Feingefühl werden die Härchen und sonsige Reste nun ausgeblasen. Dabei die Samen vorsichtig in der Schüssel und über den Schüsselrand schwingen und leichte Teile mit der Kraft des Atems wegpusten. Die Samen selbst sind schwerer als die Verunreinigungen und fallen in die Schüssel zurück, während sich ringsherum ein fröhliches Treiben aus weißen Flughärchen ausbreitet. Sinnvoll ist auch ein Tuch unter der Schüssel auszubreiten, damit kein kostbarer Samen verloren geht.

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Hier mus noch einmal nachgereinigt werden.

Um nun noch alle tauben Samen und sonstige Reste zu entfernen, werden die Samen in eine wassergefüllte Schüssel geschüttet. Die reifen Samen sinken nach unten, während alle leichteren Teilchen, wie auch taube Samen an der Oberflächen schwimmen bleiben. Das Wasser mit den Resten wird abgeschüttet und die feuchten Samen auf einem Tuch zum Trocknen ausgebreitet.

Wie bei allen Dingen macht auch hier die Übung den Meister. Es ist etwas anspruchsvoller als die Vermehrung von Tomaten aber es lohnt sich, denn für die folgenden Jahre habt ihr euren Vorrat an der Lieblingssalatsorte damit gesichert. Salatsamen sind übrigends in der Regel, bei trockener, dunkler und am besten kühlen Lagerung 3 bis 4 Jahre haltbar. Wenn ihr euch aber nicht sicher seid, ob der Samen noch gut ist, dann empfielt sich eine Keimprobe. Diese wird genauso gemacht, als wenn man Kresse fürs Butterbrot ziehen will.

Der Spargelsalat Roter Stern will endlich wachsen und gegessen werden!

Der Spargelsalat verträgt auch leichte Fröste.

Wir hoffen mit unserer Anleitung eure Vorfreude auf die nächste Saison erweckt zu haben! Zwar hält nun bald der Winter Einzug und in den Gärten wird es ruhiger, doch es ist die Zeit des Stöberns in Katalogen von Saatgutanbietern, des Saatguttausches und der Planung, was im kommenden Jahr alles angebaut werden soll. Für uns bedeutet der Winter hunderte Tütchen mit Samen abzupacken, um sie euch im März auf unserer Saatguttauschbörse anbieten zu können.

Wir wünschen euch allen eine schöne Advendszeit!