Archive for the ‘Tiere’ Category

Sonne, Sommer, CityFarm-Zeit!

Liebe CityFarm-Freunde,

na, seit Ihr schon im Sommer angekommen? Wir schon längst! In unserem Garten wuchert alles: die Obstbäume biegen sich wortwörtlich vor Früchten, noch nie hatten wir eine derart üppige Beerenernte und die ersten Tomaten sind auch schon reif!

Wenn Ihr uns besuchen wollt, habt ihr am kommenden Samstag, dem 07. Juli zwischen 14 und 18 Uhr zur offenen Gartentür die Chance dazu. Nach dem dringend notwendigen Regen, wird sich dann auch wieder die Sonne zeigen.

Aber bitte denkt daran, dass es ein normaler Arbeitstag für die CityFarmer ist und alle trotz der Besucher ihren Aufgaben nachkommen müssen. Natürlich dürft Ihr mit anfassen und helfen oder Euch einfach nur im Garten entspannen.

Seit unserem letzte Artikel hat sich auf der Farm Einiges getan. Davon wollen wir Euch nun berichten.

Kaninchen:
Unsere Kaninchenbande hat dreifachen Riesenzuwachs bekommen. Nachdem Lakhsmis Kumpel seinem Alter erlag, entschlossen wir uns wieder Riesenkaninchen anzuschaffen.

Ankunft der neuen Hoppler.

Die Suche nach geeigneten Tieren gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da die meisten „Züchter“ auf schnelles Fleischwachstum und eine hohe Anzahl an Jungtieren wert legen.
Darunter leidet jedoch oft die Lebenserwartung, die Tiere sind anfällig und werden schnell krank.
Vor Jahren erlebten wir dies ja schon bei unserem ersten Riesenkaninchen Sally (sie erlag dem Gebärmutterkrebs).
Schließlich fand Ildi die Freilandriesen Tübingen. Dort werden die Tiere artgerecht gehalten, auf Robustheit und Gesundheit gezüchtet und gut sozialisiert abgegeben.

Eine Züchterin, die Ihre Tiere nicht eingepfercht in dunklen Buchten hält, wo die Mutter vor ihren Jungtieren nicht flüchten kann (Kaninchenmütter gehen nur 2-3x am Tag zu ihren Jungen ins Nest um sie zu säugen, ansonsten zieht sie Ruhe und ein entspanntes Kaninchendasein vor).

Eine Züchterin also, der es um gesunde Tiere in einer Umgebung, die den Bedürfnissen der Kaninchen (Platz zu hoppeln, buddeln und grasen, Kumpels und Grünfutter) gerecht wird.
Genau das was wir gesucht haben!

Die linke Dame sucht noch einen Paten.

Wer die Kunst beherrscht, zwischen den Zeilen zu lesen, dem dürfte spätestens jetzt klar sein, dass wir uns gegen die klassische Kaninchenhaltung und -zucht in Buchten und Käfigen aussprechen!

Es dauerte daher nicht lange, bis drei wunderschöne Jungtiere ausgesucht waren und auf der Farm einzogen. Zwar brach unsere alte Lady Lakhsmi anfangs weniger in Begeisterung aus, nach wenigen Wochen hatte sich die Abneigung jedoch gelegt.

Heute liegen die vier Mädls kuschelnd beieinander, putzen sich, flirten mit den Jungs nebenan und genießen das Farmleben.

Zwei der neuen Wackelnasen haben sogar schon Paten gefunden und von ihnen einen Namen erhalten. So heißt die etwas schüchterne Bunte Brunhilde und wir hoffen, dass der Name irgendwann Programm wird.
Die andere haselnussbraune Kaninchendame erhielt den Namen Chocolate.
Wer Interesse hat der Dritte im Hoppelbande zu werden, der darf sich gern bei uns melden.

Kommen wir zum nächsten tierischen Ereignis.
Schafe:

Ildis stolz mit Jan Hartmann und ihrem ersten geschorenem Schäfchen.

Jedes Jahr wieder haben wir Probleme einen Schafscherer zu finden.
Dies soll nun ein Ende haben, denn Ildi hat sich von Deutschlands erfolgreichsten Schafscherer Jan-René Hartmann von Das Hüteteam in einem Einzelseminar das Scheren beibringen lassen.

Es ist körperlich enorm anstrengend, da das Schaf nur mit den Beinen gehalten wird und der Rücken alles andere als gerade dabei ist aber es macht riesig Freude!
Mittlerweile hat sie auch schon die Schafe des befreundeten Jugendhaus Lehmbaus in Hochzoll geschoren.
Wenn die Schafe richtig sitzen, dann zappeln sie auch nicht (mal abgesehen von dem ein oder anderen Charakterschw… wie Fritzi vom Lehmbau) und können schnell und effizient von ihrer Wolle befreit werden.

Was danach mit der Wolle geschieht, seht Ihr auf dem nächsten Bild. Entweder filzen wir damit, z.B. diese wunderschönen Sitzfellchen, oder unsere Spinnerin Inge verwandelt die Vliese im wunderbare Wollknäule.

Wem die Sitzfellchen besonders gut gefallen (die ja meiner Meinung nach viel zu schade zu drauf sitzen sind), der hat am 4. August die Chance an unserem Sitzfellchen-Filzkurs teilzunehmen. Noch sind Plätze frei. Mehr dazu unter Termine.

Gefilzte Veggie-Fellchen


Vom 18. Juni bis 01. Juli standen unsere Schafe Träumer, Sugar, ihre Schwester und Ori wie im vergangenen Jahr auf der Uni-Heide.

Luna alias Stinktier auf der Uni-Heide.

Was die Uni-Heide ist?
Es handelt sich um die Grünanlage um das Wissenschaftszentrum für Umwelt (WzU) an der Universität Augsburg.
Dort wurde im Rahmen des Programms „Grüne Lern- und Arbeitsinseln“ der Didaktik der Biologie in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Augsburg (LPVA) und dem WzU vor einigen Jahren eine Lechkiesheide angelegt.

Seit 2017 dürfen unsere Tiere die ca. 1000 m² über das Projekt „Weidestadt Augsburg“ des LPVA abweiden.
Zusätzlich wird die Fläche im Herbst von Studierenden mit der Sense gemäht.

Die Maßnahmen spiegeln sich in einem herrlichen Blütenflor der Lech-Heiden wieder.
Gleich im Anschluss sollten die Tiere auf eine weitere Wiese neben der ESG-Cafete (Evangelische Studentinnen- und Studentengemeinde Augsburg) ihre Arbeit erledigen.

Wir sahen uns jedoch gezwungen die Beweidung zu unterbrechen, da an einem Wochenende Krawalle im Eck aufgrund eines umstrittenen Parteitags befürchtet wurden. Das Risiko, dass unseren Tieres was passiert, wollten wir auf keinen Fall eingehen!

Träumer sieht das alles ganz entspannt.

Daher startet die Beweidung der ESG-Fläche erst am kommenden Montag.

Wir hoffen, dass alles gut geht, denn es ist das erste Mal mitten in einem Wohngebiet.
Aber die Schäfchen sind in der Regel weder laut noch riechen sie.
Wenn sich alle Mitbürger an die Hinweise am Zaun halten, werden Träumer und Co. hoffentlich eine Bereicherung für das Viertel.

 

Hühner

Zwar war es im Frühjahr schon sehr hochsommerlich, jedoch meinten unsere Hühner mit ihrer Eierlegetätigkeit noch etwas zu warten. Aus Ungeduld vergrößerten wir unsere Gackerschar schließlich um 8 gesunde, vitale Jungtiere, die wir bei Geflügel Lappberger holten.
Im Juni fingen die ersten der Neuen schon an Eier zu legen! Natürlich zogen alle anderen bald nach, sodass wir unsere CityFarmer nun wieder mit Eiern versorgen können.

Neue Hennen: die Trumpi-Schwestern aus der Rasse der Sulmtaler.

Wir dachten dieses Jahr schon, dass sich wohl keine unserer Hennen hinsetzen und brüten würde. Scheinbar hatten die Wetterkapriolen auch ihre innere Uhr etwas durcheinander gebracht.

Normalerweise fangen jedes Jahr eine oder zwei Damen an zu glucken. Als wir nun schon gar nicht mehr damit gerechnet hatten, entschied sich doch ein Huhn den Versuch zu wagen.

Knapp vier Wochen später schlüpften 5 kunterbunte Bibberle aus den Eiern.

Die Idee Glucke und Küken erst einmal von den anderen abzusondern, erwies sich schnell als nicht realisierbar.
Zwar zogen wir einen kleinen Zaun, der aber von der Mutter fast sofort überflattert wurde.
So standen nun auf der einen Seite die schreienden Flauschbälle und auf der anderen Seite die schreiende Mutter, der es überhaupt nicht in den Kopf ging, warum ihre Kinder ihr nicht folgten.

Das Geschrei sahen wir uns 2 Tage an und entfernten die Barriere wieder. Seit dem laufen Mama und Bibberle zusammen mit der restlichen Schar frei durch das Gehege.

Die Befürchtung die Henne würde sich der Schar anschließen und ihre Jungen vergessen, bestätigte sich nicht.
Im Gegenteil, sie schulte ihre Wehrhaftigkeit gegenüber ungeliebten Hühnerkollegen und hält mit einem kreischenden Fauchen, wobei sie alle Federn aufstellt, sogar unseren Kater Mio fern (er war unsere größte Sorge).

Unsere Flauschbällchen mit fürsorglicher Mama.

Heufest 22. Juli 2018

Bald findet wieder unser beliebtes Heufest statt. Am Sonntag dem 22. Juli von 14 bis 18 Uhr ist es soweit. Wir haben für Euch wieder ein buntes Programm zusammengestellt.

Die Tomatensaison auf der Farm hat begonnen!

So wird uns das Forschermobil der Umweltstation Augsburg besuchen, ihr könnt spinnen und schmieden mit Detlef und Inge, es wird einen Bücherflohmarkt (bei gutem Wetter) und eine Tomatenverkostung geben!

Da uns die Friedhofsgärtnerei Blumen Schlegel (unsere lieben Nachbarn) dieses Jahr einen Teil ihres großen Gewächshauses zur Verfügung stellen, können wir fast 50 Tomatensorten vermehren! Tausend Dank Euch dafür, liebe Gärtnerfreunde!!!

Je nachdem was schon reif sein wird, dürft Ihr die verschiedenen Sorten kosten und natürlich bewerten. Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Urteile und werden daraus ableiten, welche Sorten wir weiterhin anbauen und als Jungpflanzen auf dem Frühlingsfest 2019 anbieten.

Für das Heufest werden wir aber noch einen extra Artikel verfassen, den dieser hier ist nun lang genug.

Wir wünschen Euch schöne, sonnige Tage!
Eure CityFarmer

Chocolate heißt Euch zum Heufest willkommen!

 

 

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Oh, es ist schon Sommer!

Liebe Garten-Freunde,

Nur noch wenige Tage und die Tomatensaison kann losgehen!
Natürlich sind wir für Euch mit unserem Jungpflanzenstand wieder auf dem Frühlingsfest am 06.Mai im Interkulturellen Garten „Grow Up“ in der Reese Kaserne dabei.
Seit Monaten betüddelt Ildi die Tomatenkinder und sorgt dafür, dass es ihnen an nichts mangelt.

In diesem Jahr haben wir auf eine große Vielfalt an Sorten gesetzt. Alle Farben sind vertreten: blau, lila, rot, schwarz, gelb, orange, rosa, weiss, grün und alles Mögliche dazwischen.

Weil wir nicht alle Sorten selbst vermehren können, suchen wir in diesem Jahr Tomatenpaten.
Dazu erfahrt Ihr am Ende des Artikels mehr!

Wie immer startet das Fest um 15 Uhr und diesmal scheint sogar das Wetter mitzuspielen. Nachdem es vergangenes Jahr richtig widerlich schneeregnerisch war, kann es 2018 ja nur besser werden!

Foto: Rosemary Photography

Doch Vorsicht liebe Gärtnerlinge, seid nicht zu enthusiastisch und wartet noch ein paar Tage, bis Ihr die empfindlichen Kulturen ins Freiland setzt.
In der kommenden Woche erreicht uns ein kleiner Temperatursturz und es kann Nachts unter 5°C werden. Auch wenn Eure Pflänzchen dies überleben, ziehen sie in Sachen Wachstum erstmal die Notbremse. Hier zahlt sich Geduld in früherer Ernte aus, denn Pflanzen mit Wachstumsverzögerung bringen natürlich auch später Früchte.

Im Garten auf der Farm hinken wir mit der Arbeit ein wenig hinterher und kommen daher gar nicht in Versuchung die gefährdeten Jungpflanzen zu früh ins Freiland zu setzen.

Konnte ja keiner ahnen, dass der Sommer dieses Jahr im April beginnt!
Unsere Wollträger leider ein wenig unter der Hitze, schließlich haben sie ja noch ihren Wintermantel an! Tagsüber sieht man die Schäfchen daher nur im Schatten liegen. Bald aber kommt der Pelz ab, denn am 17. Mai ist Schertermin.

Benni kann sich ausziehen, Obiwan leider nicht.
Foto Rosemary Photography

Nicht nur die Wolle der Schafe  wächst und wuchert, auch alles Grünzeug auf der Farm, als wäre es schon Mitte Juni. Mit der Arbeit im Garten sind aber erst im April. Das Beikraut droht schon jetzt die Beerensträucher zu verschlucken und das Vorbereiten der Beete gleicht eher dem Umstechen einer Wiese.

Aber auch das wird werden, bisher war unser Garten ja immer eine Mischung als Wildnis und Kultur.

Am Wildbienenhotel summt das Leben in vollem Gange.

Eine Belohnung unserer Arbeit zeigt sich im reichen Insektenleben auf der Farm.
Während andernorts, ja sogar in manchen Ecken Augsburgs Klagen über die Abwesenheit von Bienen an unsere Ohren dringen, tobt bei uns das Leben!
Das neue Wildbienenhaus, welches wir vor Kurzem aufhängten, ist jetzt schon fast überbelegt.
Sogar die grossen, blauen Holzbienen zeigen sich regelmäßig und suchen Nistmöglichkeiten.
Auch die Honigbienen sind fleissig und zahlreiche Schmetterlinge durften wir schon begrüssen.

Im Werkzeugschuppen haben sich wie jedes Jahr die zarten Feldwespen mit nun 3 Nestern eingemietet und eine dicke Hornissenkönigin mussten wir davon überzeugen, doch bitte nicht auch noch in der Hütte zu nisten.

Woran liegt es, dass unser Insektenreich lebendig und reichhaltig ist und anderswo fast nicht zu entdecken? Vielleicht an unserer Lage, denn wir sind ringsum von Biotopen umgeben. Nur ein Feld grenzt an und obwohl der Bauer fleissig spritzt, scheint unsere Farm ein Insektenhimmel zu sein.

Die Kräuter lieben das Wetter und die Insekten lieben blühende Kräuter!
Foto: Rosemary Photography

Vielleicht ist auch die mosaikartige Struktur der Farm insektenfreundlich, die offenen Lehmkanten um die Beete, die Totholz- und Steinstrukturen und natürlich der Wildwuchs zwischen den Kulturpflanzen.

Wir hoffen, dass es auch in den nächsten Jahren so bleibt. Uns geht jedesmal das Herz auf, wenn Besucher staunend vor den Wildbienenhäuschen stehenbleiben und sagen: „Das sind Wildbienen? Wow!“.

Wir können ja den Versuch starten, dass jeder von uns ein „Unkrautbeet“ stehen lässt und daneben ein kleines Wildbienenhäuschen (bitte nicht aus dem Baumarkt, die sind Schrott! Schaut unter www.naturgartenfreude.de/wildbienen/nisthilfen) aufstellt. Vielleicht können wir damit ein wenig das Summen und Brummen in unserer Umwelt fördern!

Habt Ihr Euch vielleicht schon gefragt, was das für wahnsinnig schöne Fotos im Artikel sind? Unsere langjährige CityFarmerin und Fotografin Laura von Rosemary Photography hat die Farm im schönsten Frühlings-Sommer eingefangen. Danke Dir liebe Laura für die tollen Bilder, wir können uns gar nicht entscheiden, welche wir hier präsentieren.

Natürlich Ildis Lieblingsbild!
Foto: Rosemary Photography

Wir suchen Tomaten-Paten!
Update: Vielen Dank an unsere neuen Paten, es wurden alle Sorten vermittelt!

Du hast Platz für 3-4 Pflanzen der gleichen Tomatensorte und wolltest schon immer lernen wie man Saatgut nimmt? Oder du bist schon ein alte Hase und in Sachen Tomaten kann Dir keiner was vormachen?
Dann melde Dich bei uns, werde Tomaten-Pate und hilf mit die alten und seltenen Sorten zu erhalten!
Schreibe entweder eine Email an cityfarmaugsburg@gmx.de oder eine PN über Facebook.

Infos zu den Sorten findet Ihr unter http://www.tomaten-atlas.de

Balkontomate Fuzzy Baby.


Vermehrt werden müssen folgende Sorten:

Fleischtomaten: Firework, Chocolade Stripe (rotbraun), Blue Beaty (lila-rot) und Anis rumänische Fleischtomate (rot)

Stabtomaten: Schwarzer Teufel (blauschwarz-orange), Bursztyn gelb, Opas Liebling(rot)  und Orange Banana

Cherry-/Cocktailtomaten: Aprikosenkirsche (apricot), Purple Dragon (lila-rot-braun), Sprite (rot) und Indigo Cherry Drops (rot-blau-braun)

Ampeltomaten (kleinwüchsige Sorten): Rotkäppchen, Fuzzy Baby  (rot-gelb) und Tumbling Tom Red

Und schon ist wieder Weihnachten!

Liebe CityFarm-Freunde,

Ein Farbklecks für Euch, wo doch draußen schon alles ergraut ist.

schon wieder ist ein Jahr ins Land gestrichen und Weihnachten steht kurz vor der Tür.
Es ist einige Monate her, dass wir einen neuen Blogpost verfasst haben. Dies wollen wir nun nachholen und Euch von den wichtigsten Ereignissen berichten.

Fangen wir doch gleich mit der tollsten Nachricht an!
In diesem Jahr haben wir die letzten Reste der Förderung aus dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 aufgebraucht, welche uns die Stadt Augsburg und die Allianz Umweltstiftung zum Neuaufbau der Farm zur Verfügung stellten.

Ein voller Erfolg unser Büchlein!

Also heißt es für uns neue Finanzierungswege für die zwei wichtigsten Sachen zu finden, Pacht und Tierfutter.
Die Pacht für 2018 haben wir schon sicher in der Tasche! Ihr erinnert Euch an unser Buch „Urban Gardening mal anders“, die Geschichte der ersten CityFarm? Der Verkauf des kleinen Büchleins lief so gut, dass wir fast die ganze Pacht 2018 davon zahlen können!

Wir werden auch weiterhin die Einnahmen aus dem Buch in die CityFarm stecken.
Wer also noch ein kleines Geschenkchen braucht, darf gern „Urban Gardening mal anders“ unter den Weihnachtsbaum legen.

ISBN: 3957050189

Wie Ihr uns unterstützen könnt, die Versorgung die Tiere mit Futter, Unterkunft und Tierarzt zu stemmen, erfahrt Ihr unter dem Menüpunkt „Patenschaften“. Dazu auch am Ende des Artikels mehr.

Weniger erfreulich gestaltete sich dagegen ein Ereignis im September., welches uns alle ziemlich mitnahm.

Das kleine Katerchen.

Ein „Tierfreund“ setze zwei winzige Kätzchen in einem noch winzigeren Karton vor unsere Türe. Da die Kiste am Morgen noch nicht da stand, müssten die zwei armen Wesen den ganzen Tag ohne Futter und Wasser darin ausgeharrt haben. Erst zur Abendfütterung haben wir die beiden entdeckt und als erstes notversorgt. Beide waren gesundheitlich in keinem guten Zustand.
Ihr hättet Ildi schimpfen hören sollen, die schlimmsten Dinge wünschte Sie dem Menschen an den Hals, der die zwei hilflosen kleinen Kätzchen bei uns „entsorgte“. Leider muss man dazu sagen, dass dies nicht zum ersten Male vorkam…
Aber trotz der Wut und des Ärgers konnten wir beide noch am gleichen Tag in liebevolle Hände vermitteln,
denn uns war es unmöglich die zwei zu behalten. Tausend Dank geht an unseren Nachbarn und Sue Ricke!

Heute heisst er Fiori und hat sich sehr gut entwickelt. Danke an die neue Besitzerin für das Foto!

Und da Tiergeschichten meistens schön sind, wollen wir Euch noch eine derer erzählen.
Schon bevor die CityFarm aufs Schaf kam, geisterte immer wieder ein Foto von unglaublich süßen Schäfchen durchs Internet. Es wurde zahlreich geteilt auf Facebook & co. und rief bei fast allen Betrachtern eine Geräuschkulisse mit vielen „ooooohhhhh“s, „aaaaaaawwwwhhhh“s und „uuuuuhhh“s hervor. So natürlich auch bei Ildi.
Und dann kamen unsere Schafe, Ildi war verzückt von den Skudden und ist es noch immer. Doch diese sind zwar robust und wunderschön aber auch relativ scheu. Keine Kuschelschafe also.
Irgendwann fiel ihr dann dieses Bild wieder ein und sie begann zu recherchieren. Bei der Rasse dieser unglaublich herzigen Schafe handelte es sich um eine Schweizer Landschafrasse, die Waliser Schwarznasen.

Obiwan und Kenobi

Nun dürft Ihr raten, wer vor wenigen Wochen auf der Farm eingezogen ist….
Sie heißen Obiwan, Kenobi und Mirabella  (sie ist ein Mix aus Waliser und Bergschaf) und erfüllen alle Hoffnungen, die Ildi sich erträumt hatte.
Nicht nur, dass Sie eine wunderbare Wolle produzieren, sie sind tatsächlich handzahm und unglaublich verschmust!
Sobald jemand die Weide betritt, sind sie da und laufen einem wie Hunde hinterher. Ihnen fehlt komplett die Scheu der Skudden.
Die zwei Hammel (kastrierte Böcke) sind sehr neugierig, haben ein in sich ruhendes Wesen, lieben es bekuschelt und zwischen Ohren und Hörnern gekrault zu werden und sie sehen wunderschön aus!
Unser Dank für diese tollen Wesen geht an den Hof der Familie Kraus im Rems-Murr-Kreis! Zwar haben die Tiere bei uns nicht so einen tollen Ausblick  wie dort (wortwörtlich gemeint, denn alle Weiden haben einen herrlichen Blick ins Tal) aber wir denken, dass sie bei uns ein tolles neues zu Hause mit vielen Fans gefunden haben.

Ildi ist ganz verliebt!

Ihr wollt noch etwas weniger Tierisches? Kein Problem!
Unser Benni hat eine neue Leidenschaft entdeckt, er baut Möbel aus Naturholz.

Naturkunstwerke

Das Holz stammt aus der Baumpflege im Augsburger Raum, wo er schon länger im Broterwerb steht. Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis weniger Holz entsorgt und mehr auf die CityFarm gefahren wurde.
Nun stehen an allen Ecken auf unserem Gelände Kunstwerke der Natur in Form wunderbar verwachsener Stammabschnitte.
In jeder freien Minute tönt irgendeine Maschine aus Bennis Holzeck und in all dem fliegenden Staub kann man ihn um ein Stück Holz „tanzen“ sehen. Oft stehen auch Obiwan und Kenobi am Zaun und beobachten fasziniert was der Zweibeiner da treibt.

Benni in der „Holzwerkstatt“

Wenn Benni nicht mehr von seiner Umgebung zu unterscheiden ist, weil er eine perfekte Holzstaubtarnung angenommen hat, steht zu seinen Füßen ein wunderschön blank poliertes Tischchen oder Höckerchen.
So erhielt auch die Farm gleich neue Sitzgelegenheiten und Tische.
Ihm macht diese Arbeit derart viel Freude, dass er im November schon den ersten Möbelbaukurs abhielt, auf Anregung zwei interessierter Ladys.
Es lief so gut, dass auch 2018 nochmals ein Kurs geplant ist.

Aktuell sind wir dabei die Termine für das kommende Jahr zu planen. Es werden ein paar neue „Schmankerl“ dabei sein und wir hoffen, auch Euch damit begeistern zu können. So konnten wir beispielsweise eine Filzerin für einen Workshop gewinnen und unsere ausgebildete Sensenlehrerin wird einen Sensen- und Dengelkurs abhalten. Natürlich laden wir Euch auch wieder zu verschiedenen Festivitäten ein. Doch dazu erst im folgenden Artikel mehr.

Mit unserer Wolle wird nun auch  Kurs gefilzt!

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Da die Weihnachtszeit auch immer Spendenzeit ist, möchten auch wir die Chance nutzen Euch mitzuteilen, wie Ihr uns helfen könnt.

Ich suche noch einen Paten!

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Patenschaften

Euer Kind, Neffe oder Bekannte wünscht sich ein Tier aber es ist kein Platz und nicht genug Zeit für ein eigenes Tier da? Dann habt Ihr ab jetzt die Möglichkeit bei uns die Patenschaft für ein bestimmtes Tier zu übernehmen.
Das Geld wird für Futter, Unterkunft und Tierärztliche Versorgung der Tiere eingesetzt. Auch die zwei Waliser Schwarznasen Obiwan und Kenobi suchen noch Paten.
Hier klicken um mehr zu erfahren: Patenschaften

Spenden
Neben
Futter- und Sachspenden, freuen wir uns auch immer über finanzielle Unterstützung, um das Projekt der CityFarm Augsburg weiterführen zu können. Ihr könnt entweder direkt auf das Vereinskonto spenden oder über die Plattform betterplace.org.
Bitte Hier klicken, um mehr zu erfahren: Unterstützung

Alle Jahres-Paten erhalten als Dankeschön ein kleines CityFarm-Paket!

 

„Mit Eifer für den Flussregenpfeifer!“

Unser Benni war in diesem Jahr wieder als Kiesbankranger am Lech unterwegs, um den Flussregenpfeifer zu schützen.

Entlang des Lechs zwischen Gersthofen und Langweid war Benni unterwegs.

Was er alles erlebt hat, erzählt er euch im folgenden Bericht.

Zwei turbulente Monate im Dienste des Naturschutzes sind wieder einmal vergangen. Derart aufregend war es in den letzten Jahren selten im Zuge meiner Berufung zum „Kiesbankranger“. Die vielfältigen Begegnungen mit Mensch und Tier in einer wahrhaft schönen, zumeist intakten Natur ließen mich Tag für Tag gerne in die nördlichen Lechauen Augsburgs radeln.

Das Hochwasser im zeitigen Frühjahr hielt den Flussregenpfeifer nämlich nicht davon ab auf den Kiesbänken des Lechs zu brüten. Obwohl mein ungeschultes Auge „den Vogel mit der Maske“ selten zu Gesicht bekam, erhaschte ich immer wieder einen Blick auf Brutpaare und Jungvögel.
Unsere langjährigen Schutzbemühungen zeigten erste nachweisbare Erfolge!

Selbstverständlich hatte ich etliche, anregende Gespräche mit lieben Menschen. Genauso begegneten mir aber auch unbelehrbare Asoziale und zweibeinige Kuriositäten im Adamskostüm.
Gerade stark alkoholisierte Jugendliche und Obdachlose stellen einen regelmäßig vor besondere Herau
sforderungen.

Dieser Hangabbruch bietet vielen Lebewesen ein Heim, was an den Löchern zu erkennen ist.

Zwar bleibe ich immer freundlich und trotz so mancher nörgelnder Unke, wirklich höflich, doch trete ich möglichst bestimmt auf, um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. „Entschuldigen Sie die Störung, aber Sie befinden sich hier in einem Schutzgebiet!
Ich muss Sie bitten in die extra für Besucher eingerichteten Erholungszonen umzuziehen.“

Hier zücke ich meine Karte in der die mir bekannten Brutpaare eingetragen sind. Anschließend deute ich auf den genauen Punkt wo sich „der Störenfried“ gerade befindet.
“Hier brütet der Flussregenpfeifer! Bei häufigen Störungen durch Mensch und Hund lassen die Alttiere ihre Küken zurück und die armen Kleinen müssen verhungern und verdursten leider bei dieser Hitze. Vielen Dank für ihr Verständnis.“
In 99 Prozent der Fälle sind die Erholungssuchenden daraufhin einsichtig und ziehen um. Manchmal läuft das Ganze aber auch anders:

Vandalismus macht auch vor dem Lechtal nicht halt.

Mein tausendfach heruntergebeteter Kiesbanktext veranlasste einige vagabundierende, ältere Herren mich mit leeren Schnapsflaschen zu bewerfen.
Ganz zu schweigen von den Verwünschungen als „dreckiger Zigeuner“ oder „Hurenbulle“ die sie mir an den Kopf klatschten. Wobei ich mich hüte Amtsanmaßung zu betreiben!
Vielleicht führte meine gelbe Warnweste zu dieser Verwechslung? Als mir die Gruppe das nächste Mal begegnete, nahmen die Herrschaften Reißaus. Mit weniger Promille waren sie nicht so mutig …

Glücklicherweise gab es auch gegenteilige Situationen, die mir ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberten. Zu meinem Amüsement besuchen auch diverse Nudisten die Kiesbänke. Meist eher von der grau bebuschten Sorte.
Doch im Juni mitten in der härtesten Mittagshitze kamen mir zwei FKKler von der ganz besonderen Sorte unter. Anfang zwanzig waren die Beiden echte Hingucker oder etwas flapsig gesagt: Rattenscharf!

Besuch beim Imker, dessen Stöcke nahe des Lechs stehen.

Da sich die Schönheiten in einer Schutzzone befanden, kam ich nicht umhin sie über unser Besucherlenkungskonzept aufzuklären. Ihre Ausrede warum sie sich dort aufhielten war grandios. Sie wären „professionelle Porno-Darstellerinnen“ und müssten deswegen vom Scheitel bis zur Sohle durchgängig gebräunt sein. Da die Kerle in den reger besuchten Zonen des Lechs aber penetrant gaffen würden, suchten sie die Einsamkeit.
Ich vermochte es mir nicht zu verkneifen die zwei Grazien schallend auszulachen. Nachdem ich ihre nett gemeinte Einladung sie doch beim nächsten Videodreh zu besuchen, abgelehnt hatte, überließ ich die „Möchtegern- Pornostars“ ihrem Schicksal um meine Kiesbankrangertätigkeit wieder aufzunehmen.
Diese Entscheidung würde meine geliebte Ehefrau gewiss unterstützen.

Die Woche darauf besuchte uns der Bayerische Rundfunk um eine Doku über das Müllproblem des Lechs zu drehen.

Der Bayrische Rundfunk hat u.a. über die Arbeit der Kiesbankranger berichtet.

Dafür legte ich mich voll ins Zeug, organisierte eine Müll sammelnde Schulklasse und begleitete das Kamerateam über den Tag hinweg. Ich sei ja schließlich „der gelbe Faden“ des Berichtes.
Eine einzigartige Erfahrung. Wer denkt Film und Fernsehen sei ein Zuckerschlecken der irrt. Es ist knochenharte Arbeit, allein schon zwecks der Menge an empfindlicher, teurer und unglaublich schwerer Ausrüstung die uns begleitete.
Am steil abfallenden Lech, in brütender Hitze, eine besondere Herausforderung.

Eine Sache liegt mir noch am Herzen. Bitte liebe Jogger. Bei 31 Grad und praller Sonne mal kurz seine Rund zu drehen, ist ziemlicher Schwachsinn! Mir fiel beinahe wortwörtlich eine Joggerin vor die Füße.
Ich fand die Mittdreißigerin am Wegesrand. Kreidebleich und Ohnmächtig. Als sie auf mein sachtes Schütteln nicht reagierte und ihr Herzschlag eher einer Mischung aus Speed-Metal und Free-Jazz glich, blieb mir nichts anderes übrig als den Notarzt zu rufen. Glücklicherweise war ich in der Lage die Dame wiederzubeleben.

Entdeckung am Wegesrand. Schöne Deko!

Nachdem sie zu meiner Erleichterung die Besinnung wiederfand, um sich plötzlich und herzhaft zu übergeben, kam auch schon der Rettungssanitäter.
Wäre sie dort auch nur für kurze Zeit länger, ohne Hilfe, liegengeblieben, hätte sie schwere Hirnschäden davon tragen können. Selbst jetzt noch, wenn ich nur daran denke, rast ein Adrenalinstoß durch meine Blutbahn.
Mein Schock fürs Leben.

Letztendlich war es aber wieder eine wunderbare Zeit in den Schutzgebieten des Lechs. Ich liebe einfach die Natur dort und das Privileg sie zu bewahren. Viele Menschen dieser Region sind mir zudem wirklich ans Herz gewachsen, wie die Wasserwachtler in Langweid und der ortsansässige Imker.
Ich freue mich bereits auf nächstes Jahr.
Es warten gewiss wieder eingeschlafene Badegäste mit furchtbarem Sonnenbrand die es zu wecken gilt und possierlich hopsende Flussregenpfeifer Küken denen ich meine Stimme leihe darf.


Herzlich
euer Kiesbankranger
Benjamin Vogt

Ein herrlicher Blick über den Lech nördlich von Gersthofen.

Nun will der Lenz uns grüßen… mit Sommerwetter

Blütenfreuden im März

Was für ein verwirrendes Wetterspiel dieses Jahr! Im März trieb der trockene Minisommer alle Knospen zum Erblühen an und dann kam der Winter zurück.
Wie vielen Obstbauern, hat auch uns der Kälteeinbruch zahlreiche Fruchtansätze gekostet, weil diese einfach abfroren. Wenigstens füllte der Niederschlag den Wasserspeicher im Boden, wie auch unsere Tonnen und Kanister, annähernd auf.
Und dann im Mai plötzlich wieder Hochsommer, mit Sonnenbrandtemperaturen und ohne einen Tropfen Regen.

Wer den Luxus eines Wasseranschlusses genießt, kann sich wohl kaum vorstellen wie es ist, auf Regen angewiesen zu sein. Wir haben insgesamt Speicherplatz für ca. 6000 Liter Wasser, aufgefangen über unsere Dächer. Klingt erstmal viel, ist es aber nicht.

Es ist wieder Mohnblütezeit auf der Cityfarm!

Denn das Gießen der Jungpflanzen in Hitzeperioden kostet pro Vorgang ca. 500 Liter!
Und wir gießen sicher nicht jeden Tag und nicht üppig. Generell erziehen wir unsere Pflanzen zur Selbstversorgung mittels tief reichender Wurzeln.
Aber irgendwann ist bei fehlendem Regen der Boden bis in die Tiefe ausgetrocknet, sodass vielen Pflanzen kein Bodenwasser mehr zur Verfügung steht.

Jetzt, Anfang Juni endlich wieder Regen!
Ob er ausreicht unsere Speicher aufzufüllen, werden wir sehen. Betrachten wir die vergangenen Jahre, so geht der Trend zu kontinentaleren Sommern, heißt: heißer und vor allem trockener. Doch verlässlich ist dies auf keinen Fall, es ist nur ein von uns beobachteter Trend.
Die meisten mag das Wetter nicht interessieren,
sie mögen Gespräche darüber als Smalltalk ansehen. Doch für alle, die in ihrer Existenz direkt davon abhängen, ist es ein wichtiges, unerlässliches Gesprächsthema!
Uns hat der erste Regenguss letzte Woche die Mohnblütezeit in den Garten gebracht, eine Freude für Augen und Herz. Gutes Wetter ist eben Ansichtssache.

Basilikum in allen Farben hatten wir auf dem Frühlingsfest im Gepäck.

Welch Glück, dass wir die Vorzucht für unseren eigenen Garten und das Frühlingsfest im Interkulturellen Garten „Grow up“ in der Gärtnerei des Berufsbildungswerks St. Elisabeth machen konnten. Auf dem Fensterbrett wären die Pflanzen uns reihenweise vergeilt, weil Hitze und Lichtintensität im zeitigen Frühjahr nicht zusammen passten.
Dank der Profiausstattung vor Ort konnten wir Euch aber gesunde und starke Pflanzen auf dem Spendenmarkt anbieten und wir freuen uns, dass die Pflanzenkinder so viele begeisterte Freunde gefunden haben. Tausend Dank euch dafür!

Die Wetterkapriolen haben jedoch nicht nur den Pflanzen mitgespielt, auch unsere Tiere leiden darunter. Wurden zum Beispiel früher die Schafe erst nach der Schafskälte geschoren (in dieser Periode befinden wir uns jetzt), müssen wir zukünftig wohl schon zeitiger scheren, denn Hitze über 20°C lässt die armen Tiere hecheln wie Hunde und Überhitzung droht trotz Schattenplatz.

Burenziegendame Schoko

Wir haben noch Glück, dass unsere Schafe der Rasse Skudden besonders robuste und gesunde Tiere sind. Anders verhält es sich da leider mit Schoko und Karamelkeks. Die zwei jungen Damen gehören der Rasse Burenziegen an, welche nun auf der CityFarm wohnen. Wir holten die beiden aus einer Stallhaltung in der Warmwetterperiode.
Verzückt von ihrer neu gewonnenen Freiheit betraten sie Stall und Weidezelt nur zum fressen und hielten sich sonst draußen auf.
Leider ließen sie sich nicht zwingen in den Stall zu gehen und zogen sich dadurch erstmal eine ordentliche Bronchitis zu, welche vom Tierarzt behandelt werden musste.
Den Schafen zu heiß, den Ziegen zu kalt, den Hühnern zu unbeständig, den Enten zu trocken, die Tauben verwirrt es und den Kaninchen ist es zum Glück egal. Wie ihr seht betrifft das Wetter nicht nur uns persönlich und unsere Pflanzen, auch die Tiere müssen sich erst an diese Extreme gewöhnen.

Burenziegendame Karamelkeks, kurz Keks genannt.

Aber zurück zu den Ziegen. Mit dem Einzug der zwei Burendamen, trennten wir uns schweren Herzens von den Ausbrecherzwergziegenkönigen Kiki, Wilma und ihren Freunden.
Diese konnten wir an einen Hof im schönen Allgäu vermitteln. So frech und aufsässig die Zergziegengruppe auch war, sie gehörten zu unserer CityFarm-Familie.
Doch blieb uns nichts anderes übrig, da sie immer das lieber mochten, was auf der anderen Seite des Zaunes wuchs. Leider befindet sich dort aber auch die B17, sowie eine Bahnlinie. So musste die freche Truppe umziehen.

Alles Gute in der neue Heimat Kiki, Wilma & co.

Um unserer Landschaftspflegearbeit weiterhin nachkommen zu können, wählten wir eine passende Ziegenrasse aus. So zogen bald Schoko und Keks ein.
Sie gehören der Rasse Burenziegen an.
Es handelt es sich dabei um eine schwere Fleischziegenrasse, die ihre Ursprünge in Afrika hat.
Aufgrund ihrer Standorttreue, Trittsicherheit und gutem Strauchverbiss werden sie bevorzugt in der Landschaftspflege eingesetzt. Dies ist auch bei uns ihre Aufgabe. Denn wir beweiden mit unseren Tieren für den Landschaftspflegeverband im Projekt „Weidestadt Augsburg“ die Krötenbiotope in der Nachbarschaft.
Dort wuchern Goldrute und Gebüsch, welches von den Ziegen und Schafe im Zaum gehalten wird.
Die ersten externen Beweidungen 2017 auf dem Gelände der Gärtnerei Schlegel zeigten uns, wie standorttreu die neuen Ziegen sind. Sie brachen zwar auch aus, liefen aber schnurstracks nach Hause ins Gehege. Für uns bedeutet das die Anschaffung eines neuen, stärkeren Weidegerätes, um unseren Stubenhockern ihre Weiden schmackhaft zu machen.

Im Rahmen des Projektes „Weidestadt Augsburg“ dürfen vier unserer Schafe ab dem 19. Juni auf der Uni-Heide am Wissenschaftszentrum für Umwelt weiden. Wir freuen uns über die tolle Kooperation mit der Didaktik der Biologie, dem Wissenschaftszentrum für Umwelt der Uni Augsburg und natürlich dem Landschaftspflegeverband der Stadt Augsburg.
Zum Lesen bitte auf das Bild klicken.

Und was war sonst noch so los?

In den letzten Wochen haben wir vor allem im Garten gearbeitet: Beete vorbereiten, Kulturen säen, Jungpflanzen ausbringen und vor den verwirrten Tauben schützen, Salate mit Gittern vor den Lauf-Enten schützen, die wie jeden Mai/Juni die frischen Salate schnabbulieren wollen, was sich zum Glück bald wieder gibt.

Kleines Bibberle gaaaanz groß – auf den Blickwinkel kommt es an.

Vor einigen Wochen konnte CityFarmerin Nini (Nini du fehlst uns jetzt schon!!!) aus Bergheim eine kunterbunte Schar Küken holen, die bis zum Saisonstart im großen Gewächshaus wohnen und es ordentlich düngen durften.
Mitte Mai jedoch zogen die frechen Sieben in den Junghuhnstall im Hühnergehege, um den Tomatenkindern Platz zu machen. Diese gedeihen auf dem guten, gedüngten Boden ausgezeichnet und werden uns hoffentlich viele bunte Früchte liefern.
Die Küken sahen den Umzug aber gar nicht ein und schlupften bei jeder Gelegenheit durch den Maschendrahtzaun in den Gemüsegarten. Jetzt passen sie zum Glück nicht mehr durch die Maschen, warten aber nur darauf, dass jemand die Türe nicht richtig verschließt und schwubb verschwinden sie im Beerenstrauchdickicht des Gemüsegartens.
Zum Glück haben die süßen Pipser noch keinen Schaden angerichtet, sodass wir Ihnen die Ausflüge nicht übel nehmen und sie immer wieder ihres Platzes verweisen. Es ist ja auch irgendwo verständlich, denn in der Althuhnschar sind die Junghennen noch nicht anerkannt und müssen bei allem hinten an stehen. Wer sich aber vordrängelt um in krimineller Absicht

Ildi hat die Prüfungen bestanden und ist jetzt Sensenlehrer.

ein vorzeitiges Körnchen zu ergattern, bekommt von Miss Chefe einen kräftigen Picker gegen den Kopf.
Doch die Kleinen wachsen zu großen Hühnern heran und werden sich einen Platz in der alten Schar ergattern, oder besser erhacken – es heißt nicht umsonst „Hackordnung“.

Und zu Guterletzt: Ende Mai weilte Ildi eine Woche lang im schönen Österreich, im Nationalpark Kalkalpen“. Doch es war kein Urlaub, welchen sie dort verbrachte. Statt dessen nahm sie an einer Ausbildung durch Erwin Zachl zum Sensenlehrer des Österreichischen und des Deutschen Sensenvereines teil. Neben der richtigen Sensenmann-Technik erlernte sie das Dengeln und Aufarbeiten alter Sensen.
Ihr dürft Euch also bald über Sensenmann-Kurse mit unserer „Senseiko“ freuen!

Bald gibts Sensenkurse auf der Farm!

Arbeit im März bringt Ernte im Herbst

Eines unserer liebsten „Unkräuter“, der Huflattich.

Im vergangenen Jahr ließ der Frühling lange auf sich warten und fast scheint es, als wolle er sich in diesem Jahr mit zeitigem Erblühen der Natur dafür entschuldigen. Überall drückt das Leben mit aller Kraft aus Boden und Knospen.
Die ersten wilden Mirabellen beginnen ihre Blüten zu öffnen und ihren unwiderstehlichen Duft zu verbreiten, auch unser Apfelbaum kann es kaum erwarten seine blumenreiche Pracht zu entfalten.
Gemäß der alten Bauernregel „Arbeit im März, Ernte im Herbst“, läuft für die CityFarmer die Saison schon in vollen Zügen.
Die Beete sind fast fertig gefräst, Kompost ausgebacht und die ersten Samen im Boden. Es spitzeln sogar schon Dicke Bohnen und Radieschen aus der Erde.
Auch die Jungpflanzenvorzucht geht voran und es zeigt sich schon jetzt, dass es wohl kein Paprika- und Chilijahr werden wird. Nach ein paar Keimschwierigkeiten und einer gut versteckten Schnecke im Anzuchtzelt, wachsen nur wenige Sorten dieses Jahr mit der üblichen Kraft.

Unser Taschenbaum zum Fest.
Foto: Laura Matthews

Die Tomtenkinder dagegen sehen prächtig aus und die ersten Multipottplatten mit unseren verschiedenen Salaten warten nur darauf in Eure Gärten und Balkone zu ziehen.

Auch die Workshop- und Veranstaltungssaison startete bereits mit unserem Saatgutfest am 05. März. Wir freuen uns berichten zu können, dass noch nie so viele Menschen allen Alters die Farm besuchten. Die Saatgutbörse war durchgehend reich bevölkert und Ildi am Abend heiser. Einen rauschenderen Jahresstart hätten wir nicht feiern können, zumal das Wetter wider Erwarten sein schönstes Gesicht zeigte.


Als Nächstes steht der Kurs
„Schmieden für Kinder“ von 6-10 Jahren am 08. April, 10-15 Uhr auf dem Programm. Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass noch ein paar wenige Plätze frei sind. Gern darf auch der ein oder andere Papa teilnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro, Material und Getränke sind inklusive.
Anmeldung bis 06. April unter: cityfarmaugsburg@gmx.de

Herr Gockel erfreut sich der Haremserweiterung.

Wie sicher schon einige von Euch gehört haben, ist die leidige Stallpflicht für Geflügel endlich aufgehoben. Seit November mussten aufgrund des Ausbruchs der Vogelgrippe alle Hühner, Enten, usw. in Haft genommen werden. Vor allem unseren Enten setze die Einengung ihres Lebensraumes von 500 qm auf 20 qm im Gewächshaus zu.
Aber auch in der Hühnerschar stiegt der Stresspegel. Doch nun dürfen sich die Tiere wieder frei in ihren Arealen bewegen, scharren, schnäbeln und picken wo sie wollen. Da das Gehege mit so wenig Hühnern aber sehr leer aussah, freuten wir uns durch Übernahme einer Schar unsere Gruppe zu erweitern.

Masha und Wanja sind wieder auf Schneckenjagd im Garten!

Der Halter, ein älterer Herr, gab die Hühnerhaltung auf und eine quirlige Gruppe aus äußerste frechen Hennen zog bei uns ein. Dafür wurde der Hühnerstall renoviert, frisch gekalkt und der überdachte Auslauf komplett geöffnet.
Auch Herr Gockel erfreut sich der Erweiterung seines Harems.
Der Gute zeigte in den letzten Wochen der Stallpflicht ein leicht aggressives Verhalten uns gegenüber, welches sich aber nach Haftentlassung wieder legte. Es handelte sich dabei wohl nur um eine Kombination aus Gefängnisfrust und überschäumenden Frühlingsgefühlen, welcher er im beengten Raum nur bedingt ausleben konnte. Nun kümmert er sich rührend um seine Mädls, bietet ihnen jede Kellerassel an und geht sogar dazwischen, wenn zwei Damen sich in die Federn kriegen.

Neues Leben auf der Farm. Zwergziege Kiki brachte ihr erstes Zicklein Wilma zur Welt.

Doch nicht nur die Federtiere genießen den Frühling, auch alles was Fell besitzt, sonnt sich in den wärmenden Strahlen. Bei den Kaninchen mussten wir vor Kurzem einen Verlust betrauern. Unser pummliger Silberrücken verstarb an altersbedingtem Herzinfarkt.
Ruhe in Frieden im Kaninchenhimmel du flauschiger Ewok Teal’c!

Seit dem lebt sein Kumpane Füchschen allein im Gehege, weil er sich mit den beiden anderen Jungs gar nicht verträgt. Doch allein soll er nicht bleiben, denn das ist Quälerei für ein Kaninchen.
Daher haben wir uns entschlossen ihm seine Männlichkeit zu nehmen und ein neues zu Hause im befreundeten Jugendhaus Lehmbau zu geben. Dort wird gerade ein riesiges Kaninchenparadies geschaffen, in welchem er sich sicher wohlfühlen wird.

Kiki und Wilma

Unsere bewolltesten Mitglieder dagegen haben gerade eine Pediküre hinter sich. Zusammen mit Verena vom Jugendhaus Lehmbau besuchte Ildi in der Landwirtschaftlichen Schule Triesdorf einen Klauenschneidekurs. Dort wurden sie eingehend in Theorie und Praxis unterrichtet. So machten sich beide als Klauenschneideteam ans Werk und verpassten Schafen und Ziegen im Lehmbau, wie auch auf der Farm eine Fußpflegebehandlung. Zum Glück neigt die robuste Schafrasse der Skudden nicht zu Klauenproblemen, sodass nur ein Pflegeschnitt notwendig war.
Die Tiere nahmen die Behandlung mehr oder weniger gelassen hin, verachten Ildi aber noch immer für das Einfangen und Hinsetzen. Schafe sind wie Elefanten, langfristig nachtragend. Doch für ein leckeres Stück Brot springen auch sie über ihren Schatten und nehmen die Bestechung gerne an.

Das Klauenscheideteam Ildi und Verena pflegen Wölkchens Hufe.

Zu Allerletzt möchten wir Euch noch auf unseren Tag der offenen Gartentür hinweisen. Am Ostersamstag (Karsamstag), den 15. April, öffnen wir für euch ab 14 Uhr die Gartentür. Wir haben auch extra viel Sonne bestellt! Es wird eine Kinderaktion geben und wir stellen Euch gegen eine kleine Spende die ersten Jungpflanzen zur Mitnahme bereit.

Sodann genießt den zeitigen Lenz und wir sehen uns hoffentlich demnächst auf der CityFarm Augsburg!

Unsere Hühner und Enten brauchen eure Hilfe!

<3<3<3 Update 25.11.16: Vielen, herzlichen Dank an die Spender!!!! Wir haben jetzt ausreichend Auslaufmöglichkeiten für unsere Tiere!  <3<3<3

WIR SUCHEN DRINGEND PARTYZELTE/PAVILLONS!!!

Die Vogelgrippe ist in Augsburg angekommen und das bedeutetStallpfliche für alles Geflügel. Würde es sich nur um 1-2 Wochen handeln, könnten wir die Tiere bei Laune halten aber wir müssen mit mindestens 4 Monaten rechnen!!!
Da unsere Tiere es aber nicht kennen dauerhaft im beengten Stall bleiben zu müssen, wird sie in kurzer Zeit der Stallkoller überkommen. Gerade Hühner neigen dann dazu, sich gegenseitig üble Verletzungen zuzufügen. Die Stallpflicht bedeutet ungeheuren Stress für die Tiere.

Daher suchen wir händeringend nach Partyzelten und Pavillons, um damit einen provisorischen Auslauf für die Hühner und Enten zu basteln. So können die Hühner zumindest ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Scharren und Sandbaden.

Wenn ihr uns helfen könnt, bitte eine Nachricht oder EMail hinterlassen oder einfach Ildi anrufen unter 0157/84866734

Boaaak, ich will net im Stall versauern, ich bin ein Freilandhuhn, boooaaak.

Boaaak, ich will net im Stall versauern, ich bin ein Freilandhuhn, boooaaak.