Archive for the ‘Tiere’ Category

Arbeit im März bringt Ernte im Herbst

Eines unserer liebsten „Unkräuter“, der Huflattich.

Im vergangenen Jahr ließ der Frühling lange auf sich warten und fast scheint es, als wolle er sich in diesem Jahr mit zeitigem Erblühen der Natur dafür entschuldigen. Überall drückt das Leben mit aller Kraft aus Boden und Knospen.
Die ersten wilden Mirabellen beginnen ihre Blüten zu öffnen und ihren unwiderstehlichen Duft zu verbreiten, auch unser Apfelbaum kann es kaum erwarten seine blumenreiche Pracht zu entfalten.
Gemäß der alten Bauernregel „Arbeit im März, Ernte im Herbst“, läuft für die CityFarmer die Saison schon in vollen Zügen.
Die Beete sind fast fertig gefräst, Kompost ausgebacht und die ersten Samen im Boden. Es spitzeln sogar schon Dicke Bohnen und Radieschen aus der Erde.
Auch die Jungpflanzenvorzucht geht voran und es zeigt sich schon jetzt, dass es wohl kein Paprika- und Chilijahr werden wird. Nach ein paar Keimschwierigkeiten und einer gut versteckten Schnecke im Anzuchtzelt, wachsen nur wenige Sorten dieses Jahr mit der üblichen Kraft.

Unser Taschenbaum zum Fest.
Foto: Laura Matthews

Die Tomtenkinder dagegen sehen prächtig aus und die ersten Multipottplatten mit unseren verschiedenen Salaten warten nur darauf in Eure Gärten und Balkone zu ziehen.

Auch die Workshop- und Veranstaltungssaison startete bereits mit unserem Saatgutfest am 05. März. Wir freuen uns berichten zu können, dass noch nie so viele Menschen allen Alters die Farm besuchten. Die Saatgutbörse war durchgehend reich bevölkert und Ildi am Abend heiser. Einen rauschenderen Jahresstart hätten wir nicht feiern können, zumal das Wetter wider Erwarten sein schönstes Gesicht zeigte.


Als Nächstes steht der Kurs
„Schmieden für Kinder“ von 6-10 Jahren am 08. April, 10-15 Uhr auf dem Programm. Wir freuen uns Euch mitteilen zu können, dass noch ein paar wenige Plätze frei sind. Gern darf auch der ein oder andere Papa teilnehmen. Die Teilnahmegebühr beträgt 20 Euro, Material und Getränke sind inklusive.
Anmeldung bis 06. April unter: cityfarmaugsburg@gmx.de

Herr Gockel erfreut sich der Haremserweiterung.

Wie sicher schon einige von Euch gehört haben, ist die leidige Stallpflicht für Geflügel endlich aufgehoben. Seit November mussten aufgrund des Ausbruchs der Vogelgrippe alle Hühner, Enten, usw. in Haft genommen werden. Vor allem unseren Enten setze die Einengung ihres Lebensraumes von 500 qm auf 20 qm im Gewächshaus zu.
Aber auch in der Hühnerschar stiegt der Stresspegel. Doch nun dürfen sich die Tiere wieder frei in ihren Arealen bewegen, scharren, schnäbeln und picken wo sie wollen. Da das Gehege mit so wenig Hühnern aber sehr leer aussah, freuten wir uns durch Übernahme einer Schar unsere Gruppe zu erweitern.

Masha und Wanja sind wieder auf Schneckenjagd im Garten!

Der Halter, ein älterer Herr, gab die Hühnerhaltung auf und eine quirlige Gruppe aus äußerste frechen Hennen zog bei uns ein. Dafür wurde der Hühnerstall renoviert, frisch gekalkt und der überdachte Auslauf komplett geöffnet.
Auch Herr Gockel erfreut sich der Erweiterung seines Harems.
Der Gute zeigte in den letzten Wochen der Stallpflicht ein leicht aggressives Verhalten uns gegenüber, welches sich aber nach Haftentlassung wieder legte. Es handelte sich dabei wohl nur um eine Kombination aus Gefängnisfrust und überschäumenden Frühlingsgefühlen, welcher er im beengten Raum nur bedingt ausleben konnte. Nun kümmert er sich rührend um seine Mädls, bietet ihnen jede Kellerassel an und geht sogar dazwischen, wenn zwei Damen sich in die Federn kriegen.

Neues Leben auf der Farm. Zwergziege Kiki brachte ihr erstes Zicklein Wilma zur Welt.

Doch nicht nur die Federtiere genießen den Frühling, auch alles was Fell besitzt, sonnt sich in den wärmenden Strahlen. Bei den Kaninchen mussten wir vor Kurzem einen Verlust betrauern. Unser pummliger Silberrücken verstarb an altersbedingtem Herzinfarkt.
Ruhe in Frieden im Kaninchenhimmel du flauschiger Ewok Teal’c!

Seit dem lebt sein Kumpane Füchschen allein im Gehege, weil er sich mit den beiden anderen Jungs gar nicht verträgt. Doch allein soll er nicht bleiben, denn das ist Quälerei für ein Kaninchen.
Daher haben wir uns entschlossen ihm seine Männlichkeit zu nehmen und ein neues zu Hause im befreundeten Jugendhaus Lehmbau zu geben. Dort wird gerade ein riesiges Kaninchenparadies geschaffen, in welchem er sich sicher wohlfühlen wird.

Kiki und Wilma

Unsere bewolltesten Mitglieder dagegen haben gerade eine Pediküre hinter sich. Zusammen mit Verena vom Jugendhaus Lehmbau besuchte Ildi in der Landwirtschaftlichen Schule Triesdorf einen Klauenschneidekurs. Dort wurden sie eingehend in Theorie und Praxis unterrichtet. So machten sich beide als Klauenschneideteam ans Werk und verpassten Schafen und Ziegen im Lehmbau, wie auch auf der Farm eine Fußpflegebehandlung. Zum Glück neigt die robuste Schafrasse der Skudden nicht zu Klauenproblemen, sodass nur ein Pflegeschnitt notwendig war.
Die Tiere nahmen die Behandlung mehr oder weniger gelassen hin, verachten Ildi aber noch immer für das Einfangen und Hinsetzen. Schafe sind wie Elefanten, langfristig nachtragend. Doch für ein leckeres Stück Brot springen auch sie über ihren Schatten und nehmen die Bestechung gerne an.

Das Klauenscheideteam Ildi und Verena pflegen Wölkchens Hufe.

Zu Allerletzt möchten wir Euch noch auf unseren Tag der offenen Gartentür hinweisen. Am Ostersamstag (Karsamstag), den 15. April, öffnen wir für euch ab 14 Uhr die Gartentür. Wir haben auch extra viel Sonne bestellt! Es wird eine Kinderaktion geben und wir stellen Euch gegen eine kleine Spende die ersten Jungpflanzen zur Mitnahme bereit.

Sodann genießt den zeitigen Lenz und wir sehen uns hoffentlich demnächst auf der CityFarm Augsburg!

Unsere Hühner und Enten brauchen eure Hilfe!

<3<3<3 Update 25.11.16: Vielen, herzlichen Dank an die Spender!!!! Wir haben jetzt ausreichend Auslaufmöglichkeiten für unsere Tiere!  <3<3<3

WIR SUCHEN DRINGEND PARTYZELTE/PAVILLONS!!!

Die Vogelgrippe ist in Augsburg angekommen und das bedeutetStallpfliche für alles Geflügel. Würde es sich nur um 1-2 Wochen handeln, könnten wir die Tiere bei Laune halten aber wir müssen mit mindestens 4 Monaten rechnen!!!
Da unsere Tiere es aber nicht kennen dauerhaft im beengten Stall bleiben zu müssen, wird sie in kurzer Zeit der Stallkoller überkommen. Gerade Hühner neigen dann dazu, sich gegenseitig üble Verletzungen zuzufügen. Die Stallpflicht bedeutet ungeheuren Stress für die Tiere.

Daher suchen wir händeringend nach Partyzelten und Pavillons, um damit einen provisorischen Auslauf für die Hühner und Enten zu basteln. So können die Hühner zumindest ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Scharren und Sandbaden.

Wenn ihr uns helfen könnt, bitte eine Nachricht oder EMail hinterlassen oder einfach Ildi anrufen unter 0157/84866734

Boaaak, ich will net im Stall versauern, ich bin ein Freilandhuhn, boooaaak.

Boaaak, ich will net im Stall versauern, ich bin ein Freilandhuhn, boooaaak.

Von neuen Akteuren, meckerndem Abschied und Winterruhe

Borretsch (Borago officinalis) im Eiskleid.

Borretsch (Borago officinalis) im Eiskleid.

Die Farm erstrahlte in den letzten Tagen oft in wunderschönem Frostgeglitzer, als hätte ein Künstler seiner kalten Inspiration freien Lauf gelassen. Zudem zerstreute die zentimeterdicken Eisschicht auf der Entenwanne die letzten Zweifen, dass der Winter noch auf sich warten ließe. Damit neigt sich wieder ein Jahr zu Ende und die CityFarmer genießen die Winterruhe. Das zeitige Dunkeln der Tage bringt uns einen frühen Feierabend, sodass nun die Zeit der Handarbeit und des Saatgutsortierens anbricht.

Doch bevor wir uns aufs gemütliche Sofa zurückziehen, wollen wir euch von den Erlebnissen des Herbstes berichten.

.

Mio

Schon Ende des Sommers durfte ein neuer Bewohner auf der Farm einziehen. Nicht nur weil er süß und knuddelig ist, auch weil er einen wichtigen Job zu erfüllen hat. Aber beginnen wir von vorn.
Auf dem benachbarten Krümelhof gab es einen Wurf menschenscheuer Katzen, echte Bauernhofkatzen mit übergroßem Drang zur Freiheit und wenig zweibeinerbezogen. Trotzdem setzte sich eine treue CityFarmerin dafür ein, dass der frechste und scheuste Geselle des Wurfes auf die Farm ziehen sollte. Doch so einfach war das nicht, denn was nützt uns eine Katze, die keine Menschen mag? Also musste der Kleine „eingestreichelt“ und ihm gezeigt werden, wie nützlich die Dosenöffner doch waren!
Daher zog er zuerst in die Wohnung des und lernte dort seine heutige Hingabe an menschliche Hände kennen.
Bald war es dann soweit. Mio, diesen Namen erhielt er in Memorium an ein Kaninchen, durfte sein neues Reich auf der Farm entdecken. Der schwarze Frechdachs lebte sich sehr schnell ein und begann bald mit Eifer seinem Job nachzugehen und Mäuse zu fangen. Von der Kastration und Impfungen war er zwar weniger begeistert aber das ist nun mal unerlässlich.

Mio unser kleiner Wildfang.

Mio unser kleiner Wildfang. Foto: René

Heute wird fast jeder (er mag natürlich nicht jeden gleich gern!) mit erhobenem Schwanz auf der Farm begrüßt und aufdringlich zum Kuscheln gezwungen. Kinder dagegen müssen oft als Spielanimator herhalten. Als Dank liegen dann regelmäßig mehr oder weniger komplette Mäuse unterm Tisch. Dies bringt manchmal skurrile Situationen mit sich, wie auf dem Kindergeburtstag letzte Woche, als die Mutter fragte: „Ihr wisst schon, dass da eine halbe Maus unterm Tisch liegt?“
Ähm, ja, nee, die haben wir wohl bei der Vorbereitung übersehen oder Mio hat sie vorhin erst gebracht, als Geschenk quasi.

Fauler Kater? Mitnichten!

Fauler Kater? Mitnichten!

Der Kleine hat eben seinen eigenen Kopf, schließlich ist die Farm sein Reich und er der wahre Herrscher über alle und alles. Damit Majestät sich bei Kälte gut verkriechen kann, wurden ihm zu Ehren Katzenklappen in diverse Türen eingesetzt. Doch auch bei der Nutzung derer hält sich seine Begeisterung in Grenzen: wie jetzt, ich soll meine Tür selbst aufmachen?

Wie es sich mit Fluffgepuff und Mio verhält? Nun ja, Freunde sich sie noch nicht. Manchmal wartet Mio hinter einer Ecke, um ihr seine Krallen auf die Nase zu setzen. Dann wiederum revanchiert Fluffel sich und jagt ihn eine Runde über die Wiese. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

.

Erntedank

Am 08. Oktober feierten wir mit unseren Besuchern Erntedank. Obwohl das Wetter sich wie immer weniger einladend gestaltete, kamen doch einige Gäste, um sich am Feuer zu wärmen und die Farm zu erkunden. Besonders die Kleinen waren zahlreich vertreten. So gingen auch alle Kürbisse, kreativ geschnitzt in kleine, stolze Hände über. Es war ein schönes Fest und auch das gemeinsame Buffet wie immer ein Gaumenschmauß!

Kürbis schnitzen auf dem Erntedankfest

Kürbis schnitzen auf dem Erntedankfest

Da der Wettergott uns aber in den letzten Jahren selten hold war, überlegen wir nun im kommenden Jahr das Erntedank gegen eine andere Festlichkeit im Sommer zu tauschen. Aktuell sind wir noch in der Planungsphase für 2017. Wir werden euch unsere Entscheidung und alle Termine der kommenden Saison rechtzeitig mitteilen.

.

Neue Kooperation

Angehende Lehrer der grund- und Mittelschule besuchten die CityFarm und lernten Allerlei über Pflanzen und Tiere

Angehende Lehrer der grund- und Mittelschule besuchten die CityFarm und lernten Allerlei über Pflanzen und Tiere

Über eine Kooperation mit der Didaktik der Biologie an der Universität Augsburg konnten wir über mehrere Exkursionen unser Projekt zahlreichen angehenden Lehrkräften der Grund- und Mittelschule vorstellen. Sie lernten die Farm als außerschulischen Lern- und Erlebnisort für Kinder und Jugendliche kennen. Dadurch werden sie zu Multiplikatoren unserer Schwerpunkte und gewinnen einen Blick über den Tellerrand der Schulen und Universität. Wir wollen für das Thema der Natur- und Umweltbildung sensibilisieren und zeigen, dass dazu auch der richtige Umgang mit Tiere und Pflanzen gehört.

Zudem besuchten uns Teilnehmer der Bundesfachschaftstagung des Studienganges der Geographie und erlebten einen spannenden Nachmittag mit Führung, kleinem Arbeitseinsatz und Lagerfeuer mit Stockbrot. Uns hat es viel Spaß bereitet den Studierenden die Farm vorstellen zu können und hoffen vielleicht den ein oder anderen inspirieren zu können, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

.

Meckernder Umzug

Anfang November durfte dann eine unserer Zwergziegendamen in ein neues zu Hause umziehen. Fühlten sich bei Einzug der Herde erst zwei Individuen dieser Ziegenrasse bei uns wohl, zog im Sommer eine Schar derer dazu. Die Aufnahme der Tiere geschah allerdings nicht ganz freiwillig, eher notgedrungen. Unser Schaf- und Taubenmeister Rachmed rettete die kleine Herde Westafrikanischer Zwergziegen aus schlimmer Haltung. Die armen Tiere waren Jahre auf 10qm in einer Gitterbox eingesperrt, mit Böcken und unkontrollierter Vermehrung, was zwangsläufig zu massiven Inzuchtproblemen führte.

Auch unsere Tiere müssen arbeiten!

Auch unsere Tiere müssen arbeiten!

Als die Tiere einzogen, standen sie fast 2 Wochen unbeweglich auf der Stelle und guckten nur blöd aus der Wäsche (Lärm machten sie allerdings für die dreifache Anzahl Ihresgleichen). Irgendwie auch verständlich (erinnern wir uns an die Nackthuhnbande), denn noch nie hatten sie Sonnenlicht oder eine Wiese gesehen!!! Nach ca. 10 Tagen wagten sich die ganz Mutigen das Gehege zu erkunden und bald darauf ließ sich endlich bei allen das typische Ziegenverhalten erkennen.
Was das bedeutet? Es heißt: zahlreiche Ausbruchsversuche, Kletterwahn, Abrissbirnenverhalten, Dreistigkeit bei der Erlangung von Futter, Zerstörungsfreude, …. Ja, Ziegen sind keine niedlichen Rasenmäher, sondern mobile Abrissbirnen mit der Vorstellung, dass alles Fressbare auf der anderen Seite des Zaunes viel besser schmeckt!

So peppelten die Tiere in den vergangenen Monaten mit zusätzlichem Kraftfutter auf, entwurmten sie und verpassten ihnen die gesetzlich vorgeschriebenen Ohrmarken. Doch regelmäßig trieben sie uns in den Wahnsinn! Vor allem in jener Zeit, als die Herde im Rahmen des Projektes „Weidestadt Augsburg“ des Landschaftspflegenverbandes Augsburg die angrenzenden Biotope beweiden und entbuschen durften.
Da wir für alle Spaziergänger sichtbar eine Notfallnummer am Zaun hatten, klingelte auch regelmäßig das Telefon mit Fragen wie: „Ist das Ihre Ziege dort auf den Bahngleisen?“ Verdammt ja, ist es, schon wieder! Also rauf aufs Rad/Moped, Ziege fangen, Zaun richten.

Schlimme als ein Sack Flöhe diese Bande! :-)

Schlimmer als einen Sack Flöhe zu Hüten, diese Bande!

Als logische Konsequenz vermittelten wir nach und nach die Zwergziegenbande. Diese Rasse war nicht geeignet für mobile Zäune, wir brauchen eine standorttreue Ziegenrasse wie die Burenziegen. Bevor diese jedoch einziehen, wollen wir bis auf unsere Kiki alle Zwergziegen vermitteln.
Heute sind noch ein Böckchen (ca. 1 Jahr als) und eine Mutterziege mit zwei Kleinen (Bock und Zicke) übrig. Wer ihnen ein neues, gutes zu Hause bieten möchte, darf sich gern bei uns melden!

Als nun im befreundeten Jugendhaus Lehmbau die alte Ziege Klara (Sie ruhe in Frieden) an Altersschwäche verstarb und Zensi, das jüngere Gegenstück zunehmend in Depressionen verfiel, gab es nur eine Lösung für uns. Kurzerhand packten wir die lautstark meckernde braune Mama samt ihrem kleinen Zicklein und siedelten sie in die neue Herde aus Schafen und der Ziege Zensi um.
An dieser Stelle geht der Dank an unsere Nachbarn den Krümelhof, deren Pferdehänger wir zum Transport nutzen durften. Die Schafherde dort wird angeführt von unserem Peterle, der schon im Sommer in den Lehmbau ziehen und seit dem seine eigene Mädlsherde beglücken darf.
Die beiden Ziegen lebten sich schnell ein und schlossen Freundschaft mit Zensi. Etwas misstrauisch beäugten die Schafe anfangs das meckernde Treiben, doch auch sie gewöhnten sich bald an den Herdenzuwachs.

Die kleine Dame samt ihrer Mutter zogen in das Jugendhaus Lehmbau um.

Die kleine Dame samt ihrer Mutter zogen in das Jugendhaus Lehmbau um.

Und nun ist es soweit, die CityFarm und ihre Farmer gehen in die Winterruhe. Rauf aufs Sofa, Füße hoch, einen leckeren Ingwertee und die ersten Plätzchen genießen. Aber ganz so faul sind wir trotzdem nicht, denn die Sortierung und Abpackung des Saatgutes von 2016 läuft auf vollen Touren, damit wir euch Anfang 2017 auf unserer Börse die alten und seltenen Gemüsesorten anbieten können.

Ein guter Start in die Saison und eine erfolgreiche Lämmerzeit

Hallo liebe CityFarm-Freunde,

wie immer im Frühjahr und Frühsommer schwappt eine Welle der Arbeit über uns her. Nicht nur der Garten will bestellt und gepflegt werden, auch diverse Bauarbeiten müssen dringend vor Saisonstart erledigt werden. Nun kam mit unseren neuen vierbeinigen Mitbewohnern natürlich weitere Arbeit hinzu, sodass unsere Webseite eine Weile brach lag.

Aber nun wollen wir euch von Neuem und Neustem berichten.

DSC05107

Blühender Sommer auf der CityFarm mit viel Klatschmohn .

Ein Blick aus dem Fenster bescheinigt, dass die Wetterkapriolen noch nicht vorbei sind. Die Nachrichten sind voll von Bildern die Überschwemmungen, Hagel- und Sturmschäden zeigen.

Auch momentan, während ich hier schreibe schüttet es wie aus Eimern und am Tag kommen schonmal über 20 Liter auf den Quadratmeter zusammen. Lech und Wertach haben Hochwasser, gestern dagegen noch Sonne satt, Hitze, Schwüle, Sommer!
Doch wir wollen uns nicht beschweren, denn so ist es uns lieber als wieder eine Dürre wie im letzten Jahr durchstehen zu müssen. Die schwersten Unwetter zogen aufgrund unserer glücklichen Lage fast immer vorbei und ergossen sich im südlichen Teil der Stadt (das war letztes Jahr der Dürreauslöser, denn jeder Gewitterguss zog an uns vorbei und wir konnten den Regen nur aus der Ferne bestaunen).

Vielleicht erinnert ihr euch auch an das Problem mit unserem schweren Lehmboden, der noch immer arbeitete, sich setzte und in dem sich bei Trockenheit tiefe Risse bildeten, während wir bei Regen im Schlamm ertranken.

Die neue Pergola.

Die neue Pergola gebaut vom Rene und Max.

Nun, mit zunehmender Pflanzenbedeckung (vorn eine Wiese und im Garten jede Menge Beikraut auf den Wegen, ebenso im Hühnergehege) hat sich das Problem recht gut eingependelt. Durch die Durchwurzelung des Bodens versickert das Regenwasser gut und wird durch die Beschattung auch länger im Boden gespeichert. Nun zieht uns der Schlamm nur noch an wenigen Ecken die Stiefel aus, wenn es wiedermal Unmengen regnet.

Bevor die Gartensaison richtig losging, musste aber dringend noch etwas gebaut werden, ein neues Gewächshaus. Die beiden älteren Modelle hielten der Windbelastung nur schlecht stand, waren zu klein und schlecht begehbar.
Im Zuge der Baumaßnahmen entstand vor dem Wohnwagen auch die herrliche Pergola, an der nun Hängesessel und -Matten zum Rumhängen einladen.
Das Material konnten wir dank einer Förderung der
Anstiftung & ertomis kaufen.
Am Gewächshaus fehlt im hinteren Teil zwar noch die passende Folie, doch es schützt schon jetzt zahlreiche Tomatensorten vor Regen und Braunfäule.

Der Garten ist nicht wieder zu erkennen im Vergleich zum letzten Jahr! Das Grün konnte sich dank reichlicher Wasserversorung explosionsartig entwickeln und wuchs uns an einigen Stellen schier über den Kopf. Das schönste Beikraut in diesem Jahr ist der Klatschmohn (Papaver rhoeas), der herrliche Farbtupfer überall auf der Farm säet und den Insekten eine Freude ist.

DSC05053

Frisch geschlüpftes Hühnerküken.

Wir haben uns vorerst darauf verlegt die Gemüse- und Beerenbeete frei von unliebsamen Kräutern zu halten und allen anderen unerwünschten Wildwuchs erst nach und nach vor der Samenreife zu entfernen.
Besondere Freude am Dschungel im Garten haben die Laufenten, denn im feuchten Dickicht verstecken sich bevorzugt die glibbrigen Leckerbissen, die Schnecken. Mit den Gemüsefressern haben wir dank der Laufenten keinerlei Probleme mehr! Auch gehen die Laufenten nicht an das Gemüse, was am ausreichenden Platz liegt. Diese Unart entwickeln die Tiere meistens nur, wenn der Platz zu klein und damit zu wenig natürliches Futter verfügbar ist.

DSC04997

Die zwei kleinen Mädchen das erste Mal auf der Weide.

Unser Entenpärchen war dieses Jahr der Meinung zu brüten und es schlüpften auch einige Küken. Doch leider hat der Herr Erpel zwei davon selbst auf dem Gewissen, sodass er ins Hühnergehege umziehen musste. Dort läuft er den ganzen Tag am Zaun entlang und schnattert mitleidserregend seiner Familie hinterher. Aber, selbst schuld und eine Weile muss er auch noch dort bleiben!

Ebenso traurig ist unser Kampf gegen die Natur, wenn es um die Jungtiere geht. Ein äußerst dreistes Krähenpaar hat sich in der Nähe eingenistet und einige Jungtiere (sowohl Hühner- als auch Entenküken) zum Frühstück verspeist oder ihren eigenen Jungen gefüttert.

Leider sind die derart schlau, dass unsere Versuche sie zu täuschen oder abzuhalten alle kläglich scheiterten. Die Hühnerküken leben seit dem in einem der alten Gewächshäuser, während die Entenkinder nun groß genug sind (und hoffentlich nicht die Aufmerksamkeit des Bussards auf sich ziehen) und dem Beuteschema entfallen.

Nebenan auf der Schafweide hat sich auch etwas verändert. Hohe, durchdringende Bääääää-Laute zaubern allen CityFarmern ein Lächeln auf die Lippen. Die Lammzeit ist vorbei und 5 tapsige, verspielte Lämmchen toben sich mit Kiki und Peterle auf der Wiese aus. Ein Quell der Freude diese putzigen Schäfchen! Die ersten Tage verbrachten die Kleinen mit Ihren Müttern im Stall und für eine Woche galt: anfassen verboten! Schafe sind da recht eigen und verstoßen auch mal ein Lämmchen, wenn der Menschengeruch zu aufdringlich an ihnen haftet. Doch alles gut gegangen, die Schafkindchen sind wohlauf und einige schon zutraulich, sehr zur Freude der Menschenkinder.

Lolek der Erstgeborene gerade ein paar Stunden alt.

Lolek der Erstgeborene gerade ein paar Stunden alt.

Zweimal brachten die Mütter Zwillinge zur Welt. Lolek und Bolek, zwei weiße Böckchen kamen zuerst. Danach zwei Mädchen, eine Schwarze und eine Fuchsfarbene. Dies ist etwas ganz, ganz Besonderes bei Skuddn und kommt bei 100 Lämmern nur 1x vor. Rein genetisch betrachtet ist die Farbe übrigens weiß.
Zuletzt erblickte ein schneeweißes Mädchen das Licht der Welt und fügte sich gleich gut in den Kindergarten ein. Es ist herrlich die Dynamik der Herde zu beobachten, welche Mutter gerade Aufsicht hat, wann zur Milchbar geladen wird und wie die Kleinen auf teils noch wackeligen Beinchen über die Weide hoppeln und spielen.

Bienenfang auf Russisch. Die Bienen haben Viktor erwählt.

Bienenfang auf Russisch. Die Bienen haben Viktor erwählt.

Auch die Bienen lud das Wetter zur Vermehrung ein. Gleich alle drei Völker schwärmten und konnten glücklicherweise recht schnell von uns eingeschlagen werden.
Der viele Regen und die warmen Perioden dazwischen, geben der Vegetation ordentlich Schub, sodass es überall grünt und blüht. Da freuen sich natürlich die Bienen über Nektar und Pollen. Die Jungvölker sind derart fleißig, dass die Beuten schon fast voll mit Brut und Honig sind!

Vor Kurzem brach ein wenig Panik aus auf der Farm, das Veterinärsamt kam zu Besuch. Ich sag euch so sauber und geschleckt sah die Farm selten aus! Daher ging auch unser Tag der Offenen Tür ein wenig unter aber wir hoffen allen Besuchern hat es trotzdem gefallen!
Zum Glück gab es keinerlei Beanstandungen, nur dass die Schafe und Ziegen noch Ohrmarken bekommen müssen.
Puh, da fiel uns aber ein Stein vom Herzen und es ist ein gutes Gefühl, wenn das Amt sagt: alles Bestens bei euch!

In den vergangenen Tagen, als die Sonne uns mit Sommer verwöhnte, begann unsere Heuzeit. Zumindest solange, bis sich die Gewitter mit viel Regen wieder einstellten.

Schaf- und Ziegenhüpfburg mit Baumimitation

Schaf- und Ziegenhüpfburg mit Baumimitation

Wie vor 100 Jahren mähten wir von Hand mit der Sense den vordere Teil der Wiese und wendeten das Heu 2x am Tag. Am Abend wurden Haufen gemacht, um das Futter vor der nächtlichen Feuchtigkeit zu schützen. Morgens nach Abtrocknen der Wiese dann wieder das Gleiche Spiel. Heu ausbreiten und 2x wenden.

Würde sich das Wetter an den Wetterbericht halten, hätten wir drei sonnige Tage hintereinander gehabt, genau die richtige Zeitspanne. ABER, naja, ihr wisst ja wie es gerade ist….
Also musste der trockene Teil des Heus schon am Abend des 2. Tages eingefahren werden. Da aber leider Labkraut und Wicke nicht so schnell trocknen wie Gräser, verblieb der noch feuchte Teil auf der Wiese, abgedeckt mit einer Plane und wartet auf sonnigere Tage zum Nachtrocknen.

Nun haben wir euch in Kurzform das Neuste vom Neuesten berichtet und wollen euch zum nächsten Tag der offenen Gartentür einladen.

Nächster Tag der Offenen Gartentür:

25. Juni 2016

14 – 18 Uhr


Wir sehen uns auf der CityFarm Augsburg!

Zum Abschluss ein kurzes Video von Augsburg TV, die waren nämlich auch zu Besuch. Im letzten Drittel geht es um die Farm.

 

 

Gemüse ohne eigenen Garten ernten

Endlich Frühling auf der CityFarm Augsburg!

_DSC0009

Willkommen Frühling! Foto: Laura Matthews

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück….“
J.W.v.Goethe, Faust I

.

Nun ist er da, der Frühling mit seinen milden und immer länger werdenden Abenden. Im Garten blühen nicht nur die Narzissen, Hyazinthen und Tulpen, auch der Rosmarin bietet mit seinen unzähligen lila Blüten eine Augen- und Bienenweide.

Den Hühnern gefällt das milde Wetter so gut, dass sie viele Eier legen und bald glucken werden. Masha und Wanya die Laufenten sind sogar schon einen Schritt weiter und sammeln ihr Brutgelege (auch eine Ente legt nur ein Ei am Tag), während die Schafe gierig das erste Grün von der Wiese rupfen. Zicklein Kiki und Lämmchen Peterle spielen miteinander und entdecken die Welt.

Auch unsere menschlichen CityFarmer sind aus ihrem Winterschlaf erwacht und bereiten fleißig die Farm auf die Saison vor.
So wurde z.B. der unansehnlich Strohmattenzaun zwischen Lagerfeuerstelle und Gemüsegarten durch einen schönen Lattenzaun ersetzt, die Beete von Kraut befreit und neue Beerensträucher und Obstbäume gesetzt. Zudem dürfen sich neu gesetzte Heckenrosen, Schlehen und andere Futterpflanzen für Bienen, Schmetterlinge und Vögel im Hühnergehege ausbreiten, denn dieses darf sich in einen CityFarm-Natur-Dschungel verwandeln.

_DSC0272 Kopie

Achtung, die Zicklein fliegen heute tief!
Foto: Laura Matthews

Auch die Jungpflanzenanzucht geht voran. Neben vielen verschiedenen Tomatensorten, Kürbissen und Gurken pikierten wir auch schon einige Kisten lila Asiasalat und Palmkohl in Töpfchen, um sie auf dem Frühlingsfest anbieten zu können.

Merkt Euch den Termin vor! Am 01. Mai (ab 15 Uhr) findet im Interkulturellen Garten „Grow up“ wie jedes Jahr das Frühlingsfest statt. Wir sind mit unserem Jungpflanzenstand wieder dabei!

Im Garten konnten wir schon Kartoffeln, Topis und Bohnen legen sowie Möhren, Rettich, Rüben und Erbsen säen! Vor allem die Zuckererbsen zeichnen sich in diesem Jahr durch ihre Keimfreudigkeit aus und sind schon fast 10cm groß. Auch den gesetzten Salaten, Rettichen und Kohlrabis bekommt das milde Wetter sehr gut. Sollte es bis Mai keinen Frost mehr geben, können wir uns über einen sehr zeitigen Saisonstart freuen! Bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius kann man das junge Gemüse übrigens mit einem Flies schützen und einen Wachstumsvorspung erreichen.

_DSC0317 Kopie

Es summt und brummt wieder auf der Farm.
Foto: Laura Matthews

Nachdem eine vorwitzige Mäusebande unserer Bienenfreude einen ordentlichen Dämpfer verpasste, nachdem sie im Winter unsere Bienenvölker zerstörten, summt und brummt es nun wieder auf der Farm!
Kurz überlegten wir tatsächlich die Imkerei aufzugeben, doch Freunde ermutigten uns weiter zu machen (Danke Manu!). Nun werden wir die neuen Beuten auf Metalbeine stellen, an denen keine Maus nach oben klettern und die Waben räubern kann. In den alten Beuten war zwar ein dickes Mäuseschutzgitter im Boden, doch
es hat nichts genützt. Da Mäuse sich schlanker als ein kleiner Finger machen können, reichte ein winziges Loch um der Meute Einlass zu gewähren.

Vorzucht für das Frühlingsfest Foto: Ildi

Vorzucht für das Frühlingsfest
Foto: Ildi

Die neuen drei Völker haben sich sehr gut eingelebt und ernten in der Umgebung reichlich Pollen und Nektar. Als unser Imker Viktor vor wenigen Tagen den Wildbau der Bienen etwas eindämmte, kamen Ildi und Tine von „GrowUp“ in den Genuss frischen Honig aus Wabenstückchen zu zutscheln. Was für ein Genuss!

Der Frühling ist für den Gärtner die arbeitsreichste Zeit des Jahres. Anfang/Mitte Mai dürfen dann endlich die zu Hause vorgezogenen Jungpflanzen in den Garten. Aber Achtung Gärtnerfreunde, Mitte Mai könnten eventuell doch die Eisheiligen noch vorbeischneien. Jedoch haben sie schon in den letzten Jahren ihren Termin verpasst und sind bisweilen komplett ausgeblieben.

Wir gehen das Risiko auf jeden Fall ein und pflanzen schon Anfang Mai aus. Sollte es doch noch ein paar kühlere Nächte geben, decken wir unsere Pflanzen über Nacht mit einem Flies ab und schützen sie so vor kalten Winden. Auch Folien oder einfach ein Eimer über Einzelpflanzen kann gegen tiefe Temperaturen schützen.

Anfang Mai wird die Farm auch an anderer Stelle wachsen, denn zwei engagierte CityFarmer haben sich extra eine Woche Urlaub genommen, um eine Pergola mit zwei Hängemattenplätzen an den Wohnwagen zu bauen. Parallel will Ildi, wenn Zeit und Material ausreichen, auch noch ein Holz-Folien-Gewächshaus entstehen lassen und die beiden vom Sturm zerstörten Gewächshäuser ersetzen. So zumindest der Plan.

Nun wünschen wir euch einen wundervollen Start in den Frühling und möchten euch noch auf folgende Termine hinweisen:

  • Sa. 23. April 14:00 Uhr – 18:00 Uhr: Offene Gartentür auf der CityFarm Augsburg
  • Sa. 30.04. 10:00 Uhr – 15:00 Uhr: II. Kurs Schmieden für Kinder und Jugendliche von 6 – 14 Jahren
  • So. 01. Mai ab 15 Uhr – 19:00 Uhr: Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt im Interkulturellen Garten „GrowUp“
_DSC0374 Kopie

Foto: Laura Matthews

Saatgut-Fest und eine schwere Geburt

Liebe neue und alte CityFarm-Freunde!

Saatgut-Stand Foto: Daniel Rieker

Saatgut-Stand
Foto: Daniel Rieker

Saatgut-Fest

In der vergangenen Woche fand unser Saatguttausch-Fest statt. Trotz des durchwachsenen und kalten Wetters fanden sehr viele Menschen den Weg zu uns. Wir hoffe sehr, dass es euch allen Spaß gemacht hat. Auch unser kleines Rahmenprogramm mit verschiedenen Ständen, altem Handwerk und natürlich Ponyreiten mit dem Krümelhof sind bei euch gut angekommen.

Besonders überrascht waren wir über den Andrang am Saatgut-Stand. Am Ende der Veranstaltung war dieser fast leer geräumt, so gut haben euch unsere Sorten gefallen! Das spornt uns ganz besonders an, in diesem Jahr noch mehr seltene Sorten anzubauen und zu vermehren. Geplant sind zum Beispiel die goldene Beete, der Lippische Braunkohl, eine besondere Salatsorte, verschiedene Wildtomaten, Roter kanadischer Mais und die Inkagurke.

Wir wollen unseren Besuchern im Namen aller CityFarmer für das gelungene Fest und die vielen Spenden danken! So konnten wir z.B gleich am Montag darauf 6 Säcke Hühnerfutter kaufen.

Auch übrigens, wer hat diese unglaublichen Sesambällchen fürs Buffet mitgebracht? Da haben unsere Geschmacksknospen Tango getanzt und ich (Ildi) würde mich über das Rezept freuen.

Auch Tauben wohnen jetzt bei uns!

Auch Tauben wohnen jetzt bei uns! Foto: Daniel Rieker

,

Schwere Geburt

Zum Fest konntet ihr ja schon unsere Ziegen und Schafe bestaunen und die frechen Mäh-Mäuler mit Brot füllen. Schon zu dem Zeitpunkt dachten wir, dass es jetzt jeden Tag soweit sein müsse, dass die Ziegenjungen zur Welt kommen. Ihr habt den dicken Bauch ja gesehen, die Mutter konnte nur noch breitbeinig laufen!

Natürlich sah die Ziegenmutter das ganz anders und ließ uns noch zwei Wochen zappeln.

Mama und Junges dürfen sich die nächsten Tage im Stall erholen.

Mama und Junges dürfen sich die nächsten Tage im Stall erholen.

Gestern, am 14. März war es endlich soweit. Gegen Mittag suchte die Dame sich ein ruhiges Plätzchen, um ungestört gebären zu können. Am späten Nachmittag warteten wir noch immer ungeduldig und nun schon leicht besorgt auf die neuen Cityfarm-Bewohner. Doch es sollten die ersten Zicklein der Ziegendame sein und Erstgeburten sind manchmal langwierig und schwierig.

Als die Dämmerung einbracht, fasste sich schließlich unser Schaf- und Ziegenflüsterer Rachmed ein Herz und betrat vorsichtig den Stall. Die arme Mutter lag schon recht entkräftet im Stroh und keckerte Müde. Das Zicklein war schon zu sehen, es lag zumindest richtig, mit Vorderbeinen und Köpfchen voran, doch es war viel zu groß! Da packte Rachmed ohne groß nachzudenken Beinchen und zog das glitschige Jungtier heraus. Sogleich war ein helles, durchdringendes, forderndes „Määääh“ zu vernehmen. Es dauerte auch nicht lange, bis das Ziegenkindchen sich auf wackeligen Beinen und noch sehr unkoordiniert den Weg zu Mutters Zitzen bahnte, um die lebenswichtige Biestmilch zu trinken. In diesem Moment fällt jedem Tierzüchter ein riesiger Felsbrocken vom Herzen, denn die erste Milch und das Annehmen des Jungtiers durch die Mutter sind der beste Start ins Leben.

Nachdem die Mutter das Baby sauber geputzt hatte, verließen beide auf wackeligen Beinen den Stall und präsentierten sich im Gehege. Doch Moment, nur ein Junges? Sollte da nicht noch ein zweites kommen? Da haben wir uns gründlich geirrt, denn das Kleine besticht durch seine ungewöhnliche Größe, sodass der Bauch nach Zwillingen aussah.
Auch das Geschlecht wissen wir noch nicht. Erst wenn die Ziegenmutter mit ihrem Nachwuchs wieder nach draußen darf, wird nachgeschaut. Bis dahin zähmen wir unsere Neugier und lassen den beiden ihre wohlverdiente Ruhe.

Unser Ziegen-nchwuchs ca. 10 Stunden alt.

Unser Ziegen-Nachwuchs ca. 10 Stunden alt.

Die ganze Nacht über wachte Rachmed durchgefroren und besorgt im Stall. Er baute den beiden eine eigene Box, da die Ziegenmutter durch die schwierige Geburt noch sehr geschwächt war und vorerst von der Herde getrennt bleiben soll. Am nächsten Morgen sah sie schon etwas besser aus, fraß, trank und kümmerte sich um ihren Nachwuchs. Dennoch wird es noch ein paar Tage Erholung für die Mutter brauchen, bis die beiden wieder zur Herde dürfen und das Zicklein endlich die CityFarm-Welt erkunden kann. Einen Spielgefährten hat es ja schon, das freche ca. 4 Wochen alte Lammböckchen.

Wir halten euch auf Facebook auf dem Laufenden. Drückt die Daumen, dass Mutter und Kind sich gut erholen und bald zu ihrer Herde dürfen!

.

Das Lamm-Böckchen will endlich einen Spielkameraden.

Das Lamm-Böckchen freut sich schon auf euren Besuch.

Offene Gartentür

Noch können wir euch leider keine regelmäßigen Termine anbieten. Statt dessen werden wir die nächste Zeit so verfahren, dass ein offener Nachmittag auf unserer Homepage (rechts, kleiner Kasten: Offene Gartentür) angekündigt wird. Wenn ihr uns besuchen wollt, dass gilt wie immer: kommt zu Fuß oder mit dem Rad. Falls ihr doch das Auto nehmt, parkt an der Aral oder am Nordfriedhof und nicht auf den Biotopflächen der Stadt.

Zudem werden wir an den entsprechenden Tagen größere Arbeitseinsätze haben und können euch dadurch nur begrenzt herumführen. Ihr dürft aber auch gern mit anpacken!

Wir möchten unsere Besucher dringendst bitten, sich an die offenen Nachmittage oder Terminabsprachen mit Ildi oder Benni zu halten und nicht einfach so vorbei zu kommen.
Oft ist keiner von uns da, der Besucher empfangen darf. Nur weil die Tür offen steht und Viktor oder Rachmed da sind, heißt das nicht, dass man einfach reinspazieren darf und erst recht nicht, dass man die Kaninchen aus den Gehegen lässt!!!!!

Wir werden die Besucheregel jetzt wieder strenger umsetzen. Außerhalb der offenen Nachmittage haben Besucher keinen Zutritt!

Die große Überraschung

Unsere CityFarm-Gemeinschaft wächst, gedeiht und liefert uns immer wieder neue Überraschungen.

Letzte Vorbereitungen für den großen Tag. 02/2016

Letzte Vorbereitungen für den großen Tag.
02/2016

Zusammen mit den alten und neuen Engagierten kommt Motivation, Inspiration, Energie und Wissen. Das neuste Mitglied unserer illustren Runde heißt Rahmet und er hatte noch etwas anderes im Gepäck.

Doch wir wollen die Geschichte von vorn beginnen.

Vor zwei oder drei Monaten stand plötzlich jemand vor dem Tor, der dringend einen Platz für seine Tauben suchte und gern ein „Stück CityFarm“ pachten wollte. Da konnte sich Ildi ein Grinsen nicht verkneifen und erklärte dem Besucher wie das hier auf der Farm so läuft: Gemeinschaftshof mit 2-20 Leuten, Arbeitsteilung, alles ehrenamtlich, Eier- und Ernteteilung, Pacht aus Spenden. Ja, es ist vielleicht etwas ungewöhnlich was und vor allem wie wir die Farm am Laufen halten aber es hat sich bewährt.

Aus den Tauben wurden schließlich auch seine Schafe und Ziegen, was ganz besonders Ildis Herz erfreute, war sie doch mit Schafen aufgewachsen.

Willkommen in der neuen Heimat! 02/2016

Willkommen in der neuen Heimat!
02/2016

Weniger Wochen später standen Stall und Zaun, sodass der Umzug vonstatten gehen konnte. Aufgeregt warteten die CityFarmer auf die Tiere, jede Stunde zog sich unendlich in die Länge und nur die Arbeit lenkte uns ab.
An dieser Stelle noch ein Dankeschön an alle Schraubenspender, ganz besonders an
Bambus Augsburg!

Schließlich fuhr endlich das Gespann vor, die Tür wurde geöffnet und ein Schwall Skuddn-Schafe und zwei Ziegen ergossen sich mähend auf die Wiese. Eine kleine zusätzliche Überraschung wartete aber noch auf dem Beifahrersitz im Wagen. Wenige Stunden vor der Abfahrt in die neue Heimat, wurde ein wunderschönes Böckchen geboren und da es im Hänger zu eng war, durfte es gleich ein großes Abenteuer bestreiten. Ildi bekam das kleine flauschige Lämmchen in den Arm gelegt und konnte sich das Pipi in den Augen kaum verkneifen, so überwältigend war der Moment seine Kindheit in den Armen zu halten.

So sieht eine glückliche Ildi aus. 02/2016

So sieht eine glückliche Ildi aus.
02/2016

Als dann der Kleine auch noch brav zu seiner Mama lief und diese ihn ohne Probleme säugen ließ, war der Umzug perfekt geglückt. Es kommt ab und zu vor, dass Mutterschafe ihr Lamm in den ersten Tagen verstoßen. Dies führt zu denn bekannten Flaschenlämmchen, die vom Menschen per Hand aufgezogen werden.

Mittlerweile, zwei Wochen später, hat sich die Herde gut eingelebt und Vertrauen zu uns gefasst. Jeden Tag werden wir von einem Mähkonzert begrüßt und bei Betreten des Geheges neugierig umringt, schließlich könnten wir ja etwas Fressbares dabei haben.

.

der kleine Mann ist jetzt schon 2 Wochen alt. 02/2016

Der kleine Mann ist jetzt schon 2 Wochen alt.
02/2016

Die Schafrasse der Skudden ist äußerst robust und genügsam. Sie zählt zu den ältesten Hausschafrassen und steht auf der roten Liste der bedrohten Nutztiere. Schon die Wikinger sollen Skudden gehalten und gezüchtet haben. Umso mehr freut es uns eine weitere bedrohte Tierrasse auf der CityFarm beheimaten zu dürfen.

Hastu Fressen? Wenn nicht, dann hol welches! 02/2016

Hastu Fressen? Wenn nicht, dann hol welches!
02/2016

Die beiden Ziegen gehören der Rasse Afrikanischer Zwergziegen an. Sie haben eine Widerristhöhe von ca. 50 cm und können farblich sehr bunt ausfallen. Ursprünglich stammt diese Rasse aus Asien, von wo aus sie nach Afrika gelangte und dort in größeren Herden wegen ihres Fleisches gehalten wird.
Unsere weibliche Ziege ist in guter Hoffnung und erwartet in den nächsten Tage ihre Jungen. Höchstwahrscheinlich werden es sogar Zwillinge.

Besondere Freude bereiten die Paarhufer unseren Hündchen Kira alias Fluffel. Vielleicht erinnert ihr euch an das schwarze Fellknäuel, welches den Schafen verdächtig ähnlich sieht.

Kira gehört der Rasse Puli an und ist damit ein ungarischer Hirtenhund. Sie entdeckte ihre Gene dementsprechend schnell wieder und liebt es in der Nähe der Herde zu liegen, diese zu beobachten und gegebenenfalls lautstark zu beschützen. Von den Schafen und Ziegen ist sie schon akzeptiert, nur beim Mutterschaf scheint noch etwas Klärungsbedarf zu bestehen.

.

Määäh? 02/2016

Määäh?
02/2016

Mehr Fotos? Dann auf Galerie klicken.