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Sonne, Sommer, CityFarm-Zeit!

Liebe CityFarm-Freunde,

na, seit Ihr schon im Sommer angekommen? Wir schon längst! In unserem Garten wuchert alles: die Obstbäume biegen sich wortwörtlich vor Früchten, noch nie hatten wir eine derart üppige Beerenernte und die ersten Tomaten sind auch schon reif!

Wenn Ihr uns besuchen wollt, habt ihr am kommenden Samstag, dem 07. Juli zwischen 14 und 18 Uhr zur offenen Gartentür die Chance dazu. Nach dem dringend notwendigen Regen, wird sich dann auch wieder die Sonne zeigen.

Aber bitte denkt daran, dass es ein normaler Arbeitstag für die CityFarmer ist und alle trotz der Besucher ihren Aufgaben nachkommen müssen. Natürlich dürft Ihr mit anfassen und helfen oder Euch einfach nur im Garten entspannen.

Seit unserem letzte Artikel hat sich auf der Farm Einiges getan. Davon wollen wir Euch nun berichten.

Kaninchen:
Unsere Kaninchenbande hat dreifachen Riesenzuwachs bekommen. Nachdem Lakhsmis Kumpel seinem Alter erlag, entschlossen wir uns wieder Riesenkaninchen anzuschaffen.

Ankunft der neuen Hoppler.

Die Suche nach geeigneten Tieren gestaltete sich anfangs etwas schwierig, da die meisten „Züchter“ auf schnelles Fleischwachstum und eine hohe Anzahl an Jungtieren wert legen.
Darunter leidet jedoch oft die Lebenserwartung, die Tiere sind anfällig und werden schnell krank.
Vor Jahren erlebten wir dies ja schon bei unserem ersten Riesenkaninchen Sally (sie erlag dem Gebärmutterkrebs).
Schließlich fand Ildi die Freilandriesen Tübingen. Dort werden die Tiere artgerecht gehalten, auf Robustheit und Gesundheit gezüchtet und gut sozialisiert abgegeben.

Eine Züchterin, die Ihre Tiere nicht eingepfercht in dunklen Buchten hält, wo die Mutter vor ihren Jungtieren nicht flüchten kann (Kaninchenmütter gehen nur 2-3x am Tag zu ihren Jungen ins Nest um sie zu säugen, ansonsten zieht sie Ruhe und ein entspanntes Kaninchendasein vor).

Eine Züchterin also, der es um gesunde Tiere in einer Umgebung, die den Bedürfnissen der Kaninchen (Platz zu hoppeln, buddeln und grasen, Kumpels und Grünfutter) gerecht wird.
Genau das was wir gesucht haben!

Die linke Dame sucht noch einen Paten.

Wer die Kunst beherrscht, zwischen den Zeilen zu lesen, dem dürfte spätestens jetzt klar sein, dass wir uns gegen die klassische Kaninchenhaltung und -zucht in Buchten und Käfigen aussprechen!

Es dauerte daher nicht lange, bis drei wunderschöne Jungtiere ausgesucht waren und auf der Farm einzogen. Zwar brach unsere alte Lady Lakhsmi anfangs weniger in Begeisterung aus, nach wenigen Wochen hatte sich die Abneigung jedoch gelegt.

Heute liegen die vier Mädls kuschelnd beieinander, putzen sich, flirten mit den Jungs nebenan und genießen das Farmleben.

Zwei der neuen Wackelnasen haben sogar schon Paten gefunden und von ihnen einen Namen erhalten. So heißt die etwas schüchterne Bunte Brunhilde und wir hoffen, dass der Name irgendwann Programm wird.
Die andere haselnussbraune Kaninchendame erhielt den Namen Chocolate.
Wer Interesse hat der Dritte im Hoppelbande zu werden, der darf sich gern bei uns melden.

Kommen wir zum nächsten tierischen Ereignis.
Schafe:

Ildis stolz mit Jan Hartmann und ihrem ersten geschorenem Schäfchen.

Jedes Jahr wieder haben wir Probleme einen Schafscherer zu finden.
Dies soll nun ein Ende haben, denn Ildi hat sich von Deutschlands erfolgreichsten Schafscherer Jan-René Hartmann von Das Hüteteam in einem Einzelseminar das Scheren beibringen lassen.

Es ist körperlich enorm anstrengend, da das Schaf nur mit den Beinen gehalten wird und der Rücken alles andere als gerade dabei ist aber es macht riesig Freude!
Mittlerweile hat sie auch schon die Schafe des befreundeten Jugendhaus Lehmbaus in Hochzoll geschoren.
Wenn die Schafe richtig sitzen, dann zappeln sie auch nicht (mal abgesehen von dem ein oder anderen Charakterschw… wie Fritzi vom Lehmbau) und können schnell und effizient von ihrer Wolle befreit werden.

Was danach mit der Wolle geschieht, seht Ihr auf dem nächsten Bild. Entweder filzen wir damit, z.B. diese wunderschönen Sitzfellchen, oder unsere Spinnerin Inge verwandelt die Vliese im wunderbare Wollknäule.

Wem die Sitzfellchen besonders gut gefallen (die ja meiner Meinung nach viel zu schade zu drauf sitzen sind), der hat am 4. August die Chance an unserem Sitzfellchen-Filzkurs teilzunehmen. Noch sind Plätze frei. Mehr dazu unter Termine.

Gefilzte Veggie-Fellchen


Vom 18. Juni bis 01. Juli standen unsere Schafe Träumer, Sugar, ihre Schwester und Ori wie im vergangenen Jahr auf der Uni-Heide.

Luna alias Stinktier auf der Uni-Heide.

Was die Uni-Heide ist?
Es handelt sich um die Grünanlage um das Wissenschaftszentrum für Umwelt (WzU) an der Universität Augsburg.
Dort wurde im Rahmen des Programms „Grüne Lern- und Arbeitsinseln“ der Didaktik der Biologie in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Augsburg (LPVA) und dem WzU vor einigen Jahren eine Lechkiesheide angelegt.

Seit 2017 dürfen unsere Tiere die ca. 1000 m² über das Projekt „Weidestadt Augsburg“ des LPVA abweiden.
Zusätzlich wird die Fläche im Herbst von Studierenden mit der Sense gemäht.

Die Maßnahmen spiegeln sich in einem herrlichen Blütenflor der Lech-Heiden wieder.
Gleich im Anschluss sollten die Tiere auf eine weitere Wiese neben der ESG-Cafete (Evangelische Studentinnen- und Studentengemeinde Augsburg) ihre Arbeit erledigen.

Wir sahen uns jedoch gezwungen die Beweidung zu unterbrechen, da an einem Wochenende Krawalle im Eck aufgrund eines umstrittenen Parteitags befürchtet wurden. Das Risiko, dass unseren Tieres was passiert, wollten wir auf keinen Fall eingehen!

Träumer sieht das alles ganz entspannt.

Daher startet die Beweidung der ESG-Fläche erst am kommenden Montag.

Wir hoffen, dass alles gut geht, denn es ist das erste Mal mitten in einem Wohngebiet.
Aber die Schäfchen sind in der Regel weder laut noch riechen sie.
Wenn sich alle Mitbürger an die Hinweise am Zaun halten, werden Träumer und Co. hoffentlich eine Bereicherung für das Viertel.

 

Hühner

Zwar war es im Frühjahr schon sehr hochsommerlich, jedoch meinten unsere Hühner mit ihrer Eierlegetätigkeit noch etwas zu warten. Aus Ungeduld vergrößerten wir unsere Gackerschar schließlich um 8 gesunde, vitale Jungtiere, die wir bei Geflügel Lappberger holten.
Im Juni fingen die ersten der Neuen schon an Eier zu legen! Natürlich zogen alle anderen bald nach, sodass wir unsere CityFarmer nun wieder mit Eiern versorgen können.

Neue Hennen: die Trumpi-Schwestern aus der Rasse der Sulmtaler.

Wir dachten dieses Jahr schon, dass sich wohl keine unserer Hennen hinsetzen und brüten würde. Scheinbar hatten die Wetterkapriolen auch ihre innere Uhr etwas durcheinander gebracht.

Normalerweise fangen jedes Jahr eine oder zwei Damen an zu glucken. Als wir nun schon gar nicht mehr damit gerechnet hatten, entschied sich doch ein Huhn den Versuch zu wagen.

Knapp vier Wochen später schlüpften 5 kunterbunte Bibberle aus den Eiern.

Die Idee Glucke und Küken erst einmal von den anderen abzusondern, erwies sich schnell als nicht realisierbar.
Zwar zogen wir einen kleinen Zaun, der aber von der Mutter fast sofort überflattert wurde.
So standen nun auf der einen Seite die schreienden Flauschbälle und auf der anderen Seite die schreiende Mutter, der es überhaupt nicht in den Kopf ging, warum ihre Kinder ihr nicht folgten.

Das Geschrei sahen wir uns 2 Tage an und entfernten die Barriere wieder. Seit dem laufen Mama und Bibberle zusammen mit der restlichen Schar frei durch das Gehege.

Die Befürchtung die Henne würde sich der Schar anschließen und ihre Jungen vergessen, bestätigte sich nicht.
Im Gegenteil, sie schulte ihre Wehrhaftigkeit gegenüber ungeliebten Hühnerkollegen und hält mit einem kreischenden Fauchen, wobei sie alle Federn aufstellt, sogar unseren Kater Mio fern (er war unsere größte Sorge).

Unsere Flauschbällchen mit fürsorglicher Mama.

Heufest 22. Juli 2018

Bald findet wieder unser beliebtes Heufest statt. Am Sonntag dem 22. Juli von 14 bis 18 Uhr ist es soweit. Wir haben für Euch wieder ein buntes Programm zusammengestellt.

Die Tomatensaison auf der Farm hat begonnen!

So wird uns das Forschermobil der Umweltstation Augsburg besuchen, ihr könnt spinnen und schmieden mit Detlef und Inge, es wird einen Bücherflohmarkt (bei gutem Wetter) und eine Tomatenverkostung geben!

Da uns die Friedhofsgärtnerei Blumen Schlegel (unsere lieben Nachbarn) dieses Jahr einen Teil ihres großen Gewächshauses zur Verfügung stellen, können wir fast 50 Tomatensorten vermehren! Tausend Dank Euch dafür, liebe Gärtnerfreunde!!!

Je nachdem was schon reif sein wird, dürft Ihr die verschiedenen Sorten kosten und natürlich bewerten. Wir sind schon sehr gespannt auf Eure Urteile und werden daraus ableiten, welche Sorten wir weiterhin anbauen und als Jungpflanzen auf dem Frühlingsfest 2019 anbieten.

Für das Heufest werden wir aber noch einen extra Artikel verfassen, den dieser hier ist nun lang genug.

Wir wünschen Euch schöne, sonnige Tage!
Eure CityFarmer

Chocolate heißt Euch zum Heufest willkommen!

 

 

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Kulturpflanzenvielfalt

Wie vor einiger Zeit versprochen, möchten wir euch heute einen Auszug (Text leicht verändert) aus Ildis Diplomarbeit zeigen. Das Kapitel behandelt die sinkende Agrobiodiversität (Vielfalt der Kulturpflanzen und Nutztiere sowie ihre Zucht- und Haltungsweisen).

Mit Beginn der industrialisierten Landwirtschaft im 20. Jahrhundert und speziell dem überregionalen Saatguthandel, ging ein Verlust der weltweiten Kulturpflanzen- und -tiervielfalt einher. Die für diese Agrarform auf hohen Ertrag, Gleichförmigkeit und fehlende Samenfestigkeit (gleiche Eigenschaften und Gestalt wie die Muttergeneration, Samenproduktion, Zeugungsfähigkeit) gezüchteten Nutzpflanzen und -tiere verdrängten innerhalb kurzer Zeit regionalspezifische Arten und Sorten mit oft kulturhistorischem Wert. Dabei ist die Vielfalt von Nutzpflanzen und Nutztieren das Ergebnis einer Zuchtarbeit, die über Jahrhunderte regional angepasste Pflanzen und Tiere hervorbrachte. In der Vielfalt unserer gezüchteten Pflanzen und Tiere spiegelt sich immer die jeweilige Produktionsweise und Lebenskultur der Menschen wieder. Die kleinbäuerlichen Strukturen waren stark in den regionalen Markt eingebunden und brachten eine große Vielfalt an Arten, Sorten, Rassen und innerhalb dieser eine hohe genetische Varianz hervor. In einigen Regionen hatte jedes Dorf seine eigenen, auf die dort herrschenden Umweltverhältnisse angepassten Nutzpflanzensorten wie zum Beispiel der „Esslinger Salat“ (fast ausgestorbene Pflücksalatsorte).

Esslinger Salat auf der CityFarm

Esslinger Salat auf der CityFarm

Mit der industriell betriebenen Landwirtschaft reduziert sich die Agrobiodiversität jedoch dramatisch, viele Sorten und Rassen sterben aus ohne dass es jemand merkt. Angaben der Vereinten Nationen besagen, dass täglich zwei Nutztierrassen unwiederbringlich aussterben.
Wo vor einigen Jahrzehnten noch eine bunte Nutzpflanzenvielfalt unsere Kulturlandschaft schmückte, wie beispielsweise der Lein (Flachs) das Allgäu, dominieren heute homogene Sorten das Landschaftsbild. Auch auf der kleineren Ebene der Nutzgärten reduzierte sich die Vielfalt in den vergangenen 50 Jahren enorm.

Woran liegt das? Was können wir dagegen tun? Mehr dazu im Artikel aus der Diplomarbeit unter Blogthemen: hier klicken…

Wer sich gern näher mit alten Salatsorten beschäftigen möchte, dem empfehle wir diese schriftliche Dokumentation über die Vielfalt alter Salatsorten.

Die CityFarm und die Agrobiodiversität 

Diese Problemtik liegt uns auf der CityFarm besonders am Herzen. Wir wollen keinen Hybridsalat aus dem Gartenmarkt anbauen, der keine Samenfestigkeit besitzt oder Hybridhühner, die zwar im Jahr gut 300 Eier legen aber sich nach 2 Jahren sprichwörtlich “totgelegt” haben und nicht mal mehr als Suppenhuhn taugen. Wir wollen in der Vielfalt der Sorten und Rassen aus den Vollen schöpfen, unser Gemüse selbst vermehren und die Samen im nächsten Jahr zu prächtigen Pflanzen heranziehen. Ebenso wollen wir alten und vom Aussterben bedrohten Nutztierrassen einen Ort zum (Über)Leben schaffen. Dabei darf aber nicht außer Acht lassen, dass die Haustierrassen als Nutztiere gezüchtet wurden und auch als diese erhalten werden müssen. Diese Tatsache wird von verschiedenen Vereinen und Organisationen wie SlowFood und der Gesellschaft zur Erhaltung alter Nutztierrassen e.V. unterstützt. Hier ein Zitat der Nutztier-Arche:.

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„Die Rückkehr zu traditionellen Nutztierrassen bedeutet auch aus kulinarischer Sicht einen Gewinn: Statt des in wenigen Wochen produzierten geschmacksarmen Fleisches aus der konventionellen Tierproduktion wächst das Fleisch der alten Nutztierrassen langsamer und ist damit mit der geeigneten Fütterung und Haltung auch intensiver im Geschmack. So trägt der Genuss vom Fleisch alter Haustierrassen dazu bei, sie auch in Zukunft zu erhalten“ (http://www.spelsberger-kotten.de/nutztier-arche.html).

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Unser kleiner Rahmen des Geländes der CityFarm umfasst mittlerweile 2 alte Kaninchenrassen und 2 alte Hühnerrassen, die wir euch ja schon vorgestellt haben. Auch wächst auf den Beeten unseres Gartens eine Vielzahl schmackhafter, seltener und teilweise fast vergessener Gemüsesorten, die oft auch optisch ein Genuss sind wie die wunderschöne rote Gartenmelde.  

Atriplex hortensis var. rubra - die Rote Gartenmelde

Atriplex hortensis var. rubra – die Rote Gartenmelde

Diese Gemüsepflanze zierte seit vielen Jahrtausenden fast jeden Hausgarten. Schon die alten Griechen wie auch die Römer wussen diese Pflanze als Heil-, Färber- und Zierpflanze zu schätzen. Die Verbreitung der Gartenmelde reichte von Europa bis in den Himalaja. Ursprünglich stammt die Wildform aus Vorderasien, wurde wahrscheinlich dort kultiviert und gelangte über Handelsrouten in die Gärten der Welt.  Leider verlor die Pflanze in der Epoche des Barocks (ca. 16. Jahrhundert) ihre Bedeutung, da Spinat als neue Modepflanze in die Gärten Einzug hielt. Die Gartenmelde wie auch andere Blattgemüse (z.B. Guter Heinrich) wurden letztendlich vom Spinat verdrängt. In Botanischen Gärten, Pflanzenzüchtungsanstalten und Liebhabergärten hat die Gartenmelde überlebt. Auch bei uns auf der CityFarm wachsen einige Exemplare und geben dem Gemüse- und Blumenbeet mit ihren roten Blättern ein wunderschönen Akzent. Bei einer so schönen Pflanze fällt auch Ildi manchmal das Ernten schwer. Sie kann sich dann nicht entscheiden, welche Blätter im Kochtopf landen sollen, da jedes Blatt eine besondere Zierde der Pflanze ist.
Der Anbau gestaltet sich sehr unkompliziert, wie es auch bei anderen Gänsefussgewächsen wie Spinat oder Mangold der Fall ist. Die Gartenmelde hat keine besonderen Bodenansprüche und gedeiht sowohl im Halbschatten wie auch in praller Sonne. Ob Vorzucht oder Direktsaat am März ist egal.  Wir haben sie vorgezogen und als Jungpflanzen im April ausgepflanzt.
Die Blätter können kontinuierlich geerntet werden. Ein Zurückschneiden bei ca. 20cm fördert erneutes Austreiben, einen buschigen Wuchs und damit mehr Blätter zum Ernten. Die jungen Blätter können als Salat verwendet und die größeren wie Spinat zubereitet werden. Lässt man die Blätter nur kurz im Topf, behalten sie ihre rote Farbe. Bei längerem Kochen löst sich der Farbstoff im Wasser.
Unser Tipp: Roter Kartoffelbrei. Dazu braucht ihr zwei Hände voll Blätter der Roten Gartenmelde, die mit ein paar anderen würzenden Kräutern (z.B. ein paar Sauerampferblätter) püriert und dann unter den Kartoffelbrei gemischt werden. Danach ist normaler Kartoffelbrei langweilig!

Unser Gemüsegarten Ende Mai

Unser Gemüsegarten Ende Mai

Weiterhin können wir euch 10 verschiedene Kürbissorten, verschiedene wilde und alte Tomatensorten, Indianermais, Inka-Gurken und noch viel mehr Außergewöhnliches bieten. Da soll mal einer sagen ein Gemüsegarten könnte nicht spannend sein! Wenn ihr uns besuchen kommt und mehr wissen wollt, dann sprecht Ildi einfach an. Sie wird euch gern durch den Gemüsegarten führen. Kostproben natürlich inbegriffen, denn die Besonderheit der alten und seltenen Nutzpflanzen liegt nicht nur im Aussehen, sondern ganz besonders im Geschmack! 

Cylanthera pedata - Scheibengurke oder Inkagurke

Cylanthera pedata – Scheibengurke oder Inkagurke

Mit dem Verlust der Kulturpflanzenvielfalt, gehen uns leider auch viele kulinarische Freuden verloren. Ein Salat aus dem Supermarkt ist nun mal nicht vergleichbar mit dem wunderbar mild schmeckenden Ochsenzungensalat oder die Inka-Gurke, die es aber leider aufgrund der Sortenzulassung (siehe Blogthemen) niemals im reguläen Handel geben wird.
Von wilden Erdbeeren kennt jeder das Phänomen des intensiveren Geschmacks. Dagegen schmecken selbst die besten Kulturerdbeeren wässrig. Genauso verhält es sich mit wilden oder halbwilden Tomaten. Die Pflanzen tragen oft viele kleinere Tomaten mit unterschiedlichsten Farbeinschlägen. Neben dem intensiven Tomatenaroma sind die Pflanzen auch resistenter gegenüber Krankheiten und Schädlingen und damit fürs Freiland geeignet.

Ist da nicht schon allein der Geschmack schon Grund genug eine alte Sorte zu erhalten? Wir denken schon und geben uns alle Mühe für das kommende Jahr genügend Samen unserer Gemüse zu ziehen, damit auch euer Garten ein Zufluchtsort für alte und seltene Gemüsesorten werden kann!

Geheimnisvolles Tomaten-Blumenkohlbeet

Geheimnisvolles Tomaten-Blumenkohlbeet