Posts Tagged ‘CityFarm 2.0’

Der Stand der Dinge Februar 2015

Tomaten, Paprika und Chilis recken sich schon der Frühlingssonne entgegen.

Tomaten, Paprika und Chilis recken sich schon der Frühlingssonne entgegen.

Wieder einmal startet der März für die CityFarmer als arbeitsreicher Monat, getreu nach der alten Bauernregel. „Viel Arbeit im März bringt Ernte im Herbst“. Auch die Jungpflanzenanzucht ist bereits im vollen Gange. Die ersten Tomaten, Paprika und Chilies spitzeln schon aus der Erde und müssen bald pikiert werden, da die fleißige Ildi über den gesamten Winter beharrlich auf Tauschbörsen im Internet und im Gespräch mit Privatpersonen Saatgut gesammelt hat. Diese Vielfalt von Formen und Farben wartet nur auf Erde, Licht und Wärme, um einer weiteren Generation von seltenen Gemüsesorten das Leben zu schenken. Seit Wochen packen wir allabendlich Saatguttütchen, die zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten abgegeben werden sollen. Auf einer Lehrerfortbildung zum Thema Schulgärten konnten wir den Lehrkräften sowohl Inkagurken als auch Wildtomaten als „essbares Klassenzimmer“ schmackhaft machen. Zudem planen die CityFarmer auf dem Frühlingsfest im Interkulturellen Garten „Grow upan der Reeskaserne wieder einen Stand mit ausgefallenen Kleinoden. Ihr könnt euch schonmal den 10. Mai notieren. Nähere Angaben zu Uhrzeit und Programm folgen Ende dieser Woche.
Hier ein kleines Filmchen vom BR zum Thema Saatgutvielfalt.

Auch wir haben noch einiges an Saatgut zum Abgeben da. Wer sich für Inkagurke (groß und klein), Indische Netzgurke, Forellenbohne, Winterkopfsalat, Deutscher Bertram, verschiedene Tomatensorten (Fleisch- und Cherryformen), Baumspinat, Erbsen, Russische Honigzucchini, Miltomate (sowas wie Wonderberry), Hokkaido oder den Muskatkürbis vom Komposthaufen interessiert, der darf uns eine EMail schreiben. Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag für die Farm, geben wir euch gerne etwas ab. Auch bei speziellen Wünschen fragt uns einfach, denn noch nie war unsere Saatgutsammlung so groß! Vielleicht hat sogar jemand Lust und Zeit uns beim Vermehren diverser Sorten zu helfen?

cityfarmaugsburg@gmx.de

Das erste Lagerfeuer an der neuen CityFarm. Wir wollen endlich richtig loslegen!

Das erste Lagerfeuer an der neuen CityFarm. Wir wollen endlich richtig loslegen!

Über den Stand unseres Umzuges gibt es nicht allzu viel zu berichten. Der ist bis auf wenige Kleinigkeiten abgeschlossen. Mit wachsender Ungeduld warten wir auf die Aufschüttung des neuen Geländes im Gablinger Weg. Leider werden wir Woche für Woche, mal wegen schlechtem Wetter, dann wieder wegen anderer anstehender Arbeiten von der beauftragten Firma vertröstet. Aus Verzweiflung begannen wir letztes Wochenende in Leichtbauweise Hochbeete und Kaninchengehege zu basteln. So können wir sobald die Erdarbeiten beendet sind, sofort loslegen. Herzlichen Dank an die vielen Ehrenamtlichen die mit uns den wahrhaft anstrengenden Umzug bestritten haben. Allein der Kompost und die Erde waren 16 Anhänger voll von Hand gefüllt, die wir mehr oder minder überladen quer durch Oberhausen gezogen haben. Und einen einzigartigen Seecontainer aus Holz konnte zudem, von Benni in mühevoller Handarbeit in Einzelteile zerlegt, aus München herangeschafft werden. Er wird unser neuer Delux-Hühnerstall werden.
Zum Glück dürfen wir auf dem alten Grundstück ein paar Wochen länger mit unseren Tiere bleiben. Doch trotzdem drängt die Zeit, denn wir warten nun schon mehr als einen Monat auf die Erdarbeiten.

Kira2

Unser CityFarm-Zuwachs Hündchen Kira der Rasse Puli.

Zu etwas Erfreulicherem. Unsere kleine CityFarm Familie wird Zuwachs bekommen. Neben einer zusätzlichen Schar Augsburger Hühner, die sobald das neue Gelände eingezäunt ist, kommen sollen, ist ein weiterer Vierbeiner zu uns gestoßen. Die kleine Kira. Ein schwarzes Wollknäul der Rasse Puli aus Ungarn, die wir aus einer Tötungsstation über die Tierschutzorganisation Pro4Pet haben retten können. Da Ronja langsam aber sicher in die Jahre kommt, wird Kira von Ildi langsam an das Leben als Begleithund für Kindergruppen herangeführt. Anfangs ängstlich, scheu und ein wenig verstört von der langen Reise öffnet sie sich Tag für Tag ein wenig mehr und entwickelt sich zu einem aufgeweckten, äußerst intelligenten Hündchen. Die Freude mit ihr lenkt uns ein wenig vom nervenaufreibenden CityFarm-Umzug ab.

Unsere Spendenaktion über betterplace ist für uns ein riesiger Erfolg und wir danken allen Menschen, die uns dort unterstützen. Bisher haben wir das Geld für die neuen Gehege, 10 Hühner und ca. 12 Spindelobstbäume zusammen! Nun fügen wir noch einen neuen Bedarf ein, denn wir möchten endlich eine CityFarm mit Toilette! Natürlich soll es eine ökologisch sinnvolle Trockentoilette von Biolan sein und zwar die Populett 200.
Wer uns bei der Anschaffung dieser helfen möchte, hier der Link zur Aktion:

https://www.betterplace.org/de/projects/25527-neuaufbau-der-cityfarm-augsburg/

Bald wacht die kleine Dame über die neue CityFarm.

Bald wacht die kleine Dame über die neue CityFarm.

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Schaffa, schaffa, Häusle baua!

Hier erfahrt ihr alle Neuigkeiten und den Fortgang der Arbeiten!

Hüttenabbau im Sonnenschein auf dem Ausstellungsgelände des Mahler Baumarkts.

Hüttenabbau im Sonnenschein auf dem Ausstellungsgelände des Mahler Baumarkts.

Vor wenigen Wochen grübelten wir noch, wo wir unseren ganzen Krempel wetterfest lagern können, da uns noch die Möglichkeiten fehlten. Nachdem wir aus Paletten eine Werkstatthütte bauten, ergab sich kurz darauf die Chance vom Bauwaren Mahler GmbH & Co. KG in Augsburg zwei wunderbare Hütten mit den klangvollen Namen „Malta“ und „Australien“ erstehen zu können. Als Ausstellungsstücke waren sie dank einer Förderung der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis für die CityFarm erschwinglich. An einem Wochenende schafften wir mit vielen Helfern die zwei Hütten auf der Ausstellungsfläche ab und an der neuen Farm wieder auf zu bauen. Abends konnten wir uns sogar schon am Feuer aufwärmen, denn unser kleiner Ofen zog gleich mit ein.

Leider waren unsere Arbeiten geprägt von wechselnden Wetterextremen mit kleinen und größeren Rückschlägen. An einem großangelegten Umzugswochenende rieselten ca. 40 Zentimeter Neuschnee auf unser Haupt, gerade dann als der erste Schwung kleiner und riesiger Blumentöpfe die Reise in den Gablinger Weg antraten. Mit allen Eskapaden, von im Schnee gestrandeten Autos, Knöchel tiefem Schlamm bis zu Eiszapfen im Bart, gab der Winter Vollgas.

Das Aufwärmen am Ofen war bei dem Wintereinbrung dringend nötig, um die Eiszapfen aus dem Bart zu tauen.

Das Aufwärmen am Ofen war bei dem Wintereinbrung dringend nötig, um die Eiszapfen aus dem Bart zu tauen.

In der Woche darauf, der ein oder andere mag sich an das Sturmtief „Elon“ Anfang Januar erinnern, hatte sich die weiße Pracht in glitschig braunen Schlamm ausgelöst. Im Gegenzug bescherte uns Mutter Natur Windböen, denen unsere mehr und weniger provisorischen Hütten nicht standhalten konnten. Provisorisch deshalb, weil wir noch auf die Aufschüttung unseres eigentlichen Geländes warten. Denn auf ein Gelände mit Altlasten müssen mindestens 35cm aufgeschüttet werden, bevor Kinder darauf spielen dürfen, denn angeblich graben diese im Durchschnitt nicht tiefer als diese 35 cm. Ob die Kinder das auch wissen?

Der Sturm hatte wohl Spaß mit unserem Hüttendach. Zum Glück blieb es einigermaßen heil und an einem Tag konnten alle Dächer repariert werden.

Der Sturm hatte wohl Spaß mit unserem Hüttendach. Zum Glück blieb es einigermaßen heil und an einem Tag konnten alle Dächer repariert werden.

Wenn uns in diesen Tagen nur die Dachpappe um die Ohren geflogen wäre, hätte sich Benni nicht sofort bei nachtschlafender Zeit aufraffen müssen Notreparaturen durch zu führen. Als sich dann aber ganze Dächer verabschieden, mussten wir nach einem frühmorgentlichen Anruf von unserem fleißigen CityFarmer Armin, Schadensbegrenzung betreiben, da der Inhalt der Hütten auf keinen Fall nass werden sollte. Blöderweise hatte der Sturm ordentlichen Spaß mit einem Dach und wirbelte es kurzerhand auf Ildis sorgfältig abgedeckte und eingepackte Pflanzen. Zum Glück litten nur ein paar Rosenstöcke, der Rest blieb glücklicherweise verschont.

Vergangenes Wochenende schufteten zahllose Hände abermals und leisteten Unglaubliches! Das alte Gelände ist nicht mehr wieder zu erkennen. Es stehen von uns nur noch das Hühnerhaus, die Bienen, ein Kaninchengehege und der Komposthaufen. Alles andere wurde abgebaut und zum neuen Gelände transportiert.

An dieser Stellen möchten wir Roswitha Kugelmann vom Contact in Augsburg e.V. herzlichst danken, denn sie stellte uns bei jedem Arbeitseinsatz einen großen Sprinter zu Verfügung.

Vier Sprinterfuhren waren es allein für den Umzug der Pflanzen.

Vier Sprinterfuhren waren es allein für den Umzug der Pflanzen.

Unser provisorisches Farmgelände 2.0 ist mittlerweile recht vollgestellt und von gemütlicher CityFarm-Atmosphäre noch so gar nichts zu spüren. Der Umzug an sich ging schneller vonstatten, als wir erwartet hatten. Doch nun müssen wir uns in Geduld üben, denn ohne die Erdaufschüttung sind uns die Hände gebunden.
Diese sollte eigentlich schon Mitte Januar beginnen, doch bisher tut sich gar nichts. Wir wissen nicht einmal, ob die Erde bis Ende Februar kommt oder sich alles bis in den März verzögert.
Auch das stellt uns wieder vor Herausforderungen, die nicht einfach zu lösen sein werden.

Wann dürfen wir umziehen?

Wann dürfen wir umziehen?

Sollte der schlimmste Fall eintreten und die Aufschüttung erst im März oder später erfolgen, müssen wir unsere Tiere irgendwo zeitweise unterbringen. Es handelt sich um 5 Hennen plus den Hahn Dino und 4 Kaninchen (2 Männchen, Scarface und seine Urmelie, die zusätzlich auch noch einen Wurf Junge hat). Nun kann man die Hoppelgesellen nicht einfach in einen kleinen Käfig sperren und mit in die Wohnung nehmen. Sie würden dort ihr Winterfell verlieren, sich dadurch später erkälten und hätten keinen Platz ihren natürlichen Bewegungsdrang auszuleben.
Was also tun? Wir wissen es noch nicht und hoffen erst einmal, dass dieser Fall nicht eintritt.

Im optimalsten Fall können wir im März mit dem Aufbau der richtigen CityFarm Augsburg 2.0 beginnen. Dies bedeutet, dass noch im Februar die Erdarbeiten abgeschlossen werden müssten.
Für den Neustart konnten wir auch schon mehrere Praktikanten an der Universität Augsburg gewinnen, die uns unter die Arme greifen werden die neue Farm wachsen zu lassen.

Unsere erste Skizze wie die neue Farm aussehen könnte!

Unsere erste Skizze wie die neue Farm aussehen könnte!

Zuerst müssen wir dann einen Zaun um das ganze Gelände ziehen und das Tiergehege umzäunen. Dafür werden wir ca. 200 Meter Maschendrahtzaun benötigen. Nachdem die Tiere eingezogen sind (Hühnerstall + 2 Kaninchengehege), werden wir uns dem Anlegen des Gartens widmen.
Dazu zählt auch die Pflanzung von Spindelobstbäumen. Leider können wir nur kleinwüchsige Obstbäume setzen, da diese niedrig wurzeln und im Notfall wieder ausgrabbar sind. Spindelobst wird je nach Baumart ca. 3 Meter hoch und ebenso entsprechend ausladend. Sie sind also geeignet, um Schattenplätze für Mensch und Tier zu schaffen, die auf der kahlen Fläche dringend notwendig sein werden. Und sie sollen ein (wenn auch nur dürftiger) Ersatz sein, für die wunderbaren alten Obstbäume die wir schweren Herzens auf der alten Farm zurück lassen müssen.

Da haben wir uns viel vorgenommen und wissen auch, dass es ohne die Hilfe unserer CityFarm-Freunde und Unterstützer kaum umsetzbar ist.

Nach einigen Anfragen wie uns geholfen werden kann, haben wir eine Spendenseite eingerichtet, auf der ihr entweder für die Anschaffung des Zaunes oder für die Obstbäume spenden könnt. Zudem haben wir auch unsere Bedarfsliste aktualisiert. Bedarfsliste.
Natürlich seid ihr eingeladen euch anzuschauen, wo eure Spende was bewegt und selbst einen Baum zu pflanzen.

Hier gehts zu betterplace.org:

Jetzt Spenden für „Neuaufbau der CityFarm Augsburg“
bei unserem Partner betterplace.org

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Mit einer Träne im Auge verabschieden wir uns von den urigen Obstbäumen auf der alten Farm. Auf der neuen wollen wir Spindelobstbäume setzen.

Mit einer Träne im Auge verabschieden wir uns von den urigen Obstbäumen auf der alten Farm.
Auf der neuen wollen wir Spindelobstbäume setzen.

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