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Youtube Videopremiere // Info: Samstag, 15. Juni geschlossen

Unser Kameramann für den Sommer: Jan, 22

Unser Kameramann für den Sommer: Jan, 22

In den nächsten drei Monaten wird die CityFarm auf Film gebannt!

                  

Jan, 22, studiert Medien und Kommunikation an der Uni und wird ab jetzt wöchentlich in kleinen Videos von der Farm berichten. Die neuesten Neuigkeiten und allerlei Interessantes rund um unsere Pflanzen, unsere Tiere und unsere Menschen werden dann hier in Video-Format zu sehen sein.



Im ersten Video, das am 1. Juni gefilmt wurde, geht es um den Nachwuchs bei den Kaninchen. Wie bereits in einem älteren Post erwähnt sind Salli und Scarface Eltern geworden. Salli hat uns zwar einen kurzen Blick auf das Nest mit den acht Kleinen werfen lassen, aber für den ersten Online-Auftritt müssen wir leider noch etwas warten – Für den Moment ist Salli alleine schon süß genug!

Außerdem hat Jan uns beim Bau unseres neuen Tomatengewächshauses begleitet – vom Spannen der Folie über das funkensprühende Wegflexen von überschüssigen Metall-Scharnieren bis zum verdienten Kaffee nach getaner Arbeit. Wir freuen uns über unser neues Gewächshaus! Falls ihr über den Lärm des Regens nicht alles versteht was im Video gesagt wird – es gibt sogar eine Untertitelspur, die man anschalten kann!





Viel Spaß beim Schauen – Kameramann Jan freut sich über Feedback und Anregungen!


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Am Samstag, dem 15. Juni, bleibt unsere Farm ausnahmsweise den ganzen Tag geschlossen.
Wir freuen uns in den nächsten Wochen sehr über euren Besuch! 

Der Nachwuchs ist da!

Hallo liebe CityFarm-Freunde!

Heute haben wir etwas äußerst niedliches für euch! Wir möchten Euch unseren Nachwuchs vorstellen! Da die kleinen Hoppler nun täglich das Nest verlassen und waghalsige Erkundungsausflüge starten, wollen wir euch die Freude an den kleinen Fellbällen natürlich nicht vorenthalten.

Ein Knäul weißer Wattebällchen, hier genau 2 Wochen alt.

Aber beginnen wir von vorn. Wir haben euch ja schon berichtet, dass am 23. Januar Maja einen wuselnden Berg nackter, rosaner Kaninchenbabys zur Welt gebracht hat. Die ersten Kontrollen des Nestes verliefen schnell. Zu lange wollten wir es nicht offen lassen, denn darin herrschte eine kuschelige Wärme und die Kleinen kühlen schnell aus. Also kurz Nest aufwühlen, aha eins, zwei, drei, vier, alle haben Beine und Ohren und bewegen sich, super und Nest wieder zu. Danach alle zwei Tage wieder einen Blick hineingeworfen, ob alle gut versorgt die ersten Wochen überlegt haben. Aber alle entwickelten sich ausgezeichnet und das Bäuchlein war immer gut gefüllt. Tolle Kaninchenmama die Maja.

2 Wochen später: Die Kleinen besaßen schon ein schneeweißes Fellkleid und die Augen waren geöffnet. Nun beschlossen wir alle einmal aus den Nest zu fischen und sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach dem vierten kleinen Wicht, stutzten wir, da lag ja noch ein Knäul drin! Und nicht nur eines, gleich zwei! Statt der angenommenen vier Kaninchenwelpen (Kaninchenbabys werden wie bei Hunden auch Welpen genannt) waren es nun sechs Stück!

Normalerweise überrascht eine solche Anzahl nicht und viele Züchter würden über einen derart kleinen Wurf lächeln. Doch nicht bei den Russenkaninchen. Die Rasse bekommt nach Onkel Fritz im Schnitt einen vierköpfigen Nachwuchs. Dagegen scheinen sechs Stück eher seltener aufzutreten.

Kaum halbwegs mobil wird schon am geknabbert.

Vier der Welpen waren nach 2 Wochen schon sehr kräftig und besaßen zudem ein gutes sehr dichtes Kuschelfell. Zwei der Welpen waren etwas kleiner und zierlicher, doch in Neugierde und Kuschelbedürfnis standen sie den anderen in nichts nach. Wie erschreckend musste es für die Kleinen sein, plötzlich von Riesen aus dem Nest gehoben zu werden! Dachten wir zumindest. Den Welpen schien es dagegen weniger auszumachen. Sie kuschelten sich in den Pullover oder wagten kleine Abenteuerausflüge auf dem Ärmel.

Seit nun drei Tagen beobachten wir die täglichen Ausflüge der Kleinen. Interessanterweise sind die neugierigsten und zutraulichsten die beiden kleineren Tiere. Selten sieht man mehr als drei Stück durch das Gehege sausen. Mittlerweile klappt es mit den Sausen schon recht gut. Anfangs jedoch war die Koordination der Beinchen noch nicht so optimal. Es war für uns ein riesen Spaß die Kleinen bei den ersten Hopplern zu beobachten. Die ersten Versuche endeten immer in wilden Purzelbäumen und Bauchklatschern. Einige der Kleinen kamen auch auf die Idee ihre Beinchen einfach durchzustrecken und gleich einem Schweinchen durch die Gegend zu staksen. Schien uns gar nicht so einfach das Hoppeln zu erlernen!

Sie knabbern auch schon fleißig an kleinen Heuhälmchen oder schnappen sich die Reststücke der getrockneten Apfelschale, die Maja aus dem Maul krümeln. Ein wahrhaft bezaubernder Anblick!

Gemeinsam ists lustiger gilt auch bei den Minihopplern.

Manchmal jedoch fragen wir uns schon, was eine Verhaltensweise zu bedeuten hat oder ob es lediglich der Entdeckerfreude oder Gewitztheit der Winzlinge ist. Gestern beobachteten wir, wie einer der ganz Kleinen sich im Gehege herum trollte. Er knabberte an so ziemlich allem. Dann stakste er schnurstracks auf das Gitter zu, biss hinein und rüttelte und schüttelte am Kaninchendraht. Wir konnten uns das Auflachen nicht verkneifen, denn nicht der Draht wackelte, denn nur das Minikaninchen wurde von seiner eigenen Kraft durchgeschüttelt. Und scheinbar schien auch der Knirps es lustig zu finden, denn er wiederholte es einige Male.

Die Mutter Maja wurde mit der Geburt ihrer Kleinen erstaunlicherweise sehr zutraulich. Oft wandeln sich die liebsten Kaninchendamen in aggressive Kampfhasen. Nicht aber unsre Maja. Im Gegenteil, ohne Streicheleinheiten dürfen wir das Gehege gar nicht betreten, dann zupft sie an den Hosen und drängt sich förmlich auf. Auch wenn wir mit den Welpen hantieren, ist sie die Ruhe in Person, knabbert hier und frisst da. Nur zwei kann sie gar nicht leiden. Wenn wir das Nest zu lange offen lassen (dann kommt sie und stopft es einfach wieder zu) und umräumen! Wehe wir verstellen ein Häuschen oder der Ast liegt nicht mehr wie vorher. Dann kann sie doch krätzig werden und versucht alles wieder in die alte Position zu bringen und unsere Hände wegzuschieben. Im Gegensatz zu Mio, der Junge Rammler braucht Abwechslung und Action. Mit Vorliebe zerstört er seine Einrichtung und wirft alles wild umher.

Nun noch etwas Ernsteres zum Abschluss: Was einige jetzt sicher nicht gern lesen oder hören wollen, ist dass wir von diesem Wurf nur 2 Weibchen behalten werden. Der Rest wird von uns geschlachtet. Denn wir halten die Kaninchen nicht nur zum Spaß und weil sie so niedlich sind. Nein, sie erfüllen gleich mehrere Zwecke. Mit dem Wissen, dass diese Tiere des Essens wegen gehalten werden, lernen die Kinder, dass Fleisch nicht im Supermarkt wächst und der Fleischkonsum ganz bestimmte Konsequenzen mit sich bringt. Sie lernen dabei aber auch wie wichtig es ist, den Tieren gerade deshalb ein gutes und glückliches Leben zu bieten. Denn nur dann lässt es sich mit gutem Gewissen verzehren. Wer anonymes Fleisch aus dem Supermarkt kauft, macht sich unserer Meinung nach mitschuldig am Leid der in Fleischfabriken gequälten Tiere.

Zum Abschluss ein kleines Video für euch:

Die ersten wackligen Hoppelversuche!

Wilkommen auf der Cityfarm Augsburg…

…zumindest erst einmal digital.

Dieser Blog wird das digitale Tagebuch unserer Cityfarm. Wir werden euch über unsere lustigen, traurigen oder auch skurrilen Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Aufbau der kleinen Stadtfarm berichten.

Das ist Martha. Noch lebt sie 400 km entfernt, wird aber baldmöglichst nach Augsburg umsiedeln.

Sehr freuen wir uns natürlich auch über eure Kommentare oder Anregungen, die ihr jederzeit hinterlassen könnt.