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CityFarm goes on Paper!

Liebe CityFarm-Freunde,

sicherlich suchen einige von Euch noch händeringend nach Weihnachtsgeschenken. Wir haben, natürlich rein zufällig, ein paar grandiose Tipps für euch, mit denen ihr zudem noch etwas Gutes vollbringt. UUUUUnd, die CityFarm hat mit allem nah oder sehr nah etwas zu tun!

Unser erster Tipp:

Unser CityFarm-Benni hat einen Fantasy-Epos verfasst, welcher im Oktober im Handel erschienen ist. Keine zwei Monate später (heute) sind die Bücher im Verlag ausverkauft und es muss nachgedruckt werden! Also kann das Buch nur gut sein!

Das ist es tatsächlich, ein wahrhaft fesselnder Roman über die Verpflichtungen des Lebens, die Liebe und die Welt der Magie im historischen Grubschagu (na wer erkennt das Annagramm?). Und jaaaa, es gibt auch Drachen!

Hier könnt Ihr einen Blich ins Buch werfen – aber Achtung: Spoileralarm!

Benni verfasste alles per Handschrift!

Benni verfasste alles per Handschrift!

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  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: 100 Fans; Auflage: 1 (10. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395705012X
  • ISBN-13: 978-3957050120

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Liebe Augsburger, bitte unterstützt lokale Bücherläden wie Fuggerbuchhandlung, Pustet, Thalia, ect. und bestellt Wayan nicht im Internet. Kostenpunkt: 23,49 Euro.

 

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Benni und sein Wayan

Benni und sein Wayan

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Unser zweiter Tipp:

Natürlich auch wieder ein Buchtipp und diesmal ist die CityFarm Augsburg mit dabei!

Hier haben wir den Klappentext für Euch kopiert:

In Augsburg ist nix los? Von wegen!
50 soziale, kulturelle und andere Initiativen beweisen das Gegenteil und präsentieren das etwas andere Kochbuch. Neben neuesten Variationen zu kulinarischen Klassikern und feinsten exotischen Rezepten bietet das Buch beeindruckende Gespräche mit den »Machern« dieser Initiativen. Was bewegt sie dort anzupacken, wo andere nur reden, und mit viel Herzblut ihre Projekte zu stemmen?
»Augsburg kocht« lädt Sie auf eine besondere Reise ein: Lassen Sie sich anstecken von den Einzelkämpfern, Gruppen und Sozialunternehmen, die für ihre Ideen und ihre Stadt brennen, aber niemals das Essen anbrennen lassen. Eine Expedition für Feinschmecker, die Lust macht auf gemeinsames Kochen, Essen und Pläneschmieden.“

Augsburg kocht

Augsburg kocht

Unser Rezept ist ein leckerer Kaninchen-Kesselgulasch!

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  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Wißner-Verlag; Auflage: 1 (29. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957860962
  • ISBN-13: 978-3957860965

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Am besten bezieht Ihr das Buch direkt beim Herausgeber, dem Contact in Augsburg e.V, Kostenpunkt: 18.90 Euro
Dort wurde extra ein kleines Verkaufsräumchen für das Buch eingerichtet. Mittlerweile ist es auch bei den Lokalhelden im Bismarckviertel beziehbar. Alle Nichtaugsburger müssen leider auf ihren lokalen Buchhändler zurückgreifen.

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Unser Dritter Tipp…

ist in Arbeit, denn die CityFarmer werden endlich ihr erstes Buch veröffentlichen. Es wird „Urban Gardening mal anders“ heißen und noch vor Weihnachten auf der Büchercrowdfunding-Seite 100Fans.de erscheinen und hoffentlich im Sommer frisch gedruckt in unseren und Euren Händen liegen. Über diese Seite hat Benni auch den Druck für Wayan ins Rollen gebracht.
Geschrieben ist es aus Bennis Sicht und beschreibt unsere äußerst turbulenten Anfänge. Begleitet von Ildis tollen Fotos führen wir Euch zurück zur alten kleinen CityFarm und erzählen humoristisch wie aus einer g‘spinnerten, „könnte funktionieren“- Idee (Zitat Flo) und einer handvoll Studenten ein Minibauernhöfchen mit waschechten Stadtbauern wurde.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns unterstützt und das Buch über Crowdfunding in den Druck bringt! Sobald es eingestellt ist, werden wir Euch an dieser Stelle und auf Facebook informieren.

Die CityFarm bald auf 100fans.de!

Die CityFarm bald auf 100fans.de!

 

 

Was geht voran?

Ich denke erst einmal muss ich mich bei euch entschuldigen, dass wir solange nichts mehr von uns hören oder lesen ließen. Die Gründe reichen von einer dringend benötigten Auszeit, einer Verletzung meiner (Ildi´s) Hand und tausend anderer Dinge die erledigt werden wollten.

Deshalb bitte ich euch es uns nachzusehen, dass wir den Blog etwas ruhen ließen.

Sicher fragt ihr euch was mit der CityFarm jetzt im Winter los ist, wie es den Hühnern geht und ob es sonstige Neuigkeiten gibt. Diese Fragen wollen wir euch heute beantworten, weshalb der Artikel über die industrielle Legehennenhaltung etwas verschoben wird.

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Neues von der Nackthuhnbande

Die Nackthuhnbande entwickelt sich großartig. Leider verstarb eine der schwächsten Hennen schon in der ersten Woche. Die beiden anderen Sorgenkinder jedoch haben sich gut erholt. Liegt bestimmt auch an der Fütterung, denn täglich gibts die feinsten Leckerein!

Jeden Tag andere Leckerbissen, von der Wassermelone bis zum Granatapfel.

Jeden Tag andere Leckerbissen, von der Wassermelone bis zum Granatapfel.

Mittlerweile verhalten sich die Hennen auch wieder wie es sich für Hühner gehört. Wir haben einmal den Pickversuch gemacht und eine handvoll Körner auf den Boden gestreut. Das Interesse der Tiere an den Körnern war zwar vorhanden, doch wussten sie nicht so recht etwas damit anzufangen. Eines der Tiere folgte dem Instinkt zu picken, bewegte sich dabei jedoch nicht von der Stelle und pickte nur wie verrückt auf einem Punkt herum.
Eine andere Henne folgte der Spur der Leckerbissen und pickte mal hier mal da, doch ohne ein einziges Korn zu erwischen. Die anderen standen mit fragendem Blick am Rand und wussten sich gar nicht zu helfen. Nun nach einigen Wochen finden alle gezielt die Körner, sie baden im Sand und benehmen sich wie Hühner!

Als wir ihnen das erste Mal Salat anboten, waren sie fast geschockt – was soll das sein, kann man das fressen? Heute sind sie für jeden grünen Bissen dankbar, wenn auch nicht so radikal wie unsere Gackerbande auf der Farm.

Doch auf die Stange traut sich immer noch nur eine Henne, die anderen haben wohl noch nicht entdeckt, dass sich Hühner auf Stangen sehr wohl fühlen.

Wagemutig auf der Stange.

Wagemutig auf der Stange.                                                          Die Federn sprießen schon und der Kamm ist nicht mehr farblos.

Im Vergleich zu unserer Hühnerbande hinken sie aber noch weit hinterher. Zwar sprießen schon die ersten Federn und die Tiere nehmen an Gewicht und Muskelkraft zu, doch es wird noch einige Wochen, wenn nicht Monate dauern, bis sie sich von ihrem qualvollen Dasein in der Legeanlage erholt haben.

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Es ist schön ein CityFarmer zu sein, auch mit kalten Fingern!

Jeden Morgen, sobald einer von uns halbwegs aus den Augen schauen kann, gleitet der erste Blick zum Fenster unserer Wohnung. Denn das tägliche Wetter ist für uns von elementarer Bedeutung, selbst in der Stadt. Ein Leben mit den Jahreszeiten. Ob Regen oder Schnee, ob Sonnenschein oder Sturm oder ob die Welt untergeht – die Tiere wollen trotzdem etwas zu futtern.

Wintermärchenland auf dem Weg zur CityFarm am morgen.

Wintermärchenland auf dem Weg zur CityFarm am morgen.

Noch bevor der Gedanke an Kaffee aufkommt, wird im Kopf schon die Kleidung für Mensch und Hund sowie das passende Rad ausgesucht. Die letzten 2 Tage sah das so aus: „Oah Schnee, schon wieder! Dabei wollt ich heut die Beete abharken. Warme Unterhose oder dicke Schneehose anziehen und keine Gummistiefel, Ronja anziehen, heißes Wasser für die Hühner mitnehmen, dickes Bike nehmen, um durch den Schnee zu pflügen. – jetzt Kaffee.“

Für jene die es nicht wissen, wir wohnen nicht auf der CityFarm, wie es auf einem normalen Bauernhof auf dem Land der Fall wäre. Wir wohnen in einer kleinen Wohnung ca. 1km von der Farm entfernt, sogar in der selben Straße aber die ist echt lang.

Was? Schon wieder Schnee? Da bleib ich lieber hier.

Was? Schon wieder Schnee? Da bleib ich lieber hier.

Jeden Morgen steht einer von uns mit der Sonne auf, schlürft einen oder zwei Kaffee, nascht etwas selbstgebackenen Kuchen und radelt, wenn es dann richtig hell ist (naja, so hell wie es an einem verschneiten Wintertag eben wird) zur Farm raus. Dabei bevorzuge ich (Ildi) den unbefestigten Weg hintenrum zwischen den Gartenanlagen hindurch, parallel zur Wertach. Benni dagegen radelt lieber die Straße entlang, er will nach alter Fahrradkuriermanier schnell ankommen.
Ich aber genieße den Morgen, halte unterwegs noch ein Schwätzchen mit dem alten Gärtnermeister Ernst, lasse Ronja mit den Hunden unterwegs spielen und liebe es die frechen Spatzen in den Hecken der Kleingärten zu beobachten.
Der Weg selbst ist verziert mit vielen Schlaglöchern, sodass ich sowieso nicht schnell fahren könnte. Außerdem erinnert mich der Weg an die Straßen meiner Heimat.

Vor allem aber wenn es geschneit hat verzaubert einen der Weg zur Farm und das frühe Aufstehen ist schnell vergessen.

Schon am Tor der CityFarm hört man Kaspar-David-Friedrich im Hühnerstall empört krähen. Da hat mein Schwätzchen wohl wieder einmal länger als die Geduld der Hühner gedauert. Also Hühnerstall auf und … keine Hühner. Nachdem eines der frechen Araukana seinen Wuschelkopf aus der Klappe gestreckt hat, ist selbst den Gackerfreunden ganz hinten klar: es liegt wieder Schnee.

Salli hat mittlerweile vor den Hühnern resigniert.

Salli hat mittlerweile vor den Hühnern resigniert.

An solchen Tagen lässt sich nur selten ein Huhn außerhalb des Stalles sehen, denn der Schnee zählt zu ihren verhassten Wetterlagen, wie Sturm und Hagel. Nur wenn Salli und Mario Freigang bekommen und ich mit Schubkarre und Rechen bewaffnet Kaninchengehege und Stall säubern will, zeigen sich plötzlich alle sieben Stück. Unauffällig schlüpft dann die Hühnerbande aus ihrem Gehege, unter der Schubkarre hindurch, ohne ein goack von sich zu geben, fast unsichtbar. Erst wenn alle im Kaninchengehege sind, geht die Party los – egal ob ich schimpfe und versuche die Bande hinaus zu jagen. Da wird gescharrt, Salatreste zusammengeklaubt, gegackert, sandgebadet und frech der Kaninchenstall auf den Kopf gestellt. Und wehe ich vergaß die Kiste mit Gemüse nach oben zu stellen. Innerhalb kürzester Zeit mutiert die Kiste mit Kaninchenfutter zum Schlachtfeld. Da fliegt die Petersilie, der Salat wird zerfetzt und es werden tiefe Löcher in die Kakis gehackt.

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Es ist eine Freude den Hühnern zuzusehen wie sie sich jetzt im Winter auf alles Grüne stürzen und gierig runter schlingen. Klar gibt es auch kleinere Rückschläge. Zum Beispiel sollte man bei Minusgraden keine Eier draußen vergessen, die frieren nämlich durch und platzen. Oder wenn eines der Kaninchen aufs Nachbargrundstück ausbüchst und wir eine geschlagene Stunde damit beschäftigt sind, den Frechdachs wieder einzufangen. Oder eben, wenn Ildi sich am Morgen aus mangelnder Wachheit das Taschenmesser in die Handfläche rammt.

Niemals Eier im Frost liegenlassen!

Eier und Frost sind schlechte Partner.

Anstrengend? Klar! Aber glücklich!

Auch wenn es vielen Menschen stressig erscheint jeden Tag wegen der Tiere zeitig aufstehen zu müssen, 2mal täglich zu füttern, immer Futter heranzuschaffen und und und, ist es doch für uns immer wieder eine Freude. Es ist schöner für uns im Regen zur Farm zu radeln, als jeden Tag in ein tristes Büro zu gehen und dort seine Pflichtstunden abzuleisten.
Es ist schöner sich mal die Finger bei Eiseskälte am Morgen abzufrieren, als einen Job machen zu müssen den man hasst. Das ist jetzt keine romantische Träumerei vom idyllischen Landleben, denn es gibt auch Zeiten in denen die Arbeit uns über den Kopf wächst und wir ohne unsere Mitmacher auf der Farm ganz schön aufgeschmissen wären.
Aber ich weiß wovon ich rede, denn lange genug musste ich in stickigen Büros sitzen und durfte die Sonne nur hinter dem Fenster sehen. Ich weiß wie es ist jeden Morgen mit Bauchweh zur Arbeit zu stapfen und abends mit hängendem Kopf nur noch ins Bett zu wollen.

Erfolgreiches Containern Tag für Tag.

Erfolgreiches Containern Tag für Tag.

Deshalb bin ich dankbar, dass ich meiner Hände Kraft entdeckt habe und sich und hier die Chance bietet, etwas anders machen zu können. Ich liebe die morgendlichen Rituale mit den Tieren, die Arbeit mit den Kids an den Schulen und ebenso liebe ich es, nach einem harten Arbeitstag auf der Farm schläfrig am Lagerfeuer zu sitzen und später todmüde aber zufrieden in die Kissen zu sinken.
Es hat nie jemand behauptet Selbstversorgung sei leicht aber es macht von innen heraus glücklich!
Der Lohn ist kein theoretischer Gegenwert in Form von Papier.
Statt dessen belohnt mich der Gang in den Keller mit den Regalen voller Eingemachtem und unser überquellender Erdkeller, die täglichen grünen Eier und die Hühner, die mir im Garten hinterherlaufen. Ebenso die Kaninchen, die jeden Morgen erwartungsvoll auf mich zu hoppeln und natürlich das Lachen der Kinder.
Vor zwei Wochen zum Beispiel schrieb eine unserer Gruppen des Sozialpädagogischen Förderzentrums Christophorus Schule einen Test über unsere Exkursion zum Biberpfad – die ganze Klasse schrieb eine 2! Ich hätt vor Stolz auf die Kids platzen können!

Im Groß und Ganzen können wir uns die Zeit frei einteilen. Das ist ein Privileg in unserer heutigen Zeit, wo sich der Bewegungsfreiraum normalerweise auf das Wochenende beschränkt. Vor allem jetzt im Winter beschränkt sich die Arbeit auf der Farm aufs Füttern und ein paar Bauarbeiten. Mit Start der Gärtnersaison sieht das Ganze schon wieder anders aus und wir werden jede freie Minute im Garten verbringen. Nicht, dass es uns stören würde, im Gegenteil es ist wundervoll zu beobachten wie sich im Laufe der Gartenarbeit das erste Grün aus der Erde schiebt und du weißt: Yeah, in 2 Monaten erntest du die ersten Tomaten und nächste Woche den ersten frischen Salat des Jahres!

Warum ich euch dies erzähle? Nun, in letzter Zeit häufen sich die Fragen, wie wir mit unserem Experiment der Teil-Selbstversorgung klar kommen, ob es nicht zu viel körperliche Arbeit ist, warum wir das alles tun und ob wir glücklich damit sind.

Salat, Schnittkohl und Sibierischer Kohl wachsen schon im Februar.

Winterkopfsalat, Schnittkohl und Sibierischer Kohl wachsen schon im Februar.

Die Zeit ist im Wandel, das haben sicher schon viele bemerkt. Unsere Generation muss andere Wege gehen, als unsere Eltern es taten. Wahrscheinlich sind wir auch die erste Generation die weiß, dass sie nie wieder den Wohlstand und den Lebensstandart der Eltern erreichen wird. Deshalb heißt es andere Lebensmöglichkeiten suchen und ausprobieren, es wird Zeit Verantwortung zu übernehmen. Sei es für die Kaffeebauern in Afrika, sei es für gequälte Tiere der industriellen Fleischproduktion, sei es für die Energieproduktion und sei es für alle die nach uns kommen und auch noch eine lebenswerte Welt vorfinden wollen.

Blos keine kalten Füße bekommen!

Nur keine kalten Füße bekommen!

Bis vor wenige Jahren wurde eine solche öko-hippie Einstellung belächelt und sich auf dem erreichten Wohlstand ausgeruht. Nun aber ist es an der Zeit zu hinterfragen woher dieser Wohlstand stammte und auf wessen Rücken er aufgebaut wurde. Ich jedenfalls will nicht mehr, dass die arme Näherin in Bangladesch ihre Kinder nicht ernähren kann, weil sie keinen ausreichenden Lohn erhält. Ich will nicht, dass wegen meinem Kaffeekonsum in Südamerika Kinder auf den Plantagen arbeiten müssen. Ebenso will ich nicht mehr das absurde System der industriellen Nahrungsmittelproduktion unterstützen, die das Ökosystem, unseren Lebensraum völlig zerstört, nur damit alles billigbillig ist. Ebenso will ich nicht mehr daran beteiligt sein, dass jedes Jahr genauso viele noch gute Lebensmittel weggeworfen werden, wie verbraucht werden – so viele um alle Hungernden der Welt satt zu bekommen! Wir sind privilegiert schon allein deswegen, weil wir in der „westlichen Welt“ leben. Gejammert wird hier viel, auf höchstem Niveau, wie man so schön sagt. Aber wir haben doch alles: ein Dach über dem Kopf, jeden Tag mehr Essen als wir verzehren können und sogar Trinkwasser sprudelt aus der Wand.

Wer schon mal in Indien oder Afrika war, der weiß dass die Selbstverständlichkeit mit der wir dies alles hinnehmen, keine Selbstverständlichkeit sein sollte.

Vielen Menschen wird eben dies bewusst und der Wille entsteht, andere Wege zu gehen. Auch hier in Augsburg wächst das Bewusstsein dafür. Allein in den letzten 2 Monaten hat sich so unglaublich viel bewegt! Es sind Gruppen und Initiativen entstanden, die Menschen finden zusammen und überlegen gemeinsam was getan werden muss, um einen postfossilen und ressourcenschonenden lokalen Weg einzuschlagen. Vom Contact in Augsburg und Transition Town mit der Idee des Ökodorfs, die Gruppe welche sich nach dem Film „Ökonomie des Glücks“ zusammenfand, über Donauwandel bis hin zu kleinräumigen Nachbarschaftsaktionen geht es voran in unserer Stadt.

All diese Menschen inspirieren uns jeden Tag aufs neue, geben uns Kraft und Mut weiterzumachen, denn manchmal scheint uns der Kampf gegen die Windmühlen zu groß. Aber dann steht plötzlich jemand auf der CityFarm, strahlt uns an und erzählt von seiner Idee ein Stück Wiese im Innenhof umzugraben, um für die gesamte Nachbarschaft einen Gemüsegarten anzulegen. Oder die Aktion Donauwandel, einer Art Thinkcamp für nachhaltige Ideen und Initiativen, die in Zusammenarbeit mit der Umweltstation Augsburg die CityFarm besuchen wollen!

Das ist großartig! Es geht voran! Danke euch allen!