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Saatgut-Fest und eine schwere Geburt

Liebe neue und alte CityFarm-Freunde!

Saatgut-Stand Foto: Daniel Rieker

Saatgut-Stand
Foto: Daniel Rieker

Saatgut-Fest

In der vergangenen Woche fand unser Saatguttausch-Fest statt. Trotz des durchwachsenen und kalten Wetters fanden sehr viele Menschen den Weg zu uns. Wir hoffe sehr, dass es euch allen Spaß gemacht hat. Auch unser kleines Rahmenprogramm mit verschiedenen Ständen, altem Handwerk und natürlich Ponyreiten mit dem Krümelhof sind bei euch gut angekommen.

Besonders überrascht waren wir über den Andrang am Saatgut-Stand. Am Ende der Veranstaltung war dieser fast leer geräumt, so gut haben euch unsere Sorten gefallen! Das spornt uns ganz besonders an, in diesem Jahr noch mehr seltene Sorten anzubauen und zu vermehren. Geplant sind zum Beispiel die goldene Beete, der Lippische Braunkohl, eine besondere Salatsorte, verschiedene Wildtomaten, Roter kanadischer Mais und die Inkagurke.

Wir wollen unseren Besuchern im Namen aller CityFarmer für das gelungene Fest und die vielen Spenden danken! So konnten wir z.B gleich am Montag darauf 6 Säcke Hühnerfutter kaufen.

Auch übrigens, wer hat diese unglaublichen Sesambällchen fürs Buffet mitgebracht? Da haben unsere Geschmacksknospen Tango getanzt und ich (Ildi) würde mich über das Rezept freuen.

Auch Tauben wohnen jetzt bei uns!

Auch Tauben wohnen jetzt bei uns! Foto: Daniel Rieker

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Schwere Geburt

Zum Fest konntet ihr ja schon unsere Ziegen und Schafe bestaunen und die frechen Mäh-Mäuler mit Brot füllen. Schon zu dem Zeitpunkt dachten wir, dass es jetzt jeden Tag soweit sein müsse, dass die Ziegenjungen zur Welt kommen. Ihr habt den dicken Bauch ja gesehen, die Mutter konnte nur noch breitbeinig laufen!

Natürlich sah die Ziegenmutter das ganz anders und ließ uns noch zwei Wochen zappeln.

Mama und Junges dürfen sich die nächsten Tage im Stall erholen.

Mama und Junges dürfen sich die nächsten Tage im Stall erholen.

Gestern, am 14. März war es endlich soweit. Gegen Mittag suchte die Dame sich ein ruhiges Plätzchen, um ungestört gebären zu können. Am späten Nachmittag warteten wir noch immer ungeduldig und nun schon leicht besorgt auf die neuen Cityfarm-Bewohner. Doch es sollten die ersten Zicklein der Ziegendame sein und Erstgeburten sind manchmal langwierig und schwierig.

Als die Dämmerung einbracht, fasste sich schließlich unser Schaf- und Ziegenflüsterer Rachmed ein Herz und betrat vorsichtig den Stall. Die arme Mutter lag schon recht entkräftet im Stroh und keckerte Müde. Das Zicklein war schon zu sehen, es lag zumindest richtig, mit Vorderbeinen und Köpfchen voran, doch es war viel zu groß! Da packte Rachmed ohne groß nachzudenken Beinchen und zog das glitschige Jungtier heraus. Sogleich war ein helles, durchdringendes, forderndes „Määääh“ zu vernehmen. Es dauerte auch nicht lange, bis das Ziegenkindchen sich auf wackeligen Beinen und noch sehr unkoordiniert den Weg zu Mutters Zitzen bahnte, um die lebenswichtige Biestmilch zu trinken. In diesem Moment fällt jedem Tierzüchter ein riesiger Felsbrocken vom Herzen, denn die erste Milch und das Annehmen des Jungtiers durch die Mutter sind der beste Start ins Leben.

Nachdem die Mutter das Baby sauber geputzt hatte, verließen beide auf wackeligen Beinen den Stall und präsentierten sich im Gehege. Doch Moment, nur ein Junges? Sollte da nicht noch ein zweites kommen? Da haben wir uns gründlich geirrt, denn das Kleine besticht durch seine ungewöhnliche Größe, sodass der Bauch nach Zwillingen aussah.
Auch das Geschlecht wissen wir noch nicht. Erst wenn die Ziegenmutter mit ihrem Nachwuchs wieder nach draußen darf, wird nachgeschaut. Bis dahin zähmen wir unsere Neugier und lassen den beiden ihre wohlverdiente Ruhe.

Unser Ziegen-nchwuchs ca. 10 Stunden alt.

Unser Ziegen-Nachwuchs ca. 10 Stunden alt.

Die ganze Nacht über wachte Rachmed durchgefroren und besorgt im Stall. Er baute den beiden eine eigene Box, da die Ziegenmutter durch die schwierige Geburt noch sehr geschwächt war und vorerst von der Herde getrennt bleiben soll. Am nächsten Morgen sah sie schon etwas besser aus, fraß, trank und kümmerte sich um ihren Nachwuchs. Dennoch wird es noch ein paar Tage Erholung für die Mutter brauchen, bis die beiden wieder zur Herde dürfen und das Zicklein endlich die CityFarm-Welt erkunden kann. Einen Spielgefährten hat es ja schon, das freche ca. 4 Wochen alte Lammböckchen.

Wir halten euch auf Facebook auf dem Laufenden. Drückt die Daumen, dass Mutter und Kind sich gut erholen und bald zu ihrer Herde dürfen!

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Das Lamm-Böckchen will endlich einen Spielkameraden.

Das Lamm-Böckchen freut sich schon auf euren Besuch.

Offene Gartentür

Noch können wir euch leider keine regelmäßigen Termine anbieten. Statt dessen werden wir die nächste Zeit so verfahren, dass ein offener Nachmittag auf unserer Homepage (rechts, kleiner Kasten: Offene Gartentür) angekündigt wird. Wenn ihr uns besuchen wollt, dass gilt wie immer: kommt zu Fuß oder mit dem Rad. Falls ihr doch das Auto nehmt, parkt an der Aral oder am Nordfriedhof und nicht auf den Biotopflächen der Stadt.

Zudem werden wir an den entsprechenden Tagen größere Arbeitseinsätze haben und können euch dadurch nur begrenzt herumführen. Ihr dürft aber auch gern mit anpacken!

Wir möchten unsere Besucher dringendst bitten, sich an die offenen Nachmittage oder Terminabsprachen mit Ildi oder Benni zu halten und nicht einfach so vorbei zu kommen.
Oft ist keiner von uns da, der Besucher empfangen darf. Nur weil die Tür offen steht und Viktor oder Rachmed da sind, heißt das nicht, dass man einfach reinspazieren darf und erst recht nicht, dass man die Kaninchen aus den Gehegen lässt!!!!!

Wir werden die Besucheregel jetzt wieder strenger umsetzen. Außerhalb der offenen Nachmittage haben Besucher keinen Zutritt!

Flauschiger Nachwuchs auf der CityFarm!

Liebe CityFarm Freunde,

lange musstet ihr euch gedulden und auf einen neuen Artikel warten. Aber nun endlich ist es soweit und wir präsentieren euch unseren neusten Nachwuchs! Dazu hat Benni einen kleinen Artikel geschrieben, den mancher von euch schon vom Lagerfeuer in der Nacht der Sonnenwende kennt:

Ein neuer Star ganz frisch aus dem Ei gepellt. Foto: Armin Pawelka

Ein neuer Star ganz frisch aus dem Ei gepellt.
Foto: Armin Pawelka

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Mitte Mai begannen zwei unserer Hennen ein äußerst merkwürdiges Verhalten an den Tag zu legen. Tagsüber verließen die beiden nur noch sporadisch ihren Stall um ein Häuflein vor unsere Füße zu platzieren, sich den Bauch in Windeseile mit Melone, Wurst und Körnern vollzustopfen, nur um dann 5 Minuten später wieder bis zum nächsten Morgen im Hühnerhäuschen zu verschwinden. Außerdem verloren ihre Kämme jedwede Farbe, während sie sich gegenüber Mensch und Tier, Artgenossen eingeschlossen, äußerst aggressiv zeigten. Dies äußerte sich durch eine nie dagewesene Geräuschkulisse wie Fauchen, lautes Geblubber, glucksendes Gegurre und dem inflationären Einsatz des Schnabels als Hieb und Stoßwaffe. Mit aufgestellten Federn, fauchend wie eine schlecht gelaunte Miezekatze, macht auch so ein kleines Hühnchen mächtig Eindruck.

Zeig her deine Federn, zeig her deine Flügelchen...

Zeig her deine Federn, zeig her deine Flügelchen…

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Im ersten Moment dachte Benni an eine schlimme Krankheit, was zur Folge hatte, dass er sich panisch über die Newcastle-Krankheit und Co informierte, bis Ildi ihn lachenderweise über das Verhalten von brütenden Hennen aufklärte. So erklärte sie dem unwissenden Benni:
Aus Ermangelung eines Hahnes seien diese Eier, die unsere gefiederten Damen da bebrüteten, leider Gottes nicht befruchtet und würden bei konstanter Temperatur von 38 schlecht und begnnen irgendwann zu stinken.
Dementsprechend mussten wir erst einmal Eier mit „Hahnentritt“ organisieren und fanden diese bei den privaten gehaltenen Hühnern der Biogärtnerei Bucher ganz in der Nähe der Farm. Akademisch vorbelastet wie die Cityfarmer sind, wälzten wir umgehend Hühnerbücher und fanden heraus, dass man zwei gemeinsam gluckende Hennen unbedingt trennen müsse, da sie sich sonst gegenseitig die Eier mopsen würden. Wobei die Gefahr bestünde, dass einige kaputtgehen könnten. Versuch macht kluch.

Die Hühner wurden getrennt, dabei mit befruchteten Eiern versehen und in absperrbare, separierte Nester gesetzt. Kaum eine halbe Stunde später sitzen beide wieder im alten Nest auf den „original“ Eiern. Nachdem wir diesen Vorgang scheiternderweise 4 oder 5 mal wiederholt hatten, wagten wir das Eggsperiment: DOPPELBRUT.

Was soll denn nur die ganze Aufregung um 3 Babys, ich hab schon um die 30!

Was soll denn nur die ganze Aufregung um 3 Babys, ich hab schon um die 30!

Zu unserem Ärger waren die Bucherschen Eier nun mehrfach durchgekühlt so, dass daraus keine Küken mehr schlüpfen würden. Also begann unsere Suche von Neuem. Doch die liebe Steffi, Chefin des Jugendhauses Lehmbau in Hochzoll, erbarmte sich und trat uns einige befruchtete, bereits angebrütete Eier ab, die wir unseren Putschen standepedes unterschoben.
Da saßen sie nun. Und brüteten und brüteten und brüteten und brüteten… 21 Tage lang.
Während diese 21 Tage Brutzeit verbaute Benni gemeinsam mit CityFarmer Basti Stück für Stück das Hühnergehege und den Stall so um, dass ein kükensicherer Stall im Stall entstand. Weil die anderen, die Brutautomathühner, mit Bibberle angeblich so gar nichts anfangen können und die kleinen, laut Hühnerbuch, im schlimmsten Fall als leckere Eiweißquelle ansehen. Auch dies erwies sich letztendlich als Irrtum, denn die Hühnerschar legte gegenüber den ausbruchsfreudigen Baby-Hühnchen ein für Hühnerverhältnisse sehr achtsames und liebevolles Verhalten an den Tag. Was vielleicht an den sowohl außergewöhnlich dominanten als auch aggressiven Müttern liegen könnte. So war es dann Mitte Juni soweit. Ein mehrstimmiges Piepsen im Stall verriet, dass unser neuster Cityfarmnachwuchs ihren letzten Eidotter verzehrt, sich aus ihren Schalen befreit und das Licht der Welt erblickt hatte. Auf die Küken, noch feucht vom Ei, erhaschten einige Cityfarmer und Besucher einen Blick, wobei wir wiedereinmal bemerkten, dass niemand immun gegen das oft besungene Kindchenschema ist. Früh am darauf folgenden Morgen sägte der frisch gebackene Hühnerpappa Benni eine zweite Klappe ins Häuschen unserer gefiederten Freunde. Danach bastelte er ein kleines aber feines Außengehege mit Gestrüpp zum Verstecken und viel Schatten zum gemütlichen Sandbaden für die Mammies und ihre Kleinen.

Vollgefressen in der Chil-Area unterm Busch.

Vollgefressen in der Chil-Area unterm Busch.

Sogleich machte sich Ildi mit Tine, einer Freundin vom Ak Urbane Gärten (Lokale Agenda 21) auf, um beim Futtermittelhändler Kükenfutter zu erstehen. Unserer Abneigung gegenüber gentechnisch veränderten Pflanzen verhinderte dabei sehr effektiv, dass wir irgendwo sojafreies unbelastetes Kükenfutter finden konnten.Laut Futtermittelhändler gibt es das schlicht und einfach nicht mehr! Aber er will sich umsehen, da scheinbar immer mehr Hühnerhalter ihre Abneigung gegen Soja kundtun.
Da standen wir nun mit vier hungrige Mäulern, vier piepsenden flauschige Bollen und kein Futter zur Hand.
Wie hat man das denn früher gemacht als es noch keine kommerziellen Futtermittelhändler gab? Bei der Frage lachte der Herr Kratzer vom Hühnerhof in Gablingen, man hat ganz einfach auf die Ressourcen zurückgegriffen die sowieso vorhanden waren, die täglichen Essensreste! Soja ersetzt nur tierische Eiweiße welches sich glückliche Hühner durch Kellerasseln, Würmer, Kartoffelkäfer selber suchen oder durch wenig gewürzte Essensresten bekommen. Dazu gehört natürlich auch, sich ab und an ein Würstchen direkt vom Grill zu klauen. So bekommen unsere Kleinsten jeden Tag zwei Eimer Kompost gespickt mit Würmern und Asseln, mehrere Ränkel Wurst die Metzgereien täglich massig in den Müll hauen und ab und zu ein wenig Hirsebrei mit Milchpulver den es regelmäßig umsonst in diversen Containern zur Selbstabholung gibt. Die kritischen ersten Wochen sind nunmehr für 3 Küken glatt verlaufen und sie erfreuen sich bester Gesundheit auch ohne teures Kükenfutter. Eine unerfahrenes Kleines fiel leider schon früh einem melonenbedingtem Insektenstich zum Opfer. Grausame Mutter Natur…
Mit diesem theatralischem Schlusswort entlasse ich euch in einen hoffentlich schönen, sonnigen Sommeranfang und wünsche allen Gärtnerkollegen eine erfolgreiche Gartensaison.
Danke fürs Lesen!

Das flauschige Süßheitsstadium ist vorbei, jetzt wachsen die richtigen Federn!

Das flauschige Süßheitsstadium ist vorbei, jetzt wachsen die richtigen Federn!

Kleiner Nachtrag:
Mittlerweile haben die süßen Bibberle das Süßheitsstadium verlassen. Sie bekommen schon richtige Federn an den Flügeln und üben sich im Flattern, denn sie wollen den Zaun zum Schlaraffenland Komposthaufen baldmöglichst selber überwinden. Auch entfernen sie sich täglich mehr von ihren beiden Müttern, streunen auch mal ganz allein auf der Suche nach krabbelnden Leckerbissen unter den Apfelbäumen umher und haben sich wunderbar in die restliche Hühnerschar integriert.
Auch unser Dino, der übrigens vor wenigen Wochen selbst beschlossen und umgesetzt hat, wieder bei uns einzuziehen, beschützt die Kleinen als wären es seine eignen Jungen. Die Mütter dürfen unterdessen wieder seine Statthaftigkeit bewundern.
Der Kükenverschlag im Stall kann nun die Tage wieder abgebaut werden, denn schon nach 2 Wochen beschlossen Mütter und Küken lieber im Legenest, nahe der restlichen Schar, zu schlafen als im eigens dafür abgetrennten Bereich.
Alles in allem ist es für uns eine sehr spannende Erfahrung, denn unsere Tiere verhalten sich entgegen dem was in sämtliche Hühnerbüchern und -Internetforen geschrieben steht. Woran das liegt, könnten uns nur die Hennen sagen aber diese schweigen sich aus und stravanzen statt dessen fröhlich durch den Garten.
Sodenn wünschen wir euch ein beschwingtes „Goaaak“!

Eine gackernde Familie!

Eine gackernde Patchwork-Familie!

Youtube Videopremiere // Info: Samstag, 15. Juni geschlossen

Unser Kameramann für den Sommer: Jan, 22

Unser Kameramann für den Sommer: Jan, 22

In den nächsten drei Monaten wird die CityFarm auf Film gebannt!

                  

Jan, 22, studiert Medien und Kommunikation an der Uni und wird ab jetzt wöchentlich in kleinen Videos von der Farm berichten. Die neuesten Neuigkeiten und allerlei Interessantes rund um unsere Pflanzen, unsere Tiere und unsere Menschen werden dann hier in Video-Format zu sehen sein.



Im ersten Video, das am 1. Juni gefilmt wurde, geht es um den Nachwuchs bei den Kaninchen. Wie bereits in einem älteren Post erwähnt sind Salli und Scarface Eltern geworden. Salli hat uns zwar einen kurzen Blick auf das Nest mit den acht Kleinen werfen lassen, aber für den ersten Online-Auftritt müssen wir leider noch etwas warten – Für den Moment ist Salli alleine schon süß genug!

Außerdem hat Jan uns beim Bau unseres neuen Tomatengewächshauses begleitet – vom Spannen der Folie über das funkensprühende Wegflexen von überschüssigen Metall-Scharnieren bis zum verdienten Kaffee nach getaner Arbeit. Wir freuen uns über unser neues Gewächshaus! Falls ihr über den Lärm des Regens nicht alles versteht was im Video gesagt wird – es gibt sogar eine Untertitelspur, die man anschalten kann!





Viel Spaß beim Schauen – Kameramann Jan freut sich über Feedback und Anregungen!


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Am Samstag, dem 15. Juni, bleibt unsere Farm ausnahmsweise den ganzen Tag geschlossen.
Wir freuen uns in den nächsten Wochen sehr über euren Besuch! 

Eierparade und Sally auf dem Dach

Hallo liebe CityFarm-Freunde!

Es ist nun schon länger her, dass wir euch zeigten was unsere hoppelnden und gackernden Kumpanen so treiben. Das wollen wir jetzt ändern.

Vor fast 2 1/2 Monaten durfte unser Gentlekaninchen Mio seine Angebetete besuchen und ein paar Wochen mit ihr zusammen sein. Die beiden lieben sich derart, das wir es nicht fertigbrachten Mio nach dem Akt gleich wieder in seine Männer-Wg zu verfrachten. So durften die beiden ein paar Wochen in trauter Zweisamkeit verbringen. Als Maja anfing ein Nest zu bauen, musste der werte Herr schließlich doch wieder in den Nachbarkäfig ziehen. Seit dem wird eben durchs Gitter geputzt und geschmust.
Vor nun ca. 3 Wochen war es endlich soweit: der rosa zuckende Nachwuchs purzelte auf die Welt. Heute, wenige Wochen später haben die Kleinen schon ein kuscheliges Fellkleid und erkunden frech ihre Umwelt. Die anfängliche Angst gegenüber unseren großen Händen war nach wenigen Tagen überwunden. Hier ein kleines Video vom 5. Juni für euch:

Vor zwei Tagen verließen sie das erste Mal von allein den Stall. Nun stürmt morgens, wenn die Türen geöffnet werden, eine fünfköpfige weiße Eierparade ins Gehege, tollt und rast herum wie energiegeladene Ostereier.

Frühstück!

Frühstück!

Es ist jeden Morgen eine Freude der witzigen Eierparade zuzuschauen wie sie durch das Gehege sausen. Interessant wie schnell die kleinen Pfoten schon hoppeln können! Im Nachbargehege ist der stolze Papa ganz hin und weg von den Kleinen. Oft sitzt er am Gitter, beschnuppert oder putzt die Kleinen, die vor ihrem stattlichen Papa keinerlei Scheu zeigen. 

Ildi und das Kuschelei

Ildi und das Kuschelei

Auch unsere Deutsche Riesendame Salli sorgt fast täglich für Aufregung. Da sie noch ein paar Wochen allein leben muss, weil ihr zukünftiger Kumpane Mario (Patenkaninchen von Hanna) zwar kastriert aber noch eine Zeugungsquarantäne einhalten muss, hat die Dame einige Privilegien. Zum Beispiel darf sie fast täglich frei auf dem Gelände hoppeln. Sehr zum Ärger Ildis, denn Salli hat es natürlich auf die wohlschmeckenden und seltenen Gemüsesorten abgesehen, besonders den Blumenkohl Erfurter Zwerg und den Esslinger Salat.
Somit muss täglich jemand verpflichtet werden den Riesenlöffler unter ständiger Beobachtung zu halten, damit sie sich nicht im Gemüsebeet verköstigt. Doch ab und an schafft sie es doch sich heimlich an allen vorbeizuschleichen und zwischen dem Gemüse zu verstecken. Doch zum Glück ragen ihre Riesenlöffel noch zwischen allen Pflanzen hervor.
Um Ildis Ärgernis zu beenden, wurden am Wochenende 2 Tore errichtet, die Sallis Weg in den Gemüsegarten verhindern. Die Hoppeldame ist logischweise nur mäßig begeistert und lässt sich allerlei einfallen, um trotzdem das Schlaraffenland zu erreichen.

Ihre zweitliebste Beschäftigung ist es, aufeizend (ja, Kaninchendamen können das!) mit den Jungspunden der Männer-Wg zu flirten. Die Halbstarken finden Salli natürlich äußerst entzückend und kleben am Gitter, wenn die Dame heranhoppelt.

Jungsschwarm Salli on Tour.

Jungsschwarm Salli on Tour.

Ein schlaues Kaninchen allein im Gehege oder auf der CityFarm unterwegs führt öfters zu einigem Blödsinn. Da das Kaninchen nun fast die Größe unserer vierbeinigen Freundin Ronja erreicht hat, versuchten wir beide einander näher zu bringen. Das Ziel war, die zwei soweit aneinander zu gewöhnen, dass Kaninchen und Hund sich frei auf dem Gelände bewegen können. Der Erfolg war mäßig, denn Ronja sah in Salli einen Spielkameraden und forderte sie ständig zum Herumtollen auf. Nach kurzer Zeit hatte Salli genug anstatt einfach wegzuhoppeln (es gäbe sehr viele Verstecke) verpasste Ronja einen so kräftigen Tritt, dass diese sich winselnd hinter Benni versteckte. Nun ist die Situation etwas angespannt, denn Ronja ist neugieriger denn je, wenn auch etwas vorsichtiger und Salli ging aus dieser Begegnung noch selbstbewusster und selbstsicherer hervor. Was natürlich zu neuerlichem Blödsinn führt. 

Salli auf dem Dach.

Salli auf dem Dach.

So kamen wir Samstagabend zum allabendlichen Füttern im strömenden Regen auf die CityFarm. Salli erwartete und schon freudig, nur leider nicht im Gehege, sondern auf dem Dach sitzend. Der Regen schien sie nur mäßig zu beeindrucken, war doch die Aussicht so toll und ein leckerer Apfelbaum reichte ihr förmlich die Krone zum Fraß.
Ihrem Gehege fehlt noch das Gitterdach. Sie schafft es nun von ihrer Plattform aus in einem einzigen, unglaublichen Satz aufs Dach der Außenküche zu springen. Die Sprungkraft ihrer Beine ist mittlerweile so stark, dass Salli (wiegt jetzt ca. 3,5kg) aus dem Stand weit über einen Meter hochzuspringen vermag! Auch hat sie dem Benni mit ihren Hinterläufen vor Kurzem ein blaues Auge geschlagen, als er sie einfangen und ins Gehege bringen wollte. Doch mittlerweile und viele Leckerlis später lässt sie sich brav hochnehmen und hoppelt auch von allein zurück.

Das Wetter des vergangenen Wochenendes bescherte uns einen außerordentlich ruhigen Samstag auf der CityFarm. Nachdem die Schauer unser Gemüse gegossen hatten, zeigte sich am Nachmittag die Sonne und brachte uns sogar zum Schwitzen. Es war ein traumhaft Idyllischer Tag mit unserem Freund Jens und seiner Familie. Während der Papa Jens unseren wundervollen Anhänger fertig bemalte, nahm Noah Kontakt mit den anderen Zweibeinern auf.

Noah und die Hühner

Noah und die Hühner

Auch konnten wir erstmals den kleinen Sudetenofen testen, den uns Ludwig und seine liebe Mam schenkten. Mit Hingabe entzündete Benni ein kleines Feuerchen im Ofen, direkt am Gemüsebeet. Da ließen wir es uns natürlich nicht nehmen frisch gepflückten Mangold und Senfkohl mit vielen Kräutern zuzubereiten. Im Sonnenschein mit knusprig gebackenen Brötchen genossen wir unser allererstes auf der CityFarm gekochtes Mahl. Für uns war es ein wunderbares Ereignis!

Das erste Feuer.

Das erste Feuer.

Der Nachwuchs ist da!

Hallo liebe CityFarm-Freunde!

Heute haben wir etwas äußerst niedliches für euch! Wir möchten Euch unseren Nachwuchs vorstellen! Da die kleinen Hoppler nun täglich das Nest verlassen und waghalsige Erkundungsausflüge starten, wollen wir euch die Freude an den kleinen Fellbällen natürlich nicht vorenthalten.

Ein Knäul weißer Wattebällchen, hier genau 2 Wochen alt.

Aber beginnen wir von vorn. Wir haben euch ja schon berichtet, dass am 23. Januar Maja einen wuselnden Berg nackter, rosaner Kaninchenbabys zur Welt gebracht hat. Die ersten Kontrollen des Nestes verliefen schnell. Zu lange wollten wir es nicht offen lassen, denn darin herrschte eine kuschelige Wärme und die Kleinen kühlen schnell aus. Also kurz Nest aufwühlen, aha eins, zwei, drei, vier, alle haben Beine und Ohren und bewegen sich, super und Nest wieder zu. Danach alle zwei Tage wieder einen Blick hineingeworfen, ob alle gut versorgt die ersten Wochen überlegt haben. Aber alle entwickelten sich ausgezeichnet und das Bäuchlein war immer gut gefüllt. Tolle Kaninchenmama die Maja.

2 Wochen später: Die Kleinen besaßen schon ein schneeweißes Fellkleid und die Augen waren geöffnet. Nun beschlossen wir alle einmal aus den Nest zu fischen und sie genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach dem vierten kleinen Wicht, stutzten wir, da lag ja noch ein Knäul drin! Und nicht nur eines, gleich zwei! Statt der angenommenen vier Kaninchenwelpen (Kaninchenbabys werden wie bei Hunden auch Welpen genannt) waren es nun sechs Stück!

Normalerweise überrascht eine solche Anzahl nicht und viele Züchter würden über einen derart kleinen Wurf lächeln. Doch nicht bei den Russenkaninchen. Die Rasse bekommt nach Onkel Fritz im Schnitt einen vierköpfigen Nachwuchs. Dagegen scheinen sechs Stück eher seltener aufzutreten.

Kaum halbwegs mobil wird schon am geknabbert.

Vier der Welpen waren nach 2 Wochen schon sehr kräftig und besaßen zudem ein gutes sehr dichtes Kuschelfell. Zwei der Welpen waren etwas kleiner und zierlicher, doch in Neugierde und Kuschelbedürfnis standen sie den anderen in nichts nach. Wie erschreckend musste es für die Kleinen sein, plötzlich von Riesen aus dem Nest gehoben zu werden! Dachten wir zumindest. Den Welpen schien es dagegen weniger auszumachen. Sie kuschelten sich in den Pullover oder wagten kleine Abenteuerausflüge auf dem Ärmel.

Seit nun drei Tagen beobachten wir die täglichen Ausflüge der Kleinen. Interessanterweise sind die neugierigsten und zutraulichsten die beiden kleineren Tiere. Selten sieht man mehr als drei Stück durch das Gehege sausen. Mittlerweile klappt es mit den Sausen schon recht gut. Anfangs jedoch war die Koordination der Beinchen noch nicht so optimal. Es war für uns ein riesen Spaß die Kleinen bei den ersten Hopplern zu beobachten. Die ersten Versuche endeten immer in wilden Purzelbäumen und Bauchklatschern. Einige der Kleinen kamen auch auf die Idee ihre Beinchen einfach durchzustrecken und gleich einem Schweinchen durch die Gegend zu staksen. Schien uns gar nicht so einfach das Hoppeln zu erlernen!

Sie knabbern auch schon fleißig an kleinen Heuhälmchen oder schnappen sich die Reststücke der getrockneten Apfelschale, die Maja aus dem Maul krümeln. Ein wahrhaft bezaubernder Anblick!

Gemeinsam ists lustiger gilt auch bei den Minihopplern.

Manchmal jedoch fragen wir uns schon, was eine Verhaltensweise zu bedeuten hat oder ob es lediglich der Entdeckerfreude oder Gewitztheit der Winzlinge ist. Gestern beobachteten wir, wie einer der ganz Kleinen sich im Gehege herum trollte. Er knabberte an so ziemlich allem. Dann stakste er schnurstracks auf das Gitter zu, biss hinein und rüttelte und schüttelte am Kaninchendraht. Wir konnten uns das Auflachen nicht verkneifen, denn nicht der Draht wackelte, denn nur das Minikaninchen wurde von seiner eigenen Kraft durchgeschüttelt. Und scheinbar schien auch der Knirps es lustig zu finden, denn er wiederholte es einige Male.

Die Mutter Maja wurde mit der Geburt ihrer Kleinen erstaunlicherweise sehr zutraulich. Oft wandeln sich die liebsten Kaninchendamen in aggressive Kampfhasen. Nicht aber unsre Maja. Im Gegenteil, ohne Streicheleinheiten dürfen wir das Gehege gar nicht betreten, dann zupft sie an den Hosen und drängt sich förmlich auf. Auch wenn wir mit den Welpen hantieren, ist sie die Ruhe in Person, knabbert hier und frisst da. Nur zwei kann sie gar nicht leiden. Wenn wir das Nest zu lange offen lassen (dann kommt sie und stopft es einfach wieder zu) und umräumen! Wehe wir verstellen ein Häuschen oder der Ast liegt nicht mehr wie vorher. Dann kann sie doch krätzig werden und versucht alles wieder in die alte Position zu bringen und unsere Hände wegzuschieben. Im Gegensatz zu Mio, der Junge Rammler braucht Abwechslung und Action. Mit Vorliebe zerstört er seine Einrichtung und wirft alles wild umher.

Nun noch etwas Ernsteres zum Abschluss: Was einige jetzt sicher nicht gern lesen oder hören wollen, ist dass wir von diesem Wurf nur 2 Weibchen behalten werden. Der Rest wird von uns geschlachtet. Denn wir halten die Kaninchen nicht nur zum Spaß und weil sie so niedlich sind. Nein, sie erfüllen gleich mehrere Zwecke. Mit dem Wissen, dass diese Tiere des Essens wegen gehalten werden, lernen die Kinder, dass Fleisch nicht im Supermarkt wächst und der Fleischkonsum ganz bestimmte Konsequenzen mit sich bringt. Sie lernen dabei aber auch wie wichtig es ist, den Tieren gerade deshalb ein gutes und glückliches Leben zu bieten. Denn nur dann lässt es sich mit gutem Gewissen verzehren. Wer anonymes Fleisch aus dem Supermarkt kauft, macht sich unserer Meinung nach mitschuldig am Leid der in Fleischfabriken gequälten Tiere.

Zum Abschluss ein kleines Video für euch:

Die ersten wackligen Hoppelversuche!

Pause auf der Cityfarm

Hallo liebe Blogleser!

Wahrscheinlich habt Ihr euch schon gefragt was los ist, weil wir so lange keinen Artikel mehr geschrieben haben. Keine Angst, wir haben weder aufgegeben noch keine Lust mehr.  Doch diesen Monat müssen und mussten wir auf der CityFarm eine kleine Pause einlegen. Benni macht gerade eine Zoobegleiterausbildung, damit wir euch ein noch umfassenderes Angebot bieten können. Ich, Ildi muss meine Diplomarbeit beenden. Da bleibt leider diesen Monat bis Anfang Februar keine Zeit für Anderes.

Eine kleine Überraschung haben wir aber trotzdem für euch! Gestern morgen kamen vier propere, faltige rosafarbene Kaninchenbabys zur Welt. Die Mama Maja baute ein kuscheliges Nest und kümmert sich rührend um ihre Kleinen und ist nicht einmal böse oder gar aggressiv, wenn ich im Nest wühle, um die Kaninchenbabys zu begutachten. Sobald es die Zeit zulässt, werden wir euch natürlich Fotos der Kleinen zeigen!

Bis dahin wünschen wir euch eine gute Zeit!