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Auf gehts in die Saison 2018!

Hallo liebe Freunde des Frühlings,

So langsam darf er mal kommen, der Frühling!
Foto: Laura Matthews

am 04. März eröffneten wir die Saison mit unserer jährlichen Saatgutbörse.
Es war ein perfekter Vorfrühlingstag mit viel Sonne, angenehmen Temperaturen und zu unserer freudigen Überraschung zahlreichen Gästen – viel mehr als wir erwartet hatten.
Wir freuen uns sehr, dass unser Saatgutfest Euch allen gut gefallen hat, zumindest haben wir bisher nichts Negatives gehört. 😉

Bunte Bohnen, spannende Kürbisse und bunte Tomaten wechselten von einer Hand in die andere. Alte Bekannte und neue interessierte Menschen fanden sich auf der Farm ein, tauschten nicht nur Saatgut, sondern auch ihre Erfahrungen, Ideen und Pläne. Genauso soll es sein!
Aufregend für uns auch das Allerlei an Tauschsamen, die ihr uns da gelassen habt.

Unser Freund Martin Wolf hat den Nachmittag in einem kleinen Filmchen festgehalten.
Danke Dir für die tollen Aufnahmen!

Doch mach einer lag mit Grippe im Bett oder hat es zeitlich nicht geschafft vorbei zu schauen.
Da gibt es eine Lösung: wer noch Saatgut benötigt, hat am 24. März 10-14 Uhr auf der Saatgutbörse des Umweltzentrums Schmuttertal (Diedorf) die Möglichkeit in unserer Auswahl zu stöbern.

Ansonsten müsst Ihr Euch bis Anfang Mai gedulden, denn dann sind wir wie jedes Jahr mit unserem Jungpflanzenstand beim Frühlingsfest des Interkulturellen Gartens „Grow Up“ in der Reesekaserne vertreten.

Unsere Vorzucht für das Frühlingsfest.

Dieses Jahr findet das Fest am 06. Mai von 15 bis 20 Uhr statt.
Hoffentlich spielt das Wetter diesmal besser mit, nachdem das ganze Fest 2017 wegen Starkregen und Sturm spontan in die Kradhalle ausgewichen ist.
Wie immer versuchen wir Euren Wünschen gerecht zu werden und hoffen in diesem Jahr ausreichend Jungpflanzen dabei zu haben, damit auch die späten Besucher seltene Schätze mit nach Hause nehmen können.

Wir haben letzte Woche ungefähr 300 Chili- und Paprikapflanzen pikiert und über 1000 Tomatensamen von ca. 30 verschiedenen Sorten gesät.
Dies wäre nicht möglich, dürften wir nicht in der Biogärtnerei des Berufsbildungswerkes St. Elisabeth, nahe der Uni, unsere Vorzucht machen.

Vor wenigen Jahren noch zogen wir in der Wohnung die Pflänzchen vor, doch irgendwann hat die Masse den Rahmen unserer kleinen Wohnung gesprengt. Und zugegeben, es arbeitet sich viel angenehmer und effektiver mit Profiequipment und einem erfahrenen Gärtnermeister an der Seite. Danke Herr Glöttner für die tolle Unterstützung!

Noch wollig – bald nackig.

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Wollige Freuden
Schon bei der Planung des Jahres zeichnete sich ab, dass 2018 ein wolliges Jahr werden wird.
Nicht weil Benni sich nicht mehr rasieren will, sondern es steht unter dem Stern des Schafes.
Bisher wurden unsere Schafe von fremden Scherern geschoren, dies wird sich nun ändern, da Ildi sich vom Profi das Scheren beibringen lässt.
Die Wolle wurde bisher von unserer lieben Spinnerin Inge zu herrlichen Wollknäulen verarbeitet, die dann zum Beispiel als Mütze oder Stirnband die Häupter der CityFarmer zieren.

Bisher hat immer jemand anderes unsere Schafe nackig gemacht – dies soll nun vorbei sein.

Nun gehen wir noch einen Schritt weiter, indem wir einen Teil der Wolle zum Filzen nutzen.
Dafür konnten wir Kerstin Waizenegger als Spezialistin gewinnen, die zwei Filzkurse bei und mit uns veranstaltet.
Der erste war schon nach kurzer Zeit voll, sodass wir uns entschieden haben am 04. August einen Weiteren zu veranstalten.
Es werden im Workshop nicht etwa langweilige Perlen, Bälle oder Schnüre gefilzt, sondern herrliche Sitzfellchen!

Noch sind Plätze frei, also meldet Euch an, wenn Ihr auch einmal mit unserer wunderbaren Wolle filzen möchtet!

Das war es aber noch lange nicht! Denn unsere liebe Inge hat sich entschieden im Frühsommer einen kleinen internen Spinnkurs anzubieten, als Versuchslauf sozusagen. Wenn alles gut klappt, dann können wir Euch 2019 zu einem gemeinsamen Spinnkurs einladen.

Inge spinnt mit uns.

Vor einer Weile zog die Schafjungs-WG zu einem Job in die Uhlandstrasse aus, um den dort entstehenden Gemeinschaftsgarten vom wuchernden Gras zu befreien.
Sie machen einen guten Job und konnten viele neue Freunde gewinnen, vor allem Obiwan mit seiner schusselig-liebenswerten Art.

Ein Danke und dickes Lob geht an dieser Stelle an die neuen Gärtner und nun Profis im Schafkraulen, der „Feed the sheep“-Gruppe des Gemeinschaftsgartens in der Uhlandstrasse!

Nun aber wird es aber langsam Zeit, dass die Jungs nach Hause kommen, denn nicht nur die Paten von Obiwan und Kenobi erwarten ihre Tiere sehnlichst, auch wir wollen die Kuschelbären wieder in unserer Nähe wissen.
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Meet a sheep
Über die Saison wird in diesem Jahr eine kleine Herde unserer Schäfchen verschiedene Gärten und Flächen im Stadtraum abgrasen (wie z.B. die Uni-Heide).
Wir freuen uns sehr über die vielen neuen Schaffreunde und neue Weideflächen.
Für uns bieten neue Weiden mehr Futter für die Tiere, für Eure Gärten und Wiesen ein umweltschonendes und artenschützendes Rasenmähen und natürlich die Möglichkeit für Nachbarn und Freunde die wolligen Sympathieträger näher kennenzulernen.

Die Schafe an der Uni haben 2017 viele Fans gefunden. Im Bild von links: Rainer Erben (Umweltreferent Augsburg), Norbert Pantel (Landschaftspflegeverband Augsburg), Maria Erhart (Didaktik der Biologie) und Ildi von der CityFarm

Wenn Ihr auch unsere Schäfchen eine Zeit lang im Garten als Rasenmäher begrüßen wollt, dann meldet Euch bei uns unter cityfarmaugsburg@gmx.de und wir sehen was machbar ist!

Eine ärgerliche Sache
Viele Besucher und auch Spaziergänger bringen uns Futterspenden vorbei. Im Grunde ist das wirklich schön, jedoch stellen wir immer wieder fest, dass viele Spenden unbrauchbar sind und nur in der Tonne landen. Das ist wirklich schade!

Schimmel ist nicht nur für den Menschen giftig!
Foto: Mattes

Am meisten stört uns das verschimmelte Brot und gammlige Semmeln. Nicht nur Menschen werden krank, wenn sie Verschimmeltes essen, auch Tiere.

Vor allem Wiederkäuer wie Schafe und Ziegen haben ein extrem empfindliches Verdauungssystem.
Die Mikroorganismen in ihrem Pansen sind genau auf das tägliche Futter abgestimmt.
Zusammen mit dem wiederholten Durchkauen der Nahrung, wird das schwer aufschliesbare Gras und Heu optimal aufgespalten und verdaut.
Plötzliche Futterumstellungen, gammliges Futter oder auch nur ein zu viel von Etwas, kann schwere Koliken auslösen und bis zum Tod der Tiere führen.

Daher bitte, bitte kontrolliert Eure Futterspenden, ob etwas Schlechtes dabei ist.

Auch Nachtschattengewächse wie z.B. Tomaten und Zwiebelgewächse wie z.B. Frühlingszwiebeln kann bei uns kein Tier fressen, da es giftig für sie ist.
Dazu kommt, dass auch Gebäck jeglicher Art, belegte Brote und Laugengebäck nicht verfüttert werden können und dadurch unsere schwarze Tonne verstopfen.

Wir freuen uns immer über Futterspenden, bitten Euch aber auf das gerade Genannte zum Wohle der Tiere zu achten.

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Neue Bienen braucht die Farm.


Zu Guterletzt: Wir suchen einen neuen Imker oder eine Imkerin!

Leider mussten wir uns von unserem alten Bienenvater trennen und bieten Interessierten Imkerfreunden eine Arbeitshütte/Werkstatt und Stellplatz für 6 Völker direkt auf der CityFarm Augsburg.

In näherem Umkreis befinden sich Krötenbiotope mit vielen Weiden, eine blütenreiche Heidefläche, wenig gemähte Wiesen und zahlreiche Gartenanlagen – an Futter und Wasser fehlt es den kleinen Freunden also nicht.

Voraussetzung ist, dass die neue Bienenfreundin oder -freund bei Veranstaltungen Führungen zu den Bienen gibt.

Aufgrund hoher Arbeitsbelastung schaffen wir es nicht mehr selbst mehr als einen Stock zu halten.
Daher suchen wir DICH! Wenn Du Lust hast uns auf der Farm mit Deiner Leidenschaft für Bienen zu unterstützen, dann melde Dich einfach unter cityfarmaugsburg@gmx.de

Komm lieber Frühling und mache, die CityFarm wieder bunt!

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Und schon ist wieder Weihnachten!

Liebe CityFarm-Freunde,

Ein Farbklecks für Euch, wo doch draußen schon alles ergraut ist.

schon wieder ist ein Jahr ins Land gestrichen und Weihnachten steht kurz vor der Tür.
Es ist einige Monate her, dass wir einen neuen Blogpost verfasst haben. Dies wollen wir nun nachholen und Euch von den wichtigsten Ereignissen berichten.

Fangen wir doch gleich mit der tollsten Nachricht an!
In diesem Jahr haben wir die letzten Reste der Förderung aus dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2013 aufgebraucht, welche uns die Stadt Augsburg und die Allianz Umweltstiftung zum Neuaufbau der Farm zur Verfügung stellten.

Ein voller Erfolg unser Büchlein!

Also heißt es für uns neue Finanzierungswege für die zwei wichtigsten Sachen zu finden, Pacht und Tierfutter.
Die Pacht für 2018 haben wir schon sicher in der Tasche! Ihr erinnert Euch an unser Buch „Urban Gardening mal anders“, die Geschichte der ersten CityFarm? Der Verkauf des kleinen Büchleins lief so gut, dass wir fast die ganze Pacht 2018 davon zahlen können!

Wir werden auch weiterhin die Einnahmen aus dem Buch in die CityFarm stecken.
Wer also noch ein kleines Geschenkchen braucht, darf gern „Urban Gardening mal anders“ unter den Weihnachtsbaum legen.

ISBN: 3957050189

Wie Ihr uns unterstützen könnt, die Versorgung die Tiere mit Futter, Unterkunft und Tierarzt zu stemmen, erfahrt Ihr unter dem Menüpunkt „Patenschaften“. Dazu auch am Ende des Artikels mehr.

Weniger erfreulich gestaltete sich dagegen ein Ereignis im September., welches uns alle ziemlich mitnahm.

Das kleine Katerchen.

Ein „Tierfreund“ setze zwei winzige Kätzchen in einem noch winzigeren Karton vor unsere Türe. Da die Kiste am Morgen noch nicht da stand, müssten die zwei armen Wesen den ganzen Tag ohne Futter und Wasser darin ausgeharrt haben. Erst zur Abendfütterung haben wir die beiden entdeckt und als erstes notversorgt. Beide waren gesundheitlich in keinem guten Zustand.
Ihr hättet Ildi schimpfen hören sollen, die schlimmsten Dinge wünschte Sie dem Menschen an den Hals, der die zwei hilflosen kleinen Kätzchen bei uns „entsorgte“. Leider muss man dazu sagen, dass dies nicht zum ersten Male vorkam…
Aber trotz der Wut und des Ärgers konnten wir beide noch am gleichen Tag in liebevolle Hände vermitteln,
denn uns war es unmöglich die zwei zu behalten. Tausend Dank geht an unseren Nachbarn und Sue Ricke!

Heute heisst er Fiori und hat sich sehr gut entwickelt. Danke an die neue Besitzerin für das Foto!

Und da Tiergeschichten meistens schön sind, wollen wir Euch noch eine derer erzählen.
Schon bevor die CityFarm aufs Schaf kam, geisterte immer wieder ein Foto von unglaublich süßen Schäfchen durchs Internet. Es wurde zahlreich geteilt auf Facebook & co. und rief bei fast allen Betrachtern eine Geräuschkulisse mit vielen „ooooohhhhh“s, „aaaaaaawwwwhhhh“s und „uuuuuhhh“s hervor. So natürlich auch bei Ildi.
Und dann kamen unsere Schafe, Ildi war verzückt von den Skudden und ist es noch immer. Doch diese sind zwar robust und wunderschön aber auch relativ scheu. Keine Kuschelschafe also.
Irgendwann fiel ihr dann dieses Bild wieder ein und sie begann zu recherchieren. Bei der Rasse dieser unglaublich herzigen Schafe handelte es sich um eine Schweizer Landschafrasse, die Waliser Schwarznasen.

Obiwan und Kenobi

Nun dürft Ihr raten, wer vor wenigen Wochen auf der Farm eingezogen ist….
Sie heißen Obiwan, Kenobi und Mirabella  (sie ist ein Mix aus Waliser und Bergschaf) und erfüllen alle Hoffnungen, die Ildi sich erträumt hatte.
Nicht nur, dass Sie eine wunderbare Wolle produzieren, sie sind tatsächlich handzahm und unglaublich verschmust!
Sobald jemand die Weide betritt, sind sie da und laufen einem wie Hunde hinterher. Ihnen fehlt komplett die Scheu der Skudden.
Die zwei Hammel (kastrierte Böcke) sind sehr neugierig, haben ein in sich ruhendes Wesen, lieben es bekuschelt und zwischen Ohren und Hörnern gekrault zu werden und sie sehen wunderschön aus!
Unser Dank für diese tollen Wesen geht an den Hof der Familie Kraus im Rems-Murr-Kreis! Zwar haben die Tiere bei uns nicht so einen tollen Ausblick  wie dort (wortwörtlich gemeint, denn alle Weiden haben einen herrlichen Blick ins Tal) aber wir denken, dass sie bei uns ein tolles neues zu Hause mit vielen Fans gefunden haben.

Ildi ist ganz verliebt!

Ihr wollt noch etwas weniger Tierisches? Kein Problem!
Unser Benni hat eine neue Leidenschaft entdeckt, er baut Möbel aus Naturholz.

Naturkunstwerke

Das Holz stammt aus der Baumpflege im Augsburger Raum, wo er schon länger im Broterwerb steht. Daher war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis weniger Holz entsorgt und mehr auf die CityFarm gefahren wurde.
Nun stehen an allen Ecken auf unserem Gelände Kunstwerke der Natur in Form wunderbar verwachsener Stammabschnitte.
In jeder freien Minute tönt irgendeine Maschine aus Bennis Holzeck und in all dem fliegenden Staub kann man ihn um ein Stück Holz „tanzen“ sehen. Oft stehen auch Obiwan und Kenobi am Zaun und beobachten fasziniert was der Zweibeiner da treibt.

Benni in der „Holzwerkstatt“

Wenn Benni nicht mehr von seiner Umgebung zu unterscheiden ist, weil er eine perfekte Holzstaubtarnung angenommen hat, steht zu seinen Füßen ein wunderschön blank poliertes Tischchen oder Höckerchen.
So erhielt auch die Farm gleich neue Sitzgelegenheiten und Tische.
Ihm macht diese Arbeit derart viel Freude, dass er im November schon den ersten Möbelbaukurs abhielt, auf Anregung zwei interessierter Ladys.
Es lief so gut, dass auch 2018 nochmals ein Kurs geplant ist.

Aktuell sind wir dabei die Termine für das kommende Jahr zu planen. Es werden ein paar neue „Schmankerl“ dabei sein und wir hoffen, auch Euch damit begeistern zu können. So konnten wir beispielsweise eine Filzerin für einen Workshop gewinnen und unsere ausgebildete Sensenlehrerin wird einen Sensen- und Dengelkurs abhalten. Natürlich laden wir Euch auch wieder zu verschiedenen Festivitäten ein. Doch dazu erst im folgenden Artikel mehr.

Mit unserer Wolle wird nun auch  Kurs gefilzt!

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Da die Weihnachtszeit auch immer Spendenzeit ist, möchten auch wir die Chance nutzen Euch mitzuteilen, wie Ihr uns helfen könnt.

Ich suche noch einen Paten!

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Patenschaften

Euer Kind, Neffe oder Bekannte wünscht sich ein Tier aber es ist kein Platz und nicht genug Zeit für ein eigenes Tier da? Dann habt Ihr ab jetzt die Möglichkeit bei uns die Patenschaft für ein bestimmtes Tier zu übernehmen.
Das Geld wird für Futter, Unterkunft und Tierärztliche Versorgung der Tiere eingesetzt. Auch die zwei Waliser Schwarznasen Obiwan und Kenobi suchen noch Paten.
Hier klicken um mehr zu erfahren: Patenschaften

Spenden
Neben
Futter- und Sachspenden, freuen wir uns auch immer über finanzielle Unterstützung, um das Projekt der CityFarm Augsburg weiterführen zu können. Ihr könnt entweder direkt auf das Vereinskonto spenden oder über die Plattform betterplace.org.
Bitte Hier klicken, um mehr zu erfahren: Unterstützung

Alle Jahres-Paten erhalten als Dankeschön ein kleines CityFarm-Paket!