Saatgutfest 05. März 14-18 Uhr

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Willkommen!

Liebe CityFarm-Freunde,

der offizielle Startschus in die Saison ist wie jedes Jahr unser Saatgutfest auf der CityFarm Augsburg.
Am 05. März ab 14 Uhr heißen Euch die Farmer willkommen und schüren das Lagerfeuer. Wir werden zudem wieder ein gemeinsames Buffet aufbauen und möchten Euch bitten einen kleinen leckeren Beitrag zu leisten. Wenn jeder etwas mitbringt, haben wir eine große Vielfalt an Leckereien und alle werden satt!

Beispiele: Kuchen, Salate, Grillzeug, Aufstriche, Brot oder Semmeln, Brezen, Suppen,
Humus, Speisen mit oder ohne tierische Produkte, Eingelegtes, Eingemachtes, …

Mit etwas Glück wird uns das Wetter 2017 hold sein und nicht mit eisigen Regenschauern auf uns niederprasseln. Sollte es doch wieder so kommen, lasst Euch gesagt sein: Das Fest wird bei jedem Wetter veranstaltet. Treue Gäste wissen bereits, dass sich eine dem Wetter entsprechende Bekleidung als unabdingbar erweist.
Neben dem wärmenden Lagerfeuer halten wir heiße Getränke für Euch bereit.

Saatgutbörse

Wir bieten euch eine recht ansehnliche Auswahl an Saatgut, welches wir u.a. 2017 vermehren konnten z.B. 11 Tomatensorten, Asia-Salat „Moutare Rouge Metis“, Lippischer Braunkohl, Goldene Beete, verschiedene Bienenpflanzen, …

Wer die Saat hat, ...

Wer die Saat hat, …

Die Börse funktioniert so:

Wenn vorhanden bringt Euer Saatgut in kleinere Einheiten verpackt zum Tausch mit. Es ist dringend erforderlich, dass die Samen in kleinere Tütchen verpackt werden, denn die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Selbstabpackstationen leider nicht funktionieren.
Entsprechend der Menge eures mitgebrachten Saatgutes dürft ihr euch an den Angeboten bedienen.

Wer nichts zum tauschen hat, der kann Saatgut gegen Spende erstehen. Ihr gebt dann das, was Euch unsere Arbeit und das Saatgut wert sind. Wir vertrauen auf Eure Ehrlichkeit und Fairness!

An dieser Stelle nochmals der Hinweis an alle Sortenpaten und Interessierte am Thema Saatgutvermehrung. Um 15 Uhr hält Ildi eine kleine Einführung zum Thema Vermehrung von alten und seltenen Gemüsesorten. Treffpunkt ist der Saatgutstand.

Allgemeines

Bitte leint für uns Eure Hunde auf der Weide an.

Bitte leint für uns Eure Hunde auf der Weide an.

Wir möchten zudem wie immer darauf hinweisen, dass Eltern auf Ihre Kids aufpassen müssen (Aufsichtspflicht). Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, auf welche man nicht hinweisen bräuchte. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder unsere Tiere jagen, in den Gehegen rumschreien, nach den Tieren schlagen oder Pflanzen im Garten ausreißen.

Auch dürft Ihr gern Eure Vierbeiner mitbringen. Wir bitten euch darauf zu achten, dass unsere Tiere nicht gestört werden. Leinenpflicht gilt im Gemüsegarten und allen Gehegen, wie auch auf der Schafweide!. Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und entsorgt (also bitte an die Tütchen denken).

Der Hühnerbereich ist leider aktuell für Besucher gesperrt, da wegen der Vogelgrippe noch immer Stallpflicht gilt und Betriebsfremden der Zutritt zu den Stallanlagen untersagt ist. die Toilette ist daher NUR über den Gemüsegarten erreichbar!

Zeige den CityFarmer in Dir mit einer unserer tollen Baumwolltragetaschen.

Zeige den CityFarmer in Dir mit einer unserer tollen Baumwolltragetaschen! Premiere auf dem Saatgutfest!

Anfahrt mit dem Auto:

Wir bitten euch das Auto an der Aral-Tankstelle, in der Stuttgarter Straße oder auf dem großen Parkplatz am Nordfriedhof abzustellen und die restliche Strecke zu laufen.Nur wer etwas zu liefern hat oder sehr schlecht zu Fuß ist, darf kurzzeitlich parken.

Das Parken an der Farm ist, außer für Mitwirkende, nicht erlaubt! Unser neues Gelände liegt mitten in den Krötenbiotopen der Stadt Augsburg und wir wollen den Autoverkehr minimieren. Wenn ihr etwas liefern wollt, könnt ihr das gern tun aber dann bitte das Auto außerhalb parken. Alles was zwei oder vier gesunde Beine hat, kann die Strecke laufen. Bitte parkt nicht die Straßenpoller im Gablinger Weg zu, dort muss der Bauer mit dem Trecker durch, auch am Wochenende!

Fahrradparkplätze sind dagegen unbegrenzt vorhanden!

Anfahrt
GoogleMaps-Link Anfahrt

Unter Über uns/Kontakt findet Ihr die Wegbeschreibung für alle die mit Öffentlichen Verkehrsmitteln und mit dem Radl kommen.

Wir sehen uns am 05. März!

Wir sehen uns am 05. März!

W.

Planungen für 2017 – Vermehrer für alte und seltene Gemüsesorten gesucht!

Termine

Auch dieses Jahr wieder im Angebot: Schmieden mit Detlef.

Auch dieses Jahr wieder im Angebot: Schmieden mit Detlef Sahm.

wir haben für Euch unsere Termine 2017 online gestellt.
Vergangenes Jahr kamen vor allem die Schmiedekurse mit Detlef Sahm sehr gut an, sodass wir diese auch heuer weiterführen wollen.
Neben den Kursen für Kinder- und Jugendliche wird es auch einen Schmiedekurs für Erwachsene (Termin steht noch nicht fest) geben.
Auch unser Workshop-Klassiker „Marmeladensommer“, sowie die Saatgutbörse finden 2017 wieder statt. Das Highlight des Jahres wird unser „Heufest“ im Juli mit Sensenwettbewerb, Wollworkshop und einem spannenden Rahmenprogramm. Wer Interesse hat auf dem Fest mitzuwirken, sei es mit einem Stand, einer Kinderaktion oder Ähnlichem, darf sich gern schon jetzt bei uns melden.

Marmeladenmassenproduktion auf der CityFarm.

Wordshop „Marmeladen, Käuter und co“ am 09. Juli 2017 mit unseren Profis Nini und Ildi.

Das CityFarm-Buch

Es ist geschafft! Wir haben 100 Fans im Crowdfunding für unser Buch „Urban Gardening mal anders“ erreicht!
Nun erfolgen die letzten Entscheidungen, welche Fotos das Buch zieren werden. Nach einem letzten Lektorat geht es dann in den Druck und im Sommer halten wir dann endlich das erste CityFarm-Büchlein in der Hand. Wir danken alle, die uns unterstützt und an das Buch-Projekt geglaubt haben!

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Gartenplanung

Obwohl der herrliche Winter den Garten mit einer weißen Decke eine Ruhepause aufzwang, waren doch die Planungen für das kommende Gartenjahr und die Vorbereitung der Saatgutbörse am 05. März in vollem Gange.

Wer die Saat hat, ...

Wer die Saat hat, …

Neben dem Abpacken unzähliger Saatguttütchen heckten wir Anbaupläne aus, wählten die vorzuziehenden Gemüsesorten und kamen wie immer zu dem Ergebnis das der Garten viel zu klein und Zeit viel zu eng gesteckt ist. Es ist gar nicht möglich alles vermehren, was wir gerne wollen und trotzdem die Gemüseversorgung der CityFarmer im Sommer sicherzustellen.

Für mehr Vielfalt auf dem Teller - Sorten erhalten ist nicht schwer!

Für mehr Vielfalt auf dem Teller – Sorten erhalten ist nicht schwer!

Daher haben wir uns für ein Experiment entschieden, in welches Ihr als interessierte Hobbygärtner eingebunden werden sollt. Wir bieten Vermehrersorten an, die Ihr in Eurem Garten zieht und Saatgut gewinnt und am Ende der Saison fließt ein Teil des gewonnenen Saatgutes auf die Farm zurück. Natürlich müssen die Sorten auch verkostet und getestet werden.
In diesem Jahr starten wir mit leicht zu vermehrenden Tomaten-, zwei besonderen Bohnen- und eine Zuckererbsensorte. Wenn ihr Interesse habt, Euch an der Vermehrung der alten und seltenen Gemüsesorten zu beteiligen, schreibt eine Email an: cityfarmaugsburg@gmx.de
Hier die Auswahl:

Fleischtomate

Old German“: Orangerote Fleischtomate mittlerer Reife, typischer Fleischtomatengeschmack und gutem Ertrag.

Schleßische Himbeere“: Fast ausgestorbene pinkrote, große Fleischtomate aus Schleßien, Frucht süß mit wenig Säure, perfekt für Soßen.

Die Fleischtomate "Schleßische Himbeere" (hier im unreifen Zustand" sucht einen Vermehrer!

Die Fleischtomate „Schleßische Himbeere“ (hier im unreifen Zustand) sucht einen Vermehrer!

Cherrytomate

Bolivianische Obsttomate“: eine sehr zeitig reifende, gelbe Kirschtomatensorte mit mildem, süßen Geschmack und großem Ertrag.

Zuckerpflaume – Sacharnaja Sliva Krasnaja“: eiförmige Cherry aus Russland mit sehr gutem Geschmack und hoher Resistenz gegen Braunfäule

Stabtomate

Russische Reisetomate“: Rote, Stark gekerbte Tomate, die sich ohne zu tropfen in einzelne Zehen aufteilen lässt. Eine Sorte die angeblich in Russland als Proviant mitgenommen wird, wenn man mit der Transsibirischen Eisenbahn unterwegs ist.

Freiland Phantasia“: Rote wohlschmecknde Stabtomate mit guter Resistenz gegen Braunfäule.

Stangenbohne

Forellenbohne“: Alte Sorte die über Generationen von einer Augsburger Familie angebaut wurde. Blau-Lila marmoriert, sehr Ertragreich, gut an das Augsburger Klima angepasst. Grünhülsige Sorte mit mittellangen, flachrunden Fisolen. Besonders lecker als Spreckbohnen und Trockenbohnen.

Vermehrersorte Zuckererbse "Kaiserschote Shiraz"

Vermehrersorte: Zuckererbse „Kaiserschote Shiraz“

Buschbohne

Eckendorfer Rotsprenkel“: alte deutsche Trockenbohne, Hülse mittelllang (8-10 cm) und fädig, grün mit violetten Sprenkeln, Korn beige, dunkelbraunrot gefleckt, sehr guter Ertrag, äußerst gut im Geschmack

Zuckererbse

Kaiserschote „Shiraz“: War die erste gezüchtete Zuckererbsensorte mit lilablauen Hülsen und dunkelroten Blüten. Geschmack erbsig-süß und knackig-frisch. Flache Hülsen werden entweder direkt vom Strach genascht oder zum dünsten und kochen geerntet.

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Zu jeder Gemüsesorte werden wir einen Workshop abhalten, in welchem wir Euch die Zucht und Vermehrung vermitteln. Ihr könnt uns auch jederzeit bei Fragen oder Problemen kontaktieren.

Sobald alle Sorten vergeben sind, finden wir dafür einen gemeinsamen Termin. Bei den Tomatensorten besteht auch die Möglichkeit, das wir sie vorziehen und Ihr sie anbaut. Also nochmal: wer sich nun berufen fühlt, der melde sich bitte unter cityfarmaugsburg@gmx.de oder über eine PN auf Facebook.

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Zum Abschluss ein Lämmchen für Euch. Hier gerade 3 Tage alt.

Einmal Luft machen bitte

Im Garten

Im Garten Sommer 2016

Heute morgen quälte ich mich mit Bauchweh aus dem Bett und wenig später zu den Tieren. Denn diese interessiert es nicht, ob es mir gerade gut geht oder nicht, sie wissen nur um ihren Hunger.
Da heißt es Zähne zusammen beißen und durch. Glücklicherweise habe ich früh einen zeitlichen Spielraum bevor ich zur Arbeit muss. Dies beschert mir momentan den morgendlichen Fütterungsdienst, da alle anderen noch im Dunkeln zur Arbeit müssen.

Die kurze Tageszeit bringt am Nachmittag ähnlich Probleme mit sich. Während ich es unter der Woche selten schaffe vor dem Dunkeln auf die Farm zu kommen, hat unser lieber Rachmed noch bei Tagesstunde Feierabend und versorgt die Tiere. Für andere Dinge bleibt jedoch keine Zeit.

Jetzt fragen sich sicher einige unter Euch, worauf ich hinaus will. Dies werde ich Euch nun berichten:

Als ich heute gerade dabei war, mit klammen Fingern das Kaninchenfutter herzurrichten, meldete Kira Besucher am Tor. Zwei Herren begrüßten mich freundlich und zückten sogleich ihren Ausweis. Polizei stand darauf geschrieben. Ich ahnte aber noch nichts böses, denn ab und zu wird hier hinten im Eck nach dem Rechten geschaut und das ist auch gut so (ich erinnere an unseren Ärger mit den Junkies im Sommer).

Hallo, ich bin Lolek!

Hallo, ich bin Lolek!

Doch diesmal ging es wirklich um uns, denn besorgte Bürger hatten die netten Herren alarmiert.
Allerdings nicht, um ein Pennerlager im Biotop aufzulösen oder eventuelle Einbrecher davon abzuhalten unsere Eier zu klauen, auch nicht weil unsere Ziegen die Bahnlinie unsicher machen oder irgendwelche Deppen Müll vor unserer Türe abladen.
Nein, die pflichtbewussten Bürger fühlten sich in ihrem deutschen Ästhetikgefühl verletzt. Von Verhau war die Rede und ob wir das überhaupt dürften hier ästhetisch mangelhafte Hütten hinzustellen.
Zum Glück waren die beiden Herren vom angenehmen Menschenschlag, hatten aber leider keine Zeit sich die Farm von innen anzuschauen.

Mich stimmte dieser Vorfall erst wütend, dann nachdenklich und zum Schluss traurig. Ich fragte mich was für Leute das waren, deren Auge wir beleidigt hatten. Uns kennt jeder hier im Eck, wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu näheren und entfernteren Nachbarn, alle regelmäßigen Spazier- und Gassigänger kennen uns und wissen was wir tun.
Vielleicht jemand der mal eben den jährlichen Friedhofsgang absolvierte und danach in die falsche Richtung lief? Da drängt sich mir die Frage auf, aus welchem Grund diese Mitmenschen den Weg nicht bis zum Ende liefen?

Willkommen liebe Gäste, tretet ein!

Willkommen liebe Gäste, tretet ein!

Spätestens dort hätten sie an unserer Tafel erkannt was der „Verhau“ hier darstellt. Es steht sogar für Notfälle meine Telefonnummer angeschlagen, sodass jederzeit, auch wenn niemand vor Ort ist, nach einem Gespräch gesucht werden kann. Und ein Notfall schien es ja gewesen zu sein, wenn gleich die Polizei gerufen wurde.

Ja, wir wissen, dass gerade vom Weg aus der Blick auf das Gelände eher abenteuerlich anmutet. Bei den Meisten weckt aber genau dies Interesse, sie kommen, lesen und suchen das Gespräch. Vielen davon begegnen wir auf unseren Festen wieder.

Ja, wir wissen auch, dass die Uneinheitlichkeit, Buntheit, die verschiedenen Bau- und Werkstoffe unserer Hütten nicht dem deutschen Ordnungsgefühl entsprechen. Das geht auch gar nicht, denn unsere Mitfarmer kommen nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus: Madzedonien, Kasachstan, Rumänien, Griechenland, Bulgarien, sie haben Wurzeln auch in Ungarn, Türkei, Kolumbien und Russland.
Alle diese Menschen bringen eine unterschiedliche Auffassung von Ästhetik und Ordnung mit aber auch viel Wissen, Erfahrung und Inspiration. Wir reden nicht über Integration und ein nachhaltiges Leben, wir machen einfach!
Aber das bringt auch seine Probleme mit sich, unter anderem verletzte Ästhetikgefühle.

Foto: Laura Matthews Steingärtchen

Foto: Laura Matthews
Steingärtchen

Dazu kommt, dass wir ein kleines Projekt im Rahmen eines gemeinnützigen Vereines sind.
Was das bedeutet?
Es heißt, dass wir unter chronischem Geldmangel leiden und alle neben der Farm arbeiten gehen. Übriges Geld (meistens von uns privat investiert) wird in notwenige Dinge wie z.B. Heu, Stroh und Tierarztkosten investiert.
Selten bleibt da etwas übrig um Dinge wie Farbe oder neues Bauholz zu kaufen, mit der wir allen Hütten baumarktliche Einheitlichkeit verpassen könnten, um das Auge von Spaziergängern weniger zu beleidigen.

Es tut uns auch leid, dass eben gerade Winter ist und der Bauer seinen Mais schon geerntet hat, welcher unseren „Verhau“ wunderbar über den Sommer tarnte. Und dann auch noch die doofe Hecke, die im Winter ihre Blätter abwirft und den Blick ins unordentliche Hühnergehege und hinter die Kaninchenställe preis gibt!
Es tut uns nicht leid, dass wir aus ökologischen Gründen keine Thujahecke pflanzen und den Hartriegel vor sich hin wuchern lassen. Dafür gibt es bei uns Rotkehlchen, Spatzen, Zaunkönige, Blaumeisen, Goldammern und Grünfinken! Auch unser Gemüsegarten ist wild und er soll es bleiben! Wir geben den bösen „Unkräutern“ Raum, denn sie sind nicht nur Futter für die Bienen!
Das alles mag ja des Klischee-Kleingärtners Auge beleidigen, bereichert aber die ökologische Vielfalt um uns herum, denn diese macht den wahren Wert der Natur aus.
Wir sind gegen Thuja- und Golfrasengärten, die zwar sauber und klinisch rein wirken aber ökologisch betrachtet Todeszonen sind!

Mjammjammjam, Unkraut ist unsere Leibspeis'

Mjammjammjam, Unkraut ist unsere Leibspeis‘

Ja ich rege mich gerade zu sehr auf und steigere mich etwas rein aber ich empfinde das als so traurig und das macht mich schon wieder wütend! Wohin ist unsere Gesellschaft gekommen, wenn ohne einen Kommunikationsversuch und sichtlich ohne Nachdenken gleich die Polizei gerufen wird? Und warum???? Denn die Begründung leuchtet mir nicht ein! Ist die Verletzung des Ästhetikgefühls ein krimineller Tatbestand?

Was sollen wir jetzt tun? Alles abreißen? Oder uns einigeln und abschotten, die Zäune blickdicht machen, damit ja keiner mehr reingucken kann?
Eigentlich nicht das, was wir im Sinne hatten.
Wir wollen doch, dass die Leute zu uns kommen und an unserem Experiment teilhaben.
Denn etwas anderes ist die Farm nicht als ein Experiment, der Versuch einer handvoll arbeitender Menschen ihrem Drang nach Naturnähe, Selbstbestimmtheit und einem Ort abseits der hektischen Stadt näher zu kommen und zwar in einer Gemeinschaft!
Wir teilen unser Grundstück nicht in Parzellen, auf denen dann jeder den Vorschriften in Sachen Rasenlänge, Anbauplan von Gemüse und Vereinsgemeiere nachkommen muss. Klar ist es dann einfacher mit dem Finger auf jemanden zu zeigen und zu sagen: „Du bist schuld! Dein Garten ist hässlich und entspricht nicht den Regeln!“

Unser schönstes "Unkraut" im Garten.

Unser schönstes „Unkraut“ im Garten.


Statt dessen versuchen wir mit möglichst wenig Regeln unseren CityFarmern die Leidenschaft für das was sie tun zu erhalten. Darum sagen wir auch, dass wir kein Konzept mehr haben, da jeder Neue in der Runde das Gesicht der Farm und der Gemeinschaft verändert.

Ein schlauer Mann hat mal gesagt: „Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muß man sich verdienen.“ und „Nur was ich selber denk und tu, traue ich auch andern zu.“
Nun kann man darüber spekulieren was dies über jene besorgten Bürger aussagt. Mir hebt es auf jeden Fall die Laune wieder, sodass ich mich nachher noch einmal aus dem warmen Haus bewege, um ein Quentchen Sonne auf unserem experimentellen Verhau namens CityFarm Augsburg zu ernten und von der kommenden Saison zu träumen.

Um Euer Auge nicht zu beleidigen, habe ich euch die im Text schöne CityFarm-Bilder rausgesucht.
Nun wünsche ich Euch allen ein besinnliches Weihnachtsfest, Gesundheit (!) und inneren Frieden.
Eure CityFarmerin Ildi

P.S. Denkt an unser Crowdfunding für das erste CityFarm-Buch „Urban Gardening mal anders“.
HIER KLICKEN und unterstützen!

Foto: Laura Matthews

Foto: Laura Matthews

Urban Gardening mal anders – Crowdfunding gestartet

Liebe CityFarm-Freunde,

CityFarm goes paper!

es ist soweit! Wie angekündigt konnten wir noch vor Weihnachten das Crowdfunding für unser erstes Buch beginnen.

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Über die Plattform 100fans.de könnt ihr für nur 11,49 Euro den Druck des ersten Cityfarm-Büchleins unterstützen! Sobald 100 Fans zusammen gekommen sind, startet der Druck und ihr bekommt Euer Exemplar zugeschickt!

Nun haben wir bis zum 13. Januar 2017 Zeit 100 Fans zu gewinnen. Auf der Crowdfundingseite 100fans.de findet Ihr eine kleine Leseprobe.
Leider konnten wir dort keine Fotos hochladen, das Buch selbst wird aber reich an Fotos sein. Es wird ein humorvoller Erfahrungsbericht unseres CityFarmers Benni, gespickt mit schönen Fotos von Ildi. Kleine und große Geschichten auf übersichtlichen 129 Seiten.

Das wäre auch ein gutes Weihnachtsgeschenk für alle Lastminute-Nikoläuse! Verschenkt die Option auf ein Buch und unterstützt damit unser Projekt, denn von jedem verkauften Buch fließt 1,50 Euro direkt in die Pacht 2018 für den Erhalt unseres Geländes!

https://100fans.de/projekt/urban-gardening-mal-anders-146/

CityFarm goes on Paper!

Liebe CityFarm-Freunde,

sicherlich suchen einige von Euch noch händeringend nach Weihnachtsgeschenken. Wir haben, natürlich rein zufällig, ein paar grandiose Tipps für euch, mit denen ihr zudem noch etwas Gutes vollbringt. UUUUUnd, die CityFarm hat mit allem nah oder sehr nah etwas zu tun!

Unser erster Tipp:

Unser CityFarm-Benni hat einen Fantasy-Epos verfasst, welcher im Oktober im Handel erschienen ist. Keine zwei Monate später (heute) sind die Bücher im Verlag ausverkauft und es muss nachgedruckt werden! Also kann das Buch nur gut sein!

Das ist es tatsächlich, ein wahrhaft fesselnder Roman über die Verpflichtungen des Lebens, die Liebe und die Welt der Magie im historischen Grubschagu (na wer erkennt das Annagramm?). Und jaaaa, es gibt auch Drachen!

Hier könnt Ihr einen Blich ins Buch werfen – aber Achtung: Spoileralarm!

Benni verfasste alles per Handschrift!

Benni verfasste alles per Handschrift!

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  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: 100 Fans; Auflage: 1 (10. Oktober 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 395705012X
  • ISBN-13: 978-3957050120

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Liebe Augsburger, bitte unterstützt lokale Bücherläden wie Fuggerbuchhandlung, Pustet, Thalia, ect. und bestellt Wayan nicht im Internet. Kostenpunkt: 23,49 Euro.

 

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Benni und sein Wayan

Benni und sein Wayan

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Unser zweiter Tipp:

Natürlich auch wieder ein Buchtipp und diesmal ist die CityFarm Augsburg mit dabei!

Hier haben wir den Klappentext für Euch kopiert:

In Augsburg ist nix los? Von wegen!
50 soziale, kulturelle und andere Initiativen beweisen das Gegenteil und präsentieren das etwas andere Kochbuch. Neben neuesten Variationen zu kulinarischen Klassikern und feinsten exotischen Rezepten bietet das Buch beeindruckende Gespräche mit den »Machern« dieser Initiativen. Was bewegt sie dort anzupacken, wo andere nur reden, und mit viel Herzblut ihre Projekte zu stemmen?
»Augsburg kocht« lädt Sie auf eine besondere Reise ein: Lassen Sie sich anstecken von den Einzelkämpfern, Gruppen und Sozialunternehmen, die für ihre Ideen und ihre Stadt brennen, aber niemals das Essen anbrennen lassen. Eine Expedition für Feinschmecker, die Lust macht auf gemeinsames Kochen, Essen und Pläneschmieden.“

Augsburg kocht

Augsburg kocht

Unser Rezept ist ein leckerer Kaninchen-Kesselgulasch!

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  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Wißner-Verlag; Auflage: 1 (29. November 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957860962
  • ISBN-13: 978-3957860965

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Am besten bezieht Ihr das Buch direkt beim Herausgeber, dem Contact in Augsburg e.V, Kostenpunkt: 18.90 Euro
Dort wurde extra ein kleines Verkaufsräumchen für das Buch eingerichtet. Mittlerweile ist es auch bei den Lokalhelden im Bismarckviertel beziehbar. Alle Nichtaugsburger müssen leider auf ihren lokalen Buchhändler zurückgreifen.

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Unser Dritter Tipp…

ist in Arbeit, denn die CityFarmer werden endlich ihr erstes Buch veröffentlichen. Es wird „Urban Gardening mal anders“ heißen und noch vor Weihnachten auf der Büchercrowdfunding-Seite 100Fans.de erscheinen und hoffentlich im Sommer frisch gedruckt in unseren und Euren Händen liegen. Über diese Seite hat Benni auch den Druck für Wayan ins Rollen gebracht.
Geschrieben ist es aus Bennis Sicht und beschreibt unsere äußerst turbulenten Anfänge. Begleitet von Ildis tollen Fotos führen wir Euch zurück zur alten kleinen CityFarm und erzählen humoristisch wie aus einer g‘spinnerten, „könnte funktionieren“- Idee (Zitat Flo) und einer handvoll Studenten ein Minibauernhöfchen mit waschechten Stadtbauern wurde.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr uns unterstützt und das Buch über Crowdfunding in den Druck bringt! Sobald es eingestellt ist, werden wir Euch an dieser Stelle und auf Facebook informieren.

Die CityFarm bald auf 100fans.de!

Die CityFarm bald auf 100fans.de!

 

 

Unsere Hühner und Enten brauchen eure Hilfe!

<3<3<3 Update 25.11.16: Vielen, herzlichen Dank an die Spender!!!! Wir haben jetzt ausreichend Auslaufmöglichkeiten für unsere Tiere!  <3<3<3

WIR SUCHEN DRINGEND PARTYZELTE/PAVILLONS!!!

Die Vogelgrippe ist in Augsburg angekommen und das bedeutetStallpfliche für alles Geflügel. Würde es sich nur um 1-2 Wochen handeln, könnten wir die Tiere bei Laune halten aber wir müssen mit mindestens 4 Monaten rechnen!!!
Da unsere Tiere es aber nicht kennen dauerhaft im beengten Stall bleiben zu müssen, wird sie in kurzer Zeit der Stallkoller überkommen. Gerade Hühner neigen dann dazu, sich gegenseitig üble Verletzungen zuzufügen. Die Stallpflicht bedeutet ungeheuren Stress für die Tiere.

Daher suchen wir händeringend nach Partyzelten und Pavillons, um damit einen provisorischen Auslauf für die Hühner und Enten zu basteln. So können die Hühner zumindest ihren Lieblingsbeschäftigungen nachgehen: Scharren und Sandbaden.

Wenn ihr uns helfen könnt, bitte eine Nachricht oder EMail hinterlassen oder einfach Ildi anrufen unter 0157/84866734

Boaaak, ich will net im Stall versauern, ich bin ein Freilandhuhn, boooaaak.

Boaaak, ich will net im Stall versauern, ich bin ein Freilandhuhn, boooaaak.

Von neuen Akteuren, meckerndem Abschied und Winterruhe

Borretsch (Borago officinalis) im Eiskleid.

Borretsch (Borago officinalis) im Eiskleid.

Die Farm erstrahlte in den letzten Tagen oft in wunderschönem Frostgeglitzer, als hätte ein Künstler seiner kalten Inspiration freien Lauf gelassen. Zudem zerstreute die zentimeterdicken Eisschicht auf der Entenwanne die letzten Zweifen, dass der Winter noch auf sich warten ließe. Damit neigt sich wieder ein Jahr zu Ende und die CityFarmer genießen die Winterruhe. Das zeitige Dunkeln der Tage bringt uns einen frühen Feierabend, sodass nun die Zeit der Handarbeit und des Saatgutsortierens anbricht.

Doch bevor wir uns aufs gemütliche Sofa zurückziehen, wollen wir euch von den Erlebnissen des Herbstes berichten.

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Mio

Schon Ende des Sommers durfte ein neuer Bewohner auf der Farm einziehen. Nicht nur weil er süß und knuddelig ist, auch weil er einen wichtigen Job zu erfüllen hat. Aber beginnen wir von vorn.
Auf dem benachbarten Krümelhof gab es einen Wurf menschenscheuer Katzen, echte Bauernhofkatzen mit übergroßem Drang zur Freiheit und wenig zweibeinerbezogen. Trotzdem setzte sich eine treue CityFarmerin dafür ein, dass der frechste und scheuste Geselle des Wurfes auf die Farm ziehen sollte. Doch so einfach war das nicht, denn was nützt uns eine Katze, die keine Menschen mag? Also musste der Kleine „eingestreichelt“ und ihm gezeigt werden, wie nützlich die Dosenöffner doch waren!
Daher zog er zuerst in die Wohnung des und lernte dort seine heutige Hingabe an menschliche Hände kennen.
Bald war es dann soweit. Mio, diesen Namen erhielt er in Memorium an ein Kaninchen, durfte sein neues Reich auf der Farm entdecken. Der schwarze Frechdachs lebte sich sehr schnell ein und begann bald mit Eifer seinem Job nachzugehen und Mäuse zu fangen. Von der Kastration und Impfungen war er zwar weniger begeistert aber das ist nun mal unerlässlich.

Mio unser kleiner Wildfang.

Mio unser kleiner Wildfang. Foto: René

Heute wird fast jeder (er mag natürlich nicht jeden gleich gern!) mit erhobenem Schwanz auf der Farm begrüßt und aufdringlich zum Kuscheln gezwungen. Kinder dagegen müssen oft als Spielanimator herhalten. Als Dank liegen dann regelmäßig mehr oder weniger komplette Mäuse unterm Tisch. Dies bringt manchmal skurrile Situationen mit sich, wie auf dem Kindergeburtstag letzte Woche, als die Mutter fragte: „Ihr wisst schon, dass da eine halbe Maus unterm Tisch liegt?“
Ähm, ja, nee, die haben wir wohl bei der Vorbereitung übersehen oder Mio hat sie vorhin erst gebracht, als Geschenk quasi.

Fauler Kater? Mitnichten!

Fauler Kater? Mitnichten!

Der Kleine hat eben seinen eigenen Kopf, schließlich ist die Farm sein Reich und er der wahre Herrscher über alle und alles. Damit Majestät sich bei Kälte gut verkriechen kann, wurden ihm zu Ehren Katzenklappen in diverse Türen eingesetzt. Doch auch bei der Nutzung derer hält sich seine Begeisterung in Grenzen: wie jetzt, ich soll meine Tür selbst aufmachen?

Wie es sich mit Fluffgepuff und Mio verhält? Nun ja, Freunde sich sie noch nicht. Manchmal wartet Mio hinter einer Ecke, um ihr seine Krallen auf die Nase zu setzen. Dann wiederum revanchiert Fluffel sich und jagt ihn eine Runde über die Wiese. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.

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Erntedank

Am 08. Oktober feierten wir mit unseren Besuchern Erntedank. Obwohl das Wetter sich wie immer weniger einladend gestaltete, kamen doch einige Gäste, um sich am Feuer zu wärmen und die Farm zu erkunden. Besonders die Kleinen waren zahlreich vertreten. So gingen auch alle Kürbisse, kreativ geschnitzt in kleine, stolze Hände über. Es war ein schönes Fest und auch das gemeinsame Buffet wie immer ein Gaumenschmauß!

Kürbis schnitzen auf dem Erntedankfest

Kürbis schnitzen auf dem Erntedankfest

Da der Wettergott uns aber in den letzten Jahren selten hold war, überlegen wir nun im kommenden Jahr das Erntedank gegen eine andere Festlichkeit im Sommer zu tauschen. Aktuell sind wir noch in der Planungsphase für 2017. Wir werden euch unsere Entscheidung und alle Termine der kommenden Saison rechtzeitig mitteilen.

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Neue Kooperation

Angehende Lehrer der grund- und Mittelschule besuchten die CityFarm und lernten Allerlei über Pflanzen und Tiere

Angehende Lehrer der grund- und Mittelschule besuchten die CityFarm und lernten Allerlei über Pflanzen und Tiere

Über eine Kooperation mit der Didaktik der Biologie an der Universität Augsburg konnten wir über mehrere Exkursionen unser Projekt zahlreichen angehenden Lehrkräften der Grund- und Mittelschule vorstellen. Sie lernten die Farm als außerschulischen Lern- und Erlebnisort für Kinder und Jugendliche kennen. Dadurch werden sie zu Multiplikatoren unserer Schwerpunkte und gewinnen einen Blick über den Tellerrand der Schulen und Universität. Wir wollen für das Thema der Natur- und Umweltbildung sensibilisieren und zeigen, dass dazu auch der richtige Umgang mit Tiere und Pflanzen gehört.

Zudem besuchten uns Teilnehmer der Bundesfachschaftstagung des Studienganges der Geographie und erlebten einen spannenden Nachmittag mit Führung, kleinem Arbeitseinsatz und Lagerfeuer mit Stockbrot. Uns hat es viel Spaß bereitet den Studierenden die Farm vorstellen zu können und hoffen vielleicht den ein oder anderen inspirieren zu können, selbst etwas auf die Beine zu stellen.

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Meckernder Umzug

Anfang November durfte dann eine unserer Zwergziegendamen in ein neues zu Hause umziehen. Fühlten sich bei Einzug der Herde erst zwei Individuen dieser Ziegenrasse bei uns wohl, zog im Sommer eine Schar derer dazu. Die Aufnahme der Tiere geschah allerdings nicht ganz freiwillig, eher notgedrungen. Unser Schaf- und Taubenmeister Rachmed rettete die kleine Herde Westafrikanischer Zwergziegen aus schlimmer Haltung. Die armen Tiere waren Jahre auf 10qm in einer Gitterbox eingesperrt, mit Böcken und unkontrollierter Vermehrung, was zwangsläufig zu massiven Inzuchtproblemen führte.

Auch unsere Tiere müssen arbeiten!

Auch unsere Tiere müssen arbeiten!

Als die Tiere einzogen, standen sie fast 2 Wochen unbeweglich auf der Stelle und guckten nur blöd aus der Wäsche (Lärm machten sie allerdings für die dreifache Anzahl Ihresgleichen). Irgendwie auch verständlich (erinnern wir uns an die Nackthuhnbande), denn noch nie hatten sie Sonnenlicht oder eine Wiese gesehen!!! Nach ca. 10 Tagen wagten sich die ganz Mutigen das Gehege zu erkunden und bald darauf ließ sich endlich bei allen das typische Ziegenverhalten erkennen.
Was das bedeutet? Es heißt: zahlreiche Ausbruchsversuche, Kletterwahn, Abrissbirnenverhalten, Dreistigkeit bei der Erlangung von Futter, Zerstörungsfreude, …. Ja, Ziegen sind keine niedlichen Rasenmäher, sondern mobile Abrissbirnen mit der Vorstellung, dass alles Fressbare auf der anderen Seite des Zaunes viel besser schmeckt!

So peppelten die Tiere in den vergangenen Monaten mit zusätzlichem Kraftfutter auf, entwurmten sie und verpassten ihnen die gesetzlich vorgeschriebenen Ohrmarken. Doch regelmäßig trieben sie uns in den Wahnsinn! Vor allem in jener Zeit, als die Herde im Rahmen des Projektes „Weidestadt Augsburg“ des Landschaftspflegenverbandes Augsburg die angrenzenden Biotope beweiden und entbuschen durften.
Da wir für alle Spaziergänger sichtbar eine Notfallnummer am Zaun hatten, klingelte auch regelmäßig das Telefon mit Fragen wie: „Ist das Ihre Ziege dort auf den Bahngleisen?“ Verdammt ja, ist es, schon wieder! Also rauf aufs Rad/Moped, Ziege fangen, Zaun richten.

Schlimme als ein Sack Flöhe diese Bande! :-)

Schlimmer als einen Sack Flöhe zu Hüten, diese Bande!

Als logische Konsequenz vermittelten wir nach und nach die Zwergziegenbande. Diese Rasse war nicht geeignet für mobile Zäune, wir brauchen eine standorttreue Ziegenrasse wie die Burenziegen. Bevor diese jedoch einziehen, wollen wir bis auf unsere Kiki alle Zwergziegen vermitteln.
Heute sind noch ein Böckchen (ca. 1 Jahr als) und eine Mutterziege mit zwei Kleinen (Bock und Zicke) übrig. Wer ihnen ein neues, gutes zu Hause bieten möchte, darf sich gern bei uns melden!

Als nun im befreundeten Jugendhaus Lehmbau die alte Ziege Klara (Sie ruhe in Frieden) an Altersschwäche verstarb und Zensi, das jüngere Gegenstück zunehmend in Depressionen verfiel, gab es nur eine Lösung für uns. Kurzerhand packten wir die lautstark meckernde braune Mama samt ihrem kleinen Zicklein und siedelten sie in die neue Herde aus Schafen und der Ziege Zensi um.
An dieser Stelle geht der Dank an unsere Nachbarn den Krümelhof, deren Pferdehänger wir zum Transport nutzen durften. Die Schafherde dort wird angeführt von unserem Peterle, der schon im Sommer in den Lehmbau ziehen und seit dem seine eigene Mädlsherde beglücken darf.
Die beiden Ziegen lebten sich schnell ein und schlossen Freundschaft mit Zensi. Etwas misstrauisch beäugten die Schafe anfangs das meckernde Treiben, doch auch sie gewöhnten sich bald an den Herdenzuwachs.

Die kleine Dame samt ihrer Mutter zogen in das Jugendhaus Lehmbau um.

Die kleine Dame samt ihrer Mutter zogen in das Jugendhaus Lehmbau um.

Und nun ist es soweit, die CityFarm und ihre Farmer gehen in die Winterruhe. Rauf aufs Sofa, Füße hoch, einen leckeren Ingwertee und die ersten Plätzchen genießen. Aber ganz so faul sind wir trotzdem nicht, denn die Sortierung und Abpackung des Saatgutes von 2016 läuft auf vollen Touren, damit wir euch Anfang 2017 auf unserer Börse die alten und seltenen Gemüsesorten anbieten können.