Endlich Frühling auf der CityFarm Augsburg!

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Willkommen Frühling! Foto: Laura Matthews

„Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück….“
J.W.v.Goethe, Faust I

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Nun ist er da, der Frühling mit seinen milden und immer länger werdenden Abenden. Im Garten blühen nicht nur die Narzissen, Hyazinthen und Tulpen, auch der Rosmarin bietet mit seinen unzähligen lila Blüten eine Augen- und Bienenweide.

Den Hühnern gefällt das milde Wetter so gut, dass sie viele Eier legen und bald glucken werden. Masha und Wanya die Laufenten sind sogar schon einen Schritt weiter und sammeln ihr Brutgelege (auch eine Ente legt nur ein Ei am Tag), während die Schafe gierig das erste Grün von der Wiese rupfen. Zicklein Kiki und Lämmchen Peterle spielen miteinander und entdecken die Welt.

Auch unsere menschlichen CityFarmer sind aus ihrem Winterschlaf erwacht und bereiten fleißig die Farm auf die Saison vor.
So wurde z.B. der unansehnlich Strohmattenzaun zwischen Lagerfeuerstelle und Gemüsegarten durch einen schönen Lattenzaun ersetzt, die Beete von Kraut befreit und neue Beerensträucher und Obstbäume gesetzt. Zudem dürfen sich neu gesetzte Heckenrosen, Schlehen und andere Futterpflanzen für Bienen, Schmetterlinge und Vögel im Hühnergehege ausbreiten, denn dieses darf sich in einen CityFarm-Natur-Dschungel verwandeln.

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Achtung, die Zicklein fliegen heute tief!
Foto: Laura Matthews

Auch die Jungpflanzenanzucht geht voran. Neben vielen verschiedenen Tomatensorten, Kürbissen und Gurken pikierten wir auch schon einige Kisten lila Asiasalat und Palmkohl in Töpfchen, um sie auf dem Frühlingsfest anbieten zu können.

Merkt Euch den Termin vor! Am 01. Mai (ab 15 Uhr) findet im Interkulturellen Garten „Grow up“ wie jedes Jahr das Frühlingsfest statt. Wir sind mit unserem Jungpflanzenstand wieder dabei!

Im Garten konnten wir schon Kartoffeln, Topis und Bohnen legen sowie Möhren, Rettich, Rüben und Erbsen säen! Vor allem die Zuckererbsen zeichnen sich in diesem Jahr durch ihre Keimfreudigkeit aus und sind schon fast 10cm groß. Auch den gesetzten Salaten, Rettichen und Kohlrabis bekommt das milde Wetter sehr gut. Sollte es bis Mai keinen Frost mehr geben, können wir uns über einen sehr zeitigen Saisonstart freuen! Bei Temperaturen unter 5 Grad Celsius kann man das junge Gemüse übrigens mit einem Flies schützen und einen Wachstumsvorspung erreichen.

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Es summt und brummt wieder auf der Farm.
Foto: Laura Matthews

Nachdem eine vorwitzige Mäusebande unserer Bienenfreude einen ordentlichen Dämpfer verpasste, nachdem sie im Winter unsere Bienenvölker zerstörten, summt und brummt es nun wieder auf der Farm!
Kurz überlegten wir tatsächlich die Imkerei aufzugeben, doch Freunde ermutigten uns weiter zu machen (Danke Manu!). Nun werden wir die neuen Beuten auf Metalbeine stellen, an denen keine Maus nach oben klettern und die Waben räubern kann. In den alten Beuten war zwar ein dickes Mäuseschutzgitter im Boden, doch
es hat nichts genützt. Da Mäuse sich schlanker als ein kleiner Finger machen können, reichte ein winziges Loch um der Meute Einlass zu gewähren.

Vorzucht für das Frühlingsfest Foto: Ildi

Vorzucht für das Frühlingsfest
Foto: Ildi

Die neuen drei Völker haben sich sehr gut eingelebt und ernten in der Umgebung reichlich Pollen und Nektar. Als unser Imker Viktor vor wenigen Tagen den Wildbau der Bienen etwas eindämmte, kamen Ildi und Tine von „GrowUp“ in den Genuss frischen Honig aus Wabenstückchen zu zutscheln. Was für ein Genuss!

Der Frühling ist für den Gärtner die arbeitsreichste Zeit des Jahres. Anfang/Mitte Mai dürfen dann endlich die zu Hause vorgezogenen Jungpflanzen in den Garten. Aber Achtung Gärtnerfreunde, Mitte Mai könnten eventuell doch die Eisheiligen noch vorbeischneien. Jedoch haben sie schon in den letzten Jahren ihren Termin verpasst und sind bisweilen komplett ausgeblieben.

Wir gehen das Risiko auf jeden Fall ein und pflanzen schon Anfang Mai aus. Sollte es doch noch ein paar kühlere Nächte geben, decken wir unsere Pflanzen über Nacht mit einem Flies ab und schützen sie so vor kalten Winden. Auch Folien oder einfach ein Eimer über Einzelpflanzen kann gegen tiefe Temperaturen schützen.

Anfang Mai wird die Farm auch an anderer Stelle wachsen, denn zwei engagierte CityFarmer haben sich extra eine Woche Urlaub genommen, um eine Pergola mit zwei Hängemattenplätzen an den Wohnwagen zu bauen. Parallel will Ildi, wenn Zeit und Material ausreichen, auch noch ein Holz-Folien-Gewächshaus entstehen lassen und die beiden vom Sturm zerstörten Gewächshäuser ersetzen. So zumindest der Plan.

Nun wünschen wir euch einen wundervollen Start in den Frühling und möchten euch noch auf folgende Termine hinweisen:

  • Sa. 23. April 14:00 Uhr – 18:00 Uhr: Offene Gartentür auf der CityFarm Augsburg
  • Sa. 30.04. 10:00 Uhr – 15:00 Uhr: II. Kurs Schmieden für Kinder und Jugendliche von 6 – 14 Jahren
  • So. 01. Mai ab 15 Uhr – 19:00 Uhr: Frühlingsfest mit Gartenflohmarkt im Interkulturellen Garten „GrowUp“
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Foto: Laura Matthews

Saatgut-Fest und eine schwere Geburt

Liebe neue und alte CityFarm-Freunde!

Saatgut-Stand Foto: Daniel Rieker

Saatgut-Stand
Foto: Daniel Rieker

Saatgut-Fest

In der vergangenen Woche fand unser Saatguttausch-Fest statt. Trotz des durchwachsenen und kalten Wetters fanden sehr viele Menschen den Weg zu uns. Wir hoffe sehr, dass es euch allen Spaß gemacht hat. Auch unser kleines Rahmenprogramm mit verschiedenen Ständen, altem Handwerk und natürlich Ponyreiten mit dem Krümelhof sind bei euch gut angekommen.

Besonders überrascht waren wir über den Andrang am Saatgut-Stand. Am Ende der Veranstaltung war dieser fast leer geräumt, so gut haben euch unsere Sorten gefallen! Das spornt uns ganz besonders an, in diesem Jahr noch mehr seltene Sorten anzubauen und zu vermehren. Geplant sind zum Beispiel die goldene Beete, der Lippische Braunkohl, eine besondere Salatsorte, verschiedene Wildtomaten, Roter kanadischer Mais und die Inkagurke.

Wir wollen unseren Besuchern im Namen aller CityFarmer für das gelungene Fest und die vielen Spenden danken! So konnten wir z.B gleich am Montag darauf 6 Säcke Hühnerfutter kaufen.

Auch übrigens, wer hat diese unglaublichen Sesambällchen fürs Buffet mitgebracht? Da haben unsere Geschmacksknospen Tango getanzt und ich (Ildi) würde mich über das Rezept freuen.

Auch Tauben wohnen jetzt bei uns!

Auch Tauben wohnen jetzt bei uns! Foto: Daniel Rieker

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Schwere Geburt

Zum Fest konntet ihr ja schon unsere Ziegen und Schafe bestaunen und die frechen Mäh-Mäuler mit Brot füllen. Schon zu dem Zeitpunkt dachten wir, dass es jetzt jeden Tag soweit sein müsse, dass die Ziegenjungen zur Welt kommen. Ihr habt den dicken Bauch ja gesehen, die Mutter konnte nur noch breitbeinig laufen!

Natürlich sah die Ziegenmutter das ganz anders und ließ uns noch zwei Wochen zappeln.

Mama und Junges dürfen sich die nächsten Tage im Stall erholen.

Mama und Junges dürfen sich die nächsten Tage im Stall erholen.

Gestern, am 14. März war es endlich soweit. Gegen Mittag suchte die Dame sich ein ruhiges Plätzchen, um ungestört gebären zu können. Am späten Nachmittag warteten wir noch immer ungeduldig und nun schon leicht besorgt auf die neuen Cityfarm-Bewohner. Doch es sollten die ersten Zicklein der Ziegendame sein und Erstgeburten sind manchmal langwierig und schwierig.

Als die Dämmerung einbracht, fasste sich schließlich unser Schaf- und Ziegenflüsterer Rachmed ein Herz und betrat vorsichtig den Stall. Die arme Mutter lag schon recht entkräftet im Stroh und keckerte Müde. Das Zicklein war schon zu sehen, es lag zumindest richtig, mit Vorderbeinen und Köpfchen voran, doch es war viel zu groß! Da packte Rachmed ohne groß nachzudenken Beinchen und zog das glitschige Jungtier heraus. Sogleich war ein helles, durchdringendes, forderndes „Määääh“ zu vernehmen. Es dauerte auch nicht lange, bis das Ziegenkindchen sich auf wackeligen Beinen und noch sehr unkoordiniert den Weg zu Mutters Zitzen bahnte, um die lebenswichtige Biestmilch zu trinken. In diesem Moment fällt jedem Tierzüchter ein riesiger Felsbrocken vom Herzen, denn die erste Milch und das Annehmen des Jungtiers durch die Mutter sind der beste Start ins Leben.

Nachdem die Mutter das Baby sauber geputzt hatte, verließen beide auf wackeligen Beinen den Stall und präsentierten sich im Gehege. Doch Moment, nur ein Junges? Sollte da nicht noch ein zweites kommen? Da haben wir uns gründlich geirrt, denn das Kleine besticht durch seine ungewöhnliche Größe, sodass der Bauch nach Zwillingen aussah.
Auch das Geschlecht wissen wir noch nicht. Erst wenn die Ziegenmutter mit ihrem Nachwuchs wieder nach draußen darf, wird nachgeschaut. Bis dahin zähmen wir unsere Neugier und lassen den beiden ihre wohlverdiente Ruhe.

Unser Ziegen-nchwuchs ca. 10 Stunden alt.

Unser Ziegen-Nachwuchs ca. 10 Stunden alt.

Die ganze Nacht über wachte Rachmed durchgefroren und besorgt im Stall. Er baute den beiden eine eigene Box, da die Ziegenmutter durch die schwierige Geburt noch sehr geschwächt war und vorerst von der Herde getrennt bleiben soll. Am nächsten Morgen sah sie schon etwas besser aus, fraß, trank und kümmerte sich um ihren Nachwuchs. Dennoch wird es noch ein paar Tage Erholung für die Mutter brauchen, bis die beiden wieder zur Herde dürfen und das Zicklein endlich die CityFarm-Welt erkunden kann. Einen Spielgefährten hat es ja schon, das freche ca. 4 Wochen alte Lammböckchen.

Wir halten euch auf Facebook auf dem Laufenden. Drückt die Daumen, dass Mutter und Kind sich gut erholen und bald zu ihrer Herde dürfen!

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Das Lamm-Böckchen will endlich einen Spielkameraden.

Das Lamm-Böckchen freut sich schon auf euren Besuch.

Offene Gartentür

Noch können wir euch leider keine regelmäßigen Termine anbieten. Statt dessen werden wir die nächste Zeit so verfahren, dass ein offener Nachmittag auf unserer Homepage (rechts, kleiner Kasten: Offene Gartentür) angekündigt wird. Wenn ihr uns besuchen wollt, dass gilt wie immer: kommt zu Fuß oder mit dem Rad. Falls ihr doch das Auto nehmt, parkt an der Aral oder am Nordfriedhof und nicht auf den Biotopflächen der Stadt.

Zudem werden wir an den entsprechenden Tagen größere Arbeitseinsätze haben und können euch dadurch nur begrenzt herumführen. Ihr dürft aber auch gern mit anpacken!

Wir möchten unsere Besucher dringendst bitten, sich an die offenen Nachmittage oder Terminabsprachen mit Ildi oder Benni zu halten und nicht einfach so vorbei zu kommen.
Oft ist keiner von uns da, der Besucher empfangen darf. Nur weil die Tür offen steht und Viktor oder Rachmed da sind, heißt das nicht, dass man einfach reinspazieren darf und erst recht nicht, dass man die Kaninchen aus den Gehegen lässt!!!!!

Wir werden die Besucheregel jetzt wieder strenger umsetzen. Außerhalb der offenen Nachmittage haben Besucher keinen Zutritt!

Besucht uns zum Saatguttauschfest

Willkommen liebe Gäste, tretet ein!

Willkommen liebe Gäste, tretet ein!

Kommenden Samstag den 05. März, findet von 14-18 Uhr auf der CityFarm Augsburg das jährliche Saatguttauschfest statt.

Das Fest wird bei jedem Wetter veranstaltet. Treue Gäste wissen bereits, dass sich eine dem Wetter entsprechende Bekleidung als unabdingbar erweist. Zieht euch also warm an und stellt euch auf matschigen Boden ein. Wir konnten zwar Wege verlegen aber das eine oder andere Schlammloch wird jedem begegnen – getreu dem Motto: wer sauber von der Farm wieder weg fährt, hat was falsch gemacht.

Wie immer heizen wir für euch das Lagerfeuer kräftig ein und werfen parallel den open-Grill an. Es wird zudem wieder ein großes gemeinsames Buffet geben und wir möchten unsere Gäste einladen eine Kleinigkeit beizusteuern. Wenn jeder etwas mitbringt, haben wir eine große Vielfalt an Leckereien und alle werden satt!

Beispiele: Kuchen, Salate, Grillzeug, Aufstriche, Brot oder Semmeln, Brezen, Säfte, Suppen,
Humus, Speisen mit oder ohne tierische Produkte, Eingelegtes, Eingemachtes, …

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Insektenhotel von Jürgen Schwandt

Wildbienenhaus von Jürgen Schwandt. Foto: J.Schwandt

Auch ein kleines aber buntes Rahmenprogramm konnten wir für euch auf die Beine stellen:

-> Detlef wird mit euch Schmieden

-> Inge zeigt wie man richtig spinnt

-> die Mädls vom Krümelhof bieten zwischen 15.00-16.30 Uhr Ponyreiten an

-> Gartenflohmarkt-Stand mit dem Sozialkaufhaus contact e.V. aus Haunstetten

-> das Insektenhoteleck mit Infos über Wildbienen mit Jürgen Schwandt

-> Ausstellung zur Saatgutvielfalt

-> und es gibt wieder Führungen über Farm

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Saatgut

Wir bieten euch eine recht ansehnliche Auswahl an Saatgut, z.B. Johannisbeer-Tomaten und andere Wildtomatensorten, Spargelsalat, Ungarischer Blauer Kürbis, Russische Honigzucchini, Andenerbse, Popmais, Baumspinat, …


Unsere Tauschbörse funktioniert so:

Ihr bringt euer Saatgut zum Tausch mit und bietet es anderen Interessierten an. Entsprechend der Menge eures mitgebrachten Saatgutes dürft ihr euch an den Angeboten bedienen.

Wer nichts zum tauschen hat, der kann Samen gegen Spende erstehen. Gebt dann einfach das, was euch die Arbeit und das Saatgut wert sind. Wir vertrauen auf eure Ehrlichkeit und Fairness.

 

Ausstellung Nutzpflanzenvielfalt. Foto: D. Rieker

Ausstellung Nutzpflanzenvielfalt.
Foto: D. Rieker

Ebenso möchten wir zum Erfahrungsaustausch, zum Ideensammeln und gemütlichen Zusammenkommen am Lagerfeuer einladen.

Wenn ihr uns besucht, bitten wir um eine kleine Spende, da die Farm rein ehrenamtlich betrieben wir dringend Hühnerfutter brauchen. Auch neue Bienenvölker möchten wir anschaffen, nachdem unsere diesen Winter von Mäusen heimgesucht und zerstört wurden. Außerdem sammeln wir Spenden für ein Lasten-E-Bike da unser altes Gespann ausgedient hat und wir nicht jünger werden.

 

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Anfahrt mit dem Auto:

Die CityFarm liegt in den Krötenbiotopen.

Die CityFarm liegt in den Krötenbiotopen.

Wir bitten euch das Auto an der Aral-Tankstelle, in der Stuttgarter Straße oder auf dem großen Parkplatz am Nordfriedhof abzustellen und die restliche Strecke zu laufen.

Das Parken an der Farm ist, außer für Mitwirkende, nicht erlaubt! Unser neues Gelände liegt mitten in den Krötenbiotopen der Stadt Augsburg und wir wollen den Autoverkehr minimieren. Wenn ihr etwas liefern wollt, könnt ihr das gern tun aber dann bitte das Auto außerhalb parken. Alles was zwei oder vier gesunde Beine hat, kann die Strecke laufen. Bitte parkt nicht die Straßenpoller im Gablinger Weg zu, dort muss der Bauer mit dem Trecker durch, auch am Wochenende!

 

Anfahrt
GoogleMaps-Link Anfahrt

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Kinder: Wir bitten alle Eltern auf ihre Kinder zu achten. Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, auf welche man nicht hinweisen bräuchte. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder unsere Tiere jagen, in den Gehegen rumschreien, nach den Tieren schlagen oder Pflanzen im Garten ausreißen (auf dem letzten Fest mussten eine Brombeerpflanze und ein Apfelbaum dran glauben!!!). Die Kids dürfen sich gern frei bewegen, spielen und sich mit den Tieren beschäftigen aber bitte in einem gesitteten Rahmen.

 

Hunde: Gern könnt ihr eure Vierbeiner mitbringen. Aber wir bitten euch darauf zu achten,dass unsere Tiere nicht gestört werden und die Hunde nicht in das Hoppelgehege kommen (Leinenpflicht im Gemüsegarten wegen den Enten). Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und entsorgt (also bitte an die Tütchen denken) sowie Gemüse nicht anbieselt wird.
Also, wer seinen vierbeinigen Freund mitbringt, möge bitte auch auf ihn achten. Gibt es Stunk unter den Tieren, gilt für alle Leinenpflicht!

 

Wir freuen uns auf Euch!

Wir freuen uns auf Euch!

Die große Überraschung

Unsere CityFarm-Gemeinschaft wächst, gedeiht und liefert uns immer wieder neue Überraschungen.

Letzte Vorbereitungen für den großen Tag. 02/2016

Letzte Vorbereitungen für den großen Tag.
02/2016

Zusammen mit den alten und neuen Engagierten kommt Motivation, Inspiration, Energie und Wissen. Das neuste Mitglied unserer illustren Runde heißt Rahmet und er hatte noch etwas anderes im Gepäck.

Doch wir wollen die Geschichte von vorn beginnen.

Vor zwei oder drei Monaten stand plötzlich jemand vor dem Tor, der dringend einen Platz für seine Tauben suchte und gern ein „Stück CityFarm“ pachten wollte. Da konnte sich Ildi ein Grinsen nicht verkneifen und erklärte dem Besucher wie das hier auf der Farm so läuft: Gemeinschaftshof mit 2-20 Leuten, Arbeitsteilung, alles ehrenamtlich, Eier- und Ernteteilung, Pacht aus Spenden. Ja, es ist vielleicht etwas ungewöhnlich was und vor allem wie wir die Farm am Laufen halten aber es hat sich bewährt.

Aus den Tauben wurden schließlich auch seine Schafe und Ziegen, was ganz besonders Ildis Herz erfreute, war sie doch mit Schafen aufgewachsen.

Willkommen in der neuen Heimat! 02/2016

Willkommen in der neuen Heimat!
02/2016

Weniger Wochen später standen Stall und Zaun, sodass der Umzug vonstatten gehen konnte. Aufgeregt warteten die CityFarmer auf die Tiere, jede Stunde zog sich unendlich in die Länge und nur die Arbeit lenkte uns ab.
An dieser Stelle noch ein Dankeschön an alle Schraubenspender, ganz besonders an
Bambus Augsburg!

Schließlich fuhr endlich das Gespann vor, die Tür wurde geöffnet und ein Schwall Skuddn-Schafe und zwei Ziegen ergossen sich mähend auf die Wiese. Eine kleine zusätzliche Überraschung wartete aber noch auf dem Beifahrersitz im Wagen. Wenige Stunden vor der Abfahrt in die neue Heimat, wurde ein wunderschönes Böckchen geboren und da es im Hänger zu eng war, durfte es gleich ein großes Abenteuer bestreiten. Ildi bekam das kleine flauschige Lämmchen in den Arm gelegt und konnte sich das Pipi in den Augen kaum verkneifen, so überwältigend war der Moment seine Kindheit in den Armen zu halten.

So sieht eine glückliche Ildi aus. 02/2016

So sieht eine glückliche Ildi aus.
02/2016

Als dann der Kleine auch noch brav zu seiner Mama lief und diese ihn ohne Probleme säugen ließ, war der Umzug perfekt geglückt. Es kommt ab und zu vor, dass Mutterschafe ihr Lamm in den ersten Tagen verstoßen. Dies führt zu denn bekannten Flaschenlämmchen, die vom Menschen per Hand aufgezogen werden.

Mittlerweile, zwei Wochen später, hat sich die Herde gut eingelebt und Vertrauen zu uns gefasst. Jeden Tag werden wir von einem Mähkonzert begrüßt und bei Betreten des Geheges neugierig umringt, schließlich könnten wir ja etwas Fressbares dabei haben.

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der kleine Mann ist jetzt schon 2 Wochen alt. 02/2016

Der kleine Mann ist jetzt schon 2 Wochen alt.
02/2016

Die Schafrasse der Skudden ist äußerst robust und genügsam. Sie zählt zu den ältesten Hausschafrassen und steht auf der roten Liste der bedrohten Nutztiere. Schon die Wikinger sollen Skudden gehalten und gezüchtet haben. Umso mehr freut es uns eine weitere bedrohte Tierrasse auf der CityFarm beheimaten zu dürfen.

Hastu Fressen? Wenn nicht, dann hol welches! 02/2016

Hastu Fressen? Wenn nicht, dann hol welches!
02/2016

Die beiden Ziegen gehören der Rasse Afrikanischer Zwergziegen an. Sie haben eine Widerristhöhe von ca. 50 cm und können farblich sehr bunt ausfallen. Ursprünglich stammt diese Rasse aus Asien, von wo aus sie nach Afrika gelangte und dort in größeren Herden wegen ihres Fleisches gehalten wird.
Unsere weibliche Ziege ist in guter Hoffnung und erwartet in den nächsten Tage ihre Jungen. Höchstwahrscheinlich werden es sogar Zwillinge.

Besondere Freude bereiten die Paarhufer unseren Hündchen Kira alias Fluffel. Vielleicht erinnert ihr euch an das schwarze Fellknäuel, welches den Schafen verdächtig ähnlich sieht.

Kira gehört der Rasse Puli an und ist damit ein ungarischer Hirtenhund. Sie entdeckte ihre Gene dementsprechend schnell wieder und liebt es in der Nähe der Herde zu liegen, diese zu beobachten und gegebenenfalls lautstark zu beschützen. Von den Schafen und Ziegen ist sie schon akzeptiert, nur beim Mutterschaf scheint noch etwas Klärungsbedarf zu bestehen.

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Määäh? 02/2016

Määäh?
02/2016

Mehr Fotos? Dann auf Galerie klicken.

Ein grünwucherndes, fröhliches und gesundes Neues Jahr euch allen!

Für Informationen zum Saatguttauschfest bitte nach unten scrollen!

Das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt aber 2015 trotzdem noch nicht vergessen!

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Ende Dezember blühen unsere Rosen!

Was haben wir nicht alles erlebt, erlitten und geschafft. Da war der Umzug der Farm auf das neue Gelände, welcher sich wegen verzögerter Aufschüttung um Monate bis Anfang April verzögerte und uns fast in den Wahnsinn trieb. Doch als endlich die 100 LKWs auf der neuen Fläche sich ihrer Last entledigt hatten und die großen Maschinen vor allem bei unseren männlichen CityFarmern Glückseeligkeit auslösten, konnten wir loslegen.

Wie heißt es so schön: viele Hände, schnelles Ende. Mit dem Umzug und Neuaufbau wuchs der wilde CityFarm-Haufen noch enger zusammen. Da jeder ehrenamtlich mitarbeitet und keiner mit der CityFarm Geld verdient, schweißen Begeisterung und Leidenschaft scheinbar noch enger zusammen.
Es stießen neue Interessierte hinzu, wie unser alter Imker Viktor, der mit seiner russischen Pragmatik viele Probleme beim Aufbau zu lösten wusste.
Andere gingen, um sich den Traum vom Leben auf dem Dorf zu erfüllen – ihr fehlt uns allen sehr lieber Basti und Familie!!!

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Anfang 2015

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6 Monate später

 

 

 

 

 

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Die Veränderung ist das Leben und prägte die CityFarm schon vom ersten Tage an. Immer wieder bestätigt sich, dass unser Konzept das Fehlen eines Konzeptes ist (auch wenn wir anfangs anders planten), da jeder einzelne sich individuell einbringen darf und soll. Der Spruch: „Alles kann, nichts muss“ entwickelte sich zum Motto und wird täglich neu gelebt. So ändert sich das Gesicht und der Charakter der Gemeinschaftsfarm stetig.

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Neue Gartenideen

Die letzten Monate in 2015 nutzten wir, um neue Kraft zu schöpfen, denn auch diese ist bei aller Leidenschaft nicht unendlich. Kurze Tage bedeuten für die CityFarmer zeitigen Feierabend, denn wenn das letzte Huhn mit dem letzten Sonnenstrahl im Stall verschwindet, ist die Arbeit des Tages getan.

Der Winter ist auch Zeit der neuen Ideen. Manche davon konnten sogar schon begonnen werden, wie das Hexenhäuschen, an dem sich bald Clematis und Glycinie emporranken dürfen. Unter anderem soll auch ein Eck für Eidechsen im Garten entstehen.

Neues Jahr, neue Kraft und neue Pläne. Auf in ein turbulentes 2016! Auch dieses Jahr haben wir euch wieder einiges zu bieten, haben für uns neue Ziele gefasst und dürfen neue Mitbewohner begrüßen (dazu wird es noch einen eigenen Artikel geben).

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Byebye alter Freund…

Schon im Herbst war klar, dass 2015 das letzte Jahr für unser Hängergespann sein wird. Das Fahrrad, schon gefühlte 1000x repariert, ist nun endgültig kaputt und ebenso der Hänger. Der Hängerboden durchgebrochen, eine Seitenwand ausgerissen und auch die Kupplung ist nur noch notdürftig am Rad zu befestigen und trägt damit kaum mehr Last.

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Nicht nur ein Hänger, sondern auch ein Stand und viel CityFarm-Gefühl.

Lange begleitete dieses Gespann uns und die Farm. Wir haben damit 4 Jahre lang kreuz und quer durch die Stadt unzählige Kinder, Futter für unsere Tiere, Baumaterial, tausende Blumen, Gartengeräte und Bastelmaterialien und ein CityFarm-Hochzeitspaar transportiert.
Gut erinnern wir uns noch an den Tag, als wir den Hänger von der BikeKitchen geschenkt bekamen und Jens ihn mit Liebe und Hingabe bemalte. Doch nun sind seine Tage gezählt, denn außer als Stand ist das Gespann nicht mehr einsatzfähig. Nicht nur, dass unsere Transportmöglichkeit wegfällt, es kommt ein weiteres Problem hinzu:
Wir werden tatsächlich nicht jünger.
Ja, es klingt komisch aber 4 Jahre CityFarm ohne Auto lassen irgendwann die Knie krachen und den Rücken ächzen. Das heißt, wir brauchen dringendst ein neues Gefährt.
Wir wollen aber auch weiterhin auf ein Auto verzichten und trotzdem unser nächstes CityFarm-Paar open air zur Hochzeit kutschieren. Daher haben wir uns überlegt ein Lasten-E-Bike zu kaufen. Wir konnten schon privat 1000 Euro sparen, es fehlen aber leider noch einmal ca. 1000 Euro.
Bitte helft uns das restliche Geld zusammenzubekommen! Nicht nur unsere Knie und wir, sondern alle Beteiligten der Farm die das Gespann nutzen, sowie unsere Tiere und die Kinder in den Schulgärten werden euch dankbar sein!

Über Betterplace könnt ihr uns unterstützen:

!Hier Spenden!

Hochzeit Patricia + Florian - Samstag 503

Benni fährt die CityFarm-Braut Patrizia zu ihrer Hochzeit mit Flo.

…hier ist noch nicht Ende Gelände…

Termine 2016

Unsere Termine wie z.B. unsere Schmiedekurse für Kinder und Jugendliche findet ihr unter Termine 2016!

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Saatguttauschfest

Das Jahr startet mit unserem Saatguttausch-Fest am 05.03.2016, 14.00 – 18.00 Uhr, zu welchem wir euch herzlichst einladen möchten!

Samentauschbörse

Wir kämpfen für Saatgutvielfalt!

Wir bieten euch eine recht ansehnliche Auswahl an Saatgut, z.B. Johannisbeer-Tomaten und andere Wildtomatensorten, Spargelsalat, Ungarischer Blauer Kürbis, Russische Honigzucchini, Andenerbse, Popmais, Baumspinat, …
Unsere Tauschbörse funktioniert so: Ihr bringt euer Saatgut zum Tausch mit und bietet es anderen Interessierten an. Entsprechend der Menge eures mitgebrachten Saatgutes dürft ihr euch an den Angeboten bedienen. Wer nichts zum tauschen hat, der kann auch Samen gegen eine kleine Spende erstehen. Gebt dann einfach das, was euch die Arbeit und das Saatgut wert sind. Wir vertrauen auf eure Ehrlichkeit und Fairness.
Ebenso möchten wir zum Erfahrungsaustausch, zum Ideensammeln und gemütlichen Zusammenkommen einladen. Auch wird es ein kleines Rahmenprogramm geben.

Am abend wurde die Lagerfeuer Stelle in gemütlicher Runde eingeweiht.

Gemütliches Zusamenhocken am Lagerfeuer

Wie immer bieten wir euch ein schönes Lagerfeuer zum Wärmen, Hocken und Stockbrot backen, ein gemeinsamen Buffet, Führungen über die Farm, Aktionen und einen Ort zum Austausch und gemütlichem Beisammensein. Wer mitessen möchte, der bringe bitte etwas Leckeres für das große gemeinsame Buffet mit. Wenn jeder etwas beiträgt, ist für alle mehr als genug da! Zur Ideenfindung: Kuchen, Salate, Pizzabrötchen, Aufstriche, selbstgebackene Brote, Säfte, Grillbares, …

 

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Kinder: Wir bitten alle Eltern auf ihre Kinder zu achten. Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, auf welche man nicht hinweisen bräuchte. Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder unsere Tiere jagen, in den Gehegen rumschreien, nach den Tieren schlagen oder Pflanzen im Garten ausreißen (auf dem letzten Fest mussten eine Brombeerpflanze und ein Apfelbaum dran glauben!!!). Die Kids dürfen sich gern frei bewegen, spielen und sich mit den Tieren beschäftigen aber bitte in einem gesitteten Rahmen.

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Wir dürfen auch mitkommen!

 

Hunde: Gern könnt ihr eure Vierbeiner mitbringen. Aber wir bitten euch darauf zu achten,dass unsere Tiere nicht gestört werden und die Hunde nicht den Kaninchen vor den Gehegen auflauern. Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und entsorgt (also bitte an die Tütchen denken) sowie Gemüse nicht angepinkelt wird.
Also, wer seinen vierbeinigen Freund mitbringt, möge bitte auch auf ihn achten. Gibt es Stunk unter den Tieren, gilt für alle Leinenpflicht!

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Wie ihr zu uns kommt, findet ihr unter Über uns/Kontakt

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So wünschen wir euch einen traumhaften Jahrestart und ganz viel Kraft und Energie, damit ihr eure Pläne und Träume 2016 verwirklichen könnt!

Saatgutgewinnung

Hallo liebe CityFarm-Freunde,

wie schon im letzten Post geschrieben, haben wir in diesem Jahr nicht so viele Sorten vermehren können, wir wir gern gewollt hätten. Zucchini, Kürbis, Tomaten und co sind ja kein Problem, das geht fast schon nebenbei. Etwas aufwändiger ist aber zum Beispiel die Salatvermehrung. In diesem Jahr durfte der Spargelsalat „Roter Stern“ seine Blütenpracht entfalten, um uns im Herbst viele ausgereifte Samen zu liefern. Oft wurden wir gefragt, was denn diese Pflanze sei, welche so reichlich gelbe Blütchen ansetzte. Verständlich, denn wer hat auch schonmal einen Salat blühen sehen, vor allem in der Stadt?
Wir wollen euch jetzt am Beispiel des Spargelsalates ‚Roter Stern‘ zeigen, wie sich so ein Salat im Laufe des Jahres entwickelt bis man die Samen ernten kann.

Lactuca sativa var. crispa - die alte Pflücksalatsorte Ochsenzunge

Spargelsalat „Roter Stern“

Im ersten Bild seht ihr den Salat in seiner Jugend. Er ist dem Jungpflanzenstadium entwachsen und hat nun das Alter erreicht, in welchem man seine Blätter ernten und genüsslich verspeisen kann. Übrigends erntet man Spargelsalate wie Pflücksalate, also immer wieder ein paar Blätter.

Ursprünglich stammt der Spargelsalat aus China und wurde aus dem Salat Lactuca serriola gezüchtet. Schwerpunkt bei der Zucht lag auf der Ausbildung eines starken wohlschmeckenden Stängels, der vor der Blüte geerntet und wie Spargel zubereitet werden kann. Aber auch die Blätter eignen sich hervorragend zum Verzehr.

Die Aussat der Samen erfolgt März bis Juni (Pflanzen zum Vermehren schon im März säen) am besten direkt im Freiland oder auch im Töpfchen an einem nicht zu warmen Standort. Bevor das Saatgut in die Erde kommt, solltet ihr diese gut anfeuchten, egal ob draußen oder im Topf. Dann werden die kleinen Samen auf die Erde gestreut und sehr dünn mit Erde bedeckt. Am besten verwendet ihr dabei ein kleines Sieb und streut die feine Erde wie eine Puderzuckerschicht darüber.

Wachstum in die Höhe

Wachstum in die Höhe

Die Jungpflanzen können ab März ausgepflanzt werden, frostempfindliche Sorten erst am Mitte Mai. Unser Roter Stern jedoch verträgt leichte Fröste ohne Schaden. Im Garten bevorzugt die Pflanze nährstoffreichen, feinkrümligen Boden und einen sonnigen Standort. Bei Trockenheit ist es empfehlenswert zu gießen, da die Pflanze sonst dazu neigt zu „schießen“ also in die Blüte zu gehen. Auch schmecken die Blätter dann bitter und sind nicht mehr genießbar.

Im Laufe des Sommers wächst der Spargelsalat in die Höhe und kann unter optimalen Bedingungen schon vor der Blüte 1,50m erreichen. Das ist so gewollt, denn es sollen ja nicht nur die Blätter, sondern auch der Stamm geerntet werden.

Im Spätsommer verlieren die Blätter dann etwas die saftiggrüne Farbe und schmecken immer bitterer. Jetzt kommt der Zeitpunkt, zu welchem die Pflanze beginnt alle Kraft in die Blütenbildung zu stecken. Jetzt braucht der Salat dringend eine Stütze, denn die üppige kopflastige Blütenpracht bringt ihn sonst zu Fall. In allen Blattachseln schießen dann die Blütentriebe hervor und der Salat wächst zu einer eindrucksvollen Pflanze heran. Auf dem folgenden Bild steht der Spargelsalat zwei Reihen hinter dem Mais. Die gelben Blüten wurden schon bestäubt und haben Schirmchen zu Abtransport mit dem Wind entwickelt, wie Korbblüter dies eben so tun.DSC_0348

Wichig ist mindestens 10 Pflanzen auszuwählen, um eine Salatsorte zu vermehren, das gilt für alle Lactuca sativa – Sorten. Es geht durchaus auch mit weniger Individuen, doch kann es dann im Laufe der Jahre und Weitervermehrung zu einer genetischen Verarmung kommen, was u.a. zu Krankheitsanfälligkeit führt. Bei der Auswahl der Pflanzen ist darauf zu achten jene zu wählen, die erst spät in die Blüte schossen, wohlschmeckend und gesund waren. Salate die einen Wachstumsverzug aufwiesen oder krank sind, nicht wie erwünscht schmecken, einen verformten Wuchs haben oder zu früh im Sommer in die Blüte gingen, werden komplett verzehrt oder den Kaninchen zum Fraß vorgeworden. Wir wollen die Sorte ja erhalten und uns keinen Murks züchten, deshalb dürfen sich nur perfekte Pflanzen vermehren. Da Salate in erster Linie Selbstbefruchter sind, muss man keine Sorge haben, dass er sich mit anderen Sorten verkreuzt. Trotzdem ist es innvoll aus Nummer sicher zu gehen und pro Saison nur eine Sorte zu vermehren.

Sobald die ersten Sämchen ihre Flugtauglichkeit unter Beweiß gestellt haben, ist es an der Zeit die oberen Samenstände er ernten.

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Samenstände des Spargelsalates

Diese werden nun in Stoffbeuteln an einem trockenen und dunklen Ort nachgetrocknet. In feuchten jahren, wenn die Samen schlecht an der Pflanze ausreifen, kann man sie mit dem Wurzeln ausreißen und kopfüber an einem trockenen Ort Nachreifen lassen. Dabei auch wieder Beutel oder Jutesäcke um die Samenstände binden, um ausfallende Samen aufzufangen.

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Unsere Dreschmaschine: Ildi und der Stuhl

Sind die Samen gut getrocknet, beginnt der Dreschvorgang. Wir haben dafür einfach einen Stuhl und eine Schüssel verwendet. Sie Samenstände wurden vorsichtig an der Stuhlehne ausgeschlagen und in der darunter stehenden Schüssel aufgefangen. Die Hälfte dessen was darin landet, ist jedoch nicht zu gebrauchen, es handelt sich um taube (nicht keimfähige) Samen, Härchen und Blattreste.

Das Wirrwar in der Schüssel muss nun noch gereinigt werden. Mit einem großen Sieb können die Stengelreste ausgesiebt werden, doch das eigentliche Meisterstück kommt erst noch. Mit viel Feingefühl werden die Härchen und sonsige Reste nun ausgeblasen. Dabei die Samen vorsichtig in der Schüssel und über den Schüsselrand schwingen und leichte Teile mit der Kraft des Atems wegpusten. Die Samen selbst sind schwerer als die Verunreinigungen und fallen in die Schüssel zurück, während sich ringsherum ein fröhliches Treiben aus weißen Flughärchen ausbreitet. Sinnvoll ist auch ein Tuch unter der Schüssel auszubreiten, damit kein kostbarer Samen verloren geht.

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Hier mus noch einmal nachgereinigt werden.

Um nun noch alle tauben Samen und sonstige Reste zu entfernen, werden die Samen in eine wassergefüllte Schüssel geschüttet. Die reifen Samen sinken nach unten, während alle leichteren Teilchen, wie auch taube Samen an der Oberflächen schwimmen bleiben. Das Wasser mit den Resten wird abgeschüttet und die feuchten Samen auf einem Tuch zum Trocknen ausgebreitet.

Wie bei allen Dingen macht auch hier die Übung den Meister. Es ist etwas anspruchsvoller als die Vermehrung von Tomaten aber es lohnt sich, denn für die folgenden Jahre habt ihr euren Vorrat an der Lieblingssalatsorte damit gesichert. Salatsamen sind übrigends in der Regel, bei trockener, dunkler und am besten kühlen Lagerung 3 bis 4 Jahre haltbar. Wenn ihr euch aber nicht sicher seid, ob der Samen noch gut ist, dann empfielt sich eine Keimprobe. Diese wird genauso gemacht, als wenn man Kresse fürs Butterbrot ziehen will.

Der Spargelsalat Roter Stern will endlich wachsen und gegessen werden!

Der Spargelsalat verträgt auch leichte Fröste.

Wir hoffen mit unserer Anleitung eure Vorfreude auf die nächste Saison erweckt zu haben! Zwar hält nun bald der Winter Einzug und in den Gärten wird es ruhiger, doch es ist die Zeit des Stöberns in Katalogen von Saatgutanbietern, des Saatguttausches und der Planung, was im kommenden Jahr alles angebaut werden soll. Für uns bedeutet der Winter hunderte Tütchen mit Samen abzupacken, um sie euch im März auf unserer Saatguttauschbörse anbieten zu können.

Wir wünschen euch allen eine schöne Advendszeit!

Eröffnungsfeier der CityFarm Augsburg 2.0

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Das ist Peter. Foto: D. Rieker

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Am 10. Oktober konnten wir endlich die Neueröffnung der CityFarm Augsburg feiern. Obwohl noch am Tage vorher die Sonne herrlich am Himmel stand, bescherte das Wetter uns einen Augsburger Herbsttag mit grauem Himmel, Nieselregen und leichtem Wind. Doch wir ließen uns davon nicht abschrecken, denn auf der neuen Farm haben wir ausreichend Möglichkeiten zum Unterstellen geschaffen und außerdem sind wir ja nicht aus Zucker.

Das Gleiche dachten sich wohl auch unsere zahlreichen Besucher. Im Laufe des Nachmittags und Abends müssen es um die 100 derer gewesen sein, denn es liefen fast durchgehend 2 Führungen parallel, die Lagerfeuerstelle war gut besucht, der Tee ständig leer getrunken und das Buffet zügig vernascht.

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Altes Handwerk neu entdeckt, Schmieden. Foto: D. Rieker

Wir konnten Euch diesmal einige Highlights bieten! So hatten wir eine Schau-Spinnerin zu Gast, die ihr Können allen Neugierigen vorführte und alle Fragen kompetent und ausführlich beantwortete. Weiterhin war die kleine Schmiede im Dauerbetrieb, an welcher sich Groß und Klein im alten Handwerk des Schmiedens versuchen konnten. Auch hier wurden wir von einem erfahrenen Hobbyschmied unterstützt, der euch sein Können auch gern im kommenden Jahr in Form von Workshops weitergeben möchte. Wem also das Einschlagen auf glühendes Metall so richtig Freude bereitet hat, darf sich auf das nächste CityFarm-Jahr freuen! Unsere Cityfarm-Jungs und Männer sind auf jeden Fall dabei und üben schon jetzt in jeder freien Minute kleine Messer und Haken zu schmieden.

Erntedank-Tisch

Erntedank-Tisch, Foto D. Rieker

Nun aber wieder zurück zur Festlichkeit. Nicht nur das Vorstellen alter Handwerkskünste kam bei unseren Gästen gut an, auch unsere Komposttoilette erfreute sich großer Beliebtheit. Weniger Begeisterung versprühte dagegen die Hühnerschar. War die Bande anfangs noch mit Regenwurmsuchaktionen zu begeistern, zog sie sich jedoch bald wegen des hühnerunfreundlichen Wetters miesepetrig in die Ecken zurück und versuchte alle Gäste auf dem Weg zur Toilette grantig zu ignorieren. Nicht einmal mit Körnerfutter ließ die Bande sich motivieren, wenigstens den Anschein fröhlicher Hühner zu erwecken. Doch soviel Freiraum zur Auslebung ihrer Launenhaftigkeit müssen wir wohl glücklichen Hühnern einräumen.

Skeptische Blicke unserer pikierten Hühnerschar. Foto: D. Rieker

Skeptische Blicke unserer pikierten Hühnerschar. Foto: D. Rieker

Im Gegensatz zur Gackerbande kamen die Kaninchen voll auf ihre Kosten. Sie wurden gestreichelt und gefüttert, bis sich alle müde und überfressen auf ihre Liegeplätze zurückzogen. Nur zweimal entschlüpfte einer der Hoppler den Gehegen, um die große Welt da draußen zum wohl ungünstigsten Zeitpunkt entdecken zu wollen. Doch glücklicherweise haben unsere Cityfarmer schon recht schnelle Reflexe, wenn es um das Einfangen ausbruchsfreudiger Kaninchen geht.

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Benni auf Führungs-Tour. Foto D. Rieker

Im Gemüsegarten erweckten nicht nur zahlreiche, exotisch anmutende Gewächse die Aufmerksamkeit der Besucher, auch Masha und Wanya zogen alle Blicke auf sich. Gut getarnt watschlen die Beiden von Beet zu Beet und suchen nach Schnecken, Käfern und anderem Kleingetier, welches sich unter Blättern und in der obersten Erdschicht versteckt. Bevor man unser Indisches Laufentenpärchen zu Gesicht bekommt, hört man sie ausgiebig schnattern. Jeder Watschler wird scheppernd kommentiert und Eindringlinge (auch wir gelten, wenn es nach Masha geht, als Eindringlinge im Entenrevier) lautstark mit entischen Ausdrücken bedacht. Doch auf dem Fest zeigten sich beide von ihrer freundlichsten Seite und konnten viele neue Fans gewinnen. Einer von ihnen war Rainer Erben, Augsburgs Referent für Umwelt, Nachhaltigkeit und Migration. Quasi inkognito besuchte er unser Fest, nahm an einer Führung teil und mischte sich unters bunte Volk. Auch ein Team der Lokalen Agenda 21 besuchte uns zur Feierlichkeit, um die neue Farm zu erkunden und nach einem langen Workshoptag am Lagerfeuer zu entspannen.

Masha in weiß und Wanya im Tarnlook. Foto: D. Rieker

Masha in weiß und Wanya im Tarnlook.
Foto: D. Rieker

Zudem hängten wir im Gemüsegarten eine kleine Ausstellung zur Nutzpflanzenvielfalt (BUND) auf und stellten euch ein kleines Angebot an Saatgut bereit. Im kommenden Jahr werden wir uns wieder verstärkt der Vermehrung unserer alten und seltenen Gemüsesorten widmen können. Doch dieses Jahr standen erst einmal Umzug und Neuaufbau im Vordergrund und wir konnten nur vereinzelte Sorten vermehren. Auf unseren Festen und Veranstaltungen 2016 werden wir euch wieder eine größere Auswahl anbieten können!

Ausstellung Nutzpflanzenvielfalt. Foto: D. Rieker

Ausstellung Nutzpflanzenvielfalt.
Foto: D. Rieker

Am festlichen Lagerfeuer war unterdessen viel Andrang, denn das feuchtkalte Wetter lockte unsere Gäste an die wärmenden Flammen. Dort wurde zum heißen Tee Stockbrot gebacken, nebenan gegrillt und unter dem gleichförmigen Tönen der Schmiedehämmer viele anregende Gespräche geführt.

Wir danken all unseren Gästen für ihren Besuch und hoffen die Feier hat euch gut gefallen und Lust gemacht wieder zu kommen!

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Eröffnungsfeier-Trouble, Foto D. Rieker

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