Ab in den Frühling!

Liebe CityFarm-Freunde,

heute gibt es ein paar Neuigkeiten, was sich so getan hat in den letzten Wochen.
Corona hält uns ja noch immer in Atem aber die Arbeit auf der Farm geht trotzdem immer fort.

An dieser Stelle möchte ich gleich darauf hinweisen, dass die Farm bis auf Weiteres geschlossen bleibt. Wir müssen uns wie alle anderen an die Regeln halten und tun dies auch. Deshalb bitten wir von Anfragen, ob man „vorbei“ kommen könne, abzusehen.

Wenn es wieder möglich ist Besucher zu empfangen, werden wir an dieser Stelle einen Tag der offenen Gartentür ankündigen, an dem ein Besuch möglich ist.

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Die enge Welt der Hühner

Vergrößertes Hühnergehege

Die Seuchen begleiten uns tagein, tagaus. Nicht nur, dass wir immer noch Blauzungen-Sperrgebiet sind (Schafseuche), auch die armen Hühner sind schon wieder an der Reihe – von uns selbst mal ganz abgesehen.
Seit ein paar Wochen gilt die Aufstallpflicht für unsere Hühner und Enten. Diesmal open-End und wir müssen damit rechnen, dass es sich bis weit in den Sommer hinein zieht.

Normalerweise kommt in diesem Fall immer ein Brief vom Veterinäramt, in welchem die Stallpflicht angeordnet wird. Also alles verwaltungstechnisch richtig und für uns Halter nachvollziehbar.

Diesmal jedoch haben wir aus den sozialen Medien davon erfahren. Und da uns eine gewisse Skepsis in Bezug auf Nachrichten aus dem Internet innewohnt, folgte der Griff zum Smartphone. Die Nummer vom Veterinäramt war schnell herausgesucht und schon war ein sehr freundlicher Beamter am Apparat, der uns über alles aufklärte. Vielen Dank nochmal für das nette, sympathische Gespräch! Das Vet-Amt löst normalerweise eher Angst und Schrecken bei Tierhaltern aus. 😉

Aber nun war klar, dass es sich nicht um Fake News handelt. Aufgrund der coronalen Unterbesetzung waren diesmal einfach keine Briefe raus gegangen.

Der schöne Merlin.

Für eine kleine handvoll Hühner wäre das Ganze sicher nicht das Problem gewesen. Aber wenige Wochen vorher hat unser lieber Rachmed 30 Hühner bei einem Bauern gerettet, die ausgestallt und geschlachtet werden sollten. Eine Teil zog bei ihm ein und ein Teil bei uns.

Dazu kam noch, dass wir uns von unserem geliebten Dino verabschieden mussten und einen neuen, ebenfalls wunderschönen Araucana-Gockel aus der Nähe von Schwabmünchen bekamen. Da war eine Aufruhr im Hühnerland!
Logisch, dass unsere Schar not amused war, gestresst kaum mehr Eier legten und sich gegenseitig an die Gurgel gingen.
Also haben wir fast 500 Euro zusammengekratzt, um die Außenvoliere um 6x3m zu erweitern.
Danke an dieser Stelle für unsere Hühnerpaten, denn einen Teil konnten wir von den Patenschaften bezahlen.

Nach zwei Tagen war der Auslauf fertig, sogar mit Lichtplatten im Dach, damit es nicht zu dunkel und schattig darunter ist.
Und die Hühner? Die sind sehr zufrieden, legen wieder Eier und können sich jetzt besser aus dem Weg gehen.
Auch der schöne Merlin weiß den Platz zu schätzen und kräht jeden Morgen auf dem vergessenen Spaten dem Tag seinen Gruß.

Auf Insta hat ildi_von_der_cityfarm gefragt, was denn als Einrichtung für unsere Hühner noch sinnvoll wäre. Mehrfach kam die Antwort: eine Hühnerschaukel! Natürlich wurde diese gleich in die Tat umgesetzt. Nur die Hühner wissen bisher noch nichts damit anzufangen.

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Zurück aufs Fensterbrett

Wir hatten an verschiedenen Stellen schon darauf hingewiesen, dass es dieses Jahr leider keine Jungpflanzen von uns geben wird.
(Werbung für unser Buch) Warum genau steht in unserem Buch „Urban Gardening mal anders 2“ von Benjamin Vogt, Kapitel: Coronale Disfunktion, welches es mittlerweile auch als Hörbuch zu kaufen gibt. Natürlich gehen die Einnahmen wieder zu 100% an die Farm!

Da wir keine größere Anzuchtsmöglichkeit mehr haben, mussten wir zurück aufs Fensterbrett. Da der Platz natürlich mehr als beschränkt ist, reicht es gerade so für unseren eigenen Bedarf.
Es tut uns daher sehr, sehr leid Euch dieses Jahr nicht mit unseren tollen Tomaten beglücken zu können.
Samen jedoch haben wir noch mehr als genug, diese findet Ihr HIER.
Noch ist es zur Tomatenanzucht nicht zu spät! Wir haben auch erst vor wenigen Tagen die Cherrytomaten gelegt. Die Pflanzen wachsen das locker raus und haben nur wenig Verzug in der Reife.

Leider ist ab Montag dem 12.04. erst mal wieder lockdownmäßig dicht. Aber der Bioladen „Kraut und Rüben“ nebenan hat trotzdem auf und viele Pflanzen stehen dort zum Verkauf bereit.
Auch habt Ihr die Möglichkeit in der Gärtnerei anzurufen und eine Bestellung aufzugeben. Euch wird dann ein Pflanzenpaket geschnürt, welches über den Bioladen abholbar ist.

Wenn die Gärtnereien noch/wieder offen sind, lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch in St. Elisabeth. Diese Woche werden dort die Tomaten im Akkord getopft und es sind einige sehr spannende Sorten dabei! Wir haben uns auch schon die ein und andere reserviert.

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Gartopia

Gartopia

Im vergangenem Jahr haben wir zusammen mit dem Forum Plastikfrei den Bessermachenpreis der Lechwerke gewonnen. Daraus entstand im Herbst nicht nur eine wunderbare Veranstaltung mit dem Titel „Tomatensafari“, sondern auch eine ganz neue Fläche.

In der Nähe zur Farm erhielten wir 500m² aus dem Landfundus der Lechwerke für vorerst 4 Jahre pachtfrei, um die Farm zu erweitern und einen neuen Garten anzulegen.

Entstanden ist daraus das Projekt „Gartopia“, ein Gemeischaftsgarten, der aktuell von 14 motivierten Gartenfreunden angelegt wird.
Wer schon einmal einen Garten neu angelegt hat, weiß um die harte körperliche Arbeit die dahinter steht, wenn man Land urbar macht.
Den ein und anderen plagen da regelmäßig Rücken- und Armschmerzen aber so langsam kann man einen Garten erahnen. Natürlich stehen auch in Gartopia Artenvielfalt, Biodiversität und Kulturpflanzen nicht im Widerspruch. Wir versuchen das Konzept des naturfreundlichen Gartens der CityFarm auch dort zu etablieren.
Letztes Jahr erhielten wir ja die Auszeichnung der UN-Dekade Biologische Vielfalt für unser Gartenkonzept.

Für mehr Artenvielfalt!

Auch wenn uns das Wetter gerade nicht hilfreich ist, so haben wir doch schon Einiges geschafft. Vor allem unser schöner Zaun ist nennenswert, welcher WildKacker von unseren Beeten fern halten soll.
Ja, richtig gelesen, Wildkacker und zwar in größerem Ausmaß…. auch die dort hinten aufkommende Müllmenge ist wirklich beachtlich und traurig.
Da denkt man, es wäre ein schön verstecktes Eck, wo kaum jemand hin kommt … Pustekuchen, mitnichten. Von LKW-Fahrern die dort ihre Ruhezeiten einhalten bis zu Autoposern und Jugendlichen, die sich ihren McD-Snack einverleiben, ist in unserer Nachbarschaft alles zu finden. Langweilig wird es da auf keinen Fall und wir versuchen ein freundliches Miteinander zu finden.

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Und was sind unsere Pläne für 2021?

Na, die haben wir sicher!
So wollen wir endlich wieder Lämmchen! Nach der Lämmerpause der letzten 2 Jahre haben wir beschlossen, dass wir wieder Nachwuchs wollen. Im Frühjahr wird ein potenter Bock der Rasse Coburger Fuchs einziehen und ein paar ausgewählte Mädels (voraussichtlich Elfie, Chwebacca und Chefin) dürfen mit ihm den Sommer verbringen.
Wenn dann alles geklappt hat, regnet es an Weihnachten zuckersüße Lämmchen.

Ein weiterer Plan ist der Besuch von zwei Mittelaltermärkten mit unserem Wollstand. Dort zeigen wir Schauspinnen und verkaufen gegen eine Spende unsere Wollprodukte. Natürlich sind wir alle gewandet, unser Zelt ist ein richtiger Mittelaltermarktstand und wir tauchen ein in das Leben vor ca. 800 Jahren. Kommt uns doch besuchen, wenn die Märkte stattfinden können!

Do. 13.5.2021 bis So. 16.5.2021
2. Mittelaltermarkt zu Altenstadt
Triebstr. (Festplatz)
86972 Altenstadt

Fr. 23.7.2021 bis So. 25.7.2021
1. Mittelaltermarkt Hohenpeißenberg
Bergstr. 82383 Hohenpeißenberg
(der findet wirklich oben auf dem Berg statt!)

Urban Gardening mal anders 2

Einige haben es sicher schon in den Händen oder zumindest davon gehört:
„Urban Gardening mal anders 2“ ist seit ein paar Wochen im Handel erhältlich!

Unser fleißiger Benni hat die Coronazeit wirklich gut genutzt und der CityFarm Augsburg ein weiteres wunderbares Büchlein beschert. Seinen unverwechselbaren Schreibstil findet man natürlich auch in diesem Buch wieder. Unterhaltsam, zum Schmunzeln und Nachdenken erzählt er die Story der neuen CityFarm ab dem Umzug. Von 108 LKWs bis zu den ersten Lämmchen.

Das Buch kostet 9.99 Euro und geht wie immer zu 100% an die CityFarm!
Wenn Ihr uns also unterstützen wollt, dann ordert ein, zwei oder drei Büchlein für Euch selbst, Freunde und Verwandte. Ziel ist, davon die Pacht für 2022 zahlen zu können.

Auf Wunsch gibt es natürlich eine Widmung des Autors.

Gerne könnt Ihr ein Buch direkt bei uns bestellen oder in allen gängigen Bookstores (außer Amazon 😉 ).

ISBN-10 : 375262082X
ISBN-13 : 978-3752620825

Start ins neue Jahr

Blue Orange

Liebe CityFarm-Freunde,

wir wünschen Euch ein wunderbares, kreatives, energievolles und vor allem gesundes 2021!
Wir selbst schauen hoffnungsvoll ins neue Jahr und nutzen die Winter- und Lockdownzeit neue Ideen zu ersinnen, Pläne zu schmieden und die Farm als lebendigen und bunten Ort langfristig zu erhalten!
Trotz der Rückschläge wie dem Ausfall der Saatgutbörse oder dass wir in diesem Jahr keine Jungpflanzen für Euch ziehen können, geben wir nicht auf und nutzen die freigewordenen Energien für neue Projekte.

Saatgut

Wie schon erwähnt, muss unser jährliches Saatgutfest aufgrund der Corona-Situation Anfang März ausfallen. Ihr wisst ja selbst, wie viele Besucher immer da sind, sodass es für uns nicht möglich ist, ein Hygienekonzept zu erstellen und es dann auch umzusetzen.

Daher bieten wir Euch die Möglichkeit unser Saatgut (Ihr wisst: aus rechtlichen Gründen nur zu Dekozwecken verwenden) gegen eine kleine Spende an unser Projekt zu bestellen.

Endlich haben wir es geschafft, unsere Listen zu aktualisieren und Euch HIER auf unserer Seite zur Verfügung zu stellen. So eine Kette aus Bohnen- und Tomatensamen ist auf jeden Fall ein Hingucker!

Viel Spaß beim Stöbern!

Afternoon Delight

Winter auf der Farm

Ansonsten ist auch auf der Farm endlich der Winter angekommen und alles liegt in einem Dornröschenschlaf. Der Schnee schützt unsere Pflanzen vor großer Kälte und die Tiere ziehen sich freiwillig am Abend in ihre Behausungen zurück.

Waliser Schwarznase Obiwan

Alle Tiere?
Nein, die wollige Bande scheint sich bei Schneesturm erst richtig wohl zu fühlen!
Da wird sogar draußen geschlafen, bis der Raureif die Wolle bedeckt oder man eingeschneit ist.

Vor allem Obiwan genießt das Wetter!
Waliser Schwarznasen fühlen sich bei rauer Witterung wesentlich wohler, als in sommerlicher Wärme. Da sieht man wieder, dass die Tiere eigentlich einer Gebirgsrasse angehören.

Nun möchte ich Euch noch von Paula Pine und der schönen CharChar berichten.
Vor zwei Wochen holten wir die weiße Schlappohrdame der Rasse Bergschaf und ihre beste Freundin, eine erfahrene Merino-Mixlady, aus der Nähe vom Starnberger See.

Neue Schafe müssen grundsätzlich 2 Wochen in Quarantäne, nein nicht wegen Corona, sonder um unsere Herde zu schützen, sollten sie doch eine Krankheit mitbringen.
Außer 3 Tage Schnupfen, die Paula Pine ein wenig rotzeln ließ, sind die Beiden bei bester Gesundheit und durften jetzt in die Herde einziehen.

Nach ein wenig Gerangel, hatten sie sich schon nach kurzer Zeit integriert. Das ist ungewöhnlich, denn es dauert in der Regel wesentlich länger, bis sich alle gegenseitig akzeptieren!

Für uns und für die Schafe auf jeden Fall ein Grund zur Freude. Heute kamen sie mir schon als Teil des wolligen Gemenges entgegen und haben scheinbar auch schon engere Freundschaften geschlossen.

Die schöne CharChar.

Die schöne CharChar eroberte kurz nach ihrem Einzug sofort das Herz der CityFarm-Freundin Tine vom (Werbung) Kreativraum Pfersee, die nun Patin des lieben Schafmädchens ist.

Aber auch die neugierige Paula Pine steht bereit, Euch zu begeistern! Auf unserer Patenseite könnt Ihr sehen, welche Tiere sich einen Menschenfreund wünschen.

Da auch uns Corona vor allem das finanzielle Leben schwer macht, freuen wir uns über jeden Paten und jede Patin.
Mit dem Geld bezahlen wir das Futter und die Tierarztkosten der Tiere.

Als Pate/in seid Ihr Teil der CityFarm-Gemeinschaft und könnt Euer Tier besuchen kommen, füttern und die Abläufe auf der Farm kennenlernen.

Besonder interessant ist eine Patenschaft auch für Spinner/innen, Filzer/innen und Wollfreunde im Allgemeinen. Denn bei Interesse bekommt Ihr von Eurem Tier einen Teil der Wolle als Rohwolle oder auch gewaschen und kardiert zugeschickt.

Aus organisatorischen Gründen können KEINE halben Patenschaften vergeben werden!

Noch eine kleine Erinnerung an unseren Weihnachtskalender. Eigentlich wollten wir ihn zum Neujahr wieder offline nehmen, haben uns aber entschieden Euch das Hörbuch noch etwas länger kostenlos zur Verfügung zu stellen.
24 Tage – 24 Kapitel von unserem CityFarm-Buch „Urban Gardening mal anders“ vorgelesen vom Autor selbst Benjamin Vogt.

Auf unserem YouTube-Kanal CityFarm Augsburg könnt Ihr Euch die Playlist anhören.

Alltag auf der Farm und Weihnachtskalender

Liebe CityFarm-Freunde,

Weihnachten steht vor der Tür und pünktlich zum 1.12. hat es sogar geschneit! Hoffen wir, dass es nicht das letzte Mal diesen Winter war.

Auf der Farm läuft alles seinen Gang, die Tiere interessiert nicht, mit welcher Krise sich die Welt gerade herumschlägt.
Sie wollen täglich raus aus dem Stall und regelmäßig Futter. Für uns ist dieser Alltag auf der Farm ein Stück Normalität. Auch wenn wir unsere CityFarmer aufteilen müssen und viele Dinge daher nur kleckerlesweise getan werden, beherrschen die Routinearbeiten den Tag.

Der Morgen beginnt mit der Kaninchenfütterung, wenn sie gerade mal nicht ausgebrochen sind.
Dann heißt es Loch finden und die Tiere bitten, sich wieder in ihr Gehege zu begeben.
Danach werden die Hühner aus dem Stall gelassen und gefüttert.
Dem folgen die Enten, die meistens schon lautstark nach der Öffnung der Türe rufen. Ihr erster Gang ist jeden Tag zum Wasserbecken, um ein Bad zu nehmen. Ist dieses zugefroren, dann entfernen wir natürlich wenigstens einen Teil der Eisschicht.

Heusackinspektion

Nun folgen die Schafe. Begrüßt vom Mähkonzert werden die Raufen mit gutem Heu aus dem Schuttertal aufgefüllt.
Skeptisch werden die trocknen Grasfasern angekostet und manchmal unwillig im Heusack gestöbert, wenn die Ration mal etwas zu hartfaserig ist.
Doch die genügsamen Wollfreunde finden trotzdem genug zu fressen und die harten Halme werden einfach herausgezogen auf auf dem Boden verstreut.
Noch Wasser enteisen und gegebenenfalls auffüllen.
So beginnt für uns der Tag.

Am Nachmittag ist Leckerliezeit! Nachdem die Hunde unerm Apfelbaum Kracker suchen dürfen, wird für die Schafe ein Eimer Brot klein geruft.
Ihr erinnert Euch vielleicht, dass Schafe nur unten Zähne haben und oben eine Kauplatte. Deshalb muss das Brot zerkleinert werden. Nach ein paar Äpfelchen dazu und los kann es gehen.

Das Brot holen wir übrigens jede Woche vom Fairteiler beim Contact in Haunstetten.
Dort fällt auch jede Woche zahlreiches, nicht mehr so gutes Gemüse an und auch jede Menge Äpfel.
Die Hühner und Kaninchen freuen sich über das Grün und gerade die Gackerbande macht sich freudig über jeden angewelkten Salatkopf her.
Da fliegen die Fetzen und es wird sich um jedes Stück gestritten. Jedes Mal wieder ein Schauspiel!

Der Eimer Bot und Äpfel wird nun bei den Schafen in die Futterkisten verteilt. Natürlich sind es so viele Kisten, dass es kein Gedränge gibt und jeder seinen Teil abbekommt.
Auch hier ein Schauspiel! In wildem Galopp stürmt die Herde die Kisten. Brot ist für die Wollträger wie für uns Schokolade. Nicht unbedingt gesund aber sooooo lecker!

Gibts jetzt endlich Futter?

Keule, die Krähen und Spatzen räumen nach der Fressparty ordentlich auf. Währenddessen wird wieder die Raufen mit Heu bestückt und das Wasser kontrolliert. Nun dämmert es schon, was heißt die Hühner bewegen sich (eventuell) von alleine in den Stall.
Eigentlich würden sie lieber, wie ihre wilden Verwandten, draußen auf den Bäumen und Büschen schlafen. Aber das geht aufgrund der Raubtiere natürlich nicht.
Manchmal muss dann mur dem Stecken nachgeholfen werden.
Da fühlt man sich schonmal wie Michl aus Lönnerberga. Ja, unsere Hühner haben auch schon angegorene Früchte gefuttert, mit Hingabe! 😉 

Nachdem die Enten und Hühner dann endlich im warmen Stall sind, die Kaninchen ihr Abendmahl erhielten, ist dann auch für uns Feierabend.
Manchmal ist der Abend so einladend, dass noch ein kleines Lagerfeuer entzündet wird.

Feuerkorb

Wenn ich an die alte Farm denke, ist sie kaum vergleichbar mit der heutigen CityFarm 2.0. Fast kann man uns schon als Bauernhöfchen bezeichnen, denn allein die Fläche hat sich fast vervierfacht.
Auch konnten wir früher nur weniger Tiere halten, Schafe hatten wir da noch nicht. Geträumt habe ich (Ildi) aber schon davon, war doch meine Kindheit von den wolligen Freunden geprägt.
Man sagt, die Schafleidenschaft würde in jeder Generation einen oder eine packen. Es hat sich auf jeden Fall bestätigt! Ich erinnere mich noch an Pipi in den Augen, als das erste Lämmchen geboren wurde.

Auf der alten Farm war daran aber noch nicht zu denken.
Kennt Ihr das alte Gelände noch? Diese 600qm mit den alten, wunderbaren Obstbäumen und unserem kleinen Kinderspielhaus als Hühnerstall.

Wunderschönes Wetter lockte viele fleißige Hände auf die CityFarm.

Die alte kleine Farm.

Wer jetzt in Erinnerungen schwelt, darf sich freuen, denn wir haben uns für Euch etwas ausgedacht.
Sicher kennt Ihr unser Büchlein „Urban Gardening mal anders“, geschrieben von unserem Benjamin Vogt.
Er hat sich, aufgrund coronaler Arbeitspause hingesetzt, und das Buch als Hörbuch eingesprochen.

(Da schon einige Nachfragen kamen: das 2. Buch ist kurz vor der Veröffentlichung! Die Geschichte der neuen CityFarm.)

Nun aber zurück zu unserem Geschenk an Euch, einem Weihnachtskalender zum Anhören!
24 Tage – 24 Kapitel von Urban Gardening mal anders (Zufall, es hat tatsächlich genau 24 Kapitel!), vorgelesen von Benni.
Auf Youtube haben wir eine Playlist, auf der jeden Tag ein neues Türchen geöffnet und damit ein neues Kapitel veröffentlich wird. Hier könnt Ihr Euch die erste Folge anhören. Viel Freude damit!

Die CityFarm in Corona-Zeiten

Lieblingstomate Orange Russian.

Liebe CityFarm-Freunde,

heute wollen wir Euch ein kleines Update geben, wie wir durch die Krise kommen/gekommen sind. Es ist ja noch nicht vorbei.

Die Farm finanziert sich, wie Ihr sicher wisst, nicht nur über Spenden und Patenschaften, sondern auch über unsere Spendenverkäufe, vor allem aber über den Jungpflanzenverkauf im Mai.
Seit Jahren sind wir mit unserem Stand auf dem Frühlingsfest im Interkulturellen Garten „Grow up“ dabei.
Da das Fest aber aus verschiedenen Gründen ausfallen musste, überlegten wir uns einen Tomaten-Lieferdienst ins Leben zu rufen. Die Pflanzen konnten online bestellt und dank der ersten Coronalockerungsmaßnahmen auch selbst in der Gärtnerei abgeholt werden.
Zahlreiche Bestellungen wurden aber auch im Stadtraum Augsburg von uns geliefert.

Es war ja zu Beginn der Vorzuchtsaison nicht abzusehen, wie sich das Jahr 2020 entwickelt, denn sonst hätten wir weniger Pflanzen angezogen.
Nun wollten wir nicht auf 2000 Jungpflanzen sitzen bleiben oder diese auf den Kompost befördern. So war, wie sicher für viele andere auch, die Onlinebestellung der einzige Weg.

Es lief alles in allem gut aber ehrlich gesagt, möchten wir das nicht wieder machen müssen. Glücklicherweise war unsere Tomatenfrau Ildi zu der Zeit coronabedingt arbeitslos, ansonsten wäre der Arbeitsaufwand nicht zu stemmen gewesen.
Es lief natürlich nicht alles 100%ig glatt und wir möchten uns bei jenen Gartenfreunden entschuldigen, in deren Kiste es zu Verwechslungen kam oder die ein oder andere Pflanze fehlte oder einfach nicht mehr verfügbar war.
Auf jeden Fall danken wir Euch allen für Eure Unterstützung!

Die Spendeneinnahmen waren gut, konnten aber den Standverkauf auf dem Frühlingsfest bei weitem nicht toppen.
Nun ja, allen müssen kürzer treten, die CityFarm eben auch.

Wie es mit dem Pflanzenverkauf 2021 weitergeht, wissen wir leider auch noch nicht. Denn aktuell sieht es so aus, als könnten wir unsere Vorzucht nicht weiter in St. Elisabeth durchführen.

Wie wird es 2021 weitergehen?

Wer also ein beheiztes Gewächshaus weiß, in welches wir uns „einmieten“ könnten, um für ca. 10 Woche bis zu 2000 Pflanzen unterzubringen, der darf sich sehr gern bei uns melden!

Wenn wir keine Alternative finden, dann können wir Euch leider im kommenden Jahr keine Pflanzen alter und seltener Gemüsesorten anbieten.
Fensterbank ist im Übrigen keine Option, es geht in diesem Umfang nur in einem professionellen Gewächshaus mit professionellem Equipment.

Aktuell herrscht auf unserer Seite noch etwas Unsicherheit, inwieweit wir wieder für Gäste öffnen dürfen.
Eigentlich sollte am 28. Juni der große Tag der offenen Gartentür Schwaben stattfinden, an dem wir erstmalig teilnehmen wollten. Nun wurde dieser aber vom Veranstalter abgesagt.
Wir sind uns noch unschlüssig und müssen erst Informationen einholen, inwieweit wir unsere Gartentür trotzdem für Besucher öffnen können. Wir halten Euch auf dem Laufenden, ob die Veranstaltung in kleinem Rahmen stattfinden kann oder nicht. 

Bleibt gesund und bis bald
Euer CityFarm-Team!

Gerade wieder in voller Blüte, unser Lieblingsunkraut der Klatschmohn.

Saatgutfest 2020 am 01.03.2020 14-18 Uhr

Liebe CityFarm-Freunde,

wie jedes Jahr startet unsere Saison mit unserem Saatgutfest.
Seit Wochen packen wir Saatgut in Tütchen ab, beschriften und etikettieren. Es sind in diesem Jahr wieder anschauliche 9 Kisten geworden! Davon allein 4 mit den Tomatensorten, die wir 2019 vermehren konnten.

Daher heißen wir Euch am Sonntag dem 01. März ab 14 Uhr auf der Farm willkommen und schüren das Lagerfeuer, da da Wetter ja endlich wieder „normal“ werden soll.
Sollte es sich der Wettergott doch noch einmal anders überlegen, dann lasst Euch gesagt sein: Das Fest wird bei jeder Witterung veranstaltet. Treue Gäste wissen bereits, dass sich eine dem Wetter entsprechende Bekleidung als unabdingbar erweist.

Dieses Jahr versuchen wir den Saatgutstand etwas zu entzerren und mehrere Stationen aufzubauen. Zudem haben wir schon die ersten Pflänzchen für Eure Gärten da, die gegen Spende mitgenommen werden können. Z.B. warten Asiasalat, Schnittlauch, Katzenminze und Pimpinelle auf ein neues zu Hause.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt, denn neben Tee und Kaffee gibt es wieder einen leckeren Kuchenverkauf. Da geht unser Dank an unsere treuen CityFarmer, die fleißig den Kuchenstand bestücken.

Saatgutbörse

Alte und seltene Tomatensorten!

Die Börse funktioniert so:

Wir stellen Euch unser eigenes Saatgut und das von unseren Paten gegen eine Spende zur Verfügung. Das Geld fließt direkt wieder in die Saatgutvermehrung, damit wir auch 2021 die Börse wieder stattfinden lassen können.

Daher bitten wir um Eure Fairness, Euch bei der Bezahlung an der Spendenempfehlung zu orientieren. Die Saatgutgewinnung ist sehr aufwändig, ebenso wie das Abpacken und Etikettieren der Tütchen.

Plastikfrei: Noch haben wir überwiegend in Druckverschlusstütchen verpackt, wollen aber langfristig auf Papiertütchen umstellen.
Leider sind diese erheblich teurer, weshalb wir die Umstellung nur Schritt für Schritt umsetzen können. Wir bitten um Verständnis dafür!

 Euer Saatgut: Wenn vorhanden bringt Euer Saatgut in kleinere Einheiten verpackt zum Tausch mit und beschriftet es mit Art, Sorte und Erntejahr.
Es ist dringend erforderlich, dass die Samen in kleinere Tütchen verpackt werden, denn die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Selbstabpackstationen leider nicht funktionieren.

Bitte seid auch beim Tausch fair!

Sortenpaten gesucht!

Auch in diesem Jahr möchten wir wieder Sortenpatenschaften vergeben für Tomaten, Bohnen, Zuckererbsen und Mais (wir können leider aufgrund der Nachbarschaft zu einem Energiemaisfeld keinen Mais mehr selbst vermehren).

Wenn Ihr Interesse habt, sprecht Ildi einfach an (die mit den Dreads bei den Tomatensamen).

 

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Allgemeines

Wir möchten zudem wie immer darauf hinweisen, dass Eltern auf Ihre Kids aufpassen müssen (Aufsichtspflicht). Normalerweise eine Selbstverständlichkeit, auf welche man nicht hinweisen bräuchte.
Dennoch kommt es immer wieder vor, dass Kinder unsere Tiere jagen, in den Gehegen rumschreien, nach den Tieren schlagen oder Pflanzen im Garten ausreißen.

Foto: Rosemary Photography

Auch dürft Ihr gern Eure Vierbeiner mitbringen.
Wir bitten euch aber darauf zu achten, dass unsere Tiere nicht gestört werden. Leinenpflicht gilt im Gemüsegarten und allen Gehegen, wie auch an der Schafweide!
Zudem versteht sich von selbst, dass Häufchen vom Besitzer entfernt und in unsere schwarze Tonne entsorgt werden (also bitte an die Tütchen denken).

Anfahrt mit dem Auto:

–> Das Parken an der Farm ist, außer für Mitwirkende, nicht erlaubt! Wir bitten euch das Auto an der Aral-Tankstelle, in der Stuttgarter Straße oder auf dem großen Parkplatz am Nordfriedhof abzustellen und die restliche Strecke zu laufen.
Nur wer etwas zu liefern hat oder sehr schlecht zu Fuß ist, darf kurzzeitig an der Farm halten.

Die CityFarm liegt in den Krötenbiotopen.

Unser Gelände liegt mitten in den Krötenbiotopen der Stadt Augsburg und wir wollen den Autoverkehr minimieren und Radverkehr fördern.
Wenn ihr etwas liefern wollt, könnt ihr das gern tun aber dann bitte das Auto außerhalb parken. Alles was zwei oder vier gesunde Beine hat, kann die Strecke laufen.

Bitte parkt nicht die Straßenpoller im Gablinger Weg zu, dort muss der Bauer mit dem Trecker durch, auch am Wochenende! Auch auf der Wiese daneben herrscht Parkverbot. Die Besitzerin lässt alle dort abgestellten Autos rigoros abschleppen!

Fahrradparkplätze sind dagegen unbegrenzt vorhanden!

Ildi’s DIY-Winter

CityFarmer sein, heißt nicht nur Schafe kuscheln!

„Es ist schon ein bisschen verrückt, was ihr da macht!“
Willst du nicht endlich mal ein normales Leben anfangen?“
Wow, das ist so toll was ihr macht, ich könnt das nicht.“
Warum quält ihr euch freiwillig mit so viel dreckiger Arbeit?“
Ihr seid scho ganz schön irre.“

Das ist nur ein kleiner Auszug an Sätzen, die mir immer wieder begegnen, von Freunden, von der Familie, von Bekannten, von Fremden.
Im Gegenzug frage ich mich dann „Und wie kannst Du so leben? 50 Stunden-Woche und am Wochenende so kaputt gearbeitet vom Bürojob, dass du kaum Zeit für deine Kinder, geschweige denn Hobbys oder Engagement in welcher Form auch immer, findest? Das soll ein erfülltes Leben sein?“

Auch ein naturfreundlicher Garten ist Engagement.

Natürlich spreche ich es nicht laut aus aber es zeigt mir, dass jeder in seiner eigenen Welt lebt, mit seinen ganz eigenen Prioritäten und oft nur wenig Verständnis anderen Lebensentwürfen gegenüber herrscht. Manchmal fällt es mir schwer, anderen keinen Vorwurf über ihr Nichtstun im Leben zu machen.
Aber dann erinnere ich mich, dass ich selbst viele, viele Jahre gebraucht habe, bevor ich begann umzudenken und daraus der Wille entstand, Etwas anders zu machen. 

Doch das soll nicht Thema sein. Soll doch jeder Leben wie er es will?

DIY pur: ich beim Schafscherkurs mit Jan Hartmann!

Wir wollen mit unserem Dasein wenigstens versuchen etwas besser zu machen und andere zu inspirieren, über ihre Handlungsmöglichkeiten nachzudenken. Wir können nicht nur rumsitzen, schimpfen und hoffen das andere was tun.
Deshalb stören uns derartige Aussagen nicht sonderlich und wir können mit einem Lächeln sagen: „Ja, wir sind gerne anders und stehen dazu.“

Zu einem etwas nachhaltigeren Leben gehört auch das Selbermachen verschiedenster Dinge. Das soll eigentliches Thema meines Artikels sein.

Am Anfang steht die Frage kaufen oder selbermachen? Das hat nicht nur etwas mit Kaufkraft zu tun, sondern mit Wertschätzung, Qualität, Neugierde, Experimentierfreude und natürlich einem ökologischen Bewusstsein.

Schon die alten Griechen strebten nach nützlichem Wissen.

Der erste Gedanke, dass es ja billiger ist, etwas selbst herzustellen, stellt sich bei näherer Betrachtung aber oft als falsch heraus. Nicht nur die vielen Zeitstunden, die wir investieren (um etwas zu lernen und es dann anzuwenden), sondern auch die Verwendung qualitativ hochwertiger Rohstoffe/Ausgangsstoffe kostet seinen Preis.

Vor allem Ersteres wird oft unterschätzt. Schon die alten Griechen beschworen als oberste Priorität „das Erlernen von Nützlichkeiten“, denn „Weisheit ist die Anwendung von erworbenem Wissen“ und „Wissen ist bekanntlich Macht“. In unserem Fall ersetzen wir das Wort Macht wohl eher durch Freiheit und Selbstbestimmtheit.

Nun hat dieser lebenslange Erkenntnisprozess so seine Tücken. Bei vielen Gelegenheiten sind wir mit unseren Selbstmachbemühungen auf die „Schnauze“ geflogen.
Ob es eingeweckte Gläser voller Leckereien sind, die Kellerregal bersten, oder Stromschläge die man sich bei unsachgemäßer Handhabung von Solarmodulen abholt, die Liste des Scheiterns ist vielfältig. Learning by doing über try and error – haben wir es einst spaßhaft betitelt. Allerdings ist dies sehr langwierig und manchmal frustrierend.

Zum Glück gibt es aber Menschen, die Wissen was wir benötigen, haben und bereit sind, es weiter zu geben. So kann man sich vielleicht den ein oder anderen error sparen.

Schafe machen Arbeit: hier Klauenpflege.

Innerhalb der fünf Lebensbereiche, „Eating, Housing, Clothing, Energy und Mobility“ bemühen wir uns trotzdem auch weiterhin um ein selbstbestimmtes Leben.
Alleine die „Wollschöpfungskette“ mit Schafhaltung und -Pflege, Scheren, Waschen, Färben, Kardieren, um das Fasergold letztendlich zu Garn zu spinnen und Socken daraus zu stricken, bedarf Unmengen Know-How, Zeit und Equipment.
Wäre es da nicht einfacher Industrieware zu kaufen?
Einfacher ja, aber dann haben wir es ja nicht selbst gemacht, wissen nicht wie es den Schafen ging, wie und wo im Verarbeitungsprozess die Umwelt belastet wurde, ob Maschinen oder Menschen die Arbeit verrichteten, ob Letztere gerecht bezahlt wurden und von den Transportketten ganz zu schweigen.
Welchen Fußabdruck man auch immer nehme, es wäre ein riesiger!

Sicher habt Ihr schon Bilder oder Videos gesehen, wie wir unsere Schäfchen scheren aber wie die Wolle danach weiterverarbeitet wird, das konnten bisher hauptsächlich die Instagramm-Nutzer nachvollziehen, die ildi_von_der_cityfarm in der Insta-Welt folgen.

So muss die Wolle sofort nach der Schur sortiert werden, heißt die schmutzige Bauch-Beine-Po-Wolle wird aussortiert und landet entweder im Garten oder wird gesammelt zum Düngepellethersteller geschickt (ist für dieses Jahr geplant).
Die restlichen Wollvliese werden, in Kisten verpackt, ins Lager geschafft, um sie bei warmen Frühlingswetter auf dem Dach zum Nachtrocknen ausbreiten zu können. Einen Teil der Wolle verwenden wir als ungewaschene Rohwolle zum Filzen (z.B. für unsere Sitzfellchen).
Der Rest wartet bis zum Winter auf seine Weiterverarbeitung, denn während der Saison fehlt uns einfach die Zeit dafür, zumal im August/September die 2. Schur ansteht.

Selbst gefärbte Wolle

Ist dann der Winter gekommen, wird die Wolle Stück für Stück gewaschen. Entweder auf Gittern ausgebreitet vom Regen (was seeeeehr lange dauert) oder in einem alten Wecktopf mit Wollseife und Wasser.
An der Rotte, also Fermentation, habe ich mich auch einmal versucht, fand es aber unglaublich eklig und es verbrauchte für meinen Geschmack zu viel Wasser diesen Ekelfaktor zu raus zu waschen (auf der Farm haben wir ja nur Regenwasser und sowas kann ich nur auf der Farm machen, da es schlimmer stinkt als Brennesseljauche!).

Als Anhaltspunkt: Die Wolle einer kleinen Skudde wird in 2 Teilen 2-3x gewaschen, weil sie unglaublich viel Wollfett enthält. Gut 1/3 des Wollgewichts entfällt bei dieser Rasse auf Fett.
Im Gegensatz dazu wird die Wolle von Obiwan oder Kenobi auf 4 Teilstücken 1x gewaschen. Weniger Durchgänge aber viel mehr Wolle.

Im gleichen Wecktopf wird die Wolle bei Bedarf auch gefärbt

Bunte Wolle auf der Kardiermaschine.

Dieser ganzen Vorarbeit folgt nun das Rupfen, wofür wir extra ein Gerät, den Wollpicker, angeschafft haben. Da wird die Wolle unten rein gestopft, die Wiege per Hand bedient und hinten kommen lockere Wollfläckchen wieder raus. Natürlich kann man das auch per Hand machen, es geht bei den Mengen aber schneller mit dem Picker.

Die nun schön aufgelockerte Wolle kann jetzt kardiert werden. Eine Kardiermaschine kämmt die Wolle und richtet die Fasern halbwegs gleichmäßig aus. Dabei werden zudem letzte Verschmutzungen und Knötchen entfernt.
Heraus kommt ein schönes Kardenband, auch Wollbatt genannt. Verwendbar ist dies nun entweder zum Filzen oder um einen Faden daraus zu spinnen.

Ihr seht, allein schon die Vorbereitung der Wolle erfordert Einiges an Wissen und Material.

Das neue Spinnrad!

Zum Spinnen braucht Frau dann wiederum ein Spinnrad (welches der liebe Mann ihr zu Weihnachten schenkte, danke!) oder eine Handspindel und jemandem, der es einem erklärt.

Klar kann man sich heutzutage mit Youtube behelfen. Aber einen direkten Ansprechpartner zu haben, der einen auf Fehler hinweist oder Fragen beantwortet, kann das Internet nicht bieten. Wir haben dafür unsere liebe Spinnerin Inge, die uns mit ihrem lebenslangen Erfahrungsschatz zur Seite steht und bei uns mit uns Spinnkurse durchführt.

Danke liebe Inge!

Jetzt kommt etwas unbeauftragte Werbung, weil ich Euch von den besuchten Kursen berichten möchte:

Meine selbst gemachte Schäferweste!

Das Gleiche gilt beim Filzen, vor allem wenn Frau etwas kompliziertere Dinge, wie z.B. Kleidung, anfertigen möchte.
Dafür
habe ich sogar extra einen Kurs in Regensburg besucht und dort gelernt eine Weste zu filzen. Ganz ehrlich: ohne die Anleitung der Filzkünstlerin Caro Lanzendörfer hätte ich das niemals hinbekommen!
Allein schon die Festlegung des Schnittes ist eine Wissenschaft für sich.
Dann die Schrumpfeigenschaften der verschiedenen Wollarten und wie sich Wolle im Filzprozess in ihren Eigenschaften verändert – viel Fachwissen und Können, was
Frau erstmal lernen muss!
Es war auf jeden Fall ein sehr spannender Kurs und heraus gekommen ist eine ganz tolle Weste.

Caro hat in ihrer Werkstatt auch einige Webstühle stehen, die meine Aufmerksamkeit auf sich zogen. Aber erst mal das Spinnen und Filzen gut hinbekommen, dann kann ich mich am Weben versuchen.
Nächstes/Übernächstes Jahr oder so.

Willkommen in Bianca’s wilder Kräuterei.

Alles hat seinen „Rattenschwanz“.
Allein schon nach intensiver Arbeit und viel Körperkontakt mit den Schafen braucht Frau (ja, auch der liebe Mann, der Benni) ordentlich viel gute Seife.
Nicht, dass mir der Geruch unangenehm wäre, im Gegenteil ich liebe ihn! Aber zahlreiche Stadtnasen haben dann doch ein kleines Problem mit dem bleibenden olfaktorischen Eindruck.
Das merke ich schon, wenn ich nach der Farm in Arbeitsklamotte noch schnell beim Fressnapf reinschau, um Fluff und Keule mit Kaustängchen zu beglücken.
Ich denke mal, mittlerweile haben sich die Verkäuferinnen an mich und mein Schafstallparfum gewöhnt, doch von anderen Kunden ernte ich oft verstörte Blicke und gerunzelte Nasen.
Frau wird dann manchmal ganz paranoid, wenn sie in z.B. einer wichtigen Besprechung sitzt und das Gefühl hat, leicht nach Schaf zu riechen.
Zum Glück beteuern befragte Freunde dann, dass dies nicht der Fall sei. Wirklich? Aber so ist das nun mal als CityFarmer, City und Farm harmonieren nicht immer perfekt.

Schöne Kaffeeseifen mit Peelingeffekt!

Aber wieder zurück zur guten Seife.
Auch zum Wollewaschen und Filzen benötigt Frau diese, am besten eine, die Fasern und unsere Haut schont. Klar kann ich mir Kernseife im Supermarkt kaufen (greift aber die Haut arg an) oder schweineteure Spezialseife im Fachhandel.
Oder – ihr erratet es sicher schon – Frau macht sie selbst.

Dieser Winter bot sich aus mehreren Gründen an, endlich das Seifenmacherhandwerk zu erlernen. Da hier aber mit gefährlichen Substanzen gearbeitet wird, kam try and error diesmal nicht in Frage. Daher besuchte ich einen Seifenkurs in Bobingen bei „Biancas wilde Kräuterei.

In Gegensatz zu früher (Seife wurde aus Tierfett und Pottasche hergestellt) verwenden wir heute pflanzliche Öle und Fette für unsere Seifen.

Bianca beim Eingießen des Seifenleims.

Allerdings ist das regionale Angebot an benötigten Ölen sehr begrenzt, sodass spezielle Öle und Fette aus entfernteren Gegenden beschafft werden müssen. Selbst wenn Frau dabei auf Bio und Fairtrade achtet, ist der Ökologische Fußabdruck meiner Seife nicht mehr der Beste.
Dann doch wieder Tierfett und Pottasche? Lieber nicht, das find selbst ich etwas eklig und ich bin hart im nehmen.
Oder doch einfach eine kaufen? Nein, es geht ja auch ums Selbermachen: da weiß ich was drin ist, kann die Rückfettung steuern und die Seife nach meinem Geschmack färben oder mit Kräutern bestücken.
Es gehört schon etwas Fingerspitzengefühl und eine gute Schutzausrüstung dazu, Seife herzustellen. Temperaturen müssen beachtet und Reifezeiten eingehalten werden.
Biancas Kurs hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen und ich habe viel gelernt!

Spinnen ist eine wunderschöne Arbeit!

So langsam startet aber wieder die Saison.
Die ersten Saaten sind schon gekeimt und wollen bald pikiert werden. Die Saatgutbörse steht am 1. März ins Haus und naja, arbeiten muss Frau auch irgendwann mal.
Aktuell bin ich froh, wenn ich es schaffe abends eine Stunde zu spinnen.
Der Plan ist aber, das Spinnen der vorbereiteten Wolle auch in der Saison fortzuführen, denn im Mai ist ja schon die nächste Schur unserer 18 Wollgesellen. Wir werden sehen, ob und wie sich das umsetzen lässt.
Zudem findet am 21. Februar der erste Augsburger Spinntreff statt, der im optimalen Fall regelmäßig stattfinden soll.

Was die Seifen angeht, werde ich vor Saisonstart noch einen Tag lang verschiedene Seifen ansetzen, in der Hoffnung, dass diese über das Jahr reichen und ich erst kommenden Winter neue machen muss.

Wie Ihr seht, geht einem CityFarmer die Arbeit nicht aus und wenn, dann sucht er sich schnell neue!

Bitte entschuldigt die Qualität der meisten Fotos. Das ist der Nachteil an meinem Öko-Fair-Handy, die Kamera ist nur so naja….

Unser Stand auf dem Regionalvermarktertag zeigt ganz gut unser DIY-Spektrum.

Liebe CityFarm-Freunde,

als Erstes möchten wir Euch ein besinnliches und entspanntes Weihnachtsfest wünschen. Egal wo Ihr die Feiertage genießt, tut es mit Ruhe, nehmt Euch Zeit für Euch und Eure Liebsten.
Ja, das mag abgedroschen und kitschig klingen und sicher runzelt der Ein oder Andere die Stirn, denn bei Regenwetter und Geschenkestress kommt nur wenig Weihnachtsstimmung auf.
Aber Leute lasst Euch sagen; den Stress macht Ihr Euch ganz alleine. Wer meint mit teuersten Geschenken seine Liebe zeigen zu müssen, hat da etwas falsch verstanden, ebenso jene die solche Geschenke als Selbstverständlichkeit erwarten. Aber ja, der Gott Konsum diktiert wie „Liebe“ heute auszusehen hat.
Oder nicht? Klar bleibt es jedem selbst überlassen, wem er was schenkt. Allerdings hat ein wenig Selbstreflektion noch keinem geschadet und dazu lädt das Weihnachtsfest doch geradezu ein.

Onkel Ronny

Auch die Zeit mit der Familie löst bei Manchem eher Schnappatmung als Vorfreude aus.
Aber man kann die Familienzeit auch genießen, heutzutage sieht man sich ja nicht mehr so oft wie früher. Auch wenn es müßig ist, Oma stundenlang über ihre Gebrechen berichten zu hören oder wenn Onkel Ronny seine braunen Kackparolen über die Weihnachtsgans schweifen lässt, versuchen kann man es, der Familie etwas abzugewinnen. Naja, vielleicht nicht unbedingt Onkel Ronny. (Alle nicht braunen Onkel Ronnys: verzeiht mir bitte die Entwendung Eures Namens.)
Wir freuen uns auf jeden Fall, Weihnachten mit und bei unseren Familien verbringen zu dürfen. Auch ohne Schnee ist es eine schöne und besinnliche Zeit.

Nach unserem kurzen Weihnachtsappell wollen wir Euch natürlich noch berichten, was sich in der letzten Zeit auf der Farm getan hat!

Mirabella

Zuerst möchten wir Euch von unserer Prinzessin Mirabella berichten.
Ihr erinnert Euch doch sicher an unsere Schwarznasen-Bergschaf-Dame, deren Wolle so toll wächst, dass sie im Frühjahr aussieht, als trüge sich ein weißes Kleid?
Dieses bezaubernde Schaf ist nun schon seit gut 3 Jahren bei uns. Zusammen mit Obiwan und Kenobi holten wie sie als Lamm aus der Nähe Stuttgarts. Schon damals fiel und auf, dass Mira einen extrem langen Schwanz hat, den sie aber kaum bewegen kann.
Den langen Schwanz bei Schafen hat übrigens erst der Mensch gezüchtet.

rige Schafrassen wie unsere Skudden haben kurze Schwänze (Wildschafe auch) und zählen damit zu den Kursschwanzschafen. Das Thema langer oder kurzer Schwanz, kupieren oder nicht, trägt wie viele andere Themen der Tierhaltung großes Konfliktpotential in sich. Dies aufzuarbeiten würde den Rahmen unseren Blogs sprengen.
Daher bleiben wir bei Mirabella. Aufgrund ihres teilweise gelähmten Schwanzes konnte sie nicht frei urinieren und besudelte sich dabei immer.
Dass dies ihr selbst unangenehm war, konnte der aufmerksame Beobachter leicht erkennen. Nach jedem Pieseln schüttelte sie sich mehrfach, was aber leider alles nur noch mehr verteilte.
Aufgrund des unangenehmen Geruches, den die Prinzessin verströmte, hatte sie auch nur wenige treue Wollfreunde in der Schafgemeinde. Kurz gesagt, war ihre Lebensqualität stark eingeschränkt.
Aber auch für uns war es ein Ärgernis, denn Urinstein lässt Scheren und Schermaschinen sofort stumpf werden. Zudem war ein Teil ihrer Wolle dadurch unbrauchbar und die Hände rochen nach einer Woche noch unangenehm.

So konnte es also nicht weitergehen. Der Schwanz musste ab.
Nach einer Voruntersuchung durch unsere tolle Tierärztin Amelie war klar, dass eine Amputation dringend notwendig war, denn die Unterseite des Schwanzes war aufgrund des scharfen Urins schon stark entzündet.

Endlich dazu gehören! Mira & ihre Homies.

Die OP selbst verlief optimal und Mirabella überstand auch die Narkose gut. Zwar hasste sie alle Menschen die ersten Tage danach, doch sehr schnell konnten wir erkennen, dass die Entscheidung richtig war.
Als der Stumpf abgeschwollen war, konnte sie endlich wieder richtig Wasser lassen, ohne sich zu beschmutzen. Die anderen Schafe erkannten sehr schnell, dass sie nicht mehr stinkt und nahmen sie in der Herde auf. Stand Mira vorher eher einzeln, ragt sie nun mit ihrer Grüße aus einem Skuddenwollbad hervor.
Nach 2 Wochen war alles sehr gut abgeheilt und auch die vorher entzündete Haut regenerierte sich schnell.
Heute ist Mira auch uns gegenüber wieder die Alte, lässt sich kraulen und scheint ihr neues Leben zu genießen.
Danke Amelie, auch im Namen Prinzessin Mirabellas!

Gefilzte Sitzfellchen

Wolle, Wolle, Wolle, ein großer Teil unserer Arbeit dreht sich nicht nur um die Schafe, sondern auch um Wolle.
Ein Blick in unsere Veranstaltungen zeigt, dass dieses Thema uns am Herzen liegt. Es handelt sich schließlich um einen tollen nachwachsenden Rohstoff, der erst die Schafe vor Wind und Wetter schützt und danach uns. Im Frühjahr ist Schurzeit und für unsere Großen im Herbst noch einmal.
Bei 20 Schafen kommt da eine ganze Menge Wolle zusammen. Die muss natürlich verarbeitet werden. Während Bauch-Beine-Po als Dünger im Garten landet, wird ein Teil als Rohwolle zu Filzfellen, Sitzfellchen, Taschen und Körben gefilzt. In diesem Jahr kam nun dank unserer Spinnerin Inge die Verarbeitung zu Garn hinzu. Wir begannen mit einem Handspindelkurs, der Urform des Fadenerzeugens.
Dabei werden aus gekämmter Wolle Haare parallel ausgezogen und verdreht. Die Drehung und später Verzwirnung zweier Fäden übernimmt die Spindel. 

Handspindel

Übrigens hat Dornröschen auch mit einer Handspindel gesponnen und nicht mit einem Spinnrad! Denn einmal gab es erst im 15. Jh. (die älteste Aufzeichnung eines Flügelspinnrades wurde 1488 im Hausbuch Schloss Wolfegg nachgewiesen) Spinnräder in Mitteleuropa. Zum Zweiten hätte Dornröschen sich an einem Spinnrad nicht stechen können, sondern nur an einer Handspindel mit Spitze.

Zum Spinnen muss die Wolle vorbereitet werden, da sich Rohwolle nur schlecht zu Faden verarbeiten lässt. Zuerst wird die Wolle geschwaschen.
Bis in den Herbst hinein übernahm das bei uns der Regen. Durch Regenwasser wird die Wolle sehr weich und fluffig.
Doch nun im Winter weichen wir auf einen alten Wecktopf und die Wohnung aus.
Der wenig dezente Schafgeruch ist nach der ersten Wäsche verschwunden – sehr zur Freude von Benni.
Nachteil ist, dass es sehr viel Wasser verbraucht. Wir werden uns für die Regenmethode also eine effizientere Lösung ausdenken müssen, um mehr Vliese natürlich waschen zu lassen.

Kenobi in Orange

Ein weiterer Schritt der Wollverarbeitung ist das Färben. Auch hier konnten wir zu Hause ein wenig experimentieren.
Ganz unbedenklich ist die ganze Färberei allerdings nicht, denn die Wolle muss vorher gebeizt werden und auch die Färbestoffe sind nicht immer ökologisch unbedenklich. Zum Ausprobieren haben wir Säurefarben verwendet (Ökotex geprüft). Die Wolle wird dabei mit Essig gebeizt, sodass sie die Farbe aufnehmen kann.
Die Ergebnisse zeichnen sich durch außerordentliche Leuchtkraft aus, wie ihr auf Instagramm verfolgen konntet (ildi_von_der_cityfarm).

Aber das sind bisher nur Experimente. Bis wir Kurse dazu geben können, wird noch einige Zeit ins Land streichen.
Statt dessen widmen wir uns lieber weiter dem Spinnen. Das Interesse der Handspindler war so groß, dass wir gleich im Januar einen Spinnradkurs im befreundeten Jugendhaus Lehmbau angesetzt haben. Große Räumlichkeiten und Wärme haben uns zu diesem Veranstaltungsort bewogen.

Inge spinnt schon viele Jahrzehnte und gibt uns ihr Wissen weiter.

Inge sammelt nun schon seit Monaten Spinnräder, die ihr Mann Detlef (unser Schmied) herrichtet und repariert. So hat jeder Kursteilnehmer sein eigenes Rad.

Bild gibt es CityFarm-Wolle!

Die Spinnerin spinnt schon seit vielen Jahrzehnten und gibt uns ihr Wissen und ihre Erfahrung weiter. Ihr durftet ihr Können auch schon auf manchem unserer Feste bestaunen und selbst versuchen einen Faden zu erschaffen.
Es ist gar nicht so einfach, wie es aussieht. Wir freuen uns auf jeden Fall sehr auf den Kurs und werden Euch über unsere Fortschritte auf dem Laufenden halten.
Vielleicht gibt es ja bald Garn von unseren Schafen gegen eine Spende an die Farm zu erstehen.

Das Thema DIY bezieht sich natürlich nicht nur auf die Wolle. Ildi besuchte vor Kurzem einen sehr spannenden Seifenkurs in Bobingen aber davon werden wir Euch in einem extra Artikel berichten.

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Der Sandling – das bin dann wohl ich!

Eines noch in eigener Sache:

Unser lieber Benni spendet den Erlös seines Buches „Der Sandling“ (ISBN 3749498792) an die CityFarm, damit wir die Pacht für 2020 bezahlen können. Der Sandling erzählt die Geschichte unseres Hundes Keule und ist damit eng mit der Farm verwoben.

Begleitet Benni auf seiner Reise in Keules alte Heimat!
Nicht nur eine abenteuerliche Geschichte, sondern auch eine gute Tat!

https://www.pustet.de/shop/article/41723233/benjamin_vogt_der_sandling.html

Und für alle Wayan-Fans: seit Oktober 2019 ist Bennis Wayan-Triologie komplett! Mögen Matagesch und Newosoresch mit Euch sein!

https://www.pustet.de/shop/article/41865541/benjamin_vogt_wayan_iii.html

Was blüht im Oktober

Blüten Topinambur

Endlich ist er da, der goldene Oktober. Der Herbst wäre kein guter Herbst, würde er uns nicht wenigstens ein paar güldene Tage schenken.
Aus der Idee an einem Sonntagmorgen mal eben schnell die letzten Blüten im Garten zu fotografieren, wurde eine blumen- und hummelreiche Stunde mit sehr vielen Fotos. Wir waren selbst überrascht, wie viele Wild- und Kulturpflanzen noch im Oktober auf fleißige BestäuberInnen warten.
Bevor wir Euch unsere bunten Entdeckungen zeigen, ein kleiner Exkurs zu den wohl puschligsten und beliebtesten Hautflüglern, die auch im Herbst noch zu beobachten sind: den Hummeln (Bombus).

Der Erdhummel trifft man auch im Oktober noch an.

Die Bedeutung der Hummeln für das Ökosystem wurde bisher sicherlich unterschätzt, denn die Tiere können auch noch bei niedrigen Temperaturen (Arbeiterinnen ab 6°C, Königinnen schon ab 3°C) und regnerischem Wetter ausfliegen.
Für Gartenfreunde bedeutet das: sie sichern einen gewissen Grad der Bestäubung, auch wenn das Wetter im Frühjahr bescheiden ist.
Im Vergleich, Honigbienen (Apis) fliegen erst ab einer Außentemperatur von 12°C.
Aufgrund der Flugtemperaturen sind bei Regenwetter im Oktober-Garten eher Hummeln als Honigbienen zu beobachten
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Wen interessiert warum es in den Tropen keine Hummeln gibt, dafür aber eine Art, die im Gletschereis nistet, der darf sich auf der Seite Aktion-Hummelschutz einlesen. Ein überaus spannendes Thema!

In der Regel endet das Hummeljahr im September. Die, im Vergleich zur Honigbiene, kleinen Völker sterben und nur die Jungköniginnen überleben.

Die Nektartankstelle Herbstaster bietet reichlich Futter.


Bevor diese Prinzessinnen jedoch ein geschütztes Winterquartier aufsuchen, fressen sie sich ordentlich Winterspeck an und füllen ihren Magen randvoll mit Honig. Die Damen der meisten Hummelarten befinden sich im Oktober schon in der Winterruhe, nur Jungköniginnen der Ackerhummel (Bombus pascuorum) und der Dunklen Erdhummel (Bombus terrestris) konnten wir noch beobachten.

Borretsch ist ein unermüdlicher Blüher bis in den späten Herbst hinein. Er wird besonders gern von Hummeln angeflogen.

Für diese Prinzessinnen ist es daher unerlässlich, dass auch im Herbst noch pollen- und nektarbildende Blüten vorhanden sind.
Bekannt ist, dass Hummeln eine Vorliebe für blaue und violette Blüten besitzen.
Aktueller Forschungsgegenstand ist sogar, ob die Beliebtheit der Farben etwas mit der Blüten- und damit Nektartemperatur zu tun hat.
Gerade im Frühjahr und Herbst müssen unsere pelzigen Hautflügler ihre Temperatur über 30°C halten, da sie sonst ihre Flugfähigkeit einbüßen.
Was kommt da gelegener, als eine kuschlig warme, dunkelfarbige Blüte, die auch noch warmen Nektar spendet?
In Gärten besonders beliebt bei Hummeln sind neben Borretsch, lila Schmetterlingssträuchern und Lavendelblüten, auch Ringelblumen.

Eine faszinierende Pflanze ist die Schaben-Königskerze.

Im Übrigen hat eine Studie unlängst herausgefunden, dass artenreiche Schrebergärten aufgrund der Mischung blühender Obstbäume und Gemüsepflanzen, Blumen und Unkrautecken mit blühenden Wildpflanzen besonders anziehend auf Insekten wirken. Ausgesprochen schlecht schnitten Parkanlagen ab und auch viele Hausgärten sind wegen ihrer Rasenflächen und Terrassen alles andere als insektenfreundlich. Da hilft auch kein aufgestelltes „Insektenhotel“ mehr. Von Schottergärten ganz zu schweigen….

Zwar zählen wir uns nicht zu den Kleingärten, fühlen uns aber mit unseren „Unkrautecken“ und „Lass mal alles ausblühen“-Konzept durch diese Studie sehr in unserem Tun bestätigt!
Quelle: Baldock KCR, et. al.: A systems approach reveals urban pollinator hotspots and conservation opportunities. In: nature ecology & evolution, https://doi.org/10.1038/s41559-018-0769-y

Daher einmal mehr unser Aufruf: MEHR MUT ZUM UNKRAUT!
Zeigt Bilder Eurer wilden Gärten und nutzt Hashtags wie:
#unkrautistleben #unkrautistschön #naturliebe #savethebees

Sie darf auf dem Gelände wachsen wo sie will, die Stockrose.

Nun aber zurück zu unserem Blütenthema.
Ausgesprochen üppig blüht im Oktober natürlich die Herbstaster (Symphyotrichum laeve), dicht gefolgt von verschiedenen Sonnenblumenarten, darunter Topinambur (Helianthus tuberosus), und mehrjährigen, winterharten Staudensonnenblumen (z.B. Helianthus atrorubens). Jedes Jahr wieder aufregend ist die Herbstblüte unserer Rosen (Rosa), sowie die Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum) mit ihren gut 3 Metern Höhe und zahlreichen gelben Korbblüten!

Wir hatten das Jahr der Kapuzinerkresse. Einige unserer Beete wurden von den leckeren Pflanzen förmlich verschluckt.

Aber auch die klassischen Langzeitblüher wie Borretsch (Borago officinalis), Ringelblumen (Calendula officinalis) , Echter Beinwell (Symphytum officinale) und Strauchbasilikum (Ocimum kilimandscharicum x basilicum) stehen noch in voller Pracht!

Bei Insekten sehr beliebt ist die Große Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) mit ihren leuchtenden, an Mönchskapuzen erinnernden (daher der Name) Blüten.

Lieblingsunkraut – Purpurblütiges Leinkraut

Besonders Hummeln krabbeln gern in die bewimperten Blumen, um den süß-scharfen Nektar zu erhalten und sichern dadurch die Bestäubung.
Besonders schlaue (oder faule) Exemplare beißen einfach die gekrümmten Sporne der Blüten auf und bedienen sich, ohne am Portier vorbei zu müssen, am Nektarbüffet.

Weiterhin zeigten zahlreiche Kräuter ihre letzten Blüten, wie das Bohnenkraut (Satureja), unsere Mochitominze (Mentha spec. Mojito), das zu den Strohblumen zählende Currykraut (Helichrysum italicum), Weinraute (Ruta graveolens) und besonders reich blühend die Rucolapflanzen (Diplotaxis tenuifolia).
Einen tollen Akzent setzt unsere schöne Schwarzäugige Susanne (
Thunbergia alata).

Manch einer wird nun meinen, dass es sich ja fast nur um nicht heimische Pflanzen handelt. Ja, das ist richtig. Liegt aber auch daran, dass diese einerseits mit ihrer Pracht deutlicher hervorstechen und andererseits in einem Nutzgarten häufig eine große neuweltliche, wie auch mediterrane Vielfalt herrscht.
Doch keine Sorge, auch die heimischen Gewächse zeigen sich, wenn auch etwas verhaltener.

Die ersten Bodenfröste hat er problemlos gemeistert, der Strauchbasilikum, zentrale Anlaufstelle für alle Nektarsammlerinnen.

So steht zum Beispiel die heimische Weiße Taubnessel (Lamium album) noch in Blüte, ebenso geschützt stehende Schafgarben (Alchemilla millefolium), und eine besondere Schönheit die Schaben-Königskerze (Verbascum blattaria).
Auch verschiedene Distelarten (Cirsium) tragen noch Blüten – wer uns kennt, weiß, dass auch verschiedenste Disteln bei uns wachsen dürfen.

Das kühl-feuchte Wetter scheint auch den Malvengewächsen sehr zu gefallen.
Gesichtet haben wir weiterhin: immernoch reich blühend das Purpurblütiges Leinkraut (Linaria purpurea), Wilde Möhren (Daucus carota subsp. Carota), jede Menge verschiedener Tagetessorten (Tagetes), in Töpfen kultivierte Wandelröschen (Lantana camara), Prächtige Fetthenne (Hylotelephium spectabile), Echinaceen und Rudbeckien (Sonnenhut).

Kräuter, wie das Currykraut, bieten ihre letzten Blüten zur Bestäubung an.

Das sind nun schon sehr viele Pflanzenarten und es ist auch nicht möglich hier alle zu nennen, geschweige denn von allen Fotos zu zeigen. Daher haben wir für Euch die schönsten Bilder ausgewählt.

Langer Rede kurzer Sinn: auch der Oktober ist noch blütenreich und dies für bestimmte Insekten überlebensnotwendig.
Zier- und Wildpflanzen können einen Garten sehr bereichern, auch wenn sie nicht heimisch sind (aber bitte Vorsicht mit invasiven Gewächsen wie der Kanadischen Goldrute).

Und nun wie immer unser Gartentipp: im Herbst einfach mal nichts tun!
Lasst Stauden, Kräuter, auch welkes Gemüse und das „böse“ Unkraut bis zum Frühjahr stehen.
Wen bei dem Gedanken der Versamung Schnappatmung befällt, darf gern die Samenstände abschneiden, um sein aufgebrachtes Gemüt zu beruhigen.
Wenn das neue Grün im Frühjahr spitzelt, dann erst alles runter schneiden. Insekten, Reptilien, Igel und co. werden es euch danken!

Ein gesunder Garten braucht etwas Wildwuchs!

Ein kleiner Saisonrückblick in den Garten

 

Die ersten Frostschäden an den Kürbispflanzen.

Liebe CityFarm-Freunde,

schon wieder fragen wir uns „huch, wo ist das Jahr hin“? Natürlich dauert es noch ein wenig, bis Weihnachten vor der Tür steht aber Gartenfreunde rechnen in Vegetationsperioden und nicht nach dem Georgischen Kalender. Die ersten kleinen Nachtfröste fegten schon über die Farm hinweg und hinterließen gatschig erfrorene Kürbisblätter. Dies ist das eindeutige Zeichen: die Saison neigt sich dem Ende.
Zeit für uns das Gartenjahr rückblickend zu betrachten. Wie immer gab es Erfolge und Misserfolge.
Fangen wir mit unserer allerliebsten Frucht an, der Tomate.
Vergangenes Jahr konnte man den Sommer als besten Tomatensommer bezeichnen.
In diesem Jahr sah es leider anders aus. Zwar gediehen die Pflanzen im Freiland recht gut und setzen auch zufriedenstellend Früchte an, die aber sehr spät ausreiften.
Doch dann kam das gefürchtete Übel mit dem Westwind und zwar von einem Tag auf den anderen, die Braunfäule, Phytophthora infestans. Für uns war es besonders schockierend, da die Pflanzen vor unserem einwöchigen Urlaub noch prächtig gediehen. Gut erholt kamen wir von der Ostsee zurück und fanden sämtliche Tomatengewächse im Freiland dahin gerafft. Sogar jene, die angeblich resistent gegenüber dem Pilz sein sollten. Nur eine einzige Sorte trug noch wenige grüne Triebe, die russische Zitronentomate.

Braunfäule an der Sorte „Sprite“

Das Besondere an der Massenvermehrung des Pilzes in diesem Jahr war nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch, dass alle Früchte befallen waren.
Dies bedeutet leider auch, dass wir von keiner Tomate im Freiland Saatgut genommen haben, da wir keine Anfälligkeit für Braunfäule weiter vermehren wollen.

Rückschlag im Freiland, dafür umso bessere Ernte im Gewächshaus.
Wieder durften wir 160 Pflanzen im Gewächshaus der Gärtnerei Blumen Schlegel aufstellen. Dort zeigten sich, bis auf die üblichen Mineralstoffversorgungsprobleme aufgrund der Wasserzusammensetzung (Danke Biogärtnerei Bucher für die Bestimmung), nur bei der Kremser Perle leichte Anzeichen der Braunfäule.


Besonders üppig gediehen im Gewächshaus die Sorten:

Besser – eine alte deutsche Cocktailtomatensorte

Süße von der Krim – eine russische Cherry-Sorte, die in ihrer Süße nur noch von der Honigtomate geschlagen wird

Vesennij Mieurinskij – die Wow-Sorte in diesem Jahr, wunderbar fruchtige Cherrytomate aus Russland

Chocolade stripe – nicht nur ein Hingucker, sondern auch geschmacklich der Knaller

Orange Strawberry – herzförmige Fleischtomate mit massenhaft Früchten, die mit ihrem gigantisch süßfruchtigen Aroma überzeugten

Königsberger – eine große hornförmige Tomate mit festem Fleisch und einem Aroma, welches ein dezentes, würziges Räucheraroma besitzt, als wäre sie einen Tag in einer Räucherkammer gestanden

Blush Tiger – wie jedes Jahr gesunde große Pflanzen mit vielen tropisch-fruchtigen Beeren (ja die Tomatenfrüchte zählen zu den Beeren)

Chocolade Stripe

Aber auch alle anderen Sorten wuchsen prächtig und trugen ausgezeichnet. Aber auch im Gewächshaus entwickelten sich die Kulturen langsamer als 2018, wodurch die Ernteperiode um mehrere Wochen verkürzt ist. Dazu kommt der frühe Herbst mit seinen kühlen nächtlichen Temperaturen, wodurch die letzten Früchte langsamer reifen und die Pflanzen aufgrund der erhöhten Luftfeuchte im Haus anfälliger für Pilzinfektionen werden.
Die Ernte wird dieses Jahr wohl nicht bis in den November andauern, sondern schon Anfang Oktober.

Orange Strawberry

Aber keine Sorge, wir haben viel Saatgut von den verschiedenen Sorten gewinnen können, um unsere Saatgutbörse am 1. März auszustatten.

Weniger Erfolg hatten wir in diesem Jahr mit den Erbsen. Vier verschiedene Sorten bauten wir an, die auch bis weit in den Juni sehr gut gediehen.
Dann kam uns allerdings die Faulheit unseres Katers dazwischen. Kurz vor der Ernte des Saatgutes machte sich eine Mäusefamilie im Garten breit und nagte alle Erbsen auf, keine ganze Schote blieb an den Sträuchern. Sie scheinen ausgezeichnet geschmeckt zu haben, denn anderes Gemüse war fast gar nicht betroffen!  Daher gibt es nächstes Jahr leider kein Erbsensaatgut.

Im Vergleich zum Dürresommer 2018 war diese Saison in unserer Region ein ausgezeichneter Bohnensommer! Die schmackhaften Fisolen wuchsen massenhaft an den Ranken und Sträuchern, sodass wir zahlreiche Sorten für Euch und die Bohnenschatzkiste vermehren konnten.

Blüte der Pastinake

Auch eine heimische Gemüsesorte erstaunte nicht nur unsere Gäste mit ihrer Blütenpracht: die Pastinake. Mal davon abgesehen, dass die wenigsten Besucher jemals eine blühende Pastinake gesehen haben, waren auch wir von der ausladenden Größe der blühenden Pflanzen überrascht.
Besonders erfreulich und zu Beobachtungen einladend, zeigten sich die schirmartigen Doldenblüten als Tummelplatz für u.a. Käfer, Schwebfliegen und massenhaft sich vergnügende Wanzen.

Doch nicht nur bei den essbaren Kulturpflanzen gab es Überraschungen. Im vergangenen Jahr kaufen wir mehrere Blütenstauden, welche als Phlox gekennzeichnet waren. Die sogenannten Flammenblumen gehören in jeden Bauerngarten und sind vor allem für Nachtfalter attraktiv. In diesem Jahr entpuppte sich die üppig blühende Staude als Nachtviole, die sich überall im Garten ausgesamt hatte.
Wie ihr wisst, entfernen wir nur dort Pflanzen wo es notwendig ist, was uns eine reiche Blütenpracht im Frühjahr bescherte. In Kombination mit unserem liebsten „Unkraut“ dem Klatschmohn war das farbige Meer nicht nur ein Fest für die Augen, sondern auch für unsere Insektenfreunde.

Blumenmeer aus Nachtviole, Klatschmohn und Rosen

Die ganze Saison über begleitete uns ein Filmteam des Bayrischen Rundfunks. Das Ergebnis könnt Ihr am 30. September um 21 Uhr in „Bayern erleben – rettet die Artenvielfalt“ sehen. Dort werden drei Projekte vorgestellt, die sich für die Artenvielfalt im Garten einsetzen.
Wir werden den Beitrag dann auch hier verlinken, damit Ihr nicht suchen müsst.

Spinnen mit der Handspindel, eine wunderbare Arbeit

Ein weiterer wichtiger Aspekt unseres Tuns sind die Schafe, wie Ihr ja sicherlich wisst. Die Tiere beweiden über „Weidestadt Augsburg“ des Landschaftspflegeverbandes Augsburg e.V. nicht nur artenreiche Biotope, um die Biodiversität zu erhalten und zu fördern, sondern auch bunte Wiesenflächen der Stadt, in Privatgärten sowie in der benachbarten Gärtnerei. Auch an der Universität waren Simba und seine Mädels wieder auf der Uni-Heide aktiv.
Zur Pflege der Schafe gehört natürlich auch das Scheren der Tiere, was wir seit zwei Jahren selbst machen.
Die Wolle verarbeiten wir auch selber und natürlich zusammen mit interessierten Menschen. In diesem Jahr stand als Highlight ein Spinnkurs auf dem Programm, den unsere langjährige CityFarmerin und Spinnerin Inge hielt. Es war ein toller Tag mit tollen Menschen, die mit viel Freude und Hingabe das Handspinnen lernten.
Ich kann Euch sagen, es macht nicht nur Spaß, es macht süchtig! Zum Glück sind unsere Wolllager noch voll, sodass im Winter sicher keine Langeweile aufkommen wird.

Der zweite Band ist in Arbeit!

Ihr erinnert Euch doch bestimmt an unser Büchlein „Urban Gardening mal anders, der Geschichte der ersten CityFarm.
Immer wieder werden wir gefragt, wann denn nun der zweite Teil erscheint, schließlich ist die neue Farm jetzt schon im 5. Jahr! Nun, ich kann Euch sagen, es hat seinen Anfang genommen. Die ersten Seiten stehen schon auf dem Papier und wenn alles glatt läuft, liegt Weihnachten 2020 der 2. Teil unter dem Weihnachtsbaum.

Wer für die Zeit dazwischen etwas zum Lesen braucht, darf gern auf Bennis bald erscheinende Werke „Wayan III“ und das Büchlein „Wüstenhund“ über unseren zweiten Hund Keule zurückgreifen.

Damit beenden wir die Gartensaison auf der CityFarm und wünschen Euch einen guten Start in den Herbst. Denkt bitte daran Stauden ect. erst im Frühjahr zu schneiden, wenn das neue Grün heraus spitzelt. Das hat zwei Vorteile. Einmal schützen sich die Stauden selbst vor der kalten Witterung (ihr müsst nichts zusätzlich abdecken) und weiterhin wird zahlreichen Insekten ein Unterschlupf für die Überwinterung angeboten.

Unsere Tomatenvielfalt!

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