Walpurgisnachtfeier

Es ist endlich Frühling und manchertags sogar schon Sommer! Für uns war das Anlass genug am 30. April mit euch gemeinsam die Walpurgisnacht in den Mai zu feiern. Es war wie immer ein wunderbares Fest mit sehr gutem Essen, Gesang und viel Feuer bei wunderbarem Frühlingswetter!

Das Hexenfeuer brannte vom Nachmittag bis in den nächsten morgen!

Das Hexenfeuer brannte vom Nachmittag bis in den nächsten Morgen!

Die Walpurgisnacht ist ein eher nord- und mitteleuropäisches Fest und erhielt seinen Namen nach der Heiligen Walpurga. Walpurga wurde im frühen Mittelalter am 1.Mai heilig gesprochen. Bis heute wird dieser Tag gefeiert, wenn auch oft unter veränderten Namen und Anlässen. Der 30. April jedoch wird seit jeher zu Geselligkeit, Tanz und Feuer zur Begrüßung des Frühlings gefeiert.

Traditionell wird in der Nacht zum Mai ein Hexenfeuer entzündet, um damit böse Geister, die Geister des Winters zu vertreiben.

Über die Heilige Walpurga gibt es noch eine weitere Geschichte, die bis heute jährlich tausende Menschen nach Eichstätt zieht, denn dort ruhen in einem Sarkophag die Gebeine der Heiligen. Jedes Jahr von Oktober bis Februar kann man ein von der Kirche anerkanntes Wunder erleben.

Seit 1042 erscheint der sogenannte „Ölfluss“ pünktlich am 12. Oktober, an dem Tag wurden Walpurgas Gebeine in die Abtei übertragen, bis zum 25. Februar, ihrem Todestag.

HRegenwürmer für die Hühner

HRegenwürmer für die Hühner

Das Wunder ist eine Flüssigkeit, die aus Walpurgas Schrein hervortritt und wundersame Heilungen verspricht. Die Nonnen füllen die Flüssigkeit seit über 1000 Jahren in kleine Fläschchen ab, die der Pilger gegen eine Spende erhalten kann.

Soviel zu Brauchtum und Heiligen und wieder zurück zu unserem Fest.
Sehr viele Kinder fanden diesmal mit ihren Eltern den Weg zur Farm und freuten sich an unserem Kletterbaum, buken Stockbrot und spielten mit Ildi auf der Straße Stöckchenhockey.
Für unsere Tiere war der Abend auch ein gelungenes Fest! Es wurden 2 Schubkarren Löwenzahn an die Kaninchen verfüttert und ebenso den Hühnern wurde der Tisch mit Regenwürmern und Asseln reich gedeckt, denn immer grub irgendwer ein Stück Erde im Gehege um. Doch auch unser Buffet glich einem Schlaraffenland! Danke euch allen für die tollen Speisen, die ihr mitbrachtet! Es hat allen sehr gut geschmeckt!

Nebenher brannte den ganzen Abend das Feuer hell und warm und vertrieb die Wintergeister. Der Erfolg ist nicht zu übersehen, denn auf der Farm grünt und blüht es schon reichlich! Und auch die Eisheiligen haben wir mit unserem Fest besiegt, denn dieses Jahr wird es sicher keinen Frost mehr geben! Freuet euch liebe Gärtner, die Saison hat begonnen!

Stockbrot mit frischen Kräutern aus dem Garten war ein Schmauß für Groß und Klein. Den Kleinen war Ildi aber zu langsam beim Aufwickeln.

Stockbrot mit frischen Kräutern aus dem Garten war ein Schmauß für Groß und Klein. Den Kleinen war Ildi aber zu langsam beim Aufwickeln.

Termine der nächsten Wochen

.Termine

Mit dem Frühling beginnt auch wieder die Markt- und Veranstaltungssaison. Wir sind im April mit dem CityFarm-Stand auf folgenden Veranstaltungen:

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CarFreiTag – Umwelttag der FOS und Berufsschule

Am 26. April ab 10 Uhr findet ihr uns vor Ort. Geplant sind Aktionen rund um den Umwelttag und auch die BikeKitchen ist dieses jahr wieder dabei!
Bei uns am Stand könnt ihr Infos über uns, die Umweltstation, Transition Town und Nachhaltigkeitsinitiativen in Augsburg erhalten. Zudem bieten wir selbstgezogene Jungpflanzen an und laden euch zu Kaffee und Schwätzchen ein!

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Eröffnung Interkultureller Garten an der Ballonfabrik

Es gibt einen weiteren Interkulturellen Garten in Augsburg!

Am 27. April wird die Eröffnung des Gartens mit einem Saatgut- und Pflanzentauschmarkt, Musik und künstlerischem Treiben eröffnet!

.flyer-vorderseite ProgrammEreöffnungInterkulureller Garten

Walpurgisnacht und Apfelblütenfest

Wir möchten den Ende des Winters natürlich auch mit euch feiern! Deshalb laden wir euch am 30. April ab 17:00 Uhr zu Walpurgisnacht und Apfelblütenfest ein!
Klein und groß können gern auch gewandet und verkleidet kommen, denn mit Musik, Feuer und gutem Essen begrüßen wir gemeinsam unter dem blühenden Apfelbaum und nach Art der alten Germanen den Frühling.

Mitzubringen: Instrumente zum Musizieren, evtl. Spende fürs gemeinsame Buffet
Eine Anmeldung ist nicht notwendig.
Bei strömenden Regen, Blitz und Donner fällt das Fest leider aus.
Doch von kleineren Schauern und kalten Temperaturen lassen wir uns nicht vom Feiern abhalten und das Fest wird trotzdem stattfinden. Wir bitten euch daher um passende Kleidung!

Apfelblüte auf der CityFarm Augsburg

Apfelblüte auf der CityFarm Augsburg

Workshop Urban Gardening I

Ökologische Jungpflanzenanzucht

Caspar David Friedrich begrüßte die Besucher auf der CityFarm.

Caspar David Friedrich begrüßte die Besucher auf der CityFarm.

Der Workshop fand an zwei Sonntagen im März statt. Der Winter hatte uns noch fest im Griff und die Temperaturen waren recht frostig.
Doch das hielt keinen davon ab, die CityFarm zu besuchen und etwas über Jungpflanzenanzucht zu lernen.

Es kam eine fröhliche Runde von HobbygärtnerInnen mit und ohne Gartenerfahrung zusammen. So konnten die Neulinge von den alten Hasen lernen und neue Inspiration mit nach Hause nehmen.

Nach einem Kaffee und ausreichend Streicheleinheiten und Futter für Fellnasen und Federvieh, durften sich alle die Hände schmutzig machen. Sogar die Kleinsten waren begeistert mit dabei!

Jeder erhielt eine Spankiste, die mit Folie und einem Gärtnervlies (wird meist als Teichvlies verkauft) ausgelegt wurde. Das Vlies ist ein wichtiger Teil der Jungpflanzenaufzucht, denn die meisten Pflanzen (vor allem Nachtschattengewächse wie Tomaten, Paprika und co.) mögen kein Wasser von oben, fast könnte man meinen sie seien wasserscheu.

Wir gießen nicht von oben, sondern halten nur das Flies feucht, auf dem die Töpfchen stehen.

Wir gießen nicht von oben, sondern halten nur das Flies feucht, auf dem die Töpfchen stehen.

Schon Opa hat früher neben den Tomaten Tontöpfchen eingegraben, um das Gießwasser direkt in den Wurzelraum zu befördern. Gießen von oben begünstigt Pilzkrankheiten wie Stengelfäule, Krautfäule und die Umfallkrankheit bei Jungpflanzen.

Arbeiten

Zur Anzucht verwenden wir spezielle Anzuchtserde.

Die Bewässerung über ein Vlies haben wir uns bei den Profis abgeschaut. Kommerzielle Gärtner legen auf ihren Pflanztischen das Vlies aus, an dem z.B. eine Tröpfchenbewässerungsanlage angeschossen ist. Darauf werden in etwas größerem Stil die Jungpflanzen herangezogen. Wir nutzen diese Technik in kleinem Rahmen und legen alte Obstkisten damit aus. Gegossen wird bei uns also nicht in den Topf, sondern lediglich das Fließ darunter wird feucht gehalten (nicht nass, das Wasser darf nicht stehen, sonst droht Fäule der Wurzeln).

Diese Methode hat sogar noch einen anderen Effekt. Wir erziehen unsere Pflanzen tief zu wurzeln, was sich später im Garten als sehr nützlich erweist. Denn Pflanzen, die täglich Wasser bekommen, bilden nur ein oberflächliches Wurzelwerk aus. Sie müssen sich ja nicht anstrengen, denn es gibt eh jeden Tag Wasser. Genau das wollen aber moderne Gärtner nicht! Wir wollen Wasser sparen und die Arbeit im Garten minimal halten, damit wir mehr Zeit haben unsere grünen Oasen zu genießen!
So gießen wir nur, wenn die Pflanzen deutlichen Wassermangel anzeigen. Das Wurzelwerk entwickelt sich dadurch tiefgründiger, in feuchte Bodenschichten hinein und die Pflanze versorgt sich selbst mit Wasser. Im vergangenen Jahr haben wir im Hochsommer während der Hitzeperiode nur 1-2x die Woche gießen müssen und konnten trotzdem mehr als reichlich ernten!

Cylanthera pedata - Scheibengurke oder Inkagurke

Inkagurke im Tontopf

Beim Gärtnern in Töpfen auf dem Balkon oder Hinterhof liegt die Sache natürlich wieder anders. Gerade aus Tontöpfen verdunstet im Sommer sehr viel Wasser, sodass entweder jeden Tag gegossen oder ein Wasservorrat angelegt werden muss (z.B. Plastikflasche ohne Boden mit dem Hals voran in die Erde stecken und mit Wasser füllen).

Aber nun wieder zurück zum Workshop.

Nachdem alle Kisten mit Vlies ausgelegt und die Töpfchen mit Erde gefüllt waren, wuren sie mit Schachtelhalmtee begossen. Dieser wirkt gegen Pilzinfektionen und stärkt die Keimlinge.
Leider war die teure gekaufte Bio-Anzuchtserde von Pilzsporen zu stark durchsetzt, sodass später bei einigen Teilnehmern die Erde in den Töpfchen schimmelte.
Aber keine Sorge, der Schimmel setzt lediglich den Stickstoff in der Erde um und greift weder Keimling noch Jungpflanzen an. Einfach ein paar Tage trockener stellen, dann reduziert sich auch der Schimmel.

Schachtelhalmtee als Starthilfe für unsere Keimlinge

Schachtelhalmtee als Starthilfe für unsere Keimlinge

Schachtelhalmtee kann auch als Saatbad oder Beize verwendet werden. Sicher fragen sich einige von euch, ob sowas notwendig ist. Natürlich ist es nicht zwingend erforderlich aber sehr nützlich. Denn nur den Samen in die Erde zu geben, ist zwar ausreichend, wir können jedoch über Saatbäder und Tees die Samen behandeln, damit sie schneller keimen und damit auch die Jungpflanzen für ihren Start ins Leben stärken.

Der Samen gehört in die Erde, das wissen schon die Kleinsten.

Der Samen gehört in die Erde, das wissen schon die Kleinsten.

Wir benutzen für die Saatbäder sehr gern Humofix aus dem Klostergarten der Benedektinerabtei Fulda, Schachtelhalm- und Brennesseltee. Vor allem mit Humofix, das aus 5 verschiedenen Kräutern besteht, haben wir sehr gute Erfahrungen gemacht. Zum Beispiel konnten wir mit einem einstündigen Saatbar die Keimrate unserer Tomaten auf über 90% erhöhen. Dagegen keimten die Tomaten für den Schulgarten, die mit Schachtelhalmtee behandelt wurden nur zu ca. 70%.

Wenn euch Saatbäder interessieren, dann findet ihr auf dieser Internetseite eine Liste welches Saatgut mit welchen Mitteln behandelt werden.

http://www.bio-gaertner.de/Gemuese/Gemuese-Saatbaeder-Saatbeizung

Besonders interessant ist die Behandlung von Kürbisgewächsen. Die Samen werden 20 Minuten bis eine Stunde in Milch gebadet und danach gleich gesäet. Die Milch greift die keimhemmende Schicht des Samens an und lässt ihn vorquillen, wodurch die Keimung schneller einsetzt.

Ildi freut sich, wenn die alten Gemüsesorten neue Freunde finden!

Ildi freut sich, wenn die alten Gemüsesorten neue Freunde finden!

Nachdem die Töpfchen gut durchfeuchtet wurden, durften endlich die Samen in die Erde. Als Saatgut standen alte und teilweise seltene Gemüsesorten zur Auswahl, z.B. verschiedene Tomatensorten, der Augsburger Paprika, Spargelsalat Roter Stern und Stielmus. So konnte sich jeder Gemüsesorten nach den eigenen Geschmack auswählen.

Wir hoffen euch hat der Workshop genauso gut gefallen wie uns und wir bedanken uns für euer Interesse!
Ihr wisst, dass ihr uns bei Fragen und Problem schreiben oder anrufen könnt.

Das PDF zur Veranstaltung ist leider noch in Arbeit.

Die Hühnerstallklappenaufmachmaschine!

Eine geniale Konstruktion!

Eine geniale Konstruktion!

Unsere Hühnerbande ist nun fast ein Jahr alt. Sie sind zum festen Bestandteil der Farm geworden, brechen logischerweise täglich aus, wie es sich für richtige Hühner gehört und machen das Gelände unsicher. Wenigstens konnten wir uns mit den gefiederten Zweibeinern soweit einigen, dass sie den Gemüsegarten weitgehend in Ruhe lassen und sich auf den hinteren Teil des Geländes beschränken – meistens.

Da sich bei den Hühnern alles nach dem Sonnenlicht richtet, fordern die Strolche  natürlich, dass die Stalltür gefälligst mit der aufgehenden Sonne ebenfalls aufzugehen hat. Momentan ist das um 6 Uhr morgens. Im Winter konnten wir uns mit ca. 8 Uhr noch ganz gut abfinden,
doch je näher der Sommer rückt, desto zeitiger muss auch einer von uns raus.

Der Antrieb: ein alter Wecker.

Der Antrieb: ein alter Wecker.

Das kann manchmal in ganz arge Quläerei ausarten, vor allem wenn am Abend vorher Besuch da war und es etwas länger ging.

Da hatte es Ildis Opa Rolf früher noch einfacher, denn er konnte im Morgenmantel schnell zum Stall schlurfen, die Türe öffnen und sich dann noch einmal gemütlich ins Bettchen kuscheln. Würden wir ja auch gern, wäre die Farm nicht 2 Kilometer von unserem Bett entfernt.

Natürlich könnten wir die Tiere einfach zwingen länger im Stall zu bleiben, doch es hat eindeutige Nachteile, wenn die Gackerbande nicht zeitig ihren Stall verlassen darf.

Zum Einen hängt die Eierproduktion direkt mit dem Tageslicht zusammen und zum Anderen fällt Hühnern viel Blödsinn ein, wenn ihnen auf engem Raum langweilig wird.

Das Drehkreuz

Das Drehkreuz

Die liebste Beschäftigung ist dann Federpicken bei den Artgenossen, was auf Dauer zu nackten Hühnerhintern führt.

So überlegten wir, was man tun könnte, um diesen Zustand zu verändern. Doch die Lösungen waren entweder für unser begrenztes technisches Verständnis nicht umsetzbar, brauchten Strom oder waren schlichtweg zu teuer.

Alles sah danach aus entweder viel zu viel Geld auszugeben oder eben weiterhin sehr früh aufzustehen. Bis der Basti kam…

Gegengewicht zur Hühnerklappe: Steine

Gegengewicht zur Hühnerklappe: Steine

Und der Basti hatte eine geniale Idee die einen alten Wecker und Steine beinhaltete. So machte er sich ans Werk und baute aus alten Materialien etwas Neues.

Der besondere Anspruch dabei war ohne Strom auszukommen, also eine rein mechanische Apparatur.

Der alte Wecker dient als Antrieb und betreibt eine Zwirnrolle, die einen Faden aufwickelt an dem eine Sperre an einem Rad befestigt ist. Klingelt nun der Wecker, dann öffnet sich die Sperre. Das Rad dreht sich, da es mit einem kleinen Gewicht verbunden ist und bewegt eine Gabel, welche Steine als Gegengewicht zur Hühnerstalltür arretierten.

Die Steine bewegen sich folglich nach unten und die Hühnertür nach oben.

Es ist gar nicht so einfach den Mechanismus zu erklären und vielleicht schaut ihr es euch einfach an!
Armin hat bei Youtube ein kleines Filmchen eingestellt, auf dem ihr die Funktion beobachten könnt. Es ist war etwas verwackelt aber trotzdem allles gut zu erkennen.

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Wiederholung Workshop Ökologische Jungpflanzenanzucht am 24.03.2013

Achtung liebe CityFarm-Freunde,

da der Workshop vergangenen Sonntag ein großer Erfolg war, wird die Veranstaltung kommenden Sonntag noch einmal stattfinden! Danach gibts erst den Artikel dazu.  ;-)

Urban Gardening I – Ökologische Jungpflanzenanzucht
10 – 12 Uhr auf der CityFarm Augsburg

Es sind noch Plätze frei!

Die Saat wurde gelegt...

Die Saat wurde gelegt…

Der Kostenbeitrag beträgt für Erwachsene 7 Euro und für Kinder 5 Euro. Dafür stellen wir euch das Arbeitsmaterial und natürlich die Samen. Gern könnt ihr aber auch eigenes Saatgut und Töpfchen mitbringen.

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 22.03.2013!

Kontakt

0157/84866734

cityfarmaugsburg@gmx.de

Vergangenes Gartenfest mit Samentauschbörse und kommende Termine!

Gartenfest und Samentauschbörse am 02. März 2013

Sonnengenuss pur!

Sonnengenuss pur!

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Auch wenn manch einen der Begriff Samentauschbörse mächtig verwirrt hat, so wurde unser Gartenfest doch ein voller Erfolg! Viele Besucher erschienen und brachten die richtigen Samen zum Tauschen mit, nicht wie von Arno satirisch interpretiert.

Am Morgen war der Himmel noch trüb und verhangen, sodass Ildi Regen und Kälte befürchtete. Denn auch der Wetterbericht war sich nicht ganz einig darin, ob die Sonne unserem Fest beiwohnen oder sich wie in den letzten Monaten hinter dicken Wolken verstecken würde.
Kurz nach 13 Uhr trafen die ersten Gäste ein und kleideten mit ihren kleinen Ständen die CityFarm in bunten Farben!

Gegen 14 Uhr geschah das Unerwartete und mit Start des Festes zeigte sich die Sonne und umflutete uns mit Frühling!

Jens freut sich über seine neue Tasche von Nini´s Stand!

Jens freut sich über seine neue Tasche von Nini´s Stand!

Sicherlich lockte auch das herrliche Wetter viele Besucher auf die Farm, die sonst den Tag lieber in ihren kuschligen Stuben verbracht hätten. Nach einem solch düsteren Winter aber, darf man natürlich keinen Sonnenstrahl vergeuden, denn seit Wetteraufzeichnung gab es keinen Winter mit derart wenigen Sonnenstunden!

Kaum dass der Tausch-Stand eröffnet war, sammelten sich Interessierte Gartenfreunde und die Kisten mit Tomaten, Gurken, Blumen und co. Heiß begehrt war unter Anderem der Augsburger Paprika (rote Spitzpaprika, freilandtauglich im Augsburger Klima), die Inkagurke und verschiedene Tomatensorten.
Wer keinen Augsburger Paprika abbekommen hat aber diesen gern anbauen würde, der soll sich bei uns melden. Ildi hat noch einige Samen übrig!

Der Nachmittag raste dahin und wir waren gut eingespannt. Im Endeffekt können wir sagen: es war ein voller Erfolg! Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet! Deshalb entschuldigt bitte auch, wenn wir für eure Fragen keine Zeit hatten oder mitten im Gespräch abbrechen mussten.

Der Samentauschstand war gut besucht!

Der Samentauschstand war gut besucht!

Vielen Dank für das tolle Fest an alle Besucher und Mitmacher!
Für alle die keine Zeit hatten und für alle die wiederkommen wollen: die nächste Feier findet schon am 30. April satt! Zur Apfelblüte feiern wir ab 17 Uhr den Frühling und Walpurgisnacht! Natürlich wollen wir auch ein paar Hexen sehen! Also verkleidet euch und tanzt mit uns in den Mai!
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Weitere Veranstaltungen findet ihr unter Termine 2013!

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Nächster Termin:

17. März Urban Gardening I – Ökologische Jungpflanzenanzucht

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Wem wir auf dem Gartenfest keine Tipps zur Jungpflanzenanzucht geben konnten oder wer ein paar Tricks und Kniffe alter Klostergärtner lernen möchte, der sei am 17. März um 10 – 12 Uhr herzlichst eingeladen am Workshop teilzunehmen!

Zusammen kochen wir Schachtelhalmtee gegen Pilzbefall bei Keimlingen und setzen Saatbäder für das Saatgut an. Wir zeigen euch alles notwendige, dass die Keimlinge schnell und mit hoher Keimrate aufgehen und wie ihr euren Pflänzchen einen guten Start ermöglicht. Dabei greifen wir auch auf alte, bewährte Gärtnertricks zurück und klären auf, warum Gurkensamen eine Woche in der Hosentasche getragen werden sollten.

Die Tomatenkinder sind schon einen Monat alt!

Die Tomatenkinder sind schon einen Monat alt!

Der Kostenbeitrag beträgt für Erwachsene 7 Euro und für Kinder 5 Euro. Dafür stellen wir euch das Arbeitsmaterial und natürlich die Samen. Gern könnt ihr aber auch eigenes Saatgut und Töpfchen mitbringen.

Anmeldeschluss ist am Freitag, den 15.03.2013!

Kontakt

0157/84866734

cityfarmaugsburg@gmx.de

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Offene CityFarm in den Osterferien

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In den Osterferien wird die CityFarm Augsburg 2 zusätzliche Tage unter der Woche sowie bei schönem Wetter Ostersonntag geöffnet sein. Beachtet dafür den kleinen Kasten: Offene CityFarm rechts in der Leiste. Dort werden rechtzeitig die Termine bekannt gegeben.
Bei Unklarheiten ruft uns einfach an!

Hier nochmal der Hinweis wie ihr uns findet: mit der 64er Straba bis zur Endhaltestelle Augsburg Nord, dann über die Donauwörther Straße gehen und in die Mindelheimer Straße und dann nur noch geradeaus zwischen den Gärten durch in den Westendorfer Weg.
Hier findet ihr die Google Maps Route.

Autofahrer bitten wir am Mediamarkt oder auf dem Park&Ride Nord zu parken und das letzte Stück zu laufen!

Ildi freut sich auf hoffentlich frühlingshafte Ostern!

Ildi freut sich auf hoffentlich frühlingshafte Ostern!

Schneiteln in der Woflszahnau

Kopfweiden, ein Zeugnis unserer eigenen Geschichte

Vor 2 Jahren schneitelten wir die erste Kopfweide unseres Lebens. Seit dem lässt uns die Geschichte dieser besonderen Bäume nicht mehr los. Heute wollen wir euch mit auf eine Reise nehmen. Eine Reise, die uns durch die Menschheitsgeschichte führt und zeigt, wie eng wir mit diesen Bäumen verbunden sind.

Rötelweide, vor einem Jahr geschnitten.

Rötelweide in der Woflszahnau, vor einem Jahr geschnitten.

Vor rund 6000 Jahren errichteten die Menschen der Steinzeit Pfahlbausiedlungen direkt am Ufer des Bodensees. Es gab noch kein Metall und auch die Keramik stand erst kurz vor der Entdeckung. Die Möglichkeiten waren somit auf Naturmaterialien beschränkt. Da es kaum Funde aus dieser Zeit gibt die etwas anderes beweisen, gehen Archäologen davon aus, dass Körbe gefertigt aus Gras oder weichem Holz täglich Verwendung als Transport- und Aufbewahrungsmitte fanden.

Flechtzaun bei Konz Foto: Stefan Kühn

Was heute Ungeübten schwer fällt, ging den Menschen damals leicht von der Hand: das Korbflechten. Am Besten eignen sich dafür die Stecken der Weide, da sie schön weich und biegsam sind.

Aber nicht nur dafür wurden Weiden verwendet, auch als Baumaterial waren sie schon damals hochbegehrt. Man konnte daraus Zäune bauen; um Nutztiere wie Ziegen davon abzuhalten Ausflüge in die gefährliche Wildnis zu unternehmen. Zu Fressen bekamen die Tiere u.a. auch Weidenblätter- und Zweige. Das so genannte Laufheu wurde im Wald gerupft oder eben geschneitelt.

Sogar zum Hausbau eigneten sich die Stecken, denn ein mit Lehm und Mist verkleidetes Weidengeflecht hält die Wärme im Inneren des Hauses.

Die Menschen aus der Zeit um 3900 v. Chr. nutzen wahrscheinlich in einem bestimmten Jahresturnus immer die gleichen Bäume zur Rutengewinnung. So erhält man auf einfachste Art Stecken für bestimmte Verwendungszwecke. Zum Beispiel müssen Zweige zum Flechten und Binden sehr dünn und elastisch sein, wie es nur bei einjährigen Ruten der Fall ist. Daraus fertigten also schon die Menschen der Steinzeit mit verschiedensten Techniken Korbwaren.

Ob ihnen damals bewusst war, dass sie damit eine Kulturbaumform schufen die es heute 6000 Jahre später noch immer gibt, wissen wir natürlich nicht. Aber wir können vermuten, dass ihnen die Entwicklung der Kopfweiden im Laufe der Jahre auffiel und auch, dass sie wussten neue Weiden zu setzen und diese zu pflegen.

Die regelmäßige Pflege durch Schneiteln ist notwendig, denn nach wenigen Jahren würden sie kopflastig und auseinanderbrechen, was den Tod des Baumes bedeutet.

Kopfweiden in einer Auenlandschaft Foto: Perlblau

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Nun springen wir ins frühe Mittelalter

Mit der Herstellung von Bronze und Eisen machte die Menschheit wahre Entwicklungssprünge. Werkzeuge wie Eisenpflug oder Axt erleichterten die harte Arbeit und ermöglichten den Bauern größere Felder zu bestellen und mehr Menschen mit Nahrung zu versorgen. Aber auch Waffen wie Schwerter und Streitäxte wurden gefertigt, die in blutigen Schlachten viele Menschenleben kosteten. So hat alles seine zwei Seiten der Medaille.

Heckrinder im Hutewald im Neandertal

Die Bauern aber nutzten noch immer den Wald für ihre Tiere, da Grasfütterung erst um ca. 1000 n. Chr. aufkam. Doch dabei wurden die Wälder durch Holzeinschlag, Schneitelung und Waldhute (Waldweidewirtschaft) immer mehr zerstört. Dadurch entstanden auch die so genannten Niederwälder, die aus niedrig geschneitelten Kopfbäumen bestanden und der Laubheu- und Streugewinnung dienten.
Bevorzugt wurde Eschen, Ulmen und Hainbuchen genutzt.

Hier betritt nun wieder unsere Weide die Bühne. Denn als die Waldnutzung eingeschränkt wurde, mussten sich die Bauern andere Möglichkeiten suchen Holz und Futter zu gewinnen. So pflanzten sie reihenweise Weiden an die Ränder ihrer Felder, Viehweiden und Wege, entlang der Gewässer und auf Weinberge. So schütze die Kopfweide Wälder vor Übernutzung und wurde ein prägendes Landschaftselement Europas.

Bevorzugt wurden die Weidearten Silber-Weide (Salix alba), Dotter-Weide (Salix alba ssp. vitellina) oder Pupur-Weide (Salix purpurea).

Vor allem in der Weinherstellung wurden Weiden vielfältig eingesetzt, daher die Pflanzung an Weinbergen. Mit den einjährigen Ruten oder der Rinde befestigten die Winzer ihre Reben am Stock. Zudem erhielten die Dauben der Weinfässer Ummantlungen aus Weide und sogar als Stoßdämpfer auf dem Karren dienten gebündelte Ruten zum Transport der Fässer.

Sehr beliebt das Holz auch bei den Schnapsbrennern. Zwar bringt das weiche Weidenholz keine Glut hervor, doch es verbrennt sehr schnell und sehr heiß! Ideal zum Brennen von Hochprozentigem.

Viele Künstler verwendeten das Motiv der Kopfweiden wie hier Kaspar David Friedrich: Verschneite Hütte

Die Wichtigkeit der Weide spiegelt sich auch in der Mystik wieder, denn die Bäume sollten besondere Mächte und Kräfte besitzen. Wen eine Krankheit heimsuchte, der schlich heimlich zu einer alten Kopfweide, verschlang drei Ruten am oberen Ende miteinander und sprach: „Weide! Ich winde, Fieber! Ich binde meine 77 Fieber ein!“Die Krankheit übertrug sich auf die Weide und der Leidende war geheilt!
So sagt zumindest ein alter Volksglauben und betitelt die auch Weide als Hexenbaum. Frauen, die sich in der Nähe von Kopfweiden aufhielten, waren von vornherein verdächtig mit dunklen Mächten zu verkehren.
 

Sie tanzten angeblich mit Nymphen und anderen Sagengestalten des nachts bei Vollmond um hohle Weiden. Schöne junge Mädchen sprangen dabei in die hohle Weide und kamen als Grauen erregende Hexen wieder heraus!

In gewisser Weise ist die Furcht vor alten knorzigen Kopfweiden zu verstehen, denn betrachtet einmal nachts bei Vollmond und Nebel diese Bäume.
Mit etwas Fantasie verwandeln sie sich zu Monstern mit Klauen und Reißzähnen, deren abstehender Haarschopf im Mondlicht tausend Speeren gleicht.

Dass Weiden aber gegen Erkältungserscheinungen, Durchfall und Schmerzen hilft ist heute weit bekannt. Sogar in der Schulmedizin wird der Wirkstoff Salicin als Salicylsäure in Aspirin eingesetzt.
Wohl ergeht des dem, der eine Weide in seiner Nähe weiß: man schneide etwas Rinde koche diese mit kaltem Wasser auf, dann 5 Minuten ziehen lassen und fertig ist das natürliche Aspirin!

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Vom nächtlichen Grusel des Mittelalters springen wir nun in die heutige Zeit zurück

Die Bedeutung der Kopfweiden hat sich durch die Industrialisierung stark gewandelt. Waren sie Jahrtausende ein notwendiger und daher selbstverständlicher Bestandteil unserer Kulturlandschaft, so haben sich unsere Landnutzung und Lebensgewohnheiten so stark verändert, dass kaum Platz für einst nützliche Hexenbäume bleibt.

Selten geworden heutzutage sind die Kopfweidenwiesen, wiehier in der in Wolfszahnau.

Selten geworden heutzutage sind die Kopfweidenwiesen, wiehier in der in Wolfszahnau.

Handarbeit ist fast nur noch für Liebhaber von Wert, denn die Industrie wirft seit Jahrzehnten Waren zu Billigpreisen auf den Markt, mit denen kein traditioneller Korbflechter mithalten kann. Im Weinbau haben Draht und Kunststoff die Weidenruten ersetzt, wie in vielen anderen Bereich auch. Das Vieh in Massentierhaltung bekommt heute Soja aus Argentinien zu fressen und auch das Heu muss oft importiert werden, weil auf den ehemals saftigen Wiesen nur noch Energiepflanzen wachsen. Und Kopfschmerzen werden nach moderner Medizin mit synthetischem Aspirin, statt mit natürlichem Weidenrindentee behandelt.

Wo vor 100 Jahren gepflegte Kopfweiden die Feldraine säumten, wird heute jeder Zentimeter umgepflügt, um noch mehr Ertrag aus dem Land zu holen. Die Zeugen unserer Kulturgeschichte verschwinden nach und nach aus der Landschaft.

Dabei spielen die Kopfweiden in der Zeit des großen Artensterbens eine tragende Rolle im Naturschutz. Die Bäume bieten zahllosen Tieren und Pflanzen einen einzigartigen Lebensraum.

Der Waldkautz

Ich will kurz erklären weshalb. Werden Kopfweiden regelmäßig geschneitelt, beginnt das weiche Holz im Inneren des Baumes zu faulen, da Pilzsporen über die Schnittstellen ins Holz gelangen.
Doch keine Sorge, das ist gewollt!
Denn erst wenn eine Kopfweide ihr Innerstes als Höhle präsentiert, zieht es Arten wie der Waldkautz und verschiedene Fledermäuse, Siebenschläfer, Steinmarder und Iltisse an und in die Weide.
Da alte und morsche Bäume sowie Totholz eine Ausnahme in unserer ausgeräumten Landschaft darstellen, bilden die Kopfweiden eine Zuflucht für viele Arten.
Neben Vögeln und Säugetieren leben auch zahllose Insekten im Mulm des zersetzten Holzes, deren Lebensraum sich immer stärker reduziert.
Eine Kopfweide kann beispielsweise bis zu 80 Käferarten beherbergen. Außerdem ist sie eine hervorragende Bienenweide! Auch siedeln sich verschiedene Pflanzen, Pilz und Moose an, in und auf Kopfweiden an.

So machen wir uns seit drei Jahren im Februar mit Motorsäge und Astschere bewaffnet auf, um den Kopfweiden eine neue Frisur zu verpassen. Für uns haben die Bäume auch den althergebrachten Zweck der Rutennutzung. Wir versuchen uns im Korbflechten, bauen lebende Zäune und Weidentippis daraus.

Vor allem in unseren Schulprojekten finden die Ruten einen neuen Platz. So entsteht z.B. in der Kapellenschule ein Naturgarteneck im Schulgarten, das neben Natursteinmauern für Reptilien, auch einen grünen Weidenpavilon bekommt.

Wir nennen das eine win-win-Situation. Der Kopfweide erhält es das Leben und ihren Bewohnern den Lebensraum. Wir wiederum ziehen Nutzen aus den Ruten.

Mit den Kopfweiden haben die Menschen ein einzigartiges Biotop geschaffen, dass sie schützen und erhalten müssen!

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